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Beim Käsefondue das Alpenglühen in der Schweiz genießen
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Die Schweiz lässt sich in fünf landschaftliche Großräume einteilen, welche klimatisch große Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. Grob kann der Jura im Osten und Südosten durch das Schweizer Mittelland, im Norden durch den Hochrhein und die Oberrheinische Tiefebene, im Nordwesten durch die Burgundische Pforte, im Westen durch die Rhône-Saône-Senke, im Süden durch den Fluss Isère und die Chartreuse eingegrenzt werden. Das Schweizer Mittelland wird im Nordwesten und Norden geografisch wie auch geologisch durch die langgestreckten Höhenzüge des Jura abgegrenzt. Im Süden gegen die Alpen hin ist die Grenze geografisch nicht genau definiert. Die südwestliche Grenze des Schweizer Mittellandes bildet der Genfersee, die nordöstliche Grenze der Bodensee zusammen mit dem Rhein.
Die gesamte Alpenregion nimmt eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern ein. Sie dehnt sich etwa 750 Kilometer von West nach Ost und etwa 400 Kilometer von Süd nach Nord aus und wird vom Rhônetal, dem Schweizer Mittelland, dem Oberlauf der Donau, der Kleinen ungarischen Tiefebene, der Poebene und dem Golf von Genua umgrenzt. Der Alpenbogen schließt im Südwesten am Golf von Genua an den Apennin, umfasst die Poebene, verzweigt sich zum Jura und endet fächerförmig im Osten vor dem westpannonischen Berg- und Hügelland.
Im Nordosten an der Donau bei Wien sind die Alpen durch das Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt, im Südosten gehen sie in das stark verkarstete Dinarische Gebirge über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Poebene steiler. Die Alpensüdseite umfasst den Kanton Tessin, die Bündner Südtäler Misox, Calanca, Bergell, Puschlav und Val Müstair, sowie das Gebiet südlich des Simplonpasses im Kanton Wallis. Der Begriff Alpensüdseite wird vor allem in Wettervorhersagen verwendet, da sich die Wetterlage hier meist von derjenigen auf der Alpennordseite unterscheidet. Klima und Vegetation unterscheiden sich ebenfalls von der restlichen Schweiz und in den tiefer gelegenen Gegenden ist das Klima mediterran und es wachsen Palmen.
Geologie
Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio) sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, die zum allergrößten Teil außerhalb der Schweiz liegen.
Gebirge
In der Schweiz gibt es 74 Viertausender von denen sich 55 vollständig in der Schweiz befinden, 19 werden mit Italien geteilt. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste ist die mit 4.634 m ü.M. hohe Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz, allerdings befindet sie sich zum Teil auf italienischem Staatsgebiet.
Der bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das 4.478 m ü.M. hohe Matterhorn, welches südlich von Zermatt liegt. Im Berner Oberland bilden der Eiger mit 3.970 m ü.M., der Mönch mit 4.107 m ü.M. und die Jungfrau mit 4.158 m ü.M. eine bekannte Dreiergruppe. Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina mit 4.049 m ü.M., der östlichste Viertausender der Alpen und einziger Viertausender der Ostalpen, sowie der Piz Palü mit 3.901 m ü.M. In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich niedriger, doch auch hier existieren bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus mit 2.132 m ü.M., der Mythen mit 1.898 m ü.M., die Rigi mit 1.797 m ü.M. im Kanton Schwyz oder der Säntis mit 2.502 m ü.M. im Alpstein in der Ostschweiz. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1.679 m ü.M., der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich der Chasseral mit 1.607 m ü.M. Weitere bedeutende Berge sind Dôle (1.677 m ü.M.), Chasseron (1.607 m ü.M.) und Suchet (1.588 m ü.M.). Der östlichste Ausläufer des Jura ist der Randen im Kanton Schaffhausen.
Gewässer
Die Schweiz zeichnet sich durch eine Vielzahl von Flüssen aus. Im Gotthardmassiv entspringen mit dem Rhein und der Rohne zwei der längsten Flüsse Europas. Durch die Schweiz verlaufen zudem mehrere europäische Hauptwasserscheiden: Sie trennen die Einzugsgebiete von Nordsee, Mittelmeer und Schwarzem Meer. So fließt der Rhein mit seinen Zuflüssen in die Nordsee, die Rhone und der Ticino ins Mittelmeer, während das Wasser des Inn über die Donau ins Schwarze Meer gelangt. Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 Kilometern den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zufluss Aare mit 295 Kilometer.
Die Rhône besitzt innerhalb der Schweiz eine Länge von 264 Kilometer, während die Reuss als viertgrößter Fluss der Schweiz eine Länge von 158 Kilometer aufweist. Weitere prägende Flüsse sind die Saane im Westen, der Ticino in Süden, die Birs und der Doubs im Nordwesten, die Linth/Limmat und die Thur im Nordosten, und der Inn im Südosten. Aare, Saane, Reuss, Linth/Limmat, Thur und Birs gehören dabei zum Flusssystem Hochrhein. Bei Schaffhausen bildet der Rhein den größten Wasserfall Europas, den Rheinfall.
Die Schweiz hat aufgrund ihrer topografischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten rund 1500 Seen. Ein Großteil sind kleinere Bergseen. Insgesamt sind ungefähr vier Pozent der Oberfläche der Schweiz von Seen bedeckt. Der größte See der Schweiz ist der Genfersee (580,03 Quadratkilometer) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 Prozent auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536,00 Quadratkilometern etwas kleiner. Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz.
Klima
Nördlich der Alpen herrscht gemäßigtes, meistens von ozeanischen Winden geprägtes, mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geographische Lage. Grundsätzlich herrscht vom Jurabogen über Mittelland und Voralpen/Alpen täglich ein ähnliches Wetter, während in der Südschweiz vollkommen anderes Wetter herrschen kann. Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Niederschlagsmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 Millimeter/Jahr. Primär abhängig von der Höhenlage fällt viel Niederschlag im Winter als Schnee. Dies vor allem in den Alpen und Voralpen, wo oft eine monatelang geschlossene Schneedecke vorhanden ist. Vergleichsweise selten schneit es in den Regionen um Genf und Basel sowie dem Südtessin, hier kann es auch Winter ohne Schneedecke geben.
Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11,5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7,9 °C. Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. In den Tälern erscheint der Nebel seltener. Mit Ausnahme von Hochnebel ist Nebel im Jurabogen und der Region Basel ein vergleichsweise seltenes Phänomen. Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit lag bei 285 km/h auf dem Jungfraujoch (am 27. Februar 1990). Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.
Tourismus
Der Tourismus ist ein wichtiger Zweig der Schweizer Wirtschaft. Hauptattraktion ist dabei die größtenteils ländliche, von den Bergen der Alpen und vielen Seen geprägte Landschaft, die im Winter viele Skiurlauber, im Sommer Bergwanderer und Sommerfrischler anzieht. Die charakteristischen Panoramaszenerien der Schweizer Alpen haben dazu geführt, dass im Deutschen Schweiz als geographische Landschaftsbezeichnung für eine ansprechende, touristisch attraktive Landschaft gebräuchlich wurde (z.B. Sächsische Schweiz). Haupttourismusregionen der Schweiz sind u. a. Graubünden (u.a. Davos/Klosters, Engadin/Sankt Moritz), Berner Oberland (u.a. Grindelwald), Wallis (u.a. Saas Fee, Zermatt) und Tessin (u.a. Luganer See).
Flora und Fauna
30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen und Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen-Bannwald und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle für die Ernährung der Bevölkerung spielten. Außerdem gedeihen im Süden des Tessin, zum Beispiel am Ufer des Lago Maggiore einige Palmen als Zierpflanzen in Parks und Gärten, sowie an Straßenrändern. Der größte Anteil des unbebauten Landes dient der Erzeugung von Nutzpflanzen. Dies sind überwiegend Getreide (Gerste, Hafer, Roggen und Weizen), die Kartoffel und der Mais, der Apfelbaum, sowie zunehmend Raps. In den französischsprachigen Kantonen Wallis, Waadt, Neuenburg und Genf, in der Deutschschweiz in der Drei-Seen-Region sowie in den Kantonen Aargau, Zürich, Schaffhausen, Graubünden und im Tessin werden Weine angebaut.
In der Schweiz gibt es ungefähr 40.000 Tierarten. Etwa 30.000 davon sind Insekten. Nur etwa 9.500 von diesen Tierarten sind beschrieben. In der Schweiz kommen insgesamt rund 43.000 Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen vor, darunter 83 Säugetierarten. Das Jedermannsrecht gestattet in der Schweiz allen Menschen, sich unter bestimmten Einschränkungen frei in der Natur zu bewegen. Auch das Sammeln von Beeren und Pilzen ist gestattet. Für das Fischen ist für gewisse Gewässer eine Lizenz nötig.
Säugetierarten gibt es 83, davon ist der größte Teil den Fledermäusen und anderen Kleinsäugern zuzuordnen. Alle großen Raubtiere sind in den letzten hundert Jahren aus der Schweiz verschwunden. Die Wichtigkeit von Räubern wurden in einem gesunden Ökosystem erkannt und Luchs, Wolf und Bär wurden unter Schutz gestellt. Der Luchs wurde wieder in die Schweiz eingeführt. Der Wolf ist selbstständig von Italien und Frankreich her eingewandert. Im Südosten Graubündens sind seit 2005 zudem vereinzelt von Italien herkommende Braunbären auf Schweizer Territorium anzutreffen, ohne dass sich hier jedoch zumindest derzeit eine Population bilden würde. Am Häufigsten zu beobachten ist jedoch der Rotfuchs. Er fühlt sich auch in den Schweizer Städten sehr wohl. Dachse bewohnen oft mit Füchsen zusammen dieselbe Wohnhöhle, weshalb sie stark unter der Verfolgung des Fuchses litten. Als weitere Baubewohner gibt es in einigen Alpenregionen Murmeltiere.
Neben dem Luchs gibt es in der Schweiz noch vereinzelte Populationen von Wildkatzen im Jura. Fischotter sind seit 1990 aus der Schweiz verschwunden. Hauptgrund ist wohl der Zustand der Gewässer und die dadurch resultierenden Fischbestände. Oft in Siedlungen anzutreffen ist der Steinmarder. Sein Verwandter, der Baummarder, ist eher selten und hält Abstand zu Menschen.
Auch bei den Huftieren sind verschiedene Arten aus der Schweiz verschwunden, so zum Beispiel der Wisent und der Elch. Der Auerochse ist gänzlich ausgestorben, jedoch stammen die meisten europäischen Rinderrassen von ihm ab. Es wird immer noch versucht, den Auerochsen zurück zu züchten. Die daraus entstandene Form wird als Heckrind bezeichnet. Einige ausgerottete Arten wie der Alpensteinbock wurden mittlerweile wieder eingeführt, er bevölkert das Hochgebirge der Alpen. Im Unterwallis gibt es zwei Kolonien von Europäischen Mufflons, die aus Frankreich eingewandert sind. Die Gämse ist in den höher gelegenen Regionen der Alpen sowie des Juras sehr häufig.
Größte Hirschart ist momentan der Rothirsch. Kleinste einheimische Hirschart ist das Reh. Das Reh ist auch die häufigste Hirschart und besiedelt Mittelland und Jura. Im zürcherisch-schaffhausischen Grenzgebiet beim Rafzerfeld kommt der Sikahirsch vor. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges entkamen einige Tiere aus Süddeutschen Gattern und besiedelten von dort aus die Schweiz. Ebenfalls recht häufig in einigen Gebieten ist das Wildschwein. Bei den Nagetieren wurde der Biber wieder eingeführt. Auch zahlreiche Vogelarten bevölkern die Schweiz. Die Schweizer Seen und Flüsse sind wichtige Rast- und Überwinterungsgebiete für zahlreiche Wasservögel. So überwintern jährlich mehrere Tausend Reiher-, Tafel- und Kolbenenten sowie Blesshühner, Gänsesäger und Haubentaucher in der Schweiz. Von den Greifvögeln sind vor allem der Turmfalke und der Mäusebussard sehr häufig. Aber auch Rot- und Schwarzmilane kommen regelmäßig vor. Der Steinadler besiedelt erneut den gesamten Alpenraum. Auch die Bestände von Habicht und Sperber haben sich erholt und sind stabil. Der ausgerottete Bartgeier wurde im Schweizerischen Nationalpark ausgesetzt und im Jahr 2007 brüteten gleich drei Paare erstmals wieder in der Schweiz. Von den Raufußhühnern besiedeln Haselhuhn, Alpenschneehuhn, Birkhuhn und Auerhuhn die Schweizer Alpen sowie zum Teil den Jurabogen.
Die Bestände des Auerhuhns sind jedoch aufgrund des Alpentourismus sowie der Intensivierung der Forstwirtschaft stark gefährdet. So ist das Auerhuhn bereits aus vielen Gebieten der Voralpen und des nördlichen Juras verschwunden. Naturschutzorganisationen bemühen sich jedoch intensiv für die Erhaltung der Art. Das Steinhuhn besiedelt die Gebiete im Bereich der Waldgrenze. Stark vom Aussterben bedroht sind das Rebhuhn, der Wachtelkönig sowie der Große Brachvogel. In der Schweiz leben Eulenarten wie der Waldkauz, die Waldohreule, der Uhu, Sperlingskauz sowie Raufußkauz und Schleiereule. In den alten Bergwäldern leben viele Spechtarten. Singvögel sind in der Schweiz ebenfalls zahlreich vertreten. Durch die Ausdehnung des Siedlungsraumes, der Intensivierung der Landwirtschaft auch in immer höheren Bergregionen sowie den Wintertourismus sind viele Vogelarten in der Schweiz gefährdet.
An Reptilien sind vor allem viele Schlangenarten zu nennen, die sich in den sonnigen Südtälern der Alpen wohl fühlen, wie die giftige Aspisviper. In den Hochlagen der Alpen und des Juras lebt zudem die ebenfalls giftige Kreuzotter. Weitaus häufiger und weiter verbreitet sind jedoch ungiftige Schlangen wie die Ringelnatter und die Würfelnatter. An einigen Flachlandgewässern kommt zudem die Europäische Sumpfschildkröte vor. Amphibien sind in der Schweiz weit verbreitet. Häufig sind etwa der Grasfrosch, die Erdkröte und der Bergmolch. Deutlich seltener sind hingegen der Laubfrosch, die Geburtshelferkröte und der Alpen-Kammmolch.
Naturschutz
Ziel des Naturschutzes in der Schweiz ist es: das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, die geschichtlichen Stätten sowie die Natur- und Kulturdenkmäler des Landes zu schonen, zu schützen sowie ihre Erhaltung und Pflege zu fördern. Der Naturschutz ist rechtlich im Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) geregelt. Teilregelungen existieren zudem in der Wald- und Landwirtschafts-Gesetzgebung von Bund und Kantonen. Private Organisationen des einheimischen Naturschutz sind etwa Pro Natura oder der Schweizer Vogelschutz. Wichtige Gegenstände des Naturschutzes sind Landschaften, Pflanzen und Tiere. Zu den wichtigsten Institutionen geschützter Gebiete und Objekte gehören derzeit unter anderem der Schweizer Nationalpark, zwei Biosphärenreservate.
Städte
Die größte Stadt der Schweiz ist Zürich mit 383.565 Einwohnern. Die Agglomeration umfasst 1.132.237 Einwohner. Weitere Großstädte sind Genf mit 187.697, Basel mit rund 167.720, Lausanne mit 122.284, die Bundesstadt Bern mit 122.925, sowie Winterthur mit 98.238. Die größten Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern sind Luzern (76.156), St. Gallen (72.040), Lugano (54.437) und Biel/Bienne (50.013). Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäß dünn.
Sprachen
Der Artikel 4 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft hält seit 1999 fest: „Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.“ Im Artikel 701 heißt es zudem: „Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.“ Jenisch und Jiddisch wurden durch die Ratifizierung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen durch die Schweiz 1997 als territorial nicht gebundene Sprachen der Schweiz anerkannt.
Als Fremdsprachen lernen die Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Es gibt Diskussionen darüber, ob Englisch gleichzeitig oder sogar vor der zweiten Landessprache unterrichtet werden soll. Wegen Protesten aus der jeweiligen anderen Sprachregion hat sich ein Unterricht nur in Englisch nirgendwo durchsetzen können.
Religionen
Die Religionsfreiheit in der Schweiz ist als verfassungsmäßiges Grundrecht verankert. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in vielen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche und in einigen die jüdischen Gemeinden diesen Status inne. In den Westschweizer Kantonen Genf und Neuenburg gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind; sie sind aber dennoch als „Organisationen von öffentlichem Interesse“ anerkannt.
Brauchtum und Volksfeste
Regionale Bräuche werden von Vereinen in der gesamten Schweiz aufrechterhalten. Bräuche umfassen vor allem Musik, Tanz, Theater, Dichtung, Schnitzerei und Stickarbeiten. Eine große Anzahl von lokalen Bräuchen und Riten steht in Zusammenhang mit den Jahreszeiten.
Das Jodeln, das oft als typisch für die Schweiz angesehen wird, war ursprünglich auf einige Bergregionen beschränkt. Das Alphorn, auch Alpenhorn genannt, ein trompetenähnliches Blasinstrument aus Holz, hatte vor dem Aufkommen des Tourismus" nur eine kleine Verbreitung, hat sich aber zusammen mit der Handorgel (Harmonika), die in der Schweiz auch Schwiizerörgeli genannt wird, und dem Jodeln als Inbegriff der Schweizer Volksmusik durchgesetzt. Die Melodien der Volkslieder variieren zwischen den einzelnen Regionen. Beliebte Themen sind Liebe, das Heimatland, Bauernarbeit und Jagd.
Schnitzereien werden meist zur Verzierung von Alltagsobjekten verwendet. Beispiele sind verzierte Melkstühle, Glockenbänder, Holzlöffel oder Gehstöcke. Es werden auch häufig Figuren geschnitzt, speziell Krippenfiguren. In einigen Regionen werden die Fassaden der Häuser mit Schnitzereien verziert. Dies ist besonders im protestantischen Berner Oberland der Fall. In katholischen Gebieten ist sind solche Verzierungen viel seltener anzutreffen. Der Beruf des Schnitzers kann heute noch an der Schule für Holzbildhauerei in Brienz gelernt werden.
Quelle: Youtube.com |
Medien
Die Zeitungen in der Schweiz sind meist regional und erscheinen in der jeweiligen Landessprache, aber es gibt auch Zeitungen mit überregionaler Verbreitung, so der Tages-Anzeiger aus Zürich und Le Temps aus Genf. Dazu kommen Wochenzeitungen wie die Weltwoche oder die linke Die Wochenzeitung (WoZ) und die Kunstzeitschrift Du. Die einzige Schweizer Tageszeitung mit internationalem Renomé ist die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung.
Wie in allen industrialisierten Ländern spielt auch in der Schweiz das Fernsehen eine große Rolle in der zeitgenössischen Kultur. Das nationale Fernsehen umfasst sechs Kanäle, je zwei für die drei grössten Sprachregionen. Dort sind auch Känale aus dem gleichsprachigen Nachbarland beliebt. Die Regierung subventioniert Sendungen auf Rätoromanisch. Amerikanische Filme und Fernsehserien sind in allen Sprachgebieten der Schweiz einflussreich. Im Kino besteht ein großer Teil des Programms aus amerikanischen Produktionen.
Architektur
Die Schweiz weist ein reiches architektonisches Erbe auf. Die ländliche Architektur, die einen für jede Region typischen Bauernhausstil hervorgebracht hat, kann man auf kleinem Raum im Freilichtmuseum Ballenberg, ein 1978 eröffnetes Ausstellungsgelände zwischen Brienz und Meiringen im Berner Oberland, kennen lernen. Der Stil der Romanik des 12. Jahrhundert zeigt sich in den Kathedralen von Basel, Sion, Chur, Genf und Lausanne. Man findet ihn auch in vielen oft gut erhaltenen Schlössern und Burgen. Die Kathedralen von Bern, Schaffhausen, Zug und Zürich sind im Stil der Gotik, jene von Einsiedeln und St. Gallen im Barock erbaut.
In der Zeit der Renaissance gab es viele Architekten, vor allem aus dem Kanton Tessin, die unter anderem in Italien und Russland berühmte Gebäude schufen. Die Gefängnisse beim Dogenpalast und die Rialto-Brücke, beide in Venedig, wurden von Antonio da Ponte gebaut, Antonio Contino schuf die Seufzerbrücke, Domenico Fontana war an den Umbauten des Lateranpalastes in Rom beteiligt und an der Fassade des Palazzo Reale in Neapel.
In Rom war sein Neffe Carlo Maderno der leitender Architekt an St. Peter und entwarf die Fassade des Petersdoms. Die Kirche San Carlo alle Quattro Fontane, die Galerie des Palazzo Spada und das Filippini-Kloster wurden von Francesco Borromini geplant, während Carlo Fontana für die Fassade von San Marcello al Corso und dem Montecitorio-Palast verantwortlich war. Baldassare Longhena gestaltete die Kirche Santa Maria della Salute und die Scuola Grande dei Carmini in Venedig.
Wissenschaft
Viele Kantone der Schweiz haben eine Universität, so Basel, Bern, Freiburg, Neuenburg, Genf, St. Gallen und Waadt (Lausanne). Daneben gibt es eine Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL) und Zürich (ETH, früher Poly). Die älteste Universität der Schweiz ist diejenige in Basel, die 1460 gegründet wurde. An Schweizer Universitäten waren Frauen und Angehörige von Minderheiten zum Teil früher zugelassen als an Universitäten in anderen europäischen Ländern, was den Schweizer Universitäten eine hohe Anzahl ausländischer Studentinnen und Studenten, aber auch Dozenten brachte. So zum Beispiel: Albert Einstein, Ricarda Huch, Rosa Luxemburg und viele andere.
Der 1493 in der Nähe von Einsiedeln geborene Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim) hatte in Basel studiert und war Stadtarzt von Basel mit Berechtigung, an der medizinischen Fakultät zu lehren. 1527/28 hielt er in Basel medizinische Vorlesungen - entgegen damaliger Gepflogenheiten ausschließlich in deutscher Sprache, denn „die Wahrheit müsse nur deutsch gelehrt werden“. Dieser Umstand und die während seiner Lehrzeit vorgebrachte heftige Kritik an der Ärzte- und Apothekerschaft resultierten in Schmähschriften gegen ihn bis hin zu offen vorgebrachten Drohungen gegen Leib und Leben. Im Februar 1528 floh Paracelsus ins Elsass.
Der Humanist Erasmus von Rotterdam lebte von 1524 bis 1529 und 1535 bis zu seinem Tod 1536 in Basel. Teile seines Nachlasses sind im Historischen Museum Basel ausgestellt. Welch hohes Ansehen der Humanist bereits zu Lebzeiten genoss, zeigt die Tatsache, dass er als katholischer Priester in der Zeit heftigster konfessioneller Auseinandersetzungen im protestantischen Basler Münster beigesetzt wurde.
Auf den 1707 in Basel geborenen Mathematiker Leonhard Euler geht ein großer Teil der heutigen mathematischen Symbolik zurück (z.B. e, π, i, Summenzeichen ∑, f(x) als Darstellung für eine Funktion). Auch die eulersche Zahl e = 2,718281828459..., die in der Infinitesimalrechnung (Differential- und Integralrechnung) eine wichtige Rolle spielt, ist nach ihm benannt. Mit seiner viel gelesenen Dichtung Die Alpen hat Haller das erste positive Bild von der bis dahin als Furcht erregend empfundenen schweizerischen Gebirgslandschaft gezeichnet und damit - wenn auch ungewollt - eine wesentliche Voraussetzung für den Bergtourismus der heutigen Zeit geschaffen. Die ETH Zürich und andere Schweizer Universitäten haben eine große Anzahl von Nobelpreisträgern hervorgebracht. Der berühmteste Schweizer ist vermutlich Albert Einstein, der 1896 als Schüler in die Schweiz kam und das Schweizer Bürgerrecht 1901 erhielt, das er im Gegensatz zu verschiedenen anderen Nationalitäten, die er im Laufe seines Lebens besessen hatte, auch behielt, als er später US-amerikanischer Bürger wurde. Einsteins Hauptwerk, die Relativitätstheorie, war 1905, dem annus mirabilis, als Einstein in Bern lebte und am Patentamt arbeitete, erschienen.
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