Haus der Geschichte Baden-Württemberg

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Haus der Geschichte Baden-Württemberg (2006)

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist ein Museum des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart. Es liegt an der ?Stuttgarter Kulturmeile? in der Konrad-Adenauer-Straße zwischen der Staatsgalerie und der Musikhochschule.

Entstehung | Quelltext bearbeiten

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg wurde 1987 gegründet.[1] 2002 bezog das Museum ein eigenes Haus, das von Erwin Teufel initiiert wurde[2] und Teil des Stirling-Wilford-Ensembles an der Stuttgarter Kulturmeile ist. Die Planung für das Gebäude wurde 2002 von den Architekten Michael Wilford und Manuel Schupp beendet. Etwa zeitgleich wurde der zweite Bauabschnitt der Musikhochschule Stuttgart fertiggestellt, den ebenfalls Wilford Schupp Architekten entwarfen.

Dauerausstellung | Quelltext bearbeiten

Eingangsbereich mit Vitrinen (2011)

Die Dauerausstellung gliedert sich in drei Teile. Im Eingangsbereich werden 26 Gegenstände gezeigt, die als typisch für Baden-Württemberg gelten, für jeden Buchstaben des Alphabets einer. Im zweiten Teil folgen 200 Jahre Landesgeschichte im chronologischen Durchgang. Hier werden Gegenstände gezeigt, die die Geschichte der Länder Baden und Württemberg erzählen.

Die Räume wurden stark inszeniert, das heißt, die Wahrnehmung der Besucher wird stark gelenkt. Der Besucher soll auswählen, welche Gegenstände er für bedeutend hält; es wird ihm keine Interpretation der Geschichte aufgezwungen. Aus dem gleichen Grund gibt es auch keine Texttafeln, die die historischen Ereignisse einordnen. Der Besucher soll sich selbst eine Meinung bilden. Das ist zwar interessant und ermöglicht es, das Museum mehrmals zu besuchen, weil es immer etwas Neues zu entdecken gibt, gleichzeitig kann es aber Besucher, die wenig Vorkenntnisse besitzen, etwas ratlos zurücklassen.

Der chronologische Durchgang im zweiten Teil beginnt mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 und mündet in das Museum der Gegenwart, wo Gegenstände gezeigt werden, die heute als bedeutsam gelten.

Folgende Abschnitte aus der Geschichte werden hervorgehoben:

  • 1790?1815: Territoriale Revolution
  • 1815?1848: Vormärz
  • 1848?1866: Die Revolution und ihre Folgen
  • 1866?1914: Einbindung in den Nationalstaat
  • 1914?1945: Die zwei Weltkriege und die Zwischenkriegszeit
  • 1945?1972: Der Aufbau des Südweststaates
  • 1972?2002: Parlamentarische Demokratie im Medienzeitalter
  • Was Baden-Württemberg heute für seine Bewohner bedeutet, versucht eine multimediale Inszenierung über das ?Depot in den Köpfen? jedes Einzelnen zu beantworten.

Der Themenpark im dritten Teil der Ausstellung stellt Aktuelles in einen historischen Kontext. Hier werden Themen wie Natur und Umwelt am Beispiel des Schwarzwaldes behandelt, Wirtschaft, Urbanisierung, Religion, Migration, Partnerschaft, Ehe und Familie, Wissenschaft und Forschung sowie die Beziehungen zum Nachbarn Frankreich.

Das Konzept der Dauerausstellung wurde vom Atelier des Stuttgarter Szenografen und Architekten Uwe R. Brückner entwickelt.

Sonderausstellungen | Quelltext bearbeiten

  • Hut ab! Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten (2020)
  • Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918?1924 (2018)
  • ...denn die Zeiten ändern sich. Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg (2018)
  • Carl Laemmle presents... Ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood (2017)
  • Auf nackter Haut ? Leib. Wäsche. Träume. (2015)
  • Fastnacht der Hölle ? Der Erste Weltkrieg und die Sinne (2014)
  • RAF ? Terror im Südwesten (2013)
  • Anständig gehandelt ? Widerstand und Volksgemeinschaft 1933?1945 (2012)
  • Liebe Deinen Nachbarn ? Beziehungsgeschichten im Dreiländereck (2012, Augustinermuseum Freiburg)
  • Hannes Kilian (2012, Kunstgebäude Stuttgart)
  • Dagegen leben? Der Bauzaun und Stuttgart 21 (2011)
  • Von Bad Waldsee bis L.A. ? Rupert Leser, Fotoreporter (2010)
  • "Gefühle, wo man schwer beschreiben kann" ? Große Landesausstellung zum Fußball im Südwesten (2010, Kunstgebäude Stuttgart)
  • Ihr und Wir ? Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg (2009)
  • Mythos Rommel (2008)
  • Das Wunder von Bregenz ? Eine Fußballausstellung (2008, Festspielhaus Bregenz)
  • Die Mörder sind unter uns ? Der Ulmer Einsatzgruppenprozess 1958 (2008, Stadthaus Ulm)
  • Jud Süß ? Propagandafilm im NS-Staat (2007)
  • Reinen Wein einschenken ? Weinwelt im Wandel (2006)
  • Zuteilungsreif ? Bausparer-Geschichten aus dem Südwesten (2005)
  • Bildergeschichten Hannes Kilian ? Fotografien und Reportagen 1944?1974 (2004)
  • Zerreißprobe Frieden ? Baden-Württemberg und der Nato-Doppelbeschluss (2004)

Andere Standorte | Quelltext bearbeiten

Das Landesmuseum hat neben der Zentrale Zweigstellen an anderen Orten:

Landesgeschichtliche Sammlung | Quelltext bearbeiten

Das Haus der Geschichte unterhält eine umfangreiche landesgeschichtliche Sammlung mit großem Fotoarchiv. Verwahrt werden u. a. folgende Fotobestände:

  • Archiv des Postkartenherstellers Gebrüder Metz in Tübingen mit rund 270.000 Glasplatten-Negativen.
  • Nachlass Robert Holder (1908?1987), Bad Urach
  • Nachlass Leif Geiges (1915?1990), Freiburg i.Br.
  • Nachlass Hannes Kilian (1909?1999), Stuttgart
  • Nachlass Rupert Leser (1933?2017), Bad Waldsee

Diese werden sukzessive in einer museumsinternen Sammlungsdatenbank inventarisiert und digitalisiert.

Kooperationsprojekt | Quelltext bearbeiten

Externe Dauerausstellungen | Quelltext bearbeiten

Leitung | Quelltext bearbeiten

Leitung des Museums:

Leitung Ausstellung und Sammlung:

Wissenschaftlicher Beirat | Quelltext bearbeiten

Mitglieder | Quelltext bearbeiten

Der wissenschaftlichen Beirat hat dreizehn Mitglieder.[25]