Ingenieur

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Ingenieur und technische Zeichnerin mit Konstruktionsplänen

Ingenieur (von französisch ingénieur ??.?e.nj??, deutsch ??n.???njø?, Schweizer Hochdeutsch ???.?e.nj??; Abkürzung Ing.) ist die Berufs- bzw. Standesbezeichnung (nur in Österreich) für Fachleute auf dem Gebiet der Technik.

Die Ausbildung zum Ingenieur und die Berufsausübung sind in den Ländern Europas teilweise sehr unterschiedlich geregelt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Ingenieure an Universitäten, Technischen Hochschulen und Fachhochschulen (Hochschulen für angewandte Wissenschaften) ausgebildet; allein in Deutschland auch über ein duales Studium an einer Berufsakademie und allein in Österreich auch an Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) sowie vergleichbaren berufsbildenden höheren Schulen (in einem technischen und gewerblichen, land- und forstwirtschaftlichen oder umweltbezogenen Ausbildungszweig).

Die akademischen Hochschulgrade für Ingenieure nach dem europäischen Bologna-Prozess sind der Bachelor of Science (abgekürzt: B.Sc.) bzw. of Engineering (B.Eng.) und der darauf aufbauende Master of Science (M.Sc.) bzw. of Engineering (M.Eng.), die den bisherigen akademischen Grad Diplom-Ingenieur(in) (abgekürzt: Dipl.-Ing.) weitgehend[1] ersetzen. Der Mastergrad öffnet den Weg für die Promotion zum Doktor der Ingenieurwissenschaften (abgekürzt: Dr.-Ing.).

Etymologie | Quelltext bearbeiten

Das lateinische Wort ingenium heißt ?sinnreiche Erfindung? oder ?Scharfsinn?. Das davon abstammende italienische Wort ingegnere (d. h. ?Zeugmeister?, ?Kriegsbaumeister?) wurde im Mittelalter nur im Zusammenhang mit Kriegstechnik und im Deutschen als ebenso einschränkendes Lehnwort Ingenieur gebraucht. Erst im 17. Jahrhundert bedeutete das französische Wort ingénieur ?Fachmann auf technischem Gebiet mit theoretischer Ausbildung?. Es kam im 18. Jahrhundert von dort erneut als Lehnwort Ingenieur ins Deutsche, jetzt aber in der allgemeineren französischen Bedeutung und verdrängte im Laufe des 19. Jahrhunderts auch die im Berg- und Wasserbau übliche Bezeichnung Kunstmeister.[2][3]

Geschichtliche Entwicklung | Quelltext bearbeiten

Vauban (rechts)

Den mittellateinischen Titel ingeniarius, der auf die Wartung und den Einsatz militärischer Instrumente (Rüstungen, Waffen, Geschütze) bezogen war, trug auch Leonardo da Vinci in der damaligen italienischen Form ingegnier. Unter Sebastien le Pestre de Vauban, dem Festungsbaumeister von Ludwig XIV., bildete sich die über das Militärische hinausgehende, bis heute übliche Bedeutung für Ingenieur heraus.

Seit dem Dreißigjährigen Krieg wurde in vielen Heeren Europas eine Gruppe technischer Fachleute rekrutiert und als mehr oder weniger eigenständige permanente Formation in die Hierarchie der Armee integriert. Es wurden Artillerie- und Ingenieurkorps gebildet.[4] Später wurde das Arbeitsgebiet dieser Ingenieure von der Militärtechnik auf das staatliche Zivilbauwesen und den Bergbau erweitert. Die absolutistischen Staaten organisierten eine technische Bürokratie sowohl im militärischen als auch im zivilen Staatsdienst. Die Verknüpfung beider Dienste zeigte sich im Fortifikationswesen. Der Festungsbaumeister war Techniker im Krieg und im Frieden. Er hatte befestigte Orte zu erbauen. Im Krieg gab er Hilfestellung bei deren Verteidigung und bei der Eroberung fremder Festungen.

Ingenieurausbildung ab dem 18. Jahrhundert | Quelltext bearbeiten

Im deutschsprachigen Raum kommt besonders der Entwicklung in Sachsen eine Pionierrolle zu. August Christoph Graf von Wackerbarth, seit 1702 Chef der Ingenieuroffiziere, löste diese 1712 aus dem Artilleriecorps heraus und formierte so das erste Ingenieurkorps in Deutschland. Die Ingenieuroffiziere wirkten in Friedenszeiten im Wasserbau einschließlich Melioration, im Wege- und Brückenbau, in der Geodäsie und Kartographie. Auch waren sie bei der großen Landesvermessung 1780 und in vielen Bereichen der Infrastruktur- und Regionalentwicklung beteiligt. Die Befehlshaber des Ingenieurkorps standen bis 1745 zugleich an der Spitze des zivilen Oberbauamtes. Im Dezember 1743 nahm die Ingenieurakademie zu Dresden, deren Konzeption Jean de Bodt erarbeitet hatte, in der Neustädter Kaserne den Lehrbetrieb auf ? mit Fächern wie Mathematik, Festungsbau, Geodäsie, Geographie, Zivilbaukunst, Mechanik und Maschinenkunde. Die hier erfolgte frühe Formation eines in der militärischen Organisation eigenständigen Ingenieurkorps und die Etablierung einer auch wissenschaftliche Inhalte vermittelnden technischen Fachschule waren wesentliche Beiträge sowohl zur Entwicklung des Ingenieurberufs mit gefestigtem Berufsbild als auch der Ingenieurwissenschaften.[4]

In Frankreich gab es 1720 die Gründung des ersten militärischen Ingenieurkorps für Straßen- und Brückenbau. Die wissenschaftliche Ausbildung der Ingenieure begann an der 1747 in Paris eröffneten zivilen Ingenieurschule, der die École polytechnique 1794 und die Schule für Straßen- und Brückenbau 1795 (École nationale des ponts et chaussées) folgten.

Im Jahr 1736 wurde in Wien in der heutigen Stiftskaserne die erste Ingenieurschule gegründet. Seit dieser Zeit entstanden auch in zahlreichen anderen Ländern Ingenieurschulen und später Technische Hochschulen, die im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts Universitäten gleichgestellt wurden (heute Technische Universitäten). Anlässlich der Hundertjahrfeier der Königlich Technischen Hochschule Charlottenburg am 19. Oktober 1899 wurde auf ?Allerhöchsten Erlaß? (Kabinettsorder) von Wilhelm II., des Königs von Preußen, an den Technischen Hochschulen Preußens der akademische Grad Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) zusammen mit dem Doktor der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.) eingeführt.[5]:231 f.

In den Folgejahren wurde auch in anderen Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreiches der Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. an den Technischen Hochschulen eingeführt:

In den 1970er Jahren wurde in der Bundesrepublik Deutschland damit begonnen, die Ingenieurausbildung auf ein höheres Maß wissenschaftlicher Ausbildung umzustellen. Äußeres Zeichen dafür war die Auflösung der bisherigen höheren Fachschulen (Ingenieurschulen und -akademien) und die Einrichtung von Fachhochschulen. In der Deutschen Demokratischen Republik schuf man aus ähnlichen Gründen ab 1969 die Ingenieurhochschulen, die nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ebenfalls zu Fachhochschulen wurden.

Zulassung von Frauen zum Ingenieurstudium, erste Diplome und Promotionen | Quelltext bearbeiten

Die US-amerikanische Ingenieurin Kitty Joyner 1952

Die erste diplomierte Ingenieurin in einem europäischen Staat war Cécile Butticaz, die 1907 an der Ingenieurschule Lausanne ihr Diplom als Elektroingenieurin erwarb, ab 1909 ein Ingenieurbüro leitete, am zweiten Simplonstollen mitarbeitete und 1929 an der Universität Genf in Physik promovierte.

In den verschiedenen Staaten des Deutschen Reiches wurden Frauen zwischen 1900 und 1909 zum Studium an den Technischen Hochschulen und damit zum Studium der Ingenieurwissenschaften zugelassen.[6][7][8] Doch studierten nur wenige Frauen ingenieurwissenschaftliche Fächer. Bis 1918 waren es an der TH Berlin 29 Architekturstudentinnen, fünf Elektrotechnikstudentinnen, drei Bauingenieurstudentinnen und eine Bergbaustudentin.[9] Im Wintersemester 1918/19 gab es im Deutschen Reich 75 Ingenieurstudentinnen, davon studierten 56 das Fach Architektur.[10] Neben Berlin zogen in der Kaiserzeit noch die Technischen Hochschulen Darmstadt und München Technikstudentinnen an.

Die erste Diplomingenieurin an einer deutschen Hochschule war Elisabeth von Knobelsdorff, die 1911 an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg in Architektur ihren Abschluss machte.[11] 1913 folgten Jovanka Bon?i?-Katerini? und Thekla Schild. Bon?i?-Katerini? legte an der Technischen Hochschule Darmstadt ihre Diplomprüfung ab und ließ sich in Belgrad als Architektin nieder.[12] Thekla Schild erwarb ihr Diplom an der TH Karlsruhe. Bis zu ihrer Heirat im Jahr 1916 arbeitete sie, größtenteils unbezahlt, in mehreren Architekturbüros.[13] Die erste belegte Maschinenbau-Ingenieurin war Elsbeth Steinheil, deren Vater Unternehmer war. Sie studierte von 1913 bis 1917 an der TH München. Ein Jahr nach ihrem Diplom heiratete sie einen Mitarbeiter ihres Vaters.[14] Die erste namentlich bekannte Absolventin im Bauingenieurwesen war Martha Schneider-Bürger, die 1927 an der TH München ihren Abschluss machte.[15] Sie gab über viele Jahrzehnte die Stahlprofiltabellen heraus.[16]

Marie Frommer, die 1916 in Berlin ihr Diplom im Fach Architektur gemacht hatte, promovierte 1919 an der TH Dresden zum Thema ?Flusslauf und Stadtentwicklung?. Es war die erste Promotion einer Frau in einem ingenieurwissenschaftlichen Fach. Nachdem Frommer einige Jahre in Architekturbüros angestellt war, eröffnete sie 1925 ihr eigenes Architekturbüro. Frommer war Jüdin und musste 1936 in die USA emigrieren, wo sie wiederum als Architektin erfolgreich war.[17] Die erste promovierte Maschinenbau-Ingenieurin war Ilse Essers, die 1926 ihr Ingenieurdiplom in Aachen machte. Essers entdeckte den Massenausgleich an beweglichen Flügelklappen und Flügelrudern zur Verhinderung von angefachten Flügelschwingungen. 1929 promovierte sie an der TH Berlin. Sie schaffte mit ihren Erkenntnissen und Erfindungen wesentliche Grundlagen im Bereich der Luftfahrttechnik, der Baukonstruktion und dem Maschinenbau.[18] An der Technischen Universität Darmstadt war Kira Stein die erste Frau, die im Fachbereich Maschinenbau promoviert hat.

Berufsbild | Quelltext bearbeiten

Ingenieure sind ?die geistigen Eltern Technischer Systeme?, mit deren Hilfe naturwissenschaftliche Erkenntnisse zum praktischen Nutzen der Menschheit angewendet werden. Vorwiegend werden physikalische Erkenntnisse ausgewertet, andere stammen aus der Chemie und der Biologie (einschließlich Medizin). Ein einzelnes System (Gerät, Maschine, Bauwerk, Transportmittel, Kommunikationsmittel und viele andere) kann auf Erkenntnissen aller drei Naturwissenschaften beruhen. Sicher ist, dass es sich selten auf nur einen Zweig einer der drei ? vorwiegend der Physik ? stützt. Das hat zur Folge, dass sich der einzelne Ingenieur ein breites naturwissenschaftliches Wissen anzueignen hat. Bei der Schaffung komplexer Systeme ist hingegen die Beteiligung mehrerer Fach-Ingenieure und mitunter auch Naturwissenschaftler nötig. Die Fach-Ingenieure bevorzugen ihre oft zwischen den Disziplinen nicht gleiche Fachsprache. Die nötige gemeinschaftliche Arbeit nötigt aber dem einzelnen Ingenieur, sich allen Beteiligten ? im Idealfall der Allgemeinheit ? auch sprachlich gut verständlich zu machen. Die Technische Zeichnung wird im Allgemeinen problemlos von allen Beteiligten verstanden.

In der Regel werden bei der Schaffung von Systemen (Produkten) ? auch bei Einführung komplett neuer technischer Anwendungen ? traditionell vorhandene Methoden und Mittel zur Herstellung verwendet. Der Ingenieur muss die bekannten Herstellungsmethoden, Werkzeuge und Werkstoffe und die für Teilfunktionen vorhandenen Standardbauelemente beherrschen. Die entsprechende Unterrichtung wird durch Industrie-Praktika unterstützt, in denen Lernen mit der Hand und vor Ort stattfindet. Wer vor dem Studium ein technisches Handwerk erlernte, hat diese Erfahrung intensiver gemacht.

Die theoretische Unterrichtung der Naturwissenschaften ist auf die Ingenieure zugeschnitten. Zum Beispiel werden Mechanik, Optik, Statik und Elektrizitätslehre nicht allgemein, sondern als Technische Mechanik, Technische Optik, Baustatik und Elektrotechnik gelehrt. Der Ingenieur gebraucht ebenso wie der Naturwissenschaftler die Mathematik zur Beschreibung und zur quantitativen Bewertung seiner Objekte und eignet sie sich im Vergleich mit dem Rechnen des Alltags als sogenannte höhere Mathematik an. Der Universitätsabsolvent wird theoretisch umfangreicher als der Fachhochschul-Ingenieur ausgebildet, was ihn zum Entwicklungsingenieur prädestiniert. Es ist sehr vorteilhaft wenn ein Fachhochschulabsolvent vor seinem Studium ein Handwerk gelernt oder eine Facharbeiterausbildung absolviert hat, was ihm bei seiner späteren, meist anwendungstechnisch bezogenen Tätigkeit zugutekommt.

Die traditionelle Tätigkeit des Ingenieurs in einem industriellen Unternehmen zum Beispiel des Maschinenbaus ist der Entwurf beziehungsweise die Konstruktion des Produkts. Fast ebenso lange gibt es den Entwicklungsingenieur (vorwiegend theoretische Vorarbeit zur Konstruktion). Parallel zum Übergang zur immer intensiveren automatischen Fertigung erhöhte sich die Zahl der Fertigungsingenieure. Ein Ausrüstungsingenieur arbeitet an der Schnittstelle zwischen den Bereichen der Produktionstechnik, der Instandhaltung und der Prozesstechnik. Die vermehrte industrielle Arbeitsteilung führte zu Verkaufs- und Einkaufsingenieuren als Kontaktpersonen zwischen den verkaufenden Zulieferfirmen und den Endproduktherstellern. Verkaufs- oder Marketingingenieure werden auch beschäftigt, um den Markt für das Endprodukt zu bearbeiten.

Von Ingenieuren selbst dargestellte Berufsbilder stammen zum Beispiel von Max von Eyth (Hinter Pflug und Schraubstock, 19. Jahrhundert) und Heinz Hossdorf (Das Erlebnis Ingenieur zu sein, 2002[19]).

Der Ingenieur im Bild der Öffentlichkeit | Quelltext bearbeiten

Das Ingenieurlied | Quelltext bearbeiten

Die ersten beiden Zeilen des Ingenieurliedes[20] lauten.

Dem Ingenieur ist nichts zu schwere -
Er lacht und spricht: Wenn dieses nicht, so geht doch das!

Es wurde 1871 von Heinrich Seidel verfasst, der selbst Ingenieur war und darin seinen Beruf als Lebensmotto darstellte.

Die Technik und die Ingenieure als deren Gestalter seien Garanten für Fortschritt und Frieden. Globales Handeln wurde den Ingenieuren von Seidel schon in der industriellen Gründerzeit bestätigt.

Die letzte Strophe lautet:

Die Ingenieure sollen leben!
In ihnen kreist der wahre Geist der allerneusten Zeit!
Dem Fortschritt ist ihr Herz ergeben,
Dem Frieden ist hienieden ihre Kraft und Zeit geweiht!
Der Arbeit Segen fort und fort,
Ihn breitet aus von Ort zu Ort,
Von Land zu Land, von Meer zu Meer -
Der Ingenieur.

Das Ingenieurlied ist somit auch ein Beleg für die Euphorie, Wissenschaft und Technik würden die Menschheit in eine Wunderwelt führen,[21] und für die daraus resultierende hohe gesellschaftliche Anerkennung des Ingenieurberufs.

Die Euphorie hinsichtlich des technischen Fortschritts nahm erstmals nach dem Ersten Weltkrieg ab, in dem Teile der Welt auch mit Hilfe technischer Mittel zu Menschenschlachthäusern wurden.[21] Seit etwa einem halben Jahrhundert besteht einerseits großes Misstrauen gegenüber technischen Neuerungen und andererseits selbstverständliche Aneignung der immer zahlreicheren nützlichen und faszinierenden Produkte, die von Ingenieuren geschaffen werden. Die zunehmende allgemeine Ignoranz in technischen Dingen[21] wirkt sich auch auf den Ingenieur im Bild der Öffentlichkeit aus, in deren Augen der immer schon die wirtschaftliche Entwicklung prägende Investor in den Vordergrund gerückt ist.

Daniel Düsentrieb

In der deutschen Übersetzung hat Daniel Düsentrieb die erste Zeile des Ingenieurlieds in folgender abgewandelter Form zum Motto:

Dem Ingeniör ist nichts zu schwör.

Der amerikanische Autor Carl Barks und die Übersetzerin Erika Fuchs drücken in dieser Comic-Geschichte ihr eigenes zwiespältiges Verhältnis zum Ingenieur aus. Barks wäre gern Erfinder gewesen, Fuchs war mit einem Ingenieur verheiratet, von dem zwar die Abwandlung zu Ingeniör/schwör stammt, der das Ingenieurslied aber in seiner originalen Aussage beherzigte. Die Comic-Figur Daniel Düsentrieb trifft insgesamt das zwiespältige Verhalten der Allgemeinheit zum Ingenieur. Er arbeitet hart und ist zufrieden, auch wenn nicht alle seine genialen Entwürfe gelingen oder die gelungenen angemessen gewürdigt beziehungsweise entlohnt werden. Dem Ingeniör ist nichts zu schwör wurde zum ? hintersinnig mit etwas Spott besetzten ? geflügelten Wort. Eine ähnliche Redewendung lautet:

Wo man ihm ein Rätsel schenkt, steht der Ingenieur und denkt.

Ingenieur und Patent | Quelltext bearbeiten

Als Erfinder wird in Patentschriften häufig ein Ingenieur genannt. Ein einzelner Ingenieur kann sich mit guten oder vielen Erfindungen einen Namen machen. Er ist aber nicht zwangsläufig auch der Inhaber, der den gelegentlichen Erfolg eines erteilten Patents erntet. Das mit einem Patent geschützte Recht gehört dem Arbeitgeber, der seinem angestellten Erfinder nur eine Vergütung zu zahlen hat. Selbständige Ingenieure, die berühmt wegen ihrer vielen Patente sind, leisten sich deren Anmelde- und laufenden Kosten bei den Patentämtern mehrerer Länder meistens nur, weil sie durch wirtschaftlichen Erfolg auf Grund einer einzigen oder weniger Erfindungen dazu in der Lage sind. Beispiele für selbständige und wirtschaftlich erfolgreiche Erfinder sind Thomas Alva Edison und Artur Fischer.

Internationale Situation | Quelltext bearbeiten

Deutschland | Quelltext bearbeiten