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Vantaa

Finnland, Vantaa
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"Vantaa" , schwedisch "Vanda", ist mit knapp 200.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Finnlands. Sie liegt unmittelbar nördlich der Hauptstadt Helsinki und ist Teil der als „Hauptstadtregion“ bezeichneten Agglomeration Helsinki. Die ehemalige "Landgemeinde Helsinki" wurde erstmals 1428 urkundlich erwähnt und wuchs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem einwohnerstarken Vorort Helsinkis an. Seit 1972 trägt der Ort den Namen Vantaa, 1974 erhielt er das Stadtrecht. Vantaa beherbergt den internationalen Flughafen Helsinki-Vantaa.

Geografie
Geografische Lage
Landnutzung in der Hauptstadtregion (Vantaa hervorgehoben)
Vantaa liegt in der südfinnischen Landschaft Uusimaa unweit der Küste des Finnischen Meerbusens. Die Nachbarstädte und -gemeinden von Vantaa sind Tuusula und Kerava im Norden, Sipoo im Osten, Helsinki im Süden, Espoo im Westen und Nurmijärvi im Nordwesten. Die Städte Helsinki, Vantaa, Espoo und Kauniainen bilden zusammen eine als „Hauptstadtregion“ bezeichnete Agglomeration. De facto sind sie mittlerweile zu einer einzigen Großstadt mit rund einer Million Einwohnern zusammengewachsen, politisch sind die vier Städte aber nach wie vor eigenständig.

Ausdehnung des Stadtgebiets
Manche Teile von Vantaa, wie hier in Viinikkala, sind noch ländlich geprägt.
Vantaa erstreckt sich auf einer Fläche von 240,36 km². Das Stadtgebiet ist recht flach und für finnische Verhältnisse arm an Binnengewässern: Nur 1,98 km² werden von Wasser bedeckt. Der namensgebende Fluss Vantaanjoki fließt durch den Westen der Stadt, Ost-Vantaa wird von dessen Nebenfluss Keravanjoki durchflossen. Im Stadtgebiet befinden sich nur wenige Seen, und auch diese sind eher klein. Der größte See ist der beim Bau des Päijänne-Tunnels angelegte Silvola-Stausee.

Die dichte Bebauung konzentriert sich vor allem auf dem Süden und Osten des Stadtgebiets. Das Zentrum von Vantaa ist der Stadtteil Tikkurila. Obwohl Vantaa mittlerweile zu einer Großstadt angewachsen ist, sind Teile des der Stadt immer noch ländlich geprägt. In Vantaa befinden sich Waldflächen von rund 10.000 Hektar, damit sind ca. 40 % des Stadtgebiets bewaldet. (finn.) 4000 Hektar (ca. 16 % der Stadtgebiets) werden landwirtschaftlich genutzt. (finn.)

Stadtgliederung
Vantaa besteht aus den sieben Stadtbezirken (finn. "suuralue") Myyrmäki, Kivistö, Aviapolis, Tikkurila, Koivukylä, Korso und Hakunila. Diese unterteilen sich wiederum in insgesamt 61 Stadtteile ("kaupunginosa").

Die Stadtteile von Vantaa (Gliederung der Stadtbezirke auf dem Stand vor 2007)



Geschichte
Die Geschichte Vantaas reicht bis ins Mittelalter zurück, auch wenn die Stadt ihren heutigen Namen erst seit 1972 trägt. Auf Finnisch war das heutige Vantaa anfangs als „Kirchspiel Helsinki“ ("Helsingin pitäjä") und ab 1865 als „Landgemeinde Helsinki“ ("Helsingin maalaiskunta") bekannt, während es auf Schwedisch "Helsinge" hieß (im Gegensatz zur Stadt Helsinki, schwedisch "Helsingfors").

Vorgeschichte
In Vantaa lassen sich Spuren menschlicher Besiedlung bis in die Zeit der jungsteinzeitlichen Kammkeramik-Kultur um 5000 v. Chr. nachweisen. Zu jener Zeit lag ein großer Teil des heutigen Vantaa noch unter dem Meeresspiegel, erst durch die postglaziale Landhebung wurde es später zu einem Teil des Festlandes. Die steinzeitliche Bevölkerung des Gebiets ernährte sich durch Fischerei und Robbenjagd. In Vantaa sind außergewöhnlich viele archäologische Funde aus der kammkeramischen Zeit gemacht worden,

Gegen Ende der Eisenzeit, Ende des ersten Jahrtausends n. Chr. war Vantaa nur spärlich und nicht permanent besiedelt. Um das Jahr 1000 begannen Siedler aus Häme, die das Gebiet zuvor als Jagdgründe genutzt hatten, sich am Ufer des Vantaanjoki niederzulassen.

Schwedische Zeit
Die mittelalterliche Kirche des Kirchspiels Helsinki
Im 12. Jahrhundert kam die Landschaft Uusimaa (schwed. "Nyland") unter schwedische Herrschaft. Noch im selben oder spätestens im 13. Jahrhundert ließen sich Siedler aus der schwedischen Region Hälsingland am Keravanjoki nieder. Durch das Gebiet führten die Handelsstraßen von Turku nach Viborg und nach Hämeenlinna, so dass sich mehrere prosperierende Dörfer bildeten. Für den Vantaanjoki-Fluss ist erstmals 1351 der Name "Helsingaa" belegt, als der schwedische König Magnus II. den Mönchen des estnischen Klosters Padise das Recht zugestand, im Fluss Lachse zu fischen. Der Fluss gab auch dem Ende des 14. Jahrhunderts entstandenen Kirchspiel Helsinki den Namen. Das Kirchdorf des Kirchspiels lag günstig nahe dem Zusammenfluss von Vantaanjoki und Keravanjoki sowie am Kreuzungspunkt der Handelsrouten von Turku nach Viipuri und nach Hämeenlinna und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Orte von Uusimaa. Das Kirchspiel Helsinki wurde 1428 erstmals urkundlich erwähnt. Die aus Stein gebaute St.-Laurentiuskirche entstand Mitte des 15. Jahrhunderts.

Im Jahr 1550 ließ König Gustav I. Wasa an der Mündung des Vantaanjoki die Stadt Helsinki (schwedisch "Helsingfors") als Kokurrenzhafen zu Reval (Tallinn) auf der anderen Seite des Finnischen Meerbusens gründen. 1640 wurde Helsinki an seine heutige Stelle auf der Halbinsel Vironniemi verlegt. Auch wenn die Stadt in den ersten Jahrhunderten ihres Bestehens noch recht unbedeutend blieb, stellte sie von nun an das Kirchspiel Helsinge in ihren Schatten. 1652 wurde das Kirchspiel Helsinki der Kirchengemeinde der Stadt Helsinki angegliedert.

Ab 1720 begann man am Vantaanjoki wasserbetriebene Sägewerke zu bauen. Dadurch wurde das Kirchspiel Helsinki zu einem der wichtigsten Zentren der frühen Industrie Finnlands. Anfang des 19. Jahrhunderts begann man nach der Gründung der Eisenhütte "Vanda Bruk" die in der Umgebung entdeckten Erzvorkommen zu erschließen. Die Stromschnellen des Vantaanjoki wurden für die industrielle Produktion eingespannt. An der Vantaankoski-Stromschnelle entstand eine Eisenhütte, an der Tikkurilankoski-Stromschnelle eine Lackfabrik.

Russische Zeit
Als Folge des verlorenen Russisch-Schwedischen Krieges musste Schweden das Gebiet des heutigen Finnland 1809 an Russland abtreten. Drei Jahre später ließ Zar Alexander I. die Hauptstadt des neugegründeten Großfürstentums Finnland von Turku in das bis dahin eher unbedeutende Helsinki verlegen. Während im Jahr 1805 das Kirchspiel Helsinki mit seinen 4840 Einwohnern noch größer gewesen war als die Stadt Helsinki mit 4337, wurde es in der Folgezeit durch das rasante Wachstum der neuen Hauptstadt in den Schatten gestellt. 1865 war das Kirchspiel schon auf 7000 Einwohner angewachsen, in Helsinki wohnten aber bereits 23.000 Menschen.

Im Jahr 1862 nahm die erste Eisenbahnstrecke Finnlands zwischen Helsinki und Hämeenlinna ihren Betrieb auf. Für die an der Bahnstrecke gelegenen Siedlungen wie Tikkurila führte das zu einem Wachstumsschub.

1865 wurde die Gemeindeverwaltung Finnlands reformiert. An Stelle der alten Kirchspiele traten nun politische Gemeinden. Dadurch wurde das Kirchspiel Helsinki zur Landgemeinde Helsinki. Verwaltungszentrum der Landgemeinde war Malmi.

Seit der Unabhängigkeit
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden immer wieder Teile der Landgemeinde in die Stadt Helsinki eingegliedert: 1906 die Stadtteile Meilahti, Käpylä und Kumpula, 1912 Pasila, 1926 Ruskeasuo und Uusipelto. 1946 folgte dann eine große Eingemeindung, in der Helsinki ein Drittel der Fläche der Landgemeinde zugeschlagen wurde. Die Landgemeinde Helsinki verlor ihr Gemeindezentrum Malmi und zwei Drittel ihrer Einwohnerschaft. In den 50er Jahren entwickelte sich Tikkurila zum neuen Zentrum der Landgemeinde. 1954 und 1959 erhielt die Landgemeinde Helsinki wiederum Gebiete aus den Gemeinden Tuusula und Kerava, 1966 wurde indes Vuosaari in die Stadt Helsinki eingemeindet.

Das Einkaufszentrum Myyrmanni nach dem Bombenanschlag vom 11. Oktober 2002
Im Jahr 1952, pünktlich zu den Olympischen Spielen in Helsinki, wurde der Flughafen Helsinki-Vantaa in Betrieb genommen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann für Vantaa ein rasantes Wachstum, das bis heute andauert. Vor allem im Bereich der Bahnstrecken entstanden neue Vorstädte. Die ersten Hochhaussiedlungen waren Ende der 50er Jahre gebaut worden. Die Landflucht ab den 60er Jahren forcierte das Wachstum weiter. Allein im Jahr 1970 stieg die Einwohnerzahl der Landgemeinde Helsinki um 10.000 an. Zugleich wurde die Infrastruktur in Vantaa ausgebaut: 1962 begannen die Bauarbeiten für die Ringstraße III ("Kehä III"), die Helsinki halbkreisförmig umschließt, 1975 wurden die westlichen Teile von Vantaa durch eine neue Bahnstrecke erschlossen.

1972 wurde die Landgemeinde Helsinki zum Marktflecken erhoben und erhielt zugleich nach dem Vantaanjoki-Fluss ihren neuen Namen Vantaa. Zwei Jahre später wurden die Marktflecken aus der finnischen Gemeindeordnung entfernt und Vantaa in eine Stadt umgewandelt.

Am 11. Oktober 2002 ereignete sich im Einkaufszentrum Myyrmanni der Bombenanschlag von Vantaa, bei dem sieben Menschen umkamen.

Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung und -struktur
Zum Jahreswechsel 2008/2009 hatte Vantaa 195.397 Einwohner. Damit ist Vantaa nach Helsinki, Espoo und Tampere die viertgrößte Stadt Finnlands. Die Bevölkerungsdichte beträgt 817 Einwohner pro Quadratkilometer.

Die Tendenz der Bevölkerungsentwicklung Vantaas ist stark ansteigend. Hatte die Landgemeinde Helsinki 1870 noch rund 6.200 Einwohner, war die Einwohnerzahl zur Jahrhundertwende auf 12.700 angestiegen. 1940 waren es bereits über 30.000, ehe sich die Einwohnerzahl durch die Eingemeindung großer Teile der Landgemeinde in Helsinki 1946 halbierte. In den 1950er Jahren erlebte die Landgemeinde Helsinki aber das größte Bevölkerungswachstum, so dass sie 1960 bereits wieder 42.000 Einwohner hatte. In den 1960er und 1970er Jahren wuchs die Bevölkerung weiter stark und erreichte 1980 130.000 Einwohner. Seitdem hat sich die Bevölkerungskurve abgeflacht, die Einwohnerzahl wächst aber nach wie vor um durchschnittlich rund ein Prozent pro Jahr. Nach der derzeitigen Bevölkerungsprognose wird die 200.000-Einwohner-Marke bis 2012 durchbrochen werden. (finn.)

19,1 % der Einwohner Vantaas sind jünger als 16 Jahre, 70,5 % sind zwischen 16 und 64 Jahren alt und 10,4 % sind älter als 64 Jahre. (finn.) Damit ist die Bevölkerung Vantaas jünger als im Landesmittel und auch deutlich jünger als in Helsinki. Die Mobilität der Bevölkerung von Vantaa ist hoch. Nur etwas über ein Viertel der Bevölkerung in Vantaa ist auch dort geboren, ein weiteres Viertel stammt aus den anderen Städten der Hauptstadtregion. (finn.)



Sprachen und Bevölkerungsgruppen
Die Küstengegend von Uusimaa gehört historisch zum Siedlungsgebiet der Finnlandschweden. Auch Vantaa war ursprünglich schwedischsprachig: Im Jahr 1910 sprachen in der Landgemeinde Helsinki noch 71 % der Bevölkerung Schwedisch als Muttersprache.John Westerholm: "Kansa ja alue". In: Markku Löytönen, Laura Kolbe (Hrsg.): "Suomi. Maa, kansa, kulttuurit", Helsinki 1999, hier S. 285. Obwohl die Anzahl der Schwedischsprachigen absolut sogar gestiegen ist, hat sich ihr Anteil durch den starken Zuzug aus anderen Landesteilen stark verringert: 1960 machten sie 10 % der Bevölkerung aus, 1980 waren es 5 %, heute sprechen nur noch 3,1 % der Einwohner Vantaas Schwedisch als Muttersprache. Trotz des geringen Anteils der schwedischsprachigen Bevölkerung ist Vantaa nach wie vor offiziell zweisprachig mit Finnisch als Mehrheits- und Schwedisch als Minderheitssprache, weil die absolute Anzahl der Schwedischsprachigen (in Vantaa etwa 6.000) über der im Sprachengesetz festgelegten 3.000-Einwohner-Marke liegt.

Der Ausländeranteil in Vantaa ist für finnische Verhältnisse eher hoch. 4,6 % der Einwohner sind ausländische Staatsbürger, 6,2 % wurden außerhalb Finnlands geboren. Die größten Ausländergruppen machen Russen, Esten und Somalier aus.

Religion
Die Kirchengemeinde Hämeenkylä hat einen modernen Kirchenbau.
Wie in ganz Finnland sind auch in Vantaa die meisten Einwohner evangelisch-lutherischen Glaubens. 73,9 % der Bevölkerung der Stadt gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands an. Der orthodoxen Kirche gehören 1,3 % an, 1,6 % verteilen sich auf andere Religionsgemeinschaften. 23,2 % der Einwohner Vantaas sind konfessionslos. (finn.)

In Vantaa bestehen sieben evangelisch-lutherische Kirchengemeinden. Die finnischsprachigen Gemeinden Hakunila, Hämeenkylä, Korso, Tikkurila, Rekola und Vantaankoski unterstehen dem Bistum Helsinki, während die schwedischsprachige Gemeinde, die ganz Vantaa umfasst, zum Bistum Porvoo gehört. Die orthodoxen Gläubigen der Stadt gehören der Kirchengemeinde Helsinki an, haben aber mit der Christi-Himmelfahrts-Kirche eine eigene Filialkirche in Vantaa.

Politik
Verwaltung
Wie in allen finnischen Städten ist auch in Vantaa der Stadtrat (finn. "kaupunginvaltuusto") die höchste Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten. Dazu zählen Stadtplanung, Schulen, Gesundheitswesen und öffentlicher Verkehr. Der aus 67 Mitgliedern bestehende Rat wird auf vier Jahre gewählt.

Die stärkste Fraktion im Stadtrat von Vantaa stellt seit den Kommunalwahlen 2008 die konservative Sammlungspartei, gefolgt von den bisher traditionell führenden Sozialdemokraten. Auch der Grüne Bund ist mit Kommunalwahlergebnissen um die zehn Prozent in Vantaa verhältnismäßig stark vertreten, die Zentrumspartei, eine der drei großen Parteien des Landes, hat dagegen wie in den meisten Großstädten keine größere Bedeutung. Seit den Kommunalwahlen 2008 sind auch die Wahren Finnen, eine rechtspopulistische Partei, mit knapp zehn Prozent der Stimmen im Stadtradt von Vantaa präsent. Ebenfalls vertreten sind das Linksbündnis, die Christdemokraten, die Schwedische Volkspartei und die lokale Wahlliste Pro Vantaa.

Der Stadtdirektor (finn. "kaupunginjohtaja") von Vantaa ist dem Stadtrat unterstellt und wird von diesem ernannt. Seine Aufgabe ist es, die Verwaltung und den Haushalt der Stadt zu verwalten. Seit 2003 hat der Sozialdemokrat Juhani Paajanen diesen Posten inne.



Wappen
Das Wappen von Vantaa wurde 1951, damals noch für die Landgemeinde Helsinki, eingeführt. Es zeigt die goldene Schwanzflosse eines Fisches im blauen Schild. Das Wappen leitet sich daher ab, dass im Vantaanjoki früher in großen Mengen Lachse gefischt wurden und der Lachs daher ein Kennzeichen der Stadt ist.

Städtepartnerschaften
Vantaa unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
* Askim (Norwegen, seit 1951)
* Huddinge (Schweden, seit 1951)
* Lyngby-Taarbæk (Dänemark, seit 1951)
* Nuuk (Grönland, seit 1965)
* Matte Yehuda (Israel, seit 1967)
* Landkreis Rastatt (Deutschland, seit 1968)
* Kineschma (Russland, seit 1969)
* Salgótarján (Ungarn, seit 1975)
* Mladá Boleslav (Tschechische Republik, seit 1978)
* Seyðisfjörður (Island, seit 1980)
* Frankfurt (Oder) (Deutschland, seit 1987)
* Słupsk (Polen, seit 1987)
* Jinan (China, seit 2001)
* Windhoek (Namibia)

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Flughafen Helsinki-Vantaa
Die Ringstraße III in Vantaa
Vantaa ist gut an Helsinki angeschlossen und verfügt dank mehrerer Autobahnen, Bahnstrecken und eines internationalen Flughafens über gute Verkehrsverbindungen. Der Flughafen Helsinki-Vantaa liegt im Stadtgebiet von Vantaa. Er wurde 1952 für die Olympischen Sommerspiele in Helsinki fertiggestellt. Mit rund 13 Millionen Fluggästen im Jahr ist er mit Abstand der größte Verkehrsflughafen Finnlands.

Durch das Stadtgebiet Vantaas führen sechs von acht Ausfallstraßen der Hauptstadt, namentlich die Straße nach Vihti ("Vihdintie"), die Autobahnen nach Hämeenlinna ("Hämeenlinnanväylä"), Tuusula ("Tuusulanväylä"), Lahti ("Lahdenväylä") und Porvoo ("Porvoonväylä") sowie die östliche Ausfallstraße ("Itäväylä"). Diese werden durch die Ringstraße III ("Kehä III"), die Helsinki halbkreisförmig umgibt und zu einem großen Teil durch Vantaa verläuft, miteinanander verbunden. Der öffentliche Personennahverkehr in Vantaa wird von YTV, dem Regionalverband der Hauptstadtregion, betrieben.
Bahnhof Myyrmäki
Zwei aus Helsinki ausgehende Bahnstrecken durchqueren Vantaa: Die Stammbahn ("Päärata") von Helsinki nach Hämeenlinna verläuft durch Ost-Vantaa über die Bahnhöfe Tikkurila, Hiekkaharju, Koivukylä, Rekola und Korso. Die Strecke wurde 1862 eröffnet und trug maßgeblich zur Entwicklung Vantaas bei. Die Martinlaakso-Bahn verläuft über die Bahnhöfe Myyrmäki, Louhela und Martinlaakso durch West-Vantaa bis zum Endbahnhof Vantaankoski. Der Abschnitt bis Martinlaakso wurde 1975 fertiggestellt, 1991 wurde die Strecke bis Vantaankoski verlängert. Eine Ringbahn ("Kehärata") genannte Querverbindung von der Vantaankoski-Bahn über den Flughafen Helsinki-Vantaa zur Stammbahn nach Tikkurila soll bis 2013 gebaut werden.Helsingin Sanomat, 19. April 2008: (finn.) Sowohl die Stammbahn als die Vantaankoski-Bahn werden von der S-Bahn Helsinki bedient. Am Bahnhof Tikkurila halten auch Fernzüge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das Symbol des Wissenschaftszentrums Heureka an dessen Haupteingang
Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Vantaa ist das 1989 eröffnete Wissenschaftszentrum Heureka. Die in einem futuristischen Gebäude im Stadtteil Tikkurila untergebrachte Einrichtung hat sich der Vermittlung von wissenschaftlicher Bildung verschrieben. Besucher können selbst Experimente durchführen, daneben gibt es Sonderausstellungen und ein IMAX-Kino, welches auch als Planetarium benutzt wird. Heureka verzeichnet im Schnitt knappe 300.000 Besucher pro Jahr. (engl.)

Der 1862 erbaute alte Bahnhof von Tikkurila, das älteste erhaltene Bahnhofsgebäude Finnlands, beherbergt seit 1990 das Stadtmuseum von Vantaa. Hier werden wechselnde Ausstellungen, die sich hauptsächlich mit der Geschichte der Stadt befassen, gezeigt. Direkt am Flughafen von Vantaa befindet sich das Finnische Luftfahrtmuseum, in dem mehr als 70 Flugzeuge ausgestellt sind.

Das Kunstmuseum von Vantaa ist im Mehrzwechkaus "Myyrmäkitalo" im Stadtteil Myyrmäki untergebracht. Außerdem befinden sich dort eine Bibliothek und ein Auditorium.

Musik
Auftritt der Scorpions beim Ankkarock-Festival 2003
Seit 1989 findet jeden August im Stadtteil Korso das Rock-Festival "Ankkarock" statt, bei dem regelmäßig bekannte finnische und internationale Rockbands auftreten. Im Jahr 2008 verzeichnete Ankkarock 30.500 Besucher, somit gehört es zu den größten Festivals Finnlands. Ebenfalls alljährlich im Sommer wird das Barockmusik-Festival "Vantaan Barokki" veranstaltet.

1987 wurde im Stadtteil Martinlaakso das Konzerthaus "Martinus" fertiggestellt, in dem Konzerte, Kongresse und verschiedene Kulturveranstaltungen stattfinden. Das Konzerthaus Martinus ist auch die Heimatbühne von "Vantaan viihdeorkesteri" ("Vantaa pops"), dem einzigen professionellen finnischen Sinfonieorchester, das sich auf Popmusik spezialisiert hat.

Söhne und Töchter der Stadt
* Valtteri Filppula (* 1984), Eishockeyspieler
* Mika Häkkinen (* 1968), Formel-1-Weltmeister 1998,1999
* Sami Kapanen, Eishockeyspieler
* Tami Kiuru, Skispringer
* Ville Peltonen, Eishockeyspieler
* Ossi Väänänen (* 1980), Eishockeyspieler
* Kita, Schlagzeuger der Band Lordi
* Janne Kärkkäinen (* 1976), ehemaliger Gitarrist der Rockband Sunrise Avenue

Quellenangaben



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 13.12.2017 19:49 von den Wikipedia-Autoren.
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