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Tschechien: DNA-Proben erhärten Verdacht auf Vertreibungsverbrechen
Tschechien
26.01.2012
Prag (dpa) - Verbrechen der Nachkriegszeit aufgeklärt: DNA-
Untersuchungen haben bestätigt, dass es sich bei den auf einer Wiese
im tschechischen Dobronin (Dobrenz) verscharrten Toten um Deutsche
handelt. Das berichtete die Zeitung «Jihlavsky Denik» am Donnerstag
unter Berufung auf Ermittlerkreise.
Durch den Abgleich mit DNA-Proben von Verwandten seien acht vermutliche Opfer eines Verbrechens aus der Zeit der Vertreibungen nach Ende des Zweiten Weltkriegs identifiziert worden. Sie stammten aus Dobronin, Kamenna (Bergersdorf) und anderen benachbarten Orten in der einstigen deutschen Iglauer Sprachinsel.
Der Sprecher der Hinterbliebenen, Johann Niebler, bestätigte am Donnerstag, dass die Polizei bereits die Nachkommen von zwei der Toten benachrichtigt habe. «Für mich ist es eine Genugtuung, dass die Ermittlungen zum Ziel geführt haben», sagte Niebler der Nachrichtenagentur dpa. Die Hinterbliebenen wollten die sterblichen Überreste nun auf einem Friedhof in Jihlava (Iglau) beisetzen.
Ermittler der Mordkommission hatten das Massengrab aus der Zeit der «wilden Vertreibungen» nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im August 2010 entdeckt. Die Polizisten waren Berichten von Augenzeugen nachgegangen. Sie gaben an, dass tschechische Rotgardisten im Mai 1945 eine Gruppe von bis zu 15 Deutschen mit Hacken und Schaufeln erschlagen hätten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren rund drei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben worden. Nach Angaben der Deutsch-Tschechischen Historikerkommission kamen 23 000 bis breiteimal 40 000 bei der Vertreibung ums Leben.
Durch den Abgleich mit DNA-Proben von Verwandten seien acht vermutliche Opfer eines Verbrechens aus der Zeit der Vertreibungen nach Ende des Zweiten Weltkriegs identifiziert worden. Sie stammten aus Dobronin, Kamenna (Bergersdorf) und anderen benachbarten Orten in der einstigen deutschen Iglauer Sprachinsel.
Der Sprecher der Hinterbliebenen, Johann Niebler, bestätigte am Donnerstag, dass die Polizei bereits die Nachkommen von zwei der Toten benachrichtigt habe. «Für mich ist es eine Genugtuung, dass die Ermittlungen zum Ziel geführt haben», sagte Niebler der Nachrichtenagentur dpa. Die Hinterbliebenen wollten die sterblichen Überreste nun auf einem Friedhof in Jihlava (Iglau) beisetzen.
Ermittler der Mordkommission hatten das Massengrab aus der Zeit der «wilden Vertreibungen» nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im August 2010 entdeckt. Die Polizisten waren Berichten von Augenzeugen nachgegangen. Sie gaben an, dass tschechische Rotgardisten im Mai 1945 eine Gruppe von bis zu 15 Deutschen mit Hacken und Schaufeln erschlagen hätten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren rund drei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben worden. Nach Angaben der Deutsch-Tschechischen Historikerkommission kamen 23 000 bis breiteimal 40 000 bei der Vertreibung ums Leben.
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