Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Guérande: Die Königin des weißen Goldes

Frankreich
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Salz machte Guérande reich – Bilderbuch-Mittelalter hinter ringsum geschlossenen Stadtmauern
Wer vom Parkplatz nur flüchtig zur Porte St. Michel hochsieht, könnte sich denken: „Wow, eine imposante Porta, die da in der Gegend rumsteht – aber wo ist die Stadt dazu?“ Die verbirgt sich geschickt hinter diesem mächtigen Stadttor, dessen architektonische Formensprache sich in vielen Torbauten der Bretagne wiederfindet: Die zwei eng zusammengerückten, bulligen Türme, von denen die Stadtmauern aus dem 14. und 15. Jahrhundert rings um den pittoresken Ort laufen, haben dieselben Proportionen wie etwa die Porta vor dem Schloss in Nantes.
Galerie
Platz mit den Statuen auf der Nordseite der Kirche Saint-Aubin in Guérande.

In diesem wuchtigen Torhaus selbst ist das Musée Château du Pays de Guérande untergebracht: Wer keinen großen Wert auf die Besichtigung von regionalen Möbeln, Trachten, Fayencen und sakraler Kunst legt, sollte dennoch die Möglichkeit nutzen, das Stadttor einmal von innen zu erkunden. Natürlich kann man hier auch etwas über die Geschichte des Salzabbaus erfahren, der noch heute in den Salzsümpfen auf der Presqu’Île de Guérande betrieben wird. Schon die Römer machten sich die rechteckig abgetrennten Salzfelder zunutze. Im Mittelalter erlangte die Stadt durch den Handel mit dem weißen Gold einen beachtlichen Wohlstand, der sich in der Ausstattung der Bürgerhäuser widerspiegelt.


Entdeckerfreuden

Stadttor bei Nacht.
Sobald man das Tor durchschritten hat, weiß man, woher der Wind weht: Ein Souvenirladen jagt den nächsten, soviel Mittelalter-Romantik musste einfach das internationale Tourismus-Establishment auf den Plan rufen, Rothenburg ob der Tauber und San Gimignano lassen grüßen. Macht nichts, der Spaziergang durch den mit einigen Kunstaktionen aufgefrischten Mummenschanz macht dennoch Spaß, weil an allen Ecken und Enden witzige Skulpturen an den Häusern oder einfach mal auf Stangen vor der Kirche zu entdecken sind.

Die mittelalterliche Pfarrkirche Notre-Dame-la-Blanche hat sich ganz in die nüchterne Architektur des 13. Jahrhunderts gehüllt. 1381 ratifizierte hier Jean IV. in Begleitung des bretonischen Adels den zweiten Vertrag von Guérande, der ihn als Herzog der Bretagne bestätigte.

Maison des Chimères
Herausragendes Beispiel für originellen Skulpturenschmuck ist die Maison des Chimères, ein kürzlich restauriertes Natursteinhaus aus dem 17. Jahrhundert. Lassen Sie sich nicht vom Gedränge vor dem Schmuckgeschäft entmutigen und unterziehen Sie die Fassade einer eingehenden Inspektion – es lohnt sich.

Die Stiftskirche St-Aubin im Zentrum der Altstadt ist ursprünglich ebenfalls ein Bau aus dem 13. Jahrhundert, der allerdings mehrmals erweitert und umgestaltet wurde. Bleiglasfenster aus dem 14. und 15. Jahrhundert, bemerkenswerte romanische Kapitelle mit Szenen aus der Märtyrergeschichte sowie das Böse symbolisierende Ungeheuer machen den Kirchenbesuch auch für Ungläubige zu einem kunsthistorischen Genuss. Die Place du Vieux Marché rund um die Kirche ist von großen Herrenhäusern gesäumt, die Offizieren des Königs oder hohen geistlichen Würdenträgern gehörten. Den Ernst dieser Gesellschaft lockert ein Heer witziger Tonfiguren auf, die auf Stangen rund um die Kirche platziert sind – keine Garantie auf Ewigkeit!



Dieser Artikel ist Teil der Tour "Tour de Bretagne"
Touren
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Comment? Paris soll die kleinste der neun beschriebenen Metropolen sein? Lassen Sie sich bitte nicht ins Bockshorn jagen, alles letztendlich eine Frage des Zuschnitts – und der Fortbewegungsmittel! Darf‘s ein bisschen mehr sein? Hier ein Greater
Satellitenfoto von Paris"Paris" (frz. ) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. In älteren - zumeist lateinischen - Texten wird Paris auch Lutetia/Lutezia genannt. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil
Zugleich sei es eine Herausforderung gewesen, die Produktion in China ohne die sonst üblichen Dienstreisen zu koordinieren. «Wir haben viele Skype-Anrufe gemacht.» Als Folge greife Withings in China - und auch in den USA -
Und so bleibt die Erinnerung an ein außergewöhnliches Flugzeug, mit dem man die Zeit schlagen konnte. Schellenberg ist sicher: «Ohne den Absturz wäre die Concorde ins Museum geflogen. So ist sie auf den Schrottplatz geflogen.
Und so bleibt die Erinnerung an ein außergewöhnliches Flugzeug, mit dem man die Zeit schlagen konnte. Schellenberg ist sicher: «Ohne den Absturz wäre die Concorde ins Museum geflogen. So ist sie auf den Schrottplatz geflogen.
Auch der Freizeitpark Disneyland Paris ist nun wieder geöffnet. Dort gelten ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter - die Zahl der Besucherinnen und Besucher ist begrenzt. Eine Online-Plattform zur Planung eines
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
In Frankreich dominiert Hauptstadtclub Paris St. Germain die Liga in beängstigender Manier. Titelspannung ist etwas anderes. Aber: In der Nationalmannschaft des EM-Gastgebers findet PSG fast nicht statt. Die Superstars kommen woanders her. Paris
Die Meldung des Tages war keine schöne: Marco Reus verpasst schon wieder ein großes Turnier. Der körperlich so zerbrechliche Dortmunder Angreifer verpasst nach der WM 2014 auch die EM 2016. Bundestrainer Löw sieht die menschliche Komponente,
Alle Tests sind absolviert, nun rollt der Ball. Nach einer kurzen Eröffnungsfeier und Musik von Star-DJ David Guetta bestreiten Gastgeber Frankreich und Rumänien am Abend (21.00 Uhr/ZDF) das Eröffnungsspiel der Fußball-EM. Im Stade de France vor
Ernüchterung in deutschen Wohnzimmern: Kein Torjubel und wieder kein Sieg im zweiten Turnierspiel. Weltmeister Deutschland hat gegen Polen den vorzeitigen Einzug ins Europameisterschafts-Achtelfinale verpasst. Weniger das torlose Ergebnis, mehr das
Von wegen Battle of Britain II: Die Brexit-Walisen lassen sich durch das Eigentor des nordirischen Pro-Eu-Lagers ins Viertelfinale katapultieren. Multimillionär Gareth Bale überzeugt nur beim Jubeln. Paris (dpa) - Ein Eigentor von Gareth McAuley
Zugegeben, für italienische Verhältnisse war das schon ein richtiger Sturmlauf, der dann auch den hyperitalophilen Mehmet Scholl zu orgiastischen Gefühlen verhilft. Aber seien wir doch mal ehrlich: Die Squadra azzurra war einfach nur giftiger und
Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Leben auf Malta ...
Bestätigung: Deutsche ...

Urlaubsplanung nach Co ...
...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum