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450 000 Besucher zur Landesgartenschau in Bad Gandersheim erwartet

Mit einem Jahr Verspätung bereitet sich Bad Gandersheim auf die Landesgartenschau vor. Die ersten Verkaufszahlen sind gut. Land, Stadt und Landkreis haben sich trotzdem schon auf einen Millionenverlust eingestellt.

Die Landesgartenschau in Bad Gandersheim (Landkreis Northeim) soll fast eine halbe Million Besucher anlocken. Wie die Landesregierung mitteilte, kalkuliert die gemeinnützige Gesellschaft, die die Ausstellung organisiert, mit 450 000 Besuchern. Die Einnahmen sollen dadurch 5,6 Millionen Euro erreichen, heißt es unter Berufung auf die Wirtschaftspläne des Veranstalters.

Allerdings ist das Land auch bereit, einen Millionenverlust mitzutragen. Wie das Landwirtschaftsministerium auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Uwe Schünemann schreibt, beteiligt sich das Land an einem möglichen Fehlbetrag mit bis zu knapp 3,5 Millionen Euro. Die Stadt Bad Gandersheim und der Landkreis Northeim würden demnach jeweils 850 000 Euro zuschießen, um den Verlust auszugleichen.

Das Ministerium betont dabei, dass die Gartenschau «im besonderen Landesinteresse» sei, weil sie das Image einer Stadt oder Region aufwerten könne und damit zum Nutzen des ganzen Landes «gewaltige regionale Potenziale» mobilisieren könne.

Die Landesgartenschau in Bad Gandersheim sollte ursprünglich schon 2022 stattfinden. Ende 2021 war sie allerdings wegen coronabedingten Verzögerungen auf der Baustelle auf den 14. April bis 15. Oktober 2023 verschoben worden. Land, Stadt und Landkreis erhöhten daraufhin ihre Zusagen für einen möglichen Fehlbetrag: Vor der Verschiebung hätte das Land nur eine Million Euro übernommen, Stadt und Landkreis jeweils nur 500 000 Euro.

Die ersten Verkaufszahlen stimmen aber optimistisch. So sind bis Anfang Februar nach Angaben des Veranstalters bereits rund 8000 Dauerkarten verkauft worden, und damit rund zwölf Prozent mehr als erwartet. Eine Dauerkarte kostet 119 Euro. Ein Tagesticket ist für 19 Euro zu haben. Wer nur die Blumenschau sehen will, zahlt 5 Euro.

Eine erneute Verschiebung ist laut Landesregierung nicht zu erwarten. Man gehe von einem pünktlichen Abschluss aller Arbeiten bis zur geplanten Eröffnung aus, schreibt das Landwirtschaftsministerium.

Die Landesgartenschau fand in Niedersachsen zuletzt alle vier Jahre statt und ist oft mit Investitionen in die Infrastruktur der ausrichtenden Städte verbunden. Die Austragung in Bad Gandersheim ist nach Angaben des Landes die erste in Südniedersachsen. Für das Jahr 2026 hat Bad Nenndorf im Landkreis Schaumburg den Zuschlag erhalten.

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