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Autobahnen: Geduldsprobe auf der Heimreise vom Sommerurlaub

Die großen Ferien sind in mehreren Bundesländern im Endspurt - und entsprechend machen sich viele Urlauberinnen und Urlauber im Auto auf den Heimweg.

Sommerurlauber brauchen auf den Fernstraßen weiterhin Geduld, besonders auf den Weg nach Hause. Die Heimreise wird am kommenden Wochenende (18. bis 20. August) an vielen Orten mit erheblichen Zeitverlusten verbunden sein, warnt der ADAC.

Grund: In Hamburg, Sachsen und Thüringen enden die Sommerferien, während sie in Berlin, Brandenburg und den nördlichen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in den Endspurt gehen. Viele Urlauberinnen und Urlauber mit schulpflichtigen Kindern machen sich damit nun auf die Heimreise. Die gute Nachricht: Der Verkehr in Richtung der Urlaubsregionen reduziert sich zumindest nach Einschätzung des ADAC spürbar.

Der Auto Club Europa (ACE) erwartet ebenfalls viel Verkehr auf den Rückreiserouten, etwa von den deutschen Küsten. Dennoch kann es auch bei der Fahrt in den Urlaub länger dauern – weiterhin hoch sei die Staugefahr auf den Weg dorthin besonders im Süden Deutschlands.

So oder so gilt, wie in der Sommerferienzeit generell: Wer am Wochenende fahren muss, bricht besser sehr früh am Morgen oder bereits nachts auf. Wer flexibel ist, fährt an einem Tag unter der Woche: Als beste Wochentage werden Dienstag und Mittwoch genannt.

Die Verkehrsclubs rechnen mit Verzögerungen in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den Fernstraßen zur Nord- und Ostsee und noch auf den folgenden Routen (oft in beiden Richtungen):

A 1Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg – Lübeck
A 2Berlin – Hannover – Dortmund
A 3Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt/Main – Köln – Oberhausen
A 4Kirchheimer Dreieck – Bad Hersfeld – Erfurt – Dresden
A 5Basel – Karlsruhe – Frankfurt/Main – Hattenbacher Dreieck
A 6Nürnberg – Heilbronn – Mannheim – Kaiserslautern
A 7Füssen – Ulm – Würzburg – Hannover – Hamburg – Flensburg
A 8Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe
A 9München – Nürnberg – Berlin
A 10Berliner Ring
A 11Berliner Ring – Dreieck Uckermark
A 19Dreieck Wittstock – Rostock
A 23Hamburg – Heide
A 24Hamburg – Berlin
A 40Essen – Duisburg – Venlo
A 45Dortmund – Gießen
A 61Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 72Hof – Chemnitz
A 81Singen – Stuttgart – Heilbronn
A 93Kiefersfelden – Dreieck Inntal
A 95/B 2Garmisch-Partenkirchen – München
A 96Kreuz Memmingen
A 99Umfahrung München

Auch im Ausland ist Geduld gefragt: In den Nachbarländern und Auto-Reiseländern wie Kroatien wird es laut ACE besonders auf den Heimreiserouten sehr voll. In der Gegenrichtung sieht es dem ADAC zufolge etwas besser aus.

Blick in die Alpen

Als Problemstrecken nennen die Clubs in Österreich unter anderem die Süd- und Ostautobahn sowie die Tauern-, Inntal-, Rheintal-, Fernpass-, Brenner- und Karawanken-Autobahn und in der Schweiz neben der Gotthard-Route (A2) die A1 (Bern – St. Gallen), A3 (Basel – Chur) und die A13 (St. Margarethen – Bellinzona).

Auf der Gotthard-Autobahn in der Schweiz muss laut ACE vor allem vor dem Gotthardtunnel mit Staus und mit Blockabfertigung gerechnet werden. Mit längeren Wartezeiten sei vor allem vorm Südportal zu rechnen, also auf der Heimfahrer-Route. Als Ausweichmöglichkeit gibt es die A13 durch den San-Bernardino-Tunnel.

Besonderheiten in Österreich

Gut zu wissen: Bis Anfang Oktober ist in Österreich der Arlbergtunnel gesperrt. Die Ausweichstrecke – mindestens eine halbe Stunde länger – führt über den Arlbergpass. Längere Staus zu verkehrsreichen Zeiten sind wahrscheinlich, weswegen die Verkehrsclubs dem Fernverkehr eine großräumige Umfahrung empfehlen.

Außerdem gibt es ein Fahrverbot auf den Ausweichstrecken im Raum Reutte (Fernpassroute), Kufstein (Inntal-Autobahn) und im Großraum Innsbruck für den Transitverkehr.

So ist laut ACE ein Abfahren auf Ausweichstrecken zwischen dem 8. Juli und dem 10. September 2023 jeweils an Samstagen, Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 7.00 bis 19.00 Uhr nicht gestattet.

Ausnahmen: Anrainer und Reisende mit Zielen in den betroffenen Gebieten. Eine Homepage des Landes Tirol informiert detailliert.

An den Grenzen ist mit Wartezeiten zu rechnen. So planen Autofahrer besser rund 60 Minuten an den Grenzen einiger europäischer Nachbarländer ein.

Wie lange man etwa an der deutsch-österreichischen Grenze an den Übergängen Walserberg (Salzburg – Bad Reichenhall), Kiefersfelden (Kufstein Süd – Kiefersfelden) und Suben (Ort i. Innkreis – Pocking) warten muss, sieht man online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag.

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