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Taucher finden vier Leichen aus der «Costa Concordia»
Italien
22.02.2012
Angehörige der Vermissten können zumindest wieder auf Gewissheit
hoffen: Nach einer langen Such-Pause auf der «Costa Concordia» sind
vier Tote in dem Kreuzfahrtschiff gefunden worden.
Giglio/Rom (dpa) - Fast sechs Wochen nach dem Kentern der «Costa Concordia» haben Taucher vier Leichen im überfluteten Teil des Kreuzfahrtschiffes gefunden. Sie wurden nacheinander geborgen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die vier Toten, darunter ein Kind, waren nach Angaben des Krisenstabes auf Giglio am Mittwoch auf dem vierten Deck des Schiffes gesichtet worden. Die «Costa Concordia» verunglückte am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg nun auf 21; elf Menschen werden noch vermisst - zuletzt auch sechs Deutsche.
Nach einer Überprüfung der Aussagen von Überlebenden der Havarie über den möglichen Verbleib von Vermissten waren Taucher nach längerer Pause gezielt wieder auf die Suche in dem Wrack gegangen. Unter den Toten soll auch die fünfjährige Italienerin Dayana Arlotti aus Rimini sein, deren Schicksal in Italien viel Anteilnahme gefunden hatte. Sie war zusammen mit ihrem kranken Vater Williams auf der Kreuzfahrt. Dieser ist unter den Vermissten. Ansonsten wurde über die Identität der jetzt entdeckten Leichen zunächst nichts bekannt. Sie wurden nach Grosseto in ein Leichenschauhaus gebracht. Vor drei Wochen war das bisher letzte Opfer der Havarie identifiziert worden.
Anfang Februar hatten die Rettungskräfte auf Giglio die Suche nach den Vermissten im versunkenen Teil des Wracks offiziell eingestellt. Grund dafür sei vor allem die Sicherheit der Taucher, die an dem halb untergegangen Wrack arbeiteten, so hatte Franco Gabrielli erklärt. Später hielt er aber eine weitere Suche im Wrack doch für möglich.
Gegen Kapitän Francesco Schettino (52) wird seit dem Unfall wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt. Schettino ist unter Hausarrest. Das Schiff war auf seiner nächtlichen Fahrt zu nahe an die Insel Giglio herangekommen und hatte einen Felsen gerammt. Die Ermittlungen sollen jetzt über Schettino und seinen ersten Offizier Ciro Ambrosio hinaus noch auf weitere Verdächtige ausgedehnt werden.
Eine Reihe von Einzel- und Sammelklagen gegen die Reederei sind angekündigt. Die Reederei Costa Crociere hat den Passagieren eine pauschale Entschädigung angeboten. Einen ersten Beweissicherungstermin haben die Ermittler für den 3. März angesetzt. Dabei geht es um den Fahrtenschreiber des Schiffes, der Auskunft über den Hergang des Unfalls geben soll.
Das Leeren der Tanks der «Costa Concordia» ist vorangekommen. Zwei Drittel der 2380 Kubikmeter Treibstoff, ganz überwiegend gefährliches Schweröl, sind abgepumpt. Damit hat sich die Gefahr einer größeren Ölpest im toskanischen Archipel verringert. Das restliche Öl sollen in den nächsten Wochen abgepumpt werden.
Danach muss die Genueser Reederei einen Plan für den Abtransport des 290 Meter langen Schiffes vorlegen. Offen ist, ob das havarierte und teilweise voll gelaufene Schiff nach dem Aufrichten zerteilt werden muss oder aber an einem Stück abtransportiert werden kann.
Giglio/Rom (dpa) - Fast sechs Wochen nach dem Kentern der «Costa Concordia» haben Taucher vier Leichen im überfluteten Teil des Kreuzfahrtschiffes gefunden. Sie wurden nacheinander geborgen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die vier Toten, darunter ein Kind, waren nach Angaben des Krisenstabes auf Giglio am Mittwoch auf dem vierten Deck des Schiffes gesichtet worden. Die «Costa Concordia» verunglückte am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg nun auf 21; elf Menschen werden noch vermisst - zuletzt auch sechs Deutsche.
Nach einer Überprüfung der Aussagen von Überlebenden der Havarie über den möglichen Verbleib von Vermissten waren Taucher nach längerer Pause gezielt wieder auf die Suche in dem Wrack gegangen. Unter den Toten soll auch die fünfjährige Italienerin Dayana Arlotti aus Rimini sein, deren Schicksal in Italien viel Anteilnahme gefunden hatte. Sie war zusammen mit ihrem kranken Vater Williams auf der Kreuzfahrt. Dieser ist unter den Vermissten. Ansonsten wurde über die Identität der jetzt entdeckten Leichen zunächst nichts bekannt. Sie wurden nach Grosseto in ein Leichenschauhaus gebracht. Vor drei Wochen war das bisher letzte Opfer der Havarie identifiziert worden.
Anfang Februar hatten die Rettungskräfte auf Giglio die Suche nach den Vermissten im versunkenen Teil des Wracks offiziell eingestellt. Grund dafür sei vor allem die Sicherheit der Taucher, die an dem halb untergegangen Wrack arbeiteten, so hatte Franco Gabrielli erklärt. Später hielt er aber eine weitere Suche im Wrack doch für möglich.
Gegen Kapitän Francesco Schettino (52) wird seit dem Unfall wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt. Schettino ist unter Hausarrest. Das Schiff war auf seiner nächtlichen Fahrt zu nahe an die Insel Giglio herangekommen und hatte einen Felsen gerammt. Die Ermittlungen sollen jetzt über Schettino und seinen ersten Offizier Ciro Ambrosio hinaus noch auf weitere Verdächtige ausgedehnt werden.
Eine Reihe von Einzel- und Sammelklagen gegen die Reederei sind angekündigt. Die Reederei Costa Crociere hat den Passagieren eine pauschale Entschädigung angeboten. Einen ersten Beweissicherungstermin haben die Ermittler für den 3. März angesetzt. Dabei geht es um den Fahrtenschreiber des Schiffes, der Auskunft über den Hergang des Unfalls geben soll.
Das Leeren der Tanks der «Costa Concordia» ist vorangekommen. Zwei Drittel der 2380 Kubikmeter Treibstoff, ganz überwiegend gefährliches Schweröl, sind abgepumpt. Damit hat sich die Gefahr einer größeren Ölpest im toskanischen Archipel verringert. Das restliche Öl sollen in den nächsten Wochen abgepumpt werden.
Danach muss die Genueser Reederei einen Plan für den Abtransport des 290 Meter langen Schiffes vorlegen. Offen ist, ob das havarierte und teilweise voll gelaufene Schiff nach dem Aufrichten zerteilt werden muss oder aber an einem Stück abtransportiert werden kann.
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