Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt


Espresso der Extra-Klasse


     
Hotelsuche in 
 

Vor 20 Jahren: War in Mostar

Bosnien-Herzegowina, Mostar
Von   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Eine Reise in die Mitte von Nirgendwo 1991 - Ein Augenzeugenbericht
Es liegt zwanzig Jahre zurück, als in Pocitelj der Zyklus „West-Östlicher Divan, Hommage an Johann Wolfgang v.Goethe" entstand - in Pocitelj, einem Haus der Besinnung, des Friedens und der Kunst. Von diesem Haus stehen heute nur noch die Grundmauern. Die zahlreichen Kunstwerke wurden geraubt, die nahegelegene Moschee in Schutt gelegt, das herabstürzende Minarett durchschlug die Dächer bis zum Erdgeschoss.
Galerie
Immer wieder fahre ich von Mostar hinaus ins nahegelegene Pocitelij, wandere durch die Ruinen der über 400 Jahre alten Anlage, die jetzt langsam überwuchert wird von Dorngesträuch und Granatapfel. Kein Mensch, nur Stille - trügerische Stille. Als ich 1990 hier arbeitete, lebte, gastfreundlich bewirtet wurde, geschah dies in einer Topographie verschiedenster Kulturströme, die sich niederschrieb in das Land: Pocitelij an der smaragdgrünen Neretwa mit seinen zahlreichen Kuppeln, dem Uhrturm, dessen Glocke bis 1917 weithin hörbar war, bevor die Österreicher sie herunterholten und zu Kugeln verschmolzen. Radimlija mit seinen Bogumilensteinen, weit ins 12.Jahrhundert zurückreichend, deren Gedenksteine, bleich wie Gebein zeitenlos von einstiger Kultur künden. Stolac mit seinen zahlreichen Mühlen an der Bregava, deren kühle Wasser direkt aus den nahen, hohen Bergen kommen, die das Städtchen wie eine Schildwache umgeben. Blagaj mit seiner Bunaquelle, die aus grundloser Tiefe als mächtiger Fluss heraustritt am Fuße einer mächtigen Felswand, deren Kuppe die Ruinen der Burg des Herceg Stjepan krönen, jenes Mannes, der der Herzegowina den Namen verlieh. Direkt an der Bunaquelle die Tekieh - ein Derwischkloster, verlassen von der Gemeinschaft klösterlicher Abgeschiedenheit, deren Wurzeln im Maghreb zu finden sind und das sich ähnlich einem Schwalbennest an den Felsen schmiegt. Zitomislici mit seinem orthodoxen Kloster, das altehrwürdige Ikonen birgt, tief verborgen unter hohen Zypressen. Capljina, wo einst ein Römerkastell stand und dessen archäologische Felder sicher noch manchen Fund verbergen. Mostar mit seiner berühmten Brücke, den zahlreichen Minaretten, die wie Nadeln in den Himmel ragen und wo ein geschäftiges Stadtleben durch ein Architekturgewirr wogt, das von türkischem Baustil, k.u.k.-Gebäuden bis zur Neuzeit reicht. Nur sieben Jahre liegt es zurück, dass unter diesem Eindruck der „West-Östliche Divan" entstand - entstand als eine Hymne an den Menschen, an das Leben selbst, er sollte eine kosmopolitische Station markieren, mit dem Hintergrund der Verschiedenartigkeit, die im Dialog Zueinander -Miteinander ein Fundament zukünftigen menschlichen Daseins hätte garantieren sollen. Dieser Zyklus entstand jedoch auch als ein Hinweis: Damals 1990 war für mich nahezu physisch spürbar, dass sich eine nicht auf Anhieb definierbare Eskalation über das Land schob, wie ein Schatten, wie ein Gespenst. Spät im Herbst jenes Jahres, als der „West-Östliche Divan" das erste Mal in der Galerija Novi Hram in Sarajewo gezeigt wurde, äußerte ich meine Bedenken, erklärte, dass bereits die Lunte gelegt sei, die Krieg und Hass zur Explosion bringen würde und das Vorsicht angebracht sei. Aber es war nicht mehr die Zeit für feine Töne. Die Menschen, waren wie so oft, bereits Opfer ihrer eigenen trügerischen Gedankenwelt, die sich stets nur aus sich selbst nährt und zum Malstrom des Verderbens führt.

Dann begann sich, schleichend noch - doch kontinuierlich, eine Kriegsmaschinerie in Bewegung zu setzen, die einen Wahnsinn auslöste, von dem niemand glaubte, er könne Ende dieses Jahrtausends stattfinden. Die Weigerung zu glauben, ein Krieg könne ausbrechen tat das Ihre. Als sich 1991 der Staatenbund Jugoslawiens aufzulösen begann, aufgrund des nationalistischen Gebarens aus Belgrad, war abzusehen, dass binnen kurzer Zeit aus Serbien ein militärischer Schlag stattfinden würde. Slowenien, Kroatien waren diejenigen, die es zuerst traf. Vukovar wurde zerstört, Dubrovnik belagert. Als am 6.April 1992 die Republik Bosnien/ Herzegowina von der Europäischen Union anerkannt wurde, schlugen serbische Milizen los, die unverzüglich von der Armee unterstützt wurden, um, wie es hieß, die Serben vor offener „Aggression" zu bewahren.

Das Schema war immer das gleiche: Armeeartillerie beschoss eine Stadt solange, bis diese kapitulierte, dann rückten sogenannte Spezialtrupps, die sich selbst „Adler" oder „Tiger" nannten, in die Stadt ein und veranstalteten Massaker ungeahnter Grausamkeit. Auf diese Weise hatten die Serben innerhalb eines Jahres 70 % des bosnischen Staatsgebietes überrannt. Was hätte die bosnische Regierung gegen eine gut ausgerüstete Armee tun sollen? Zudem eskalieren, nicht zuletzt wegen des unklaren Vance/Owen-Plans die latenten Spannungen zwischen den pro forma verbündeten Moslems und bosnischen Kroaten zu offenen Kampfhandlungen um Mostar und Travnik.
Mostar: Die Zerstörung ist unabsehbar. 80% der Bausubstanz der alten Stadt sind zerstört.

Ab Mai 1993 werden die Moslems aus der selbsternannten - kroatischen Republik Herzeg-Bosna gewaltsam vertrieben. Was die Moslems schon immer befürchteten traf nun ein: Serbische und kroatische Milizen gehen gemeinsam gegen sie vor. Die eingekesselte moslemische Zivilbevölkerung von Ost-Mostar wird von kroatischer Seite mit einem Bombardement belegt, das 80% der Stadt in Schutt und Asche legt. Gewaltige Opfer sind zu beklagen. Am 9. November 1993 fällt die berühmte Brücke von Mostar, begleitet von Freudenschüssen auf kroatischer Seite. Tausende von Menschen werden ins Konzentrationslager Heliodrom getrieben, oder in sogenannte private KZs in Pocitelij, Caplina, Ljubuski. Wohlgemerkt: Auf den Bergen auf der Ostseite der Stadt stehen die Batterien der serbischen Milizen, die ebenfalls feuern. Hunderttausende von Geschossen hageln auf die Stadt nieder, ihre Bewohner hausen in Kellern, die Versorgung ist katastrophal.

Ärzte operieren rund um die Uhr, müssen oft tatenlos zusehen, wie Schwerverletzte vor ihren Augen sterben, da es um die medizinische Ausrüstung schlecht bestellt ist. Nachts dröhnt laute Musik aus großen Lautsprechern von kroatischer Seite herüber, man will die Menschen zermürben. Scharfschützen lauern überall in den Bergen, zielen auf alles, was sich bewegt. Sogenannte Wochenendkrieger reisen per Bus aus den europäischen Ländern an, sitzen an ihren Mörsern, feuern in die Stadt, bevor sie am Sonntag wieder abreisen. Mostar ist ein Schlachthaus. Eines ist klar: den Kroaten geht es nicht um pure Eroberung, sondern um die Vernichtung der Bevölkerung, um die Vernichtung all dessen, was an eine moslemische Bevölkerung erinnert. Die Brücke von Mostar galt hier als besonderes Symbol der Identität. Nach der Zerstörung am 9.November 1993 fundierten die Kroaten diesen Akt als eine strategische Maßnahme: „Die andere Flussseite würde über die Brücke mit schweren Waffen versorgt".

Es gab aber schlichtweg keine schweren Waffen und wer die schmale glatte Brücke über die Neretva kannte, weiß mit welch schwachsinniger Argumentation hier Zerstörung entschuldigt werden sollte. Auf die gleiche Weise wird das komplette Stadtbild zerstört. Ab Mitte Juni verdichten sich die Gerüchte um einen, zwischen Milosevic und Tudjman ausgehandelten Plan zur Aufteilung Bosniens in separate Republiken. Serbien und Kroatien wollen sich Bosnien teilen. Der EU-Vermittler Lord Owen nennt dies „Realpolitik", obwohl am 6.April 1992 die Anerkennung der Republik Bosnien/Herzegowina durch die Europäische Union erfolgte, ergänzt durch die Aufnahme in die KSZE am 1. Mai und die Aufnahme in die UNO am 22.Mai. Die Legalisierung des Rechts des Stärkeren soll für Ruhe auf dem Balkan sorgen.

Diese „Ruhe" bedeutet Mord. Mord in den Konzentrationslagern Prijedor, Mord in Trnopolje, Nord in Omarska, Mord in Keraterm, Mord in Heliodrom. Tagtäglich werden wir per TV mit Bildern versorgt, die von den bisher stärksten Kämpfen sprechen. Man saß beim Völkermord auf der Tribüne und fühlte sich belästigt von den dauernden Berichten über Krieg und das unvorstellbare Leid der Opfer - von Massengräbern und Massenvergewaltigungen. Ein Großteil der deutschen Intellektuellen machte es sich in der Distanz bequem, tauchte unter und kam erst wieder, als 1996 Peter Handke auf Lesetour ging und ihnen die Bestätigung lieferte, dass man nur lange und konsequent genug wegschauen müsse, damit die Welt wieder in Ordnung sei. Ignoranz als Programm. Sein Publikum applaudierte.

Das selbe Publikum, das 30 Jahre zuvor seinen Eltern vorwarf: „Ihr hättet es wissen müssen, was das Naziregime in Deutschland bezweckte, nämlich den Völkermord". Man verbarrikadierte sich hinter einer Argumentation, die auf Bismarck zurückgeht und die nichts anderes besagt, als Gleichgültigkeit: „Der Balkan ist mir nicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers wert". Man verbarrikadierte sich auch hinter der Vorstellung eines Religionskriegs und dagegen sei man machtlos. Dass die Religion lediglich als Trittbrettfahrer in diesem Konflikt fungierte, im Nachhinein als „Heiligen Krieg" sanktionierte, was zuvor als blanker Völkermord geschah, interessierte niemanden.

Im März 1994 erneuern Moslems und Kroaten auf amerikanischen und deutschen Druck hin pro forma ihre Allianz. Hinter dem Vorhang dieses Abkommens jedoch finden bis heute Vertreibungen von kroatischer Seite aus statt. Für mich und einige Freunde wurde diese Situation unerträglich. Nichts war mehr zu vernehmen von Friedensinitiativen. Dubiose Resolutionen, Positionspapiere und Erklärungen, angesichts von funktionierenden Todeslagern und Baggern, die irgendwo auf einer Waldlichtung Massengräber ausheben, klang dies wie Hohn. Zu diesem Zeitpunkt gründeten wir die Gesellschaft „Brücken - für Humanität, Kultur, Toleranz und Dialog e.V.". Wir waren auf dem Sprung nach Mostar und im Juli 1994 kamen wir in diese Stadt, gerade zu dem Zeitpunkt, als Hans Koschnick hier sein Amt als EU-Administrator antrat.

Mostar - Terminologie einer Zerstörung
In Metkovic öffnet sich der Schlagbaum und wir fahren hinein nach Bosnien/Herzegowina. Wohin? - Wir befinden uns in der Mitte von Nirgendwo: Verbrannte Erde - der Geruch von Versengtem -beizend, beißend, begleitet uns ab jetzt ständig. Wir hatten viele Informationen, hatten viele Bilder und Filme gesehen, hatten uns vorbereitet, Verhaltensmuster durchgespielt - wir wussten, wohin wir kamen. Jetzt waren wir da, "Da-Sein" bedeutet hier: Vergiss alles, was dir bisher als Orientierung diente. Trau keinem Weg, trau deinen Augen nicht, trau deinem Denken nicht. Unzählige Male passieren wir Kontrollpunkte mit schwerbewaffneten Soldaten, Maschinenpistolen zielen durchs geöffnete Autofenster. Wir hangeln uns die Straße entlang, vorbei an Häusern, die einmal Häuser waren, jetzt aber faulen Zahnstümpfen gleichen.

Jeder Kaninchenstall ist durchsiebt, zerfetzte Autowracks, abgefackelte Weinberge und Obstplantagen. Wir sehen die Zerstörung - aber wir sehen keine Menschen. Menschenleer, öde, nichts als Ruinen. Hier hat eine gigantische Treibjagd stattgefunden und die Menschen hier mussten die Rolle der Hasen übernehmen, ob alt, ob jung, ob Säugling, Mann oder Frau. Erstmals wird mir klar, was „ethnische Säuberung" bedeutet. Diese sprachästhetische Schöpfung, dieser Klimmzug eines Anstrichs, der Mord, Folter, Massenvernichtung verniedlichen soll. Die Scheu die Dinge beim Namen zu nennen, eine Begriffsdefinition vorzunehmen, spiegelt nur wieder, dass die Täter von Anfang an um ihre Schuld wussten. Und sie handelten nach Plan, längst vorbereitet.

Noch ein letzter Kontrollpunkt - wir sind in Mostar, einer Stadt, die ein Trümmerfeld ist. Meine Erinnerung durchleuchtet Eindrücke, wie ich Mostar bisher kannte. Aber da war nichts mehr. Zerbombt, ausgebrannt, eingestürzt, durchlöchert wie ein Nudelsieb. Die Straßen verschüttet von herausgesprengten Mauern, kein einziges Dach mehr in der ganzen Stadt - in der ganzen Stadt? Nein, wir sind in einer geteilten Stadt. Der Westteil, der von den bosnischen Kroaten allein beansprucht wird, trägt sicherlich Spuren des Krieges, die Geschossspuren der Tschetniks, jener Milizionäre, die sich unter Karadzics Fahnen zusammenrotteten und von den Osthängen auf die Stadt herabschössen. Diese Batterien sind jetzt noch in den Bergen und schießen von Zeit zu Zeit in die Stadt. Der Ostteil der Stadt, also jener, der von „Moslems" bewohnt wird, trägt ebenfalls diese Spuren, zusätzlich und in der Hauptsache kommt der Vernichtungsschlag jedoch von kroatischer Seite.

Ungeahnte Mengen von Geschossen, Panzerartillerie, Mörsergranaten, der ganze Wahnsinn menschlichen Erfindungsgeistes bezüglich Kriegsmaterial regnete auf diesen Teil der Stadt hernieder. Tag und Nacht, Tag und Nacht. Eine historische, eine europäische Stadt ein Stadtensemble von einzigartiger Schönheit wird vernichtet, in Schutt und Asche gebombt. Mit ihr die Menschen, wahllos - wen es eben trifft. Notdürftig betriebene Krankenhäuser liegen unter ständigem Beschuss. Die Täter sind im Blutrausch. An den Mörsern und der Artillerie herrscht regelrechter Schichtbetrieb. Viele Menschen ertragen diese Situation nicht mehr, rennen buchstäblich ins Sperrfeuer. Die Toten werden nachts in der Stadt begraben, überall - schnell nur schnell. Kleiderspinde, angefüllt mit Steinen, bilden lange Reihen auf den Straßen zum Schutz vor Heckenschützen, Lastwägen voll beladen, Container mit Beton gefüllt, sollen Schutz bieten.

Die Wasserversorgung ist katastrophal. Die bewaldeten Hänge entlang der Stadt werden abgeholzt - ebenfalls nachts. Es gibt keinen Strom und 60.000 Menschen müssen essen, müssen ihre Kellerlöcher heizen und der Bombenregen hört niemals auf. Alles, was man sich an Horrorphantasien auszumalen vermag - hier ist es bereits geschehen. Ich empfinde mich selbst als Gespenst, das durch die Trümmer einer Stadt eilt. Ruinenstümpfe, die bloßlegen, was sich einst an Privatem hinter ihren Mauern verbarg. Tote Fensterhöhlen, durch die der Himmel starrt. Innen und Außen existiert nicht mehr. Von der Gluthitze verbogene Häuserfassaden, Geschäfte - der Inhalt verkohlt und die unerschütterliche Ruhe, die sich wie ein Tischtuch des Todes über die Stadt ausbreitet. Ich vertraue meiner Wahrnehmung nicht mehr, mein Denken weigert sich, das zu denken, was in dien Häusern geschah, während dieses monatelangen Kesseltreibens. Am Bahnhof stehen noch die Züge, ausgebrannt, durchlöchert, zerrissen, zerfetzt. Omnibuswracks, die noch während der Fahrt explodierten und so liegen blieben. Nur wenige PKW sind überhaupt fahrtüchtig: die Scheiben durch Plastikfolien ersetzt und voller Einschusslöcher. So sieht Wirklichkeit aus.
Am 9. N0vember brach die Brücke unter kroatischem Artilleriefeuer zusammen

Dann stehe ich vor dem, was einstmals die weltberühmte Brücke über die Neretva war. 1566 von Baumeister Hayruddin vollendet, sollte sie ein Abbild der muslimischen Paradiesbrücke Sirat sein. Beidseitig des Flusses ragen noch die Pfeilertürme empor. Dort, wo sich einst in einem kühnen Bogen von 30 Metern zusammengefügter Stein über die Neretva spannte, führt heute eine primitive Hängebrückenkonstruktion beide Ufer zusammen. Die ehrwürdige Brücke von Mostar, die „Stari Most" stürzte in die Neretva, ruht zertrümmert am Grunde des Flusses, seit dem 9.November 1993, seit die bosnischen Kroaten diese Brücke zerstörten im Taumel des Wahnsinns.

Die alte Brücke von Mostar: Ich war 15 Jahre jung, als ich das erste Mal über diese Brücke glitt, ja glitt, denn das spiegelglatte Pflaster der Brücke reizte zum Ausrutschen. Vom Zenit des Brückenbogens sprangen tollkühne Jugendliche in die Neretva - zwanzig Meter in die Tiefe. 1979 war ich mit meiner Familie wieder hier. Unsere Tochter Julia, noch nicht drei Jahre alt, tapste an meiner Hand über die Brük-ke, umgeben vom Ensemble, vom Zauber einer Stadt, deren Ursprung sich in der Architektur des Orients und des Okzidents niederschlug. In den Gärten Oleanderbäume, Granatapfelbüsche und immer wieder der Blick in die Neretwa, die sich tief eingeschnitten durch den Fels zwängt, unergründlich tief, rasch und bestimmt. In einem notdürftig zusammengenagelten Cafe, dem „Cafe Bosna" treffen wir einige Bewohner. Ausgemergelte Männer, schmal, unterernährt, aber herzlich.

Zwischenzeitlich haben wir auch Fuad Catovic kennen gelernt, der radebrechend deutsch spricht. Wir sind die einzigen Ausländer, die sich hierher verirren. Bewusst hier sind, denn wir sind auch auf der Suche nach Mitarbeitern, so unsere Zielsetzung. Nicht von oben nach unten, sondern im Miteinander wollen wir beim Aufbau helfen. Angesichts des Trümmerfeldes, in dem wir stehen, mag das aussichtslos erscheinen, aber genau das haben wir vor, genau das werden wir tun.

Wir wohnen den Inaugurationsfeiern bei, mit denen Hans Koschnick offiziell sein Amt als EU-Administrator von Mostar aufnimmt. Ein feierliches Spektakel zwischen Ruinen. Alija Izetbegovic ist hier, Haris Silaidzic, auch Franjo Tudjman, der letztendlich die Zerstörung Mostars auf seine Kappe nehmen muss. Auch Klaus Kinkel, der deutsche Außenminister ist hier und, und, und. Wir sind plötzlich inmitten der Unterzeichnungspräliminarien. Draußen steht die Menschenmenge: Mütter, die nach ihren vermissten Söhnen schreien, Männer, die vom Krieg gezeichnet sind, Invaliden, eine geschundene Bevölkerung. Zwei Tage zuvor wurde ein Containerdorf der Organisation Cap Anamur beschossen, diesmal von serbischer Seite. Die Bürger von Ost-Mostar können nicht aus ihrem Stadtteil, es wird ihnen mit Waffengewalt verwehrt - von serbischer und von kroatischer Seite. Muslime im Westteil der Stadt werden nach wie vor vertrieben, misshandelt, meist ohne Habe in den Ostteil geschickt - gedemütigt, geschlagen, ständigem Terror ausgesetzt. Eine Dunstglocke der Angst liegt über den Menschen. Quälend die Angst vor dem nächsten Tag, quälend die Fragen: Wie soll es weitergehen?

Nachmittags haben wir einen Interviewtermin mit einer jungen Frau und ihren beiden Töchtern, gerade elf und sieben Jahre alt, die monatelang in Konzentrationslagern in Caplina und Pocitelij zubrachten unter verheerenden Bedingungen, ohne jegliche medizinische Versorgung. Dann fahren wir nach Bijelo Polje, ein Stadtrandort, der dem Erdboden gleichgemacht ist. Unterwegs eine Müllhalde, in der sich ein Massengrab befindet. Einhundert Kroaten und Moslems wurden hier von serbischen Milizionären wahllos herausgegriffen, bestialisch ermordet und verscharrt. In der Nacht kamen die Männer von Karadzic, schlugen die Türen ein, trieben die Menschen wie Schlachtvieh zu ihrem Grab, [m einzigen Haus mit Keller hat man hier in Bijelo Polje ein Notkrankenhaus eingerichtet. Acht Kinder wurden hier bei Kerzenschein zur Welt gebracht, viele Menschen mussten hier sterben, weil ihnen mit den primitiven Mitteln hier nicht zu helfen war. Die Operationsinstrumente entsprechen prähistorischen Bedingungen.

Wir treffen Salem Bubalo, einen exzellenten Techniker, der selbst dann noch etwas zum Funktionieren bringt, wenn keiner mehr daran glaubt, der mit einfachsten Mitteln eine Turbine zur Stromversorgung konstruiert, nein kreiert. Hier verleiben die mitgebrachten Medikamente: Insulin, Beta-Blocker, Herz-Kreislaufmittel, Magen- Darmmedikamente und eine Vielzahl von Prophylaxen, ein ganzer Kombi voll. Dann sitzen wir noch zusammen unter Ölbäumen, Verbindungsstrategien werden entworfen, „wann wir wieder kommen und womit", Adressen werden ausgetauscht, Pläne erörtert. Plötzlich ist ein Akkordeon da. Wir singen, wir lachen, die Zikaden kreischen in der Sommerglut. Ein schwerer Abschied, angesichts der Tatsache, dass eine Ungewisse Spannung vorherrscht und sich nicht sagen lässt, was die nächsten Monate bringen. Unsere Zielsetzung ist erreicht. Wir haben einen Mitarbeiterstab in Ost-Mostar und an Projekten mangelt es nicht. Rainer Burckhardt und ich sind uns klar über die Zukunft: Wir werden noch oft in Mostar sein.
Zwischen den Welten
Worüber ich mir vordergründig klar werden muss, ist die Wirkung des Erlebten, die, zurück in Deutschland wie ein Hammerschlag auf mich niedersaust. Die Diskrepanz ist schockierend in zweierlei Hinsicht. Zum einen kann ich es nicht fassen, dass es Häuser mit Dach gibt, dass Fenster wirklich Fenster sind, dass die Mauern keine Einschüsse vorweisen und das es keinen Sinn ergibt, auf Minen zu achten. Andererseits fällt mir hier in Deutschland eine gewisse Stagnation auf, eine Behäbigkeit, die keine Solidarisierung zulässt. Man sieht nicht das Leid des Individuums, sondern verallgemeinert von vorn herein, pauschalisiert. Ich denke, es wäre an der Zeit, etwas von dem weiterzugeben, was wir selbst an uns erfahren konnten nach dem 2. Weltkrieg.

Es war der Marshallplan, der Deutschland zu dieser Republik werden ließ, die es heute ist. Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit: Die erste Schokolade, die ich bekam, war aus einem amerikanischen Hilfspaket. Auch andere Bilder aus meiner Kindheit erhalten plötzlich Gewicht. In Regensburg, meiner Heimatstadt wurden 1945 alle Brücken vor den anrückenden Amerikanern gesprengt. Es waren SS-Einheiten und „Volkssturm", die Hand anlegten, auch an die „Steinerne Brücke", die im 12.Jahrhundert erbaut wurde und sich mit 16 Bögen knapp 310 Meter über die Donau spannt. Mehrere Bögen waren herausgesprengt und fast 20 Jahre lang ersetzte ein Provisorium den Weg in die Altstadt. Das war ein alltäglicher Anblick, ich kannte es nicht anders. Ein Leben mit der Zerstörung, die zum Alltag wird. Ich denke auch an ein gemeinsames Europa und an dessen Zukunft. Mit bloßen Lippenbekenntnissen wird es wohl nicht getan sein und vielerorts manifestierten sich Auswirkungen, die auf dem 2. Weltkrieg basieren und der ging nun einmal von deutschem Boden aus.

Es gäbe wahrlich viele Gründe, zügig auf die Situation in Bosnien/Herzegowina einzugehen. Wir beginnen, die ersten Hilfstransporte zusammenzustellen. Lagerräume müssen gefunden werden, Benefizveranstaltungen wollen koordiniert sein, unzählige Gespräche, Telefonate, Briefe wandern hin und her. Immer wieder auch Vorträge über den Zustand von Mostar, TV-Beiträge und Publikationen erfordern Zeit, Arbeit und viel Improvisation. Immer wieder halte ich mir das Bild von leidenden Menschen, die ohne Schuld in Armut und Elend gestoßen wurden vor Augen. Das ist auch notwendig, denn manchmal ist die Versuchung groß, alles hinzuwerfen. Auch in meiner künstlerischen Arbeit widme ich in dieser Zeit einen 24-teiligen Zyklus der Stadt Mostar, „Brücken für Mostar", so der Titel, entsteht im Sommer 1994. 24 Bilder, ein Tag in Stunden geteilt, als Aufruf zum Menschsein in Frieden. Dann im Oktober sind wir wieder in Mostar. Eigentlich müsste sich die Dunkelheit verhüllend über die zerstörte Stadt legen, aber der Vollmond scheint silberhell und, was er in Licht taucht gleicht einer irrealen Kulisse - menschenleer - denn längst ist Sperrstunde, d.h. die EU hat ein Ausgangsverbot verhängt.

Fuad zerrt uns schnell in sein Haus, das er notdürftig wieder in Stand gesetzt hat. Am nächsten Morgen sind wir mit Hans Koschnick im Hotel ERO verabredet. Dazu müssen wir in den Westteil der Stadt, über einen Kontrollpunkt, der von der HVO, der Armee, der selbsternannten Republik „Herzeg Bosna" kontrolliert wird, die ihrerseits wieder von UNPROFOR- Soldaten überwacht werden. Eine Art Check- Point- Charlie, für Bürger von Ost-Mostar unpassierbar. In der Hotelhalle Dutzende von verschiedenst uniformierten, geschäftig wirkenden Leuten. Ich glaube auf einen Maskenball geraten zu sein und denke „Die haben den Hans Koschnick ja in die Wüste geschickt". Am 10. September verübten kroatische Extremisten ein Attentat auf Koschnick, feuerten eine Panzerfaust in den Wohntrakt des EU-Administrators und nur halbherzig und unter Druck recherchiert die kroatische Polizei nach den Tätern, die Drahtzieher bleiben sowieso unbehelligt.

Auch die von der EU bewilligten Polizeikontingente sind immer noch nicht eingetroffen. Die Halbherzigkeit Europas, gegenüber Kampfhandlungen und Menschenrechtsverletzungen ist hier ebenso abzulesen, wie die der UN-Verwaltung in Sarajewo oder die durch UNPROFOR kontrollierte Schutzzonenregelung in Srebrenica, Zepa und Gorazde. Wir verhandeln mit dem Mann, der nach Eintreffen unseres Transportes einen Teil der Ladung übernehmen und nachts, ohne Beleuchtung, auf Schleichwegen Bijelo Polje ansteuern wird, - diesmal wegen der Karadzic-Milizionäre. Anästhesiegeräte, EKG- Geräte, Spezialbetten, zahnchirurgische Instrumente und natürlich Medikamente erhält das dortige Notkrankenhaus. Optische Geräte, Sehhilfen, Fahrräder und unzählige andere Hilfsgüter verbleiben in Mostar, auch zwei Säcke Kaffee.

Wir führen ein Gespräch mit Alija Izetbegovic, dem Präsidiumsvorsitzenden von Bosnien/Herzegowina. Zur Situation in Mostar vertritt er die Meinung, dass es in dieser entmilitarisierten Zone zu keinerlei Konflikten mehr kommen wird: „Letztendlich wollen wir doch alle den Frieden". In West-Mostar bekriegen sich zwischenzeitlich Mafia-Banden. Genau hier sind die Leute zu suchen, denen nichts an Frieden liegt. Zuviel hat diese Handvoll Extremisten durch den Krieg gewonnen, halten Positionen in Polizei und Armee besetzt und vielen sitzt ein Steckbrief aus Den Haag im Nacken, wo ein Kriegsverbrecherprozess auf sie warten würde.

Kinder und Jugendliche erleiden unvorstellbares
5.00 Uhr morgens: Narcis, 18 Jahre alt, trifft sich mit seinen 5 Kameraden in Uniform zum Abmarsch. Esma, seine Mutter packt ein Versorgungspaket, weint leise vor sich hin. Die Kompanie marschiert zum Berg Velez, an die Front: Zu den Tschetniks, meint Narcis lakonisch. Für 10 Tage ein Leben in Schützengräben, in 1000m Höhe, gegenüber, schwerbewaffnet die Karadzic-Einheiten, die jede Gelegenheit nützen, ihre Granaten abzufeuern. Dann bekommen wir unseren LKW von der Grenzstation Metkovic frei, rollen nach Mostar hinein. Es ist der erste Versorgungs- LKW für Ost-Mostar, den unsere Gruppe ans Ziel bringt.

Perspektiven des Handelns
Die Versorgungsstrecke Regensburg - Mostar wird zum Alltag. Unzählige Hilfsgüter kommen auf ihr in die zerstörte Stadt, die allmählich ihr Gesicht verändert. Es gibt wieder Dächer, die UNHCR-Planen werden durch Glas ersetzt, die Häuserruinen vom Schutt befreit. Jetzt sind es gereinigte Ruinen, ein Terminus, der nicht einer gewissen Absurdität entbehrt. Die EU-Administration, voran Hans Koschnick leistet viel, an allen Ecken. Wir liefern Laboreinrichtungen, weitere Zahnarztpraxen, versorgen das Krankenhaus Velmoz, bringen einen Container-Kindergarten für 120 Kinder mit Küche, Nasszellen, komplett mit Inventar. Für die Musikschule instrumentieren wir ein volles Orchester. Große Notstromaggregate finden über uns ebenso ihren Weg nach Mostar, wie Ausrüstungen für Fußballvereine. Aber nicht nur in Mostar werden wir tätig. Im August 1995, Bihac war gerade aus der Einkesselung befreit, evakuieren wir die 7jährige Sejla, die drei Jahre von ihren, in Deutschland lebenden Eltern getrennt war. Rings um Bihac toben noch Kämpfe. Als wir an der Una sitzen, explodiert neben uns eine Granate.

Auf abenteuerlichen Wegen bringen wir das Kind heraus und nach Deutschland. In diesem Jahr erscheint auch mein neues Buch: „Sarajewo - ein bosnisches Tagebuch". Zur Präsentation kommt Hans Koschnick nach Regensburg, übernimmt die Schirmherrschaft. Dann im Frühjahr 1996 das Unfassbare: Ein neuerliches Attentat auf Hans Koschnick, vor dem Hotel ERO, unter den Augen der kroatischen Polizei, sorgt für neuerliche Unsicherheiten. Die EU ist nicht fähig, Koschnick den Rücken zu stärken, er legt sein Amt vorzeitig nieder. Wieder einer jener verhängnisvollen Fehler europäischer Politik. Trotz aller Wiederstände beginnen wir mit Existenzgründungsmaßnahmen. Eine Näherei wird eingerichtet, Kooperationen vorgeschlagen.

Ein Druck- und Verlagshaus in Mostar entwickelt in partnerschaftlichen Beziehungen einen Technologietransfer mit einer Reproanstalt nahe Regensburg. Ein großer Fischzuchtbetrieb wird reaktiviert. In die neurochirurgische Klinik nach Tuzla liefern wir 230 Krankenhausbetten und eine Schule in Lukavac, nahe Tuzla wird durch „Brücken" ausgestattet. Hier hat zwischenzeitlich eine Schule aus der Oberpfalz die Patenschaft übernommen. Im Mai 1997 erfolgt meine Berufung an die Dzemal Bijedic Universität in Mostar für den Lehrstuhl „Interkulturelle Zusammenarbeit", zeitgleich erhalte ich einen Ruf an die Akademie der Bildenden Künste in Sarajewo für den Lehrstuhl „Freie Malerei". Die Dzemal Bijedic Universität feiert in diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen und es gibt viel zu tun, denn auch hier hat der Krieg seine Spuren hinterlassen.

2.500 junge Menschen suchen hier durch ein wissenschaftliches Studium Anschluss an die Zukunft - eine Zukunft, die nur eine europäische sein kann. Das Kollegium ist sich dieser Aufgabe wohl bewusst, der Arbeitsplan sieht dementsprechend aus und dennoch wird ohne fremde Hilfe momentan schwer etwas zu realisieren sein. Wir hier in Mostar vertrauen auf die Hilfestellung Europas, denn es gibt nur eine Zukunft und die heißt Gemeinsamkeit. Innerhalb des Dayton II-Abkommens zum zivilen Aufbau der Republik Bosnien/Herzegowina suchen wir nicht nur ökonomische Grundlagen, sondern die Basis für gemeinsame Werte.

Heute ist Mostar mehr oder weniger eine geteikte Stadt. Zwar UNESCO - Weltkulturerbe, doch die Lage ist unabsehbar. Die Teilung von Bosnien-Herzegowina führte zu einer Paralyse des gesamten Staatengebildes.
Lebensart
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Stadtpanorama von Tuzla"Tuzla" ist eine Industriestadt im Nordosten von Bosnien und Herzegowina. Sie liegt im Spreča-Tal am Fluss Jala. Tuzla ist die Kantonshauptstadt des gleichnamigen Kantons der Föderation Bosnien und Herzegowina. Die Stadt hat
Moschee in CazinLage der Gemeinde im Kanton Una-Sana"Cazin" (kyrillisch Цазин) ist eine Stadt und die zugehörige Gemeinde im äußersten Nordwesten von Bosnien und Herzegowina.GeographieSie liegt rund 20 km nördlich von Bihać und rund 15
Trebinje"Trebinje" (kyrillisch Tpeбињe, deutsch veraltet "Trebing") ist eine Stadt im südlichen Teil von Bosnien und Herzegowina in der Nähe der Grenze zu Montenegro und Kroatien. Sie gehört zur Republika Srpska und liegt in der historischen
"Kakanj" ist eine Stadt im Kanton Zenica-Doboj in Bosnien-Herzegowina. Sie liegt an der Mündung des Flusses Zgošća in die Bosna ungefähr 50 Kilometer nördlich von Sarajevo.Die Gemeinde Kakanj hat etwa 43.000 Einwohner. Bei der letzten
Lage der Gemeinde im Kanton ZentralbosnienKatholische Kirche in Kiseljak"Kiseljak" ist eine Stadt und gleichnamige Verbandsgemeinde in Bosnien und Herzegowina.GeografieLageDie Stadt Kiseljak ist 35 km nordwestlich von der Hauptstadt Sarajevo, 12 km
Visoko vom Berg VisočicaIllustration von VisokoWährend der Herrschaft Österreich-Ungarns im „neo-maurischen“ Stil errichtetes Gebäude"Visoko" ist eine Stadt im Kanton Zenica-Doboj in Bosnien und Herzegowina. Sie liegt an der Mündung des
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Banja Luka (dpa) - Die bosnischen Serben haben ihre jahrelangen Drohungen mit einer Abspaltung von Bosnien-Herzegowina zu den Akten gelegt. Das Parlament der serbischen Landeshälfte beschloss am frühen Dienstag in Banja Luka, ein dafür
Sarajevo (dpa) - Der in der US-Militärbasis Dayton 1995 unterschriebene Friedensvertrag, mit dem der Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) beendet wurde, sollte für umgerechnet 50 000 Euro verkauft werden. Die Polizei konnte das mit der
Sarajevo (dpa) - Wegen jahrelangen politischen Stillstands sowie wirtschaftlicher und sozialer Not verlassen die Menschen massenhaft das kleine Balkanland Bosnien-Herzegowina. Allein in den letzten knapp fünf Jahren hätten 150 000 Menschen ihrer
Banja Luka (dpa) - Die bosnischen Serben haben entgegen allen verfassungsrechtlichen Vorschriften des Balkanstaates ihre militärische Neutralität erklärt. Das Parlament der weitgehend selbstständigen serbischen Landeshälfte verabschiedete am
München (dpa) - Per Sammelflug sind 44 abgelehnte Asylbewerber von München aus nach Albanien, Bosnien-Herzegowina und in das Kosovo abgeschoben worden. Darunter hätten sich acht Straftäter befunden, die unmittelbar aus der Strafhaft heraus
Belgrad (dpa) - Ein von Muslimen als Kriegsheld gefeierter Mann ist am Montag von einem Gericht in Bosnien-Herzegowina von Verbrechen während des Bosnien-Kriegs 1992-95 freigesprochen worden. Der 50-jährige Naser Oric hatte unter dem Verdacht
Wetter

Sarajevo


(22.11.2017 19:11)

2 / 11 °C


23.11.2017
3 / 11 °C
24.11.2017
3 / 10 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN
banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum