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Türkische Offensive: Frankreich fordert Sitzung von UN-Sicherheitsrat

Frankreich
21.01.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Paris (dpa) - Angesichts der türkischen Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Syrien hat Frankreich eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Außenminister Jean-Yves Le Drian schrieb am Sonntag auf Twitter, er habe mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu gesprochen und einen umfassenden Waffenstillstand und bedingungslosen Zugang für humanitäre Hilfe gefordert. «Syrien: Ghouta, Idlib, Afrin - Frankreich fordert ein dringendes Treffen des UN-Sicherheitsrates», schrieb Le Drian.

Cavusoglu sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, wenn Frankreich oder ein anderes Land den Einsatz vor die UN bringe, stehe es nicht als Verbündeter an der Seite der Türkei, sondern vielmehr an der Seite einer Terrororganisation und werde von Ankara dementsprechend behandelt. Er betonte nach Anadolu aber auch die guten Beziehungen zu Paris und sagte: «Wir erwarten aber von Frankreich, dass es uns in einer solchen Situation unterstützt.»

Im von Rebellen kontrollierten Ost-Ghouta in der Nähe von Damaskus starben nach UN-Angaben Dutzende Zivilisten seit Jahresbeginn durch Luftangriffe der Regierung. Regierungstruppen drangen auch trotz einer von Russland, der Türkei und dem Iran ausgehandelten Deeskalationszone weit in die von extremistischen Rebellen dominierten Provinz Idlib ein. Türkische Truppen kämpfen zudem in der Nähe der von Kurden kontrollierte Region Afrin.

Die Türkei hatte am Samstag mit Luftschlägen eine groß angelegte Offensive gegen kurdische Truppen im Nordwesten Syriens begonnen. Die «Operation Olivenzweig» zielt auf die mit den USA verbündeten kurdischen Volksschutzeinheiten YPG.

 

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