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«Dampfer, Deiche, Dramen» – Neue MKdW-Schau zeigt Druckgrafiken

Holzschnitte, Radierungen, Lithographien - das Museum Kunst der Westküste rückt erstmals Grafiken in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Thematisch bleibt das Föhrer Haus aber auch in der Schau «Dampfer, Deiche, Dramen» dem Meer und der Küste verbunden.

Mit der Schau «Dampfer, Deiche, Dramen» rückt das Museum Kunst der Westküste (MKdW) erstmals seine grafische Sammlung in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Gezeigt werden
von Sonntag an bis zum 18. Juni 2023 insgesamt 150 Grafiken von elf Künstlerinnen und Künstlern, wie das MKdW am Donnerstag mitteilte. Allen gezeigten Werken gemein ist demnach die Auseinandersetzung mit den Themen Meer und Küste.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Zeitraum zwischen 1890 und 1930. Diese Jahre seien fruchtbare Jahre besonders für die Druckgrafik gewesen, «die damals als Mittel des individuellen künstlerischen
Ausdrucks wiederentdeckt wurde», teilte das MKdW weiter mit.

Wie in der Malerei wandelte sich demnach auch in der Druckgrafik die Wahrnehmung von Meer und Küste: So übertrugen Radierungen von Max Liebermann und Maximilien Luce das vibrierende Farb- und Lichtspiel des (Spät-)Impressionismus in die schwarz-weiße Bildästhetik.
«Die Wiedergabe atmosphärischer Erscheinungen
und das skizzenhafte Einfangen stimmungsvoller
Momente standen im Vordergrund.»

In der jüngeren Künstlergeneration – bei Edvard Munch, Emil Nolde, Otto Mueller oder Max Kahlke – wurde das Naturerleben zunehmend
individualisiert und fantastisch übersteigert
dargestellt: «Die Natur wurde als Paradies, als verlorener
Garten Eden oder gewaltvoll-mystischer Ort erfahrbar», heißt es beim MKdW.

Neben Werken aus der Sammlung des Museums sind ausgewählte zeitgenössische Positionen von Are Andreassen (Norwegen), Marie-Louise Exner (Dänemark) und Henrieke Strecker (Deutschland) zu sehen. Strecker hat als Artist in Residence auf Föhr gearbeitet und vertritt mit ihren gezeigten Werken diese Insel, Exner die dänische Insel Fanø und Andreassen das Fleinvær-Archipel am nördlichen Polarkreis.

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