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Bayerische Wirtschaft begrüßt Kroatiens Euro- und Schengen-Beitritt

Vielerorts wachsen die Sorgen, dass China-Reisende neue Varianten des Coronavirus im Gepäck haben könnten. Gesundheitsminister Lauterbach sieht noch keine Notwendigkeit für eine Testpflicht. Doch immer mehr Länder führen die Maßnahme ein.

Die bayerische Wirtschaft begrüßt die Einführung des Euros in Kroatien und den Beitritt zum Schengen-Raum als wichtigen Impuls für den Handel mit dem Land. «Wechselkurse, Geldumtausch, Grenzkontrollen – das alles gehört ab Januar der Vergangenheit an», sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Manfred Gößl, am Freitag in München. Nicht nur Touristen, «vor allem unsere Wirtschaft wird von diesen Erleichterungen profitieren».

Bayern könnte bald viel grünen Wasserstoff aus Kroatien importieren. Das Land plant bis 2030 Wasserstoffanlagen mit einer Produktionskapazität von 70 Megawatt zu errichten, bis 2050 sind 2750 Megawatt geplant. Über Pipelines durch Slowenien und Österreich soll dann Wasserstoff nach Bayern fließen. «Werden diese Pläne Realität, wird Kroatien für unsere Wirtschaft zu einem äußerst wichtigen Partner werden, wenn es um die Sicherstellung der Energieversorgung geht», sagte Gößl.

Heute belegt Kroatien Platz 40 unter den wichtigsten Handelspartnern Bayerns. Der Freistaat exportiert vor allem Kraftfahrzeuge, Kfz-Teile, elektronische Bauteile und Lebensmittel nach Kroatien und importiert von dort Lederwaren, elektronische Bauteile und Metallwaren. Die bayerischen Ausfuhren nach Kroatien stiegen zwischen Januar und Oktober um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 638 Millionen Euro; die Einfuhren wuchsen ebenfalls um 15 Prozent auf 574 Millionen Euro. Knapp 1000 bayerische Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen nach Kroatien.

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