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Villejuif

Frankreich, Villejuif
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"Villejuif" ist eine französische Gemeinde südlich von Paris im Département Val-de-Marne in der Region Île-de-France.

Bevölkerung
Villejuif hat eine Bevölkerung von 47.384 Einwohnern (Stand 1999), wobei der Ausländeranteil etwa 15 % beträgt. Die Arbeitslosenquote liegt bei etwa 16 %. Der heute arbeitende Teil der Bevölkerung ist überwiegend angestellt und im Tertiären Sektor tätig, allerdings existiert auch eine große Arbeiterschaft in der Stadt.

Einwohnerentwicklung

Der durchschnittliche Immobilienpreis beträgt 3474 € pro Quadratmeter und liegt somit über dem Landesdurchschnitt.
Lage von Villejuif im Département Val-de-Marne
Chateaux d´eau in Villejuif Val-de-Marne
Das Rathaus von Villejuif
Metro in Villejuif

Geographie
Villejuif befindet sich etwa 7 km südlich der Pariser Stadtmitte und ist somit Bestandteil der Pariser Banlieues.
Die angrenzenden Gemeinden sind: Le Kremlin-Bicêtre im Norden, Ivry-sur-Seine im Nordosten, Vitry-sur-Seine im Osten, L’Haÿ-les-Roses im Süden, Cachan im Westen und Arcueil im Nordwesten.

Geschichte
Auf dem Gemeindeterritoriums fanden sich sehr alte Siedlungsspuren aus der Steinzeit, die auf eine menschliche Besiedlung schon mindestens vor 6.000 Jahren schließen lassen. Die Siedlung Villejuif taucht im historischen Kontext erstmalig um das Jahr 1000 als "Villa iudaea" auf. Die heute französische Bezeichnung ist eine Übersetzung dieses lateinischen Namens. Die Herkunft dieses Namens, der wörtlich "jüdische Siedlung" oder "jüdischer Besitz" bedeutet, ist nicht eindeutig geklärt, der Name könnte auch auf "Villa Iuvaeus" , d.h. "Besitz des Iuvius oder Iuveus", d.h. eine gallo-römischen Landeigentümers, zurückgehen.
Villejuif blieb bis ins 20. Jahrhundert hinein eine ländlich geprägte Gemeinde.
Während das Gebiet im Mittelalter vor allem in kirchlichem Besitz war, erwarben Pariser Adlige nach und nach das Gebiet.
Obwohl Villiejuif eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde war, entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Marktflecken, und so ließen sich in der Stadt viele Kaufleute und Künstler nieder.
Nach der Französischen Revolution gehen die Grundbesitzverhältnisse verloren und ansässige, reiche Familien richten sich ein, um die Landwirtschaft, den Gipsabbau und später auch die Baumzucht zu betreiben.

Erst nach dem Krieg im Jahre 1871 verändert sich das ländliche Villejuif. Eine psychiatrische Klinik und zwei weitere Krankenhäuser (das Krankenhaus Paul-Brousse 1913 und das Institut Gustave Roussy) werden eingerichtet. Am Ende des 19. Jahrhunderts entstehen im Ortsteil Bas-Villejuif erste Arbeiterviertel. Diese Entwicklung setzt sich vor allem zwischen den beiden Weltkriegen weiter fort und Arbeitersiedlungen entstehen im gesamten Stadtgebiet. Durch die starke Suburbanisierung der Region wächst die Einwohnerzahl im folgenden stark an.

Politik
Villejuif hatte im Verlauf seiner Geschichte viele kommunistische Bürgermeister.
Während des Zweiten Weltkrieges hatte die Résistance in Villejuif überproportional viele Anhänger.
Heutige Bürgermeisterin ist Claudine Cordillot, die der Parti communiste français (PCF) angehört.
Bei der Präsidentschaftswahl 2007 erhielt in Villejuif im Gegensatz zum Gesamtergebnis Ségolène Royal mit 59,95% deutlich mehr Stimmen als ihr Konkurrent, der jetzige Präsident Nicolas Sarkozy.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
* Das Gustave-Roussy-Institut, ist ein international in der Krebsbekämpfung renommiertes Institut; hier wurde auch die australische Sängerin Kylie Minogue behandelt.
* Das Paul-Brousse Krankenhaus ist anerkannt für seine Tätigkeit in der Lebertransplantation.
* Das „Wasserschloss“ ist ein Bauwerk aus neun Wassertürmen in Form von Champagnergläsern mit einem Gesamtfassungsvermögen vom 9000 Kubikmetern.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr
Villejuif ist durch die Pariser U-Bahn an das ÖPNV-Netz der Stadt Paris angeschlossen. Die Linie 7 bedient drei Stationen auf dem Gebiet der Stadt Villejuif.
Darüber hinaus durchzieht die Route Nationale N 7 die Stadt die von Paris nach Süden bis Menton führt.

Städtepartnerschaften

* Mirandola (Italien)
* Dunaujvaros (Ungarn)
* Neubrandenburg (Deutschland)
* Jambol (Bulgarien)
* Vila Franca de Xira (Portugal)


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 25.05.2013 18:57 von den Wikipedia-Autoren.
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