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Weber sucht Migrationskompromiss mit Ungarns Regierungschef Orban

Ungarn
20.03.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Brüssel (dpa) - Im Dauerstreit über die EU-Flüchtlingspolitik sucht der CSU-Europapolitiker Manfred Weber in Ungarn eine Kompromisslinie mit seinem Parteikollegen Viktor Orban. «Die Beendigung des Streits und ein gemeinsamer Weg in der Migrationspolitik ist eine der Schicksalsfragen 2018 für die EU», erklärte Weber vor einem Treffen mit dem ungarischen Regierungschef am Dienstag. «Ich werde bei Ministerpräsident Orban für einen gemeinsamen Weg der EU werben.»

Orbans Partei Fidesz gehört wie CDU und CSU zur Europäischen Volkspartei im Europaparlament. Weber ist EVP-Fraktionschef. Ihm wird bisweilen vorgehalten, sich nicht scharf genug von Orban abzusetzen, der die EU immer wieder anfeindet und sich gegen Vorgaben in der Asylpolitik wehrt.

Europa müsse in der Migrationspolitik einen partnerschaftlichen Ansatz finden, meinte Weber. «Wir wollen einen Schwerpunkt auf der Kontrolle und Sicherung der EU-Außengrenzen, damit illegale Migration direkt dort gestoppt werden kann. Deswegen unterstützen wir hier Viktor Orban auch.» Allerdings werde es «ohne einen Solidarbeitrag aller EU-Länder nicht gehen».

Um eine gemeinsame Linie in der Flüchtlings- und Asylpolitik wird seit Jahren gerungen. Bis zum EU-Gipfel im Juni soll ein Durchbruch gelingen.

 

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