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Aktionskünstler öffnet Büro für Urlauber am Strand von Nordseeinsel

Er verteilt dort Formulare, wo andere Urlaub machen: Der Aktionskünstler Albrecht Fersch (52) baut zurzeit täglich am Badestrand der ostfriesischen Insel Spiekeroog ein kleines Büro auf und erntet damit bei Badegästen viele irritierte Blicke. Dass es sich um eine Kunstperformance handelt, ist nicht sofort ersichtlich. Der Künstler, der selbst in Anzug am Schreibtisch sitzt, spielt mit der Irritation, dem Zusammenprall von Arbeitswelt und Urlaubsort am Nordseestrand.

Wer möchte, kann an Ferschs Schreibtisch Formulare ausfüllen und so etwa den eigenen «Glückskoeffizienten» berechnen. «Ich will wichtige Fragen stellen und das, was man sich wirklich fragt», sagt Fersch zu seiner Idee. «Die Leute im Urlaub sind so gut drauf, dass sie sich auch darauf einlassen.»

Der Aktions- und Performancekünstler aus Berlin ist der diesjährige Gewinner der Spiekerooger Zeltplatzresidenz, einem Kunststipendium, das die Insel jährlich vergibt. Bis zu 80 Bewerbungen gehen pro Jahr ein. Die Künstlerinnen und Künstler wohnen dafür vier Wochen in einem Zelt auf dem Zeltplatz in den Spiekerooger Dünen. Ferschs Performance mit dem Titel «Schreibtischtäter» läuft noch bis Anfang Juli.

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