Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse


Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!


     
Hotelsuche in 
 

Zarasai

Litauen, Zarasai
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Zarasai" ist eine Stadt im äußersten Nordosten Litauens mit etwa 8.000 Einwohnern. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Die Stadt liegt in einer Wald und Seen reichen, hügeligen Landschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Seen Zarasas, Zarasaitis, Baltas und Griežtas. Zarasai wird von der Fernverkehrsstraße A6/E262, von Kaunas nach Daugavpils, durchquert.

Die erste bekannte Erwähnung des Ortes stammt aus dem 15. Jahrhundert. Auf Karten des 17. Jahrhunderts erscheint der Ort unter dem Namen "Jeziorosa" - der Name wird auf die ursprünglich hier siedelnden Selonen zurück geführt.Aleksandras Vanagas. "Lietuvos miestų vardai". Vilnius 1996 Auf der im See Zarasas gelegenen Insel existierte wohl bereits in früherer Zeit ein Kloster, das allerdings 1520 aufgelöst wurde. Die Kirche der Ansiedlung wurde dann an das Seeufer verlegt. Im 17. Jahrhundert hatte der Ort etwa 800 Einwohner, fünf Straßen und einen Gasthof. Durch den Großen Nordischen Krieg und der durch ihn ausgelösten Seuchen (1708–11) wurde der Ort annähernd entvölkert und erst zum Ende des 18. Jahrhunderts lebten Handel und Handwerk wieder auf.

1795 fiel er mit der Dritten Polnischen Teilung an das Russische Zarenreich und hatte zu dieser Zeit etwa 300 Bewohner. Nach erneuten Zerstörungen während des Russland-Feldzugs Napoleons 1812 nahm die Stadt im weiteren 19. Jh. einen starken Aufschwung als Marktort an der Poststraße St. Petersburg - Warschau. Ein treibendes Element war dabei die Zuwanderung von Juden nach Zarasai. Noch bis 1794 lebte lediglich eine jüdische Familie, die Betreiber des bischöflichen Wirtshauses, in der Stadt. Durch den Zuzug von Juden aus Polen, Russland und auch litauischen Städten wie Trakai wuchs ihre Zahl bis 1837 auf 370, 54 der 94 Häuser des Städtchens bewohnten Juden Laima Raubiškienė. "Zarasai laiko vilnyse". Utena 2006, S. 53 f.. Bereits 1836 war sie anlässlich des Besuchs des russischen Zaren Nikolaus I. nach dessen ältesten Sohn in "Nowoaleksandrowsk" () umbenannt worden und behielt diesen Namen bis 1918. Derselbe Nikolaus I. gewährte den Juden 1834 im Russischen Reich auch Steuernachlässe und Wehrdienstverschonung, wenn sie sich in dünn besiedelten Gegenden ansiedelten. Die meisten Juden in Zarasai verdingten sich als Kleinhändler und Wirte, die ärmeren zogen als fahrende Händler über das Land. Bis 1903 stieg die jüdische Bevölkerung auf 4.552 Personen, zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Es gab zwei Synagogen, sechs Beträume, zwei Schulen und zwei Badehäuser.

1872 bekam die Stadt Zarasai ihre heutige Gestalt mit einem in Litauen einmaligen, von einem zentralen Platz radial verlaufenden Straßennetz. Die Stadt erhielt nach dem Ersten Weltkrieg den Namen "Ežerėnai", den sie bis 1929 behielt.; Nach dem Befreiungskrieg 1919/20 fand sich Zarasai im äußersten Nordosten des Landes wieder, unweit der wenig durchlässigen Grenzen zu Lettland und Polen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung wurde dadurch unterbrochen.

Die deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg bedeutete das Ende der jüdischen Besiedlung der Stadt, die bis dahin einen großen Teil der Bevölkerung gestellt hatte. Die deutschen Behörden trieben die Juden der Region zum Forsthaus des Pažemis-Waldes und am 26. August 1941 erschoss ein Rollkommando des EK. 3 der SS unter der Führung von Obersturmbannführer Hamann 2.569 Juden aus Zarasai und Umgebung im Wald von Krakynė. Eine andere Quelle spricht sogar von 8.000 Toten J. Nemanis. "Zarasų rajonu kultūros paveldas". Zarasai, 1994, S.34. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten einige Überlebende zurück, allerdings lebten (auch aufgrund von Emigration nach Israel) 1979 nur noch 23 Juden in Zarasai, 1989 nur noch 14Laima Raubiškienė. "Zarasai laiko vilnyse". Utena 2006, S. 57.

Politik
Wappen
Blasonierung: "In Blau über durch eine silberne Leiste abgeteiltem schwarzen Schildfuß, darin ein linksweisendes silbernes Flammenschwert, schwebend ein silbernes Fabelwesen aus Rehbockrumpf und Fischkörper, darüber eine goldene Scheibe."

Wappenerklärung: Das Fabelwesen symbolisiert den Wald-, Wild- und Fischreichtum der Stadtumgebung, die Scheibe die Sonne, das Flammenschwert weist auf Schlachten und Rechtsprechung in der Stadtgeschichte hin. Nach Litauens Unabhängigkeit wurde das Wappen am 7. März 1996 offiziell eingeführt.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.10.2017 02:00 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Im Umgang mit dem Teufel hat Litauen seinen eigenen Stil entwickelt. Auch die Darstellung von Jesus als schmerzensreicher Denker und Basketball als beliebteste Sportart sind litauische Eigenheiten. Bernstein: Dem geronnenen Harz verdankt Litauen
1) Aukštaitija-Nationalpark: Vögel, die auf der roten Liste stehen, Nachtwanderungen, die unter die Haut gehen, und Panoramen, die auf keine Postkarte passen. Sie können im Park Campen oder für ca. 20 Euro in einem Hotel
Litauen ist 65.000 km² groß oder klein, das kommt auf die Perspektive an: Das Land ist der größte der drei baltischen Länder, aber kleiner als seine anderen Nachbarländer Weißrussland, Polen und Deutschland. Und im Vergleich zu Russland ist
"Zarasai" ist eine Stadt im äußersten Nordosten Litauens mit etwa 8.000 Einwohnern. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.Die Stadt liegt in einer Wald und Seen reichen, hügeligen Landschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich
Kirche"Pasvalys", dt. "Poswol", ist eine Stadt im nördlichen Litauen. Pasvalys liegt am Fluss Svalia im Distrikt Panevėžys. Es besteht eine Städtepartnerschaft mit Liévin (Frankreich) sowie mit Städten in Schweden und Norwegen.Im September 2008
"Kalvarija" (polnisch "Kalwaria", deutsch "Kalvarien") ist eine kleine Kreisstadt im südlichen Teil Litauens - rund 70 km südwestlich von Kaunas und etwa 140 km westlich der Landeshauptstadt Vilnius nahe der polnischen Grenze in der Region
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Vilnius (dpa) - Das litauische Forschungszentrum für Völkermord und Widerstand hat neue Informationen über die Aktivitäten des früheren sowjetischen Geheimdienstes KGB in dem Baltenstaat ins Internet gestellt. Dabei handelt es sich um
Vilnius (dpa) - Krise bei den Sozialdemokraten in Litauen: Aus Unzufriedenheit mit dem Kurs der sozialdemokratischen Parteiführung haben am Samstag acht Abgeordnete ihre Partei und Parlamentsfraktion in der Hauptstadt
Vilnius (dpa) - Trotz des Koalitionsbruchs ihrer Parteiführung wollen die Abgeordneten der Sozialdemokraten in Litauen am Regierungsbündnis mit dem Bund der Grünen und Bauern festhalten. Die Fraktion im Parlament in
Vilnius (dpa) - Im baltischen EU- und Nato-Land Litauen ist nach knapp einem Jahr die grün-rote Regierungskoalition zerbrochen. Die Sozialdemokraten entschlossen sich am Samstag, das Regierungsbündnis mit dem Bund der Grünen und Bauern
Vilnius (dpa) - Auf der litauischen Seite der zum Weltkulturerbe zählenden Kurischen Nehrung sind umfassende Landschaftsbauarbeiten geplant. Auf einer Fläche von 700 Hektar sollen in den kommenden drei Jahren der Gehölz- und
Berlin (dpa) - Eine neue Panne an einem A400M-Transportflugzeug hat den Hilfseinsatz der Bundeswehr nach dem Wirbelsturm «Irma» in der Karibik verzögert. Eine der von Airbus produzierten Maschinen blieb auf dem Weg nach St. Martin bei einem
Wetter

Vilnius


(18.10.2017 02:00)

12 / 14 °C


19.10.2017
10 / 14 °C
20.10.2017
4 / 10 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Moscow Court Prolongs ...
Tajikistan Create Regi ...

...
Man-Booker-Literaturpr ...

Schweiz des Balkans ...
...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum