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Vor vier Jahren im Halbfinale

Polen
23.02.2012
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Russland will wieder überraschen
Ein Coup wie 2008 mit dem Halbfinal-Einzug dürfte für die Mannschaft von Startrainer Dick Advocaat nur schwer zu realisieren sein. Doch nach dem Glück bei der Gruppenauslosung will Russlands Nationalelf in jedem Fall auch nach der Vorrunde noch im EM-Turnier mitwirken. Co-Gastgeber Polen, Tschechien und Griechenland heißen die nicht gerade furchteinflößenden Kontrahenten in Gruppe A.
Berlin (dpa) - «Diese Auslosung machte Gänsehaut», schrieb die Zeitung «Sport Express». Obwohl Russland die WM 2010 in Südafrika nach einer enttäuschenden Qualifikation verpasste und Advocaats Landsmann Guus Hiddink daraufhin seinen Posten räumen musste, sind die Erwartungshaltungen im größten Land Europas wieder einmal enorm. Die Advocaat-Auswahl hat sogar heimlich das Finale im Nachbarland Ukraine im Blick und will auch schon Werbung betreiben für die Heim-WM 2018.
Trainer der russischen Nationalmannschaft Dick Advocaat.

«Nach der guten EM-Qualifikation glaube ich, dass meine Spieler an einem guten Tag jeden schlagen können, wenn sie konzentriert zu Werke gehen», sagte Advocaat. Mit 23 Punkten sicherte sich die Sbornaja den ersten Platz in der Quali-Gruppe B mit zwei Zählern Vorsprung auf Irland. Und das trotz eines völlig missratenen Auftakts.

Einem glanzlosen Sieg gegen Andorra folgte eine 0:1-Heimpleite gegen die Slowakei. Kritik wurde laut, das EM-Ticket drohte früh in Gefahr zu geraten. Doch die Auswahl um Kapitän Andrej Arschawin, den früheren Stuttgarter Pawel Pogrebnjak oder Roman Pawljutschenko steigerte sich kontinuierlich und buchte die Reise nach Polen und in die Ukraine endgültig am letzten Spieltag mit einem 6:0 gegen Andorra. «Wir haben sehr konstant gespielt und sind als Team immer besser geworden. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, das hat mich am meisten beeindruckt», bilanzierte Advocaat und forderte: «Ich hoffe, dass jegliche Kritik am Nationalteam jetzt verstummt.»

Bestes Mittel hierfür ist natürlich ein überzeugender EM-Auftritt. Am ersten Turniertag treffen die Russen in Breslau auf Tschechien, es folgen die Duelle mit Polen und den Griechen jeweils in Warschau. «Es ist einfach wichtig, dass Russland bei den großen Turnieren dabei ist. Wir haben die WM verpasst, aber jetzt einen großen Schritt nach vorn gemacht», sagte Arschawin voller Hoffnung auf einen EM-Coup.

 

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