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Flugverkehr in Hannover und Bremen ruht wegen Warnstreiks

Wer am Montag von Hannover oder Bremen in den Urlaub starten möchte, muss seinen Start verschieben. Wegen eines Warnstreiks ruht der Betrieb. Weitere Einschränkungen kommen in den kommenden Tagen hinzu.

Wegen eines Warnstreiks ruht am Montag der Flugverkehr an den Airports in Hannover und Bremen. Das bestätigten Sprecherinnen der beiden Flughäfen sowie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Montagmorgen. Von Sonntagabend 21.00 Uhr bis Dienstag 1.30 Uhr waren in Hannover 76 Flugbewegungen geplant – 35 Abflüge und 41 Ankünfte. In Bremen sollten am Montag 20 Flieger starten und 19 landen.

Der Warnstreik des Luftsicherheitspersonals begann in Hannover um Mitternacht und soll genau 24 Stunden dauern. Die Gewerkschaft Verdi hatte auch die Beschäftigten der Airports in Hamburg und Berlin zu dem eintägigen Ausstand aufgerufen. In Hannover sollen laut Flughafenbetreiber zumindest Notfall- und Rettungsflüge möglich sein. Der Flughafen bittet alle betroffenen Passagiere, Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter aufzunehmen.

Hintergrund der Warnstreiks sind einerseits die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen, örtliche Verhandlungen für Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste und andererseits die bundesweiten Mantel-Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Luftsicherheit.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. In der zweiten Verhandlungsrunde gab es zuletzt noch keine Annäherung.

Am Dienstag müssen sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher auf weitere Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hatte angekündigt, den Bus- und Bahnverkehr der Üstra in Hannover ganztägig zu bestreiken. Bei der Abfallentsorgung in der Landeshauptstadt soll es nach Unternehmensangaben von Dienstag bis Donnerstag zu Einschränkungen kommen. Dann soll es nur einen Notdienst geben – etwa für Krankenhäuser und Altenheime.

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