Konservatorium

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Konservatorium (italienisch conservatorio, aus lateinisch conservare ?bewahren?) ist eine Einrichtung für die Ausbildung von Musikern und Musikpädagogen.

Konservatorien im Hochschulrang heißen in Deutschland oft Hochschulen für Musik, in der Schweiz Konservatorium, Musikhochschule oder -akademie. In Österreich findet die staatlich anerkannte Berufsausbildung für Musiker an Universitäten für Musik und darstellende Kunst, Privatuniversitäten und Konservatorien mit Öffentlichkeitsrecht statt. An Konservatorien können staatlich anerkannte Diplome erworben werden.

Geschichte | Quelltext bearbeiten

Der Ausdruck stand ursprünglich für die Waisenhäuser (Kinderbewahranstalten) in Neapel und später ganz Italien. Im 16. Jahrhundert gab es vier davon, die verschiedenen Kirchen zugeordnet waren. Nicht nur Knaben, sondern auch die Mädchen in den Konservatorien bekamen von den besten Komponisten der Stadt Gesangsunterricht (obwohl es Frauen in jener Zeit verboten war, in Kirchen zu singen). Sie waren die ersten professionellen Sängerinnen. So ging der Name mit der Zeit auf die musikalische Ausbildung über.

Bedeutende Konservatorien entstanden Ende des 18. Jahrhunderts und vor allem im 19. Jahrhundert in Paris (1795), Prag (1811), Wien (1819), Leipzig (1843), München (1846), Berlin (1850), Köln (1850), Dresden (1856), Stuttgart (1857), Frankfurt (1878) sowie in Sankt Petersburg (1862).

Heute ist ein Konservatorium eine hochschulartige Ausbildungsstätte für alle Sparten der musikalischen Berufs- und Laienausbildung.

Nationales | Quelltext bearbeiten

Österreich | Quelltext bearbeiten