Promotion (Doktor)

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Die Promotion (lateinisch promotio ‚Beförderung‘) ist die Verleihung des akademischen Grades eines Doktors oder einer Doktorin[1] in einem bestimmten Studienfach und in Form einer Promotionsurkunde. Sie gilt als Nachweis der Befähigung zu besonders vertiefter wissenschaftlicher Arbeit und beruht auf einer selbstständig verfassten wissenschaftlichen Arbeit, der Dissertation, sowie einer mündlichen Prüfung (Rigorosum,[2] Disputation oder Kolloquium). Das Promotionsrecht besitzen Universitäten und ihnen statusmäßig gleichgestellte Hochschulen sowie forschungsstarke deutsche Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Hessen.[3]

Personen, die eine Promotion anstreben und deren Absicht und Eignung von einer promotionsberechtigten Institution bestätigt wurde, werden als Doktoranden, Doktorandinnen, Promotions- oder Doktoratsstudenten oder -studierende, Promovenden, Promovierende, Dissertanten/-innen (Schweiz, Österreich), Doktorierende (Schweiz, Liechtenstein) oder englisch als PhD students bezeichnet.

Das zugehörige Verb promovieren wird sowohl transitiv verwendet (Beispiel: ?man hat ihn zum Doktor promoviert?) als auch ? laut Duden ? intransitiv (Beispiel: ?ich habe promoviert?).[4]

Um zur Promotion zugelassen zu werden, muss ein erster Hochschulabschluss nachgewiesen werden; lediglich in Medizin kann bereits vor Abschluss des Studiums mit einer Dissertation begonnen werden. In der Regel ist dies der Master, der Magister, das Diplom oder das Staatsexamen. Besonders qualifizierte Absolventen eines Bachelorstudiums oder eines Diplomstudiums einer Fachhochschule können unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls zur Promotion zugelassen werden.[5]

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