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Carpi (Provinz Modena)

Italien, Carpi
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"Carpi" ist eine Stadt in der italienischen Provinz Modena in der Region Emilia-Romagna. Sie liegt rund 20 km nördlich der Stadt Modena, mit der Carpi durch eine Bahnlinie sowie durch die Staatsstraße 413 verbunden ist, die beide nordwärts weiter nach Mantua führen.

Geschichte
In Carpi bestand bereits in der prähistorischen Villanova-Kultur eine Siedlung. Im Hochmittelalter wurde der Ort als "Castrum Carpi" befestigt. Carpi unterstand zunächst der Markgrafschaft Tuszien und dann der Herrschaft der Stadt Modena, die seit 1288 von der Familie Este regiert wurde. Im Jahre 1336 errichtete Manfredo aus der Familie der Pio, der seit 1329 in Modena als Reichsvikar amtierte, in Carpi eine eigene Herrschaft. Auf Manfredo folgte 1348 in Carpi Galasso, auf diesen 1367 Gilberto, dem 1389 Marco folgte. Der seit 1418 amtierende Alberto, genannt der Alte, erhielt das Privileg, sich „von Savoyen“ zu nennen; seither trug die Familie die Bezeichnung Pio di Savoia. Albertos Nachfolger Lionello (1463–1480) und Alberto III. (1480–1530) mussten sich mit dem Herrschaftsanspruch der Este aus Modena auseinandersetzen, die seit 1452 den Herzogstitel trugen und die 1525 schließlich die Herrschaft über Carpi erlangten, nachdem Kaiser Karl V. die Pio di Savoia vertrieb.


In der Altstadt haben sich zahlreiche Bauten aus der Renaissancezeit erhalten. An vorderster Stelle der Palazzo dei Pio, auch Castello genannt. Er befindet sich an der Ostseite der Piazza dei Martiri, des langgestreckten Marktplatzes der Stadt. Der Palast vereint mittelalterliche Bauabschnitte wie dem wuchtigen Torre Buonaccolsi mit Renaissanceanbauten wie dem zylinderförmigen Torre dell"Uccelliera und dem Verlies des Galassio Pio und dem im 17. Jahrhundert hinzugefügten Uhrenturm. Die Kapelle des Palastes wurde von Bernardino Loschi und Vincenzo Catena mit Fresken versehen. In Carpi wirkten u.a. Baldassare Perruzi und Uga da Carpi. An der Nordseite der Piazza dei Martiri befindet sich der 1514 begonnene Dom der Stadt, Santa Maria Assunta, mit einer Barockfassade und einem achteckigen Turm über dem Hauptschiff.

Die Este blieben bis zur napoleonischen Besetzung Landesherren über die Stadt. Nach 1815 unterstand Carpi der habsburgischen Linie Österreich-Este bis zur italienischen Einigung 1860. Im 19. Jahrhundert erhielt Carpi einen Bahnanschluss; im Osten der Stadt entlang der Bahnlinie siedelten sich in der Folge Industriebetriebe an. 1943 errichteten die Faschisten im 2 km nördlich der Altstadt gelegenen Ortsteil Fossoli das Durchgangslager Fossoli ein, in dem rund 100 Juden interniert wurden. Hier ist heute eine Gedenkstätte untergebracht. 1861 zählte die Stadt Carpi 16.696 Einwohner, zu Beginn des 20. Jhs. waren es knapp über 20.000, Anfang der 1950er Jahre 40.000. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden im Nordosten neue Reihenhauswohnungen im Viertel Cibeno, während im Westen entlang der Brennerautobahn A 22 ein Gewerbeviertel entstand.
Dom Santa Maria Assunta

Das Stadtwappen von Carpi besteht aus einer Hainbuche (auf italienisch Carpine) umrahmt von zwei grünen Zweigen und oben eine Krone.

Söhne und Töchter der Stadt
* Jacopo Berengario da Carpi (um 1470 – um 1530), Anatom
* Ugo da Carpi (1480–1520/32), Holzschneider
* Rodolfo Pio (1500–1564), Kardinal
* Bernardino Ramazzini (1633–1714), Arzt
* Ciro Menotti (1789–1831), italienischer Freiheitskämpfer
* Manfredo Fanti (1808–1865), General
* Carlo Rustichelli (1916–2004), Filmmusikkomponist
* Liliana Cavani (* 1933), Filmregisseurin
* Fabio Gilioli (* 1979), italienischer Straßenradrennfahrer


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 07.05.2021 04:39 von den Wikipedia-Autoren.
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