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«Wir haben besten Trainer der Welt»

Kroatien
23.02.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Kroatische Bilic-Boys haben etwas gutzumachen
Kroatien hat etwas gutzumachen. Die WM 2010 in Südafrika verpasste das Team des extrovertierten Nationaltrainers Slaven Bilic, nun sicherte sich der Weltranglisten-Achte zumindest das EM-Ticket. Wenn auch erst im Nachsitzen gegen die Türkei. «Nun ist Slaven ein König und wir sind eine Supermannschaft», meinte Bayerns Ivica Olic nach der Qualifikation mit einem Augenzwinkern. Denn überzeugend spielten die Bilic-Boys zu selten, um im eigenen Land eine derartige Euphorie wie in den 90er Jahren zu entfachen.
Zagreb/München (dpa) - Kroatiens goldene Generation um Stürmerstar Davor Suker, die bei der WM 1998 in Frankreich den dritten Platz erreichte, ist längst nicht mehr auf dem Platz. Für wirklich internationale Klasse steht einzig der 26 Jahre alte Kreativmann Luka Modric (Tottenham Hotspur).
Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilic.

Ansonsten baut der 43 Jahre alte Hobbyrocker Bilic konsequent auf Bundesligaakteure: Die Münchner Olic und Daniel Pranjic gehören wie Vedran Corluka (Leverkusen), Ivan Perisic (Borussia Dortmund), Ivo Ilicevic (Hamburger SV) und Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg) zum Team. Bei der EM treffen die Kroaten in Gruppe C auf Titelverteidiger und Weltmeister Spanien, Italien und Irland.

Bilic hielt sich trotz des Desasters in der WM-Qualifikation auch deshalb im Amt, weil er die Elf noch zwei Jahre zuvor zu überraschenden Erfolgen geführt hatte. 2008 ließ Kroatien in der EM-Qualifikation nicht nur England hinter sich, sondern besiegte das Mutterland des Fußballs auch erstmals im umgebauten Londoner Wembley-Stadion. Bei der Endrunde scheiterten Bilic & Co. erst im Viertelfinale unglücklich an der Türkei, nachdem sie in der Gruppenphase sogar Deutschland (2:1) besiegt hatten.

Bei aller Skepsis im Land selbst - eines hat Bilic sicher: die Unterstützung seiner Mannen. «Wir haben den besten Trainer der Welt - und wir sollten ihn hegen wie einen Tropfen Wasser auf der Hand», meinte Außenverteidiger und Kapitän Darijo Srna von Schachtjor Donezk. «Es wurde behauptet, dass wir keinen Trainer und keine Mannschaft haben. Wir haben das Gegenteil bewiesen.»

 

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