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Ceferin stellt FIFA in Frage

Der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA, Aleksander Ceferin, stellt die Organisationsform des Weltverbandes FIFA in Frage. «Wofür brauchen wir so eine riesige Organisation - für Transfers? Ich denke nicht. Brauchen wir sie für ethische Fragen? Ich glaube nicht. Wir brauchen sie vielleicht, um die WM zu organisieren. Aber können das die Konföderationen nicht auch? Sie könnten!», sagte der Slowene in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag).

Berlin (dpa) – Ceferin steht der UEFA seit September 2016 vor. Der 49-Jährige wurde Nachfolger des wegen diverser Affären abgelösten Franzosen Michel Platini. Als dringliche Vorhaben nennt Ceferin die Regelung von Transferfragen sowie die Kontrolle über die Spieleragenten. Letzteren Bereich habe die FIFA dereguliert. Dem Fußball würden über die Prämien, die von Beratern und Agenten kassiert werden, Milliarden entzogen. «Heute kann einfach jeder Agent sein – niemand kontrolliert das. Und was, wenn da kriminelle Kräfte einsteigen?», sagte der UEFA-Präsident.

Präsident Aleksander Ceferin spricht am 05.02.2017 während einer Pressekonferenz nach einer Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon, Schweiz. Auch drei Wochen vor Ende der Meldefrist seien ihm keine Herausforderer für die deutsche Bewerbung um die Fußball-EM 2024 bekannt, sagte Ceferin.

Laut Ceferin solle die UEFA die Regulierung des Transferbereichs im europäischen Raum selbst übernehmen. «Wir sind ein wichtiger Verband», sagt der Slowene, «finanziell dreimal größer als die FIFA. Sie kann uns nicht einfach nur wie eine Konföderation behandeln.» In der UEFA sind derzeit 55 nationale Fußball-Verbände zusammengeschlossen, in der FIFA sind 211 nationale Verbände organisiert.

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