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Zadar

Kroatien, Zadar
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Die Stadt "Zadar" (lateinisch "Iader" oder "Iadera", italienisch "Zara") liegt im Süden Kroatiens in Norddalmatien. Zadar ist eine Hafenstadt und ein Seebad an der Adria mit 91.238 Einwohnern (2009).

Zadar ist Verwaltungssitz der Gespanschaft Zadar (kroatisch "Zadarska županija"), Sitz des katholischen Erzbistums Zadar (welchem das Militärordinariat unterstellt ist). Die Universität Zadar ist mit ihren historischen Wurzeln die älteste auf dem Gebiet Kroatiens.

Geschichte

Zadar war schon in der illyrischen Zeit eine Siedlung. In römischen Quellen wird es als Iader (Iadera), bei Konstantinos Porphyrogennetos im 10. Jahrhunderts als "Diadora" erwähnt.

Im 2. Jahrhundert v. Chr. unterwarfen die Römer die Stadt, bauten ein Kapitol, Befestigungsanlagen, Thermen und einen Aquädukt. Nach 59 v. Chr. war Zadar römisches Municipium, ab 48 v. Chr. eine Kolonie römischer Bürger.

Nach dem Niedergang des Weströmischen Reiches wurde Zadar Hauptstadt des byzantinischen Themas Dalmatien. Von da an wechselten die Herrscher der Stadt: erst fränkische, zu Beginn des 9. Jahrhunderts byzantinische. Infolge der Plünderungen durch Seeräuber begab sich Zadar um 1000 unter venezianischen Schutz und wurde vom Kaiser Alexios I. förmlich abgetreten.
Kirche Sv. Donat (crkva svetoga Donata)
Im 10. und besonders im 11. Jahrhundert haben kroatische Herrscher die eigentliche Herrschaft über die Stadt inne. Im Jahr 1069 kam Zadar erstmalig unter König Petar Krešimir IV zu Kroatien. Im Jahr 1102 kam Kroatien und damit auch Zadar durch ein Abkommen (Pacta conventa) in Personalunion zu Ungarn.

Ab Anfang des 12. Jahrhunderts wurde Zadar mehrmals von der Republik Venedig angegriffen. Hier siegten 1118 die Scharen des ungarisch-kroatischen Königs Stephan II. über die Venezianer und Ordelafo Faliero, der Doge Venedigs, fand seinen Tod vor der Stadt. 1202 wurde Zadar von den Venezianern mit Hilfe des französischen Kreuzfahrerheers zunächst belagert und schließlich erobert ("siehe auch:" Belagerung von Zadar (1202)).

"Das Landtor - Porta Terraferma" in Zadar mit dem venezianischen Markuslöwen, 1543
Die venezianische und kroatisch-ungarische Herrschaft wechselten nun. Nach mehreren Aufständen gelangte Zadar in den Besitz des ungarisch-kroatischen Königs Ludwig I. (Friede von Zadar, 1358). Nach dessen Tod herrschte König Sigismund, danach Ladislaus von Neapel, Prätendent der ungarischen Krone. Dieser verkaufte im Jahre 1409 Zadar und seine Rechte auf Dalmatien für 100.000 Dukaten an Venedig.

Es begann nun die Sicherung der Stadt, da die Venezianer den politischen und wirtschaftlichen Schutz der Stadt übernahmen. Als die Osmanen zu Beginn des 16. Jahrhunderts das Hinterland eroberten, wurde die Stadt von den Venezianern zu einer starken Festung ausgebaut, die den venezianischen Handel an der Adria sicherte und als Verwaltungszentrum für die venezianischen Besitztümer in Dalmatien diente. Zadar war bis 1797 die Hauptstadt der venezianischen Doppelprovinz "Dalmazia e Albania".

Nach dem Fall Venedigs 1797 kam Zadar an Österreich. Letzteres musste die Stadt 1805 an Frankreich abtreten, das sie zu den illyrischen Provinzen schlug. Zur Zeit der französischen Herrschaft erschien in Zadar die erste Zeitung in kroatischer Sprache, der "Kraljski Dalmatin" (1806-1810).

Im Dezember 1813 kam Zadar nach einer sechstägigen Beschießung durch Kapitulation wieder an Österreich, in dessen Besitz es bis 1918 blieb. Es war Hauptstadt des Königreichs Dalmatien, das eines der österreichischen Kronländer war. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Zadar der Mittelpunkt der kroatischen kulturellen und nationalen Wiedergeburtsbewegung in Dalmatien.

Bis zum Ersten Weltkrieg war Zadar Garnisonstadt der k.u.k. Armee. Stationiert waren hier 1914 der Stab sowie das I. und III. Bataillon des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 23.

Postkarte von Zara/Zadar aus dem Jahr 1920
Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Zadar durch den Grenzvertrag von Rapallo (1920) an Italien. Während des zweiten Weltkriegs war die Küstenstadt Ziel heftiger alliierter Luftangriffe, die schwere Schäden an den historischen Stätten verursachten. 1945 wurde die Stadt Teil der Teilrepublik Kroatien innerhalb Jugoslawiens. Die großteils italienischsprachige Bevölkerung wanderte daraufhin fast vollständig aus der Stadt nach Italien aus. Seit 1991 ist Zadar Teil der unabhängigen Republik Kroatien und entwickelt sich immer mehr zu einem der wichtigsten Adria-Seehäfen.

1991 griff die Jugoslawische Volksarmee im Zuge des Kroatienkrieges Zadar aus der Luft und mit Artillerie an und verursachte auch an Kulturgütern zahlreiche Schäden. Die Stadt konnte anschließend nur mit großen Anstrengungen gegen die anrückenden Truppen verteidigt werden. Der Verkehr mit Zagreb konnte ausschließlich über die Insel Pag aufrecht gehalten werden. Die Belagerung der Stadt dauerte bis zum 22. Januar 1993, als die kroatische Armee die Verbindung von Zadar und der Umgebung Maslenicas mit Zagreb wiederherstellte. 1995 wurde dann während der Militäroperation Oluja das gesamte Hinterland unter die Kontrolle kroatischer Truppen gestellt.

Kulturerbe
Zadar

Zadar, auf einer schmalen Landzunge am Adriatischen Meer und am Kanal von Zadar gelegen, wird vom Festland durch einen Wassergraben getrennt. Zadar war bis 1873 eine Festung. Die Stadt hat einen großen Hafen, vier Tore (darunter das Marinetor mit einem eingesetzten Stück eines römischen Triumphbogens und die nach dem Entwurf von Sanmicheli erbaute Porta di Terraferma) und besteht aus vier Stadtteilen. Der überwiegende Teil der Altstadt von Zadar ist venezianischen Baustils. Unter den Plätzen sind der Herrenplatz ("Piazza dei Signori") mit schönem Hauptwachtgebäude und der Gradska Straza (mit der Stadtbibliothek) sowie der Brunnenplatz mit antiker korinthischer Säule nennenswert. Eine solche ziert auch den Simeonsplatz.

Kulturhistorisch bedeutende Kirchen:
*die Domkirche der Heiligen Anastasia (kroat. "Sv. Stošija"), eine romanische Basilika aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts., mit schönen Marmoraltären und Gemälden,
*die Kirche St. Elias
*die Kirche St. Simeon mit dem kunstvollen Reliquienschrein des heiligen Simeon.
*die Kirche des Nonnenklosters St. Marien im lombardischen Stil,
*die ehemalige Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit (die älteste der Stadt, der Sage nach aus den Trümmern eines Junotempels im 9. Jahrhundert erbaut), jetzt Antikenmuseum.
*die Kirche Sankt Donatus aus dem 9. Jahrhundert
*die Kirche des Heiligen Chrysogonus (Sv. Krševan)

Römisches Forum in Zadar
Sonstige bemerkenswerte Bauwerke sind:
*das römische Forum
*der ehemalige Palast der Prioren
*der erzbischöfliche Palast,
*das Arsenal

Unter den Brunnen sind architektonisch bemerkenswert die "Pet bunara" („fünf Brunnen“). Auch finden sich hier Überreste einer römischen Wasserleitung. Nebst vielen anderen Ordensgemeinschaften, ist in Zadar auch der Orden der Karmelitinnen vertreten.

Tourismus
Hafen Fosa
Hafen Marina Borik
Im März 1902 eröffnete das erste Hotel der Stadt, das "Hotel Bristol" (heute "Hotel Zagreb").
In der Umgebung von Zadar befinden sich vier sehenswerte Nationalparks: Der Nationalpark Krka, der Nationalpark Paklenica, der Nationalpark Nördlicher Velebit und der Nationalpark Kornaten.

Städtepartnerschaften
* Reggio nell’Emilia (Italien), seit 1972
* Romans (Frankreich), seit 1985
* Fürstenfeldbruck (Deutschland), seit 1989
* Székesfehérvár (Ungarn), seit 1997
* Padova (Italien), seit 2003
* Iquique (Chile), seit 2003

Sport
Der Sport in ist in Zadar besonders durch Basketball geprägt: KK Zadar ist ein Traditionsverein, der in der Vergangenheit auch an europäischen Turnieren teilnahm. Neben KK Zadar spielt auch der kleinere Verein KK Borik in der ersten kroatischen Liga. Die Mehrzweckhalle Dvorana Krešimira Ćosića, die anlässlich der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2009 errichtet wurde, dient dem KK Zadar als Heimspielstätte.

Weiterhin gibt es zwei Radsportvereine: den BK Zadar und den BK Donat. Beide haben sich dem Straßenrennen verschrieben und kümmern sich aktiv um jüngere Radsportler. Traditionell veranstaltet der BK Zadar das 1. Mai Straßenrennen und der BK Donat die z.T. touristischen Radeltouren Plitvice-Zadar (Frühsommer) und Knin-Zadar (5. August).

Der städtische Fußballverein NK Zadar ist in der abgelaufenen Saison (2006/2007) wieder in die 1. Kroatische Liga aufgestiegen, kämpft aber vermehrt mit finanziellen Problemen.

Ebenfalls gehört der KK Zadar (Kegelverein Zadar) zu einer der Top Mannschaften in Europa.

Verkehr
Der Flughafen Zadar ist der internationale Flughafen der Stadt. Neben regionalen Zielen werden von hier auch verschiedene europäische Städte angeflogen.

Zadar ist an das kroatische Straßennetz sehr gut angebunden. Die Europastraße 65 (kroatische Nationalstraße 8) führt direkt durch den östlichen Teil der Stadt und sichert eine Verbindung mit den an der Küste gelegenen Städten, wie Rijeka, Šibenik oder Split. Darüber hinaus ist Zadar auch über die Ausfahrten "Posedarije", "Zadar 1" und "Zadar 2" an die neu erbaute Autobahn 1 angeschlossen.

Seeorgel
Zadar verfügt außerdem über einen Fährhafen, wo Verbindungen auf die vorgelagerten Inseln oder auch nach Italien angeboten werden. Der Eisenbahnverkehr ist von nicht allzu hoher Bedeutung. Vom kleinen Bahnhof der Stadt verkehren einige Regionalzüge und zeitweise ICs.

Sonstiges
Seit Juli 2005 gibt es am Hafen eine vom Architekten Nikola Bašić geschaffene Meeresorgel, die durch die Wellenbewegung Musik erzeugt. Durch die Meereswellen wird Luft in die Orgelpfeifen gepresst, wodurch je nach Wellengeschwindigkeit und Pfeifengröße verschiedene Töne erzeugt werden.

Persönlichkeiten
Die folgenden Personen wurden in Zadar geboren bzw. stammen aus Zadar:

*Jelena von Zadar († 976), Königin von Kroatien (Frau von König Mihajlo Krešimir II.)
*Jakob von Zadar (ca. 1400 bis 1490), selig gesprochener Franziskaner
*Francesco Laurana (1430-1502), Bildhauer und Architekt
*Petar Zoranić (1508 - zwischen 1543 und 1569), Schriftsteller
*Felix Weingartner (1863-1942), Komponist
*Georg Ludwig von Trapp (1880-1947), K.u.K.-U-Boot-Kommandant und Vater der „singenden Familie Trapp“
*Edo Zanki (* 1952), Musiker und Produzent
*Tomislav Ivcic (1953-1993), Sänger und Komponist
*Darko Anić (* 1957), kroatisch-französischer Schachgroßmeister
*Emilija Kokić (* 1968), Sängerin
*Dado Pršo (* 1974), Fußballspieler
*Branimir Longin (* 1978), Basketballspieler
*Hrvoje Ćustić (1983-2008), Fußballspieler
*Natali Dizdar (* 1984), Sängerin
*Luka Modrić (* 1985), Fußballspieler


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 12.12.2017 16:57 von den Wikipedia-Autoren.
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