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Fall eines in Südafrika getöteten Deutschen: Justiztermin verschoben

Wer in Düsseldorf und Dortmund Informationen zu seinem Flug finden wollte, kam am Donnerstag nicht weiter: «Die Website ist nicht erreichbar», stand da bloß. Alles deutet darauf hin, dass Hacker die Seiten mit einem Angriff stundenlang lahmgelegt haben.

Vor dem Prozessstart im Fall eines getöteten Touristen aus Fulda hat das Gericht in Südafrika einen für Donnerstag angesetzten Kautionsentscheid verschoben. Grund dafür war die Überflutung des Gerichtssaals. In der nordöstlichen Mpumalanga-Provinz, in der sich das Amtsgericht von Kabokweni befindet, ist es in den vergangenen Tagen aufgrund heftiger Regenfälle zu weitflächigen Überschwemmungen gekommen. Die Kautionsanhörung wurde auf den 30. März verschoben.

Ursprünglich sollte das Gericht am Donnerstag über Kautionsanträge von zwei der drei Tatverdächtigen entscheiden. Die drei Männer im Alter zwischen 25 und 38 Jahren befinden sich in Untersuchungshaft. Bei einem der drei Männer war ein Antrag auf Freilassung auf Kaution bereits vor einigen Wochen abgelehnt worden.

Am 3. Oktober sollen die drei Tatverdächtigen den 67-Jährigen aus Fulda und drei weitere Deutsche auf dem Weg zu einer Safari-Lodge im berühmten Kruger-Nationalpark im Nordosten des Landes überfallen haben. Als sich die Touristen kurz vor dem Numbi-Eingang zum Nationalpark weigerten, aus dem Auto zu steigen, und die Türen verriegelten, eröffnete einer der Täter nach Polizeiangaben das Feuer auf den Fahrer. Der 67-Jährige starb. Die drei mutmaßlichen Täter sind des Mordes, versuchten Mordes und der versuchten Entführung angeklagt. Der Fall hatte landesweit für Aufsehen gesorgt.

Südafrika gehört zwar zu den beliebtesten Touristenzielen in Afrika, kämpft jedoch mit einer hohen Kriminalitätsrate. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Gewaltverbrechen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern erneut angestiegen. Allein zwischen Anfang Juli und Ende September sind Regierungsangaben zufolge mehr als 7000 Menschen getötet worden.

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