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Erneut Proteste von Landwirten und Fischern gegen Agrarpolitik

Erneut haben anlässlich der Agrarministerkonferenz in Büsum hunderte Landwirte und Fischer mit mehreren Kundgebungen und einer Kutterdemo gegen die Agrarpolitik und befürchtete Einschnitte in der Krabbenfischerei protestiert. Unter anderem der von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) geplante Umbau der Tierhaltung zu weniger Tieren im Stall und das von der EU-Kommission geplante Verbot von Grundschleppnetzen in Schutzgebieten macht vielen Sorgen.

Er sei es leid, Spielball der Politik zu sein, sagte etwa Hans-Peter Goldnick vom Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein am Donnerstag bei einer Kundgebung des Bauernverbandes. «Tierhaltung ist das Rückgrat der Landwirtschaft.» Er forderte die Minister auf, den Sachverstand des Berufsstandes anzuhören.

Zustimmung erhielten die Demonstranten von den Agrarministern aus Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, und Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (beide CDU). Es zeichne sich ab, dass in einigen Punkten ein Kompromiss erreicht werden könne, sagte Schwarz zu den Demonstranten. Aber alle Probleme «heute und morgen zu lösen» sei nicht möglich. «Aber ich gehe davon aus, dass wir in vielen Punkten einen Schritt weiterkommen.» Auch Schulze sagte ihnen seine Unterstützung zu. Die Agrarminister treffen sich noch bis Freitag in Büsum zu ihrer Frühjahrskonferenz.

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