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Färöer-Inseln verlängern Fischereiabkommen mit Russland

Trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben die Färöer-Inseln ihr Fischereiabkommen mit Russland um ein Jahr verlängert. Das teilte die färöische Regierung nach dem Abschluss von Konsultationen über die weitere Zusammenarbeit am Wochenende mit. Wegen der Verringerung der erlaubten Fangmengen für Kabeljau in der Barentssee beinhalte die Vereinbarung Anpassungen, was zu einer Reduzierung der Fangquoten auf beiden Seiten führe.

Die Färöer-Inseln gehören offiziell zum Königreich Dänemark, sind aber weitgehend autonom. Fisch ist das mit Abstand wichtigste Exportgut der kleinen Inselgruppe, die im Nordatlantik zwischen Island und Schottland liegt.

Die Färöer und Russland stimmen sich seit 1977 über die Fischbestände im nordöstlichen Atlantik ab. Die Vereinbarung bedeutet, dass Schiffe von den Färöern in der Barentssee fischen dürfen und russische in färöischen Gewässern. Dass diese Vereinbarung nun trotz des Ukraine-Kriegs fortgeführt wird, sorgte für Kritik aus Dänemark und der EU, wie unter anderem der dänische Rundfunksender DR berichtete.

Die färöische Regierung betonte, bei der Verlängerung des Abkommens für das Jahr 2023 gehe es um die weitere nachhaltige Bewirtschaftung und Kontrolle der aus wirtschaftlicher wie sozialer Sicht wichtigen Fischbestände. Die Entscheidung dazu ändere nichts an der färöischen Position, dass man Russlands Vorgehen gegen die Ukraine verurteile.

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