Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse




     
Hotelsuche in 
 

Valjevo

Serbien, Valjevo
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  

Stadtzentrum von Valjevo

Die Stadt "Valjevo" () liegt in Serbien, rund 90 Kilometer südwestlich von Belgrad. Sie ist der Verwaltungssitz des Okrug Kolubara. Der Name der Stadt wird vermutlich vom Genitiv des alten Personennamens Valj abgeleitet, der slawischen Form für mehrere lateinische Namen Valko, Valli, Valius und Valentinus.

Lage
Valjevo liegt in einem Kessel, durch den der Fluss Kolubara fließt, der die Stadt zweiteilt. Auf dem nördlichen Flussufer kann sich die Stadt in einem geräumigen Tal ausbreiten, während der südliche Teil gedrängt zwischen dem Fluss und den Bergen liegt.

Geschichte

Der Valjevo-Kessel bot günstige Bedingungen zum Leben, so dass noch Spuren von Siedlungen aus der jüngeren Steinzeit gefunden wurden. Im Laufe der Geschichte der Balkanhalbinsel befand sich der Valjevo-Kessel abwechselnd innerhalb der Grenzen des Römischen Reiches, dem von Byzanz und ab dem 12. Jahrhundert gehörte er dem neu gegründeten Staat der Nemanjiden an.

Archäologischen Forschungen konnten eine Besiedlung dieses Territoriums im Laufe aller dieser Perioden nachweisen, es gibt aber keine geschichtliche Quellen, die konkretere Informationen über frühzeitliche Siedlungen geben könnten. Valjevo wird zum ersten Mal im Jahre 1393 als eine lange Zeit bestehende, aktive Handelsstadt, die dem mittelalterlichen serbischen Staat angehörte, in Dokumenten erwähnt.

Seit der ersten Nennung war Valjevo eine Handelssiedlung, in der sich die Verkehrswege kreuzten. In die Stadt kamen auch zahlreiche Kaufleute aus Dubrovnik, die einen regen Handel zwischen dem Balkan und den weiter entwickelten Mittelmeerstädten betrieben.

Mit dem Fall Serbiens unter die türkische Herrschaft 1459 wird auch Valjevo zum Bestandteil des Osmanisches Reichs, und in den folgenden dreieinhalb Jahrhunderten zu einer orientalisch geprägten Stadt. Während der osmanischen Herrschaft erlebte die Siedlung eine Verkleinerung, blieb aber noch eine Zeit lang christlich. Nach Angaben aus dem Jahre 1528, gab es in Valjevo 71 christliche und 27 islamische Haushalte. Mit der Erweiterung des Osmanischen Reiches und der Verlagerung der Grenze weit jenseits des Flusses Save und damit auch weit entfernt von Valjevo wurden die alten Handelswege wiederhergestellt und Valjevo begann sich wieder zu entwickeln. Durch diese Entwicklung wurde die Islamisierung Valjevos beschleunigt. Im Jahre 1560 gab es 293 islamische und nur noch 51 christliche Haushalte, während es ein weiteres Jahrhundert später in Valjevo insgesamt 870 überwiegend islamische Häuser gab. Diese Entwicklung hatte auch eine territoriale Erweiterung der Siedlung zur Folge, denn sie erstreckte sich schon zu dieser Zeit entlang der beiden Kolubara-Ufer. Am rechten Ufer befand sich damals das orientalische Handwerker- und Handelsstadtviertel Tscharschija, während sich am geräumigeren linken Ufer der administrative Stadtteil befand.

Ende des 17. Jahrhunderts kehrten die Grenzen zwischen dem Osmanischen Reich und der Habsburger Monarchie an die Save zurück, was bedeutete, dass Valjevo in der Folge den kriegerischen Handlungen ausgesetzt war. In den Jahren 1719 bis 1739 wurde Valjevo von der Habsburger Monarchie einverleibt. Die ständige Kriegsgefahr zog wieder eine Verkleinerung der Siedlung nach sich. Zwei Jahre nach der Wiedereroberung Valjevos durch das Osmanische Reich, im Jahr 1741, gab es in Valjevo 91 islamische und 50 christliche Haushalte. Vier Jahrzehnte später waren es dann bereits wieder 400 islamische und 50 christliche Haushalte an den beiden Kolubara-Ufern.

Der Begin des 19. Jahrhunderts brachte neue Veränderungen. Durch die Kämpfe des 1. und 2. Serbischen Aufstandes (1804 bzw. 1815) erlangte das serbische Volk eine begrenzte Autonomie und Valjevo wurde zu einer christlichen Siedlung. Serben kamen in einer deutlich kleineren Anzahl in die Stadt als diese von den Osmanen verlassen wurde, bis es letztlich nur noch 160 Haushalte gab. Diese befanden sich auf dem rechten Ufer der Kolubara, im Handwerker- und Handelsviertel, während der Stadtteil auf dem gegenüberliegenden Ufer unbewohnt blieb. Der schmale Raum auf der rechten Ufer-Seite bot jedoch in der darauffolgenden Zeit zuwenige Möglichkeiten für eine weitere Entwicklung der Stadt, weshalb sich Valjevo bereits gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wieder auf das linke Flussufer ausbreitete. Der anfangs chaotischen Besiedlung wurde 1855 mit einem Plan Einhalt geboten, der nur noch rechtwinklige Straßenzüge vorsah. Dies bildet noch bis heute die urbane Struktur des Stadtkerns. Nach dem Sieg der Serben unter Fürst Mihailo Obrenović gegen die Osmanen und den Beschlüssen des Berliner Kongresses 1878 wurde Valjevo Teil des nun souveränen Fürstentums Serbien.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.05.2013 22:35 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email *
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
"Belgrad" (, ), übersetzt so viel wie Weiße "(beo-)" Stadt "(-grad)", ist die Hauptstadt der Republik Serbien. Mit 1,55 Millionen Einwohnern ist sie zudem gleichzeitig die bevölkerungsreichste Stadt Serbiens, sowie dessen politische, kulturelle
Karte von Ratzenstadt von 1745Rathaus der StadtFestung PetrovaradinFreiheitsbrücke über die DonauKirche im Stadtzentrum"Novi Sad" (, , ; , inzwischen selten, "Neusatz"; ; ) ist die Hauptstadt der nördlicheren serbischen Provinz Vojvodina und das
Stadtbezirke"" (kyr. "Крагујевац") ist mit ca. 180.252 Einwohnern fünftgrößte Stadt in Serbien. Sie ist die der Verwaltungssitz des zentralserbischen Bezirks Šumadija.AllgemeinesDie Stadt besitzt eine gut entwickelte Waffen- und
"Subotica" (, ; deutscher Name 1740-1918 "Maria-Theresiopel"; Ungarisch: "Szabadka") ist mit 99.981 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Vojvodina und fünftgrößte Stadt der Republik Serbien. Die Stadt selbst ist die Hauptstadt der gleichnamigen
"Zrenjanin" (serbisch: "Зрењанин/Zrenjanin"; ungarisch: "Nagybecskerek"; deutsch: "Großbetschkerek"; rumänisch: "Becicherecul Mare") ist eine Stadt in Serbien. Sie ist die neuntgrößte Stadt Serbiens und die viertgrößte in der Vojvodina
"Leskovac" () ist eine Stadt im südlichen Serbien, gelegen am kleinen Fluss Veternica im serbischen Bezirk Jablanica. Sie ist auch der Hauptverwaltungssitz des Bezirks und hat laut der Volkszählung von 2002 64.000 Einwohner.Die Stadt liegt am Fuß
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Die serbische Regierung hat den Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci beschuldigt, im Konflikt im Norden des Landes einen Krieg anzetteln zu wollen. «Thaci will uns in einen Krieg hineinziehen», sagte der für das Kosovo zuständige Minister in der
Die Kosovo-Krise ist beigelegt. Oder doch nicht? Erst einigen sich Belgrad und Pristina nach Vermittlung des KFOR-Kommandeurs auf einen Kompromiss, in dem beide Seiten jeweils auf wesentliche Forderungen verzichten. Doch plötzlich wollen die
Kann der Kompromiss im Grenzstreit zwischen Serbien und dem Kosovo umgesetzt werden? Nach einigem Hin und Her signalisieren Kosovos Serben nun Zustimmung. Die endgültige Entscheidung soll am Dienstag fallen. Belgrad (dpa) - Die serbische
Seit Anfang 2008 ist das Kosovo unabhängig und wird von über 70 Staaten völkerrechtlich anerkannt. Serbien will seine abgefallene frühere Provinz aber nach wie vor zurückbekommen. Über Grenzstreitigkeiten eskalierte im Juli der Kosovo-Konflikt.
Die internationale Schutztruppe KFOR hat am Donnerstag mit der Räumung serbischer Barrikaden in Nordkosovo begonnen. Am frühen Morgen räumten Soldaten einen von drei schweren Lastwagen beim Dorf Jagnjenica westlich von Mitrovica von der Straße.
Der mit Abstand reichste Serbe, Miroslav Miskovic, muss wegen Korruptionsvorwürfen weiter in Untersuchungshaft bleiben. Belgrad (dpa) -  Ein Gericht in Belgrad verlängerte die U-Haft für den 67-Jährigen und seinen Sohn Marko um
Wetter

Beograd


(19.05.2013 22:35)

17 / 31 °C


20.05.2013
14 / 24 °C
21.05.2013
15 / 26 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Press release - Intern ...

Lawmaker Fires Back In ...
Karachi Holds Repeat V ...

Porto wieder Meister i ...
Ergebnisse und Tabelle ...

2700 Biere im «Deliriu ...
Edles Bäder- Vergnügen ...

"Lange Nacht der Kirch ...
U-Bahn in Prag plant F ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum