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Dehoga-Vorsitzender kritisiert Mehrwegpflicht

Der Landesverband des Hotel- und Gaststättengewerbes (Dehoga) in Rheinland-Pfalz kritisiert die Rahmenbedingungen der neuen Mehrwegpflicht für Restaurants und Cafés. «Wir begrüßen, dass die Müllvermeidung vorangebracht wird, aber wir halten das System für unausgegoren», sagte der Vorsitzende Gereon Haumann. Seit Januar gilt für Restaurants und Cafés die Mehrwegpflicht: Wer Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbietet, muss außer Einwegverpackungen auch wiederverwendbare Behälter anbieten.

Für viele Betriebe sei das Mehrwegangebot eine zusätzliche Belastung, sagte Haumann. Die Pflicht komme außerdem zum falschen Zeitpunkt. Nach der Corona-Pandemie, der Flutkatastrophe sowie inmitten der Energiekrise sei diese Umstellung nur schwer zu bewältigen. «Unser Wunsch wäre gewesen, das Anliegen um ein, zwei Jahre nach hinten zu verschieben», betonte der Vorsitzende.

Zudem müsste laut Haumann ein deutschlandweites Pfandsystem eingeführt werden. «Ich kann ja eine Verpackung aus Bad Kreuznach nicht in Mainz zurückgeben. Da lohnt es sich auch manchmal nicht, das Pfand zurückzuholen», sagte er. Das Pfandsystem an sich begrüßte der Vorsitzende. «Der Preis sollte mindestens bei dem Beschaffungspreis liegen. Also je nach Verpackungsgröße zwischen fünf und sieben Euro», erläuterte Haumann.

Seit dem 1. Januar gilt in ganz Deutschland eine Angebotspflicht für Mehrwegverpackungen für Speisen und Getränke zum Mitnehmen. Demnach müssen Restaurants, Bistros und Cafés Produkte zum Mitnehmen auch in Mehrwegbehältern anbieten. Von der Novelle ausgenommen sind kleinere Geschäfte wie Imbisse und Kioske.

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