LÄNDER
STÄDTETIPPS
TOURENTIPPS
PROFI SUCHE
Unnahbare Eleganz
Frankreich
15.02.2012
Hubert de Givenchy wird 85 Jahre alt
Galerie
Paris (dpa) - Für Hubert de Givenchy kam die Gunst der Stunde zur richtigen Zeit. Greta Garbo, Grace Kelly und Jackie Kennedy schlüpften in seine Kreationen. Nicht zu vergessen Audrey Hepburn, die er in dem Erfolgsfilm «Frühstück bei Tiffany» in das legendäre Kleine Schwarze steckte und sie zur Stilikone einer Generation machte. Das war vor 50 Jahren. Heute sei die Zeit der Eleganz in der Mode vorbei, sagte der ehemalige Modezar.Zum Glück hat der Aristokrat des guten Geschmacks Ersatz gefunden. Mit derselben Leidenschaft, mit der Givenchy, der am Montag (20. Februar) seinen 85. Geburtstag feiert, grazile Samtbustiers und freche Glockenröcke entwarf, widmet er sich jetzt seinen Häusern, Gärten und seiner exquisiten Kunstsammlung. Die Gartenanlagen seines nordfranzösischen Renaissance-Schlosses von Jonchet und seiner südfranzösischen Villa in Cap Ferrat sind Paradiese der Sinne. Seine Herkunft kann der hochgewachsene Schöpfer traumhafter Roben nicht verleugnen. Als geborener Graf Hubert James Marcel Taffin de Givenchy wurde ihm der gute Geschmack in die Wiege gelegt.
Der Liebhaber des Louis-14-Stils stammt aus einer wohlhabenden Familie. Sein Großvater war Direktor der historischen Gobelinfabrik im nordfranzösischen Beauvais. «In meiner Familie achtete jedes Mitglied sehr auf seine Kleidung. Das hat mich schon als Kind fasziniert und veranlasste mich bald, auch die Modegeschäfte genau zu studieren», erklärte der Schöngeist in einem Interview.
Givenchy feierte vor mehr als 15 Jahren Abschied von der Modewelt und zeigte zuletzt mit seinen kleinen Etuikleidern in Orange und Kostümen mit knielangen, aufspringenden Röcken noch einmal das, was ihn berühmt gemacht hat: Eleganz, leicht und unaufdringlich. «Seine Modelle sind so einfach und vollendet gut geschnitten. Jedes Kleid folgt der Bewegung des Körpers», sagte die Schauspielerin Audrey Hepburn, die er in «Sabrina» in ein traumhaft weißes Kleid hüllte, in dem sie mit Humphrey Bogart und William Holden tanzte.
Mit Audrey Hepburn hatte Givenchy seine Muse gefunden: schön, schlank, grazil. «Sie hatte erstens die Figur eines Mannequins, dann hatte sie früher Ballettunterricht, sie wusste also, wie man sich bewegt, wie man geht. Sie hatte Klasse. Heute findet man das bei niemandem mehr. Früher gab es Stars wie Ava Gardner oder Marlene Dietrich. Das waren Frauen, von denen man träumte, die einen inspirierten», schwärmt Givenchy. Wenn er sich heute Modezeitschriften anschaue, sei er entsetzt. Es gäbe weder Form, noch Harmonie, und die Menschen auf der Straße seien hässlich und nachlässig gekleidet, kritisierte er in einem Interview den modischen Zeitgeist.
Eigentlich hätte er Jurist werden wollen. Doch nachdem er 1937 auf der Weltausstellung in Paris Schauen der großen Couturiers gesehen hatte, begann er an der Akademie für Schöne Künste in Paris mit dem Modezeichnen und absolvierte im Modeatelier von Jacques Fath eine Lehre. Dort wurde er von Christian Dior entdeckt.
Mit gerade einmal 24 Jahren gründete Givenchy 1951 sein eigenes Haus. Doch als er im Februar 1952 seine erste Kollektion vorstellte, war die Modewelt schockiert: Während die anderen Couturiers in edlen Stoffen schwelgten, präsentierte der Newcomer eng sitzende Jerseykleider und leinene Abendroben. Doch auf den Schock folgte der Erfolg: Über guten Geschmack lässt sich scheinbar doch nicht streiten. Unter dem Namen Givenchy wird heute immer noch Haute Couture geschneidert. Der Italiener Riccardo Tisci setzt die klassische Linie als Chefdesigner fort.
Kommentare zu diesem Artikel
Diesen Artikel empfehlen
Weitere Artikel zu diesem Thema
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
NACHRICHTEN
Die Prêt-à -Porter-Schauen der Damenkollektionen für Frühjahr/Sommer 2012 sind am Dienstag (27.9.) in Paris an den Start gegangen. Paris (dpa) - Nach dem Schauenmarathon in New York, London und Mailand dreht sich nun für neun Tage in der
Die Pariser Modemacher punkten mit Subtilität und etwas Nostalgie. Am vierten Tag gab es neben viel Weiblichkeit auch Verweise auf klösterliche Strenge und die 1950er Jahre. Paris (dpa) - Die sprichwörtliche Raffinesse französischer
Nichts Neues bei Dior: Anders als erhofft hat das Pariser Modehaus nicht den Nachfolger des im März entlassenen John Galliano bekanntgegeben. Paris (dpa) - Branchenkenner hatten während der Pariser Modewoche mit einer Entscheidung vor oder
Unverwüstliche Designerin: Mit fast jugendlicher Frische trat Vivienne Westwood (70) nach der Prêt-à -Porter-Schau ihrer Damenkollektion in Paris am Freitag auf den Laufsteg - Arm in Arm mit ihrem um Jahrzehnte jüngeren Mann Andreas Kronthaler.
Eine Modenschau als Reality-Show: So inszenierte Jean Paul Gaultier am Samstag in Paris seine Prêt-à -Porter-Kollektion für Frühjahr/Sommer 2012. Am Kopf des Laufstegs war ein Gerüst mit Kleiderständern aufgebaut. Während die Gäste warteten,
Bei der Pariser Modewoche haben die Frauen zur Zeit die Wahl zwischen rasant, damenhaft und eher rustikal. Charlène von Monaco zeigte sich begeistert von der Akris-Kollektion. Paris (dpa) - Auch wenn die Modeszene zur Zeit bei den
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
REISEPORTAL
Jeder Asterix-Leser weiß es: Schon im Jahre 300 vor unserer Zeitrechnung besiedelte der Stamm der „Parisii“, vornehmlich Fischer wie Verleihnix, die Seine-Insel Île de la Cité und wahrscheinlich gab es auch damals schon die typischen Staus und
Comment? Paris soll die kleinste der neun beschriebenen Metropolen sein? Lassen Sie sich bitte nicht ins Bockshorn jagen, alles letztendlich eine Frage des Zuschnitts – und der Fortbewegungsmittel! Darf‘s ein bisschen mehr sein? Hier ein Greater
Satellitenfoto von Paris"Paris" (frz. ) ist die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France. In älteren - zumeist lateinischen - Texten wird Paris auch Lutetia/Lutezia genannt. Der Fluss Seine teilt die Stadt in einen nördlichen Teil
Die erste Frau in der Gruppe der Impressionisten musste lange auf ihre Retrospektive warten: Nach mehr als 70 Jahren widmet Paris Berthe Morisot (1841-1895) wieder eine große Ausstellung. Paris (dpa) - Bis zum 1. Juli zeigt das Musée
Von Albrecht Dürer bis Jeff Koons: Tiere haben Maler und Bildhauer schon immer fasziniert. Erstmals wird in Paris der Beziehung zwischen Künstler und Tier eine große Ausstellung gewidmet. Paris (dpa) - Manege frei für Dürer, Picasso,
"Marseille" (deutsch veraltet: "Massilien", okzitanisch: "Marselha") ist die wichtigste französische und eine bedeutende europäische Hafenstadt. Sie liegt am Golfe du Lion, einer Mittelmeerbucht. Die Stadt, deren Einwohner sich "Marseillais"
Mode, Style, Trends
Börsenberichte
Press release - Human ...Press release - Bangla ...
Press release - Human ...
Press release - Bangla ...
Islamist Militants Kil ...Obama Charts New Count ...
Islamist Militants Kil ...
Obama Charts New Count ...
Draghi: Märkte haben w ...Ergebnisse Golf, Europ ...
Draghi: Märkte haben w ...
Ergebnisse Golf, Europ ...
2700 Biere im «Deliriu ...Edles Bäder- Vergnügen ...
2700 Biere im «Deliriu ...
Edles Bäder- Vergnügen ...
In Tschechien riesige ...Lidl Tschechien verkau ...
In Tschechien riesige ...
Lidl Tschechien verkau ...



















weiter





