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Arrecife

Spanien, Arrecife
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Castillo de San Gabriel
"Arrecife" ist die politische und wirtschaftliche Hauptstadt der Kanareninsel Lanzarote. Sie löste 1852 die alte Hauptstadt Teguise im Landesinneren ab. Arrecife zählt auch als eine der sieben Gemeinden der Insel, und beherbergt mit 59.040 Einwohnern (2008) knapp die Hälfte aller Lanzaroteños.

Geschichte
Erstmals wurde Arrecife im 15. Jahrhundert als kleiner Fischerort in der Geschichte erwähnt. Ihren Namen verdankt die Stadt den "Arrecifes", schwarzen vulkanischen Riffs, hinter denen sich die Boote schützend vor Piratenüberfällen verstecken konnten.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts begann Arrecife zu wachsen, denn es war notwendig geworden, für die Hafenarbeiter und Angestellten Wohnhäuser und Lagerhallen für den Handelsverkehr zwischen der Alten und der Neuen Welt zu errichten. Daraufhin entstand eine erste Kirche, diese weihte man dem ersten Bischof Arrecifes, "San Ginés". Als Folge wurde der Ort ein begehrtes Piratenziel. 1571 plünderte und zerstörte der berüchtigte Seeräuber "Dogan" das Hafenstädtchen fast völlig.

Wenige Jahre später begannen die Arbeiten am "Castillo de San Gabriel" auf der vorgelagerten, kleinen Insel "Islote de Fermina", von dem man sich eine hohe Schutzfunktion vor Piratenüberfällen versprach. Doch bereits 1586 landete der Pirat "Morato Arraez" in der Stadt, machte ihr praktisch den Garaus und zerstörte dabei an dieser Stelle die erste schon 1574 erbaute Festung. Das heutige "Castillo de San Gabriel", mit Glockentürmchen und Wachhäuschen, wurde dann im Auftrag des spanischen Königs Philipp II. von Spanien, und nach Plänen von Leonardo Torriani um 1590 erbaut. Er entwarf auch das Castillo de Santa Bárbara in Teguise. Im "Castillo de San Gabriel" befindet sich das heutige Archäologische Inselmuseum ("Museo Arqueológico"), in dem Fundstücke aus altkanarischen Epochen gezeigt werden, zu denen ein Monolith aus dem Guanchenpalast "Zonzamas", einige Grabbeilagen und Lehmfiguren gehören. Des Weiteren zeigen Götzendarstellungen modellhaft, wie die Guanchen ausgesehen haben könnten, und wie sie sich ihre Götter vorstellten. Ein Wahrzeichen Arrecifes ist die zugehörige Zugbrücke "Puente de las Bolas".

Etwas außerhalb steht das 1776 auf Veranlassung König Karl III. von Spanien erbaute "Castillo de San José". Es befindet sich auf der 8 Meter über der Steilküste liegenden Halbinsel, der "Cueva de Inés", und wird von Einheimischen auch "Hungerburg" genannt, da die Bevölkerung nach den gewaltigen Vulkanausbrüchen auf der Insel Mitte des 18. Jahrhunderts Hunger litt. Arbeit und Schutz vor Piratenüberfällen sollte der Bau nach Plänen des Bauingenieurs "Alfonso Ochando" bieten. Da diese aber nicht mehr stattfanden, verlor die Hungerburg an Bedeutung. 1974 wurde das "Castillo de San José" vom Künstler und Umweltschützer César Manrique, der 1919 in Arrecife geboren wurde, in das Haus des Museums für zeitgenössische Kunst ("Museo Internacional de Arte Contemporáneo") umgewandelt. Dazu gehören ein Restaurant mit Panoramablick zum Meer und ein neu geformter, großer Saal für Konzerte und Tagungen. Die Galerie beherbergt heute Gemälde spanischer Künstler. Zu sehen sind Werke von Joan Miró und Manolo Millares, Oscar Domínguez und Gerardo Rueda, Eusebio Sempérez, Augustín Cárdena und natürlich von César Manrique selbst.

1792 entstand die "Muelle de las Cebollas" (die Mole der Zwiebeln) als Teil des neuen Hafens. Sie gewährte Schutz vor den Wellen des Atlantiks und diente den Schiffen als Anleger. Anlässlich der Eröffnung des Hafens, am 25. Juni 1798 wurde die erste Messe in der umgestalteten und zur unabhängigen Pfarrei erklärten "Iglesia San Ginés" gehalten. Sie erhielt erst hier ihr heutiges aussehen.

Kirchen
An der "Plaza de las Palmas" befindet sich die Iglesia de San Ginés mit dreischiffigem Innenraum und holzgeschnitzter Decke. Sie wurde 1798 erbaut und ist damit die älteste Kirche auf Lanzarote.

Verkehr
Etwas südlich der Stadt liegt der internationale Flughafen von Arrecife. Hier werden Charter- und Linienflüge aus ganz Europa und die regionalen Flüge zu den anderen Kanarischen Inseln abgefertigt.

Arrecife besitzt den für Lanzarote wichtigen Seehafen "Los Mármoles". Er ist Umschlagplatz wichtiger Güter für die Insel. Außerdem verkehren von hier einige Fähren zu den Nachbarinseln und nach Cádiz auf dem spanischen Festland.

Öffentliche Linienbusse fahren von der Promenade zu den größten Orten der Insel.

Weitere Informationen
Arrecife ist keine klassische Schönheit im Kolonialstil, wer allerdings die kanarische Lebensart sucht, wird dort fündig. In den vielen kleinen Gässchen spielt sich das typisch kanarische Leben ab. Touristen bestimmen nicht das Stadtbild, da sie sich hauptsächlich in den drei Touristenzentren Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise aufhalten.

1964 entsteht die erste Meerwasserentsalzungsanlage Lanzarotes in Arrecife, welche heute noch in Betrieb ist.

1974 eröffnete César Manrique das Mehrzweckkulturzentrum "El Almacén" um die Kultur in der Inselhauptstadt zu fördern. Es sollte ein Treffpunkt für Künstler aller Nationalitäten werden. In der darin befindlichen "El Aljibe"-Kunstgalerie wurde auf der Insel Lanzarote die erste Möglichkeit zur Ausstellung geboten. Zu El Almacén gehört auch das nach einem Freund Manriques benannte Restaurant "Pablo Ruíz Picásso" und später noch ein Kino. 1989 erwarb die Inselregierung, das " Cabildo Insular", das mit Verlusten arbeitende Zentrum und brachte eine Kulturabteilung dort unter.

In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstand in Arrecife das höchste Gebäude der Insel, das "Gran Hotel", was jedoch aus wirtschaftlichen Gründen 1991 geschlossen wurde und 1994 völlig ausbrannte. Im Juli 2004 wurde es wiedereröffnet.



Söhne und Töchter der Stadt
*César Manrique, Künstler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer
*Goya Toledo, Schauspielerin und Fotomodell

Quellen


eblink





Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 13.05.2021 15:09 von den Wikipedia-Autoren.
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