Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Stuttgart

Deutschland, Stuttgart
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


Schlossplatz Stuttgart
Altes Schloss Stuttgart
Stuttgart-Untertürkheim
Stuttgart bei Nacht
Stuttgart bei Nacht II

"Stuttgart" ist die Landeshauptstadt des deutschen Landes Baden-Württemberg und mit rund 600.000 Einwohnern dessen größte Stadt. Im schwäbischen Dialekt wird die Stadt auch "Schtuagerd" genannt. Sie ist die sechstgrößte Stadt Deutschlands und bildet das Zentrum der rund 2,7 Millionen Einwohnern zählenden Region Stuttgart, der (nach dem Ruhrgebiet und Berlin) drittgrößten Agglomeration der Bundesrepublik Deutschland, sowie der Europäischen Metropolregion Stuttgart (ca. 5,3 Mio. Einwohner), der viertgrößten im Bundesgebiet.

Als Sitz der baden-württembergischen Landesregierung sowie des Landtags und zahlreicher Landesbehörden ist Stuttgart das politische Zentrum des Landes (siehe "Liste der Behörden und Einrichtungen in Stuttgart").

Das Stadtbild wird durch viele Anhöhen (z. T. Weinberge), Täler (u. a. das Neckartal) und Grünanlagen (u. a. Rosensteinpark, Schlossgarten) geprägt.

Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart, das den Regierungsbezirk Stuttgart verwaltet. Außerdem tagt hier das Regionalparlament der Region Stuttgart, eine von drei Regionen im Regierungsbezirk Stuttgart.

Darüber hinaus ist Stuttgart Sitz des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und Teil der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart.

2009 erreichte Stuttgart im bundesweiten INSM-Ranking der erfolgreichsten deutschen Großstädte den fünften Platz und ist damit nach INSM-Kriterien die erfolgreichste Großstadt Baden-Württembergs.

Geographie und Klima


Geographische Lage
Blick von der Weinsteige zum Höhenpark Killesberg
Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich "„zwischen Wald und Reben“" im sogenannten „Stuttgarter Kessel“, einer Talerweiterung des (inzwischen meist überwölbten), in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen am Neckar kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder.

Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Höhendifferenz von fast 350m, was eine Besonderheit unter den Großstädten darstellt: die Höhe reicht von bei der Neckarschleuse Hofen bis auf der Bernhartshöhe nahe dem Autobahnkreuz Stuttgart. Zu den markantesten Erhebungen gehören der Birkenkopf () am Rand des Talkessels, der Württemberg () über dem Neckartal und der Grüne Heiner (DE) () an der nordwestlichen Stadtgrenze.

Raumplanung
Region Stuttgart

Die Stadt Stuttgart ist eines von 14 Oberzentren in Baden-Württemberg, sie ist das Oberzentrum des Gebietes der Region Stuttgart, die ihrerseits mit der Stadt Stuttgart und ihren fünf Landkreisen insgesamt 2,67 Mio. Einwohner beherbergt.

Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart (Region Stuttgart) liegen folgende Mittelzentren:

Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.

Die Stadt Stuttgart fungiert neben ihrem Stadtgebiet für die Städte Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt, – beide im Landkreis Esslingen gelegen – sowie für die Städte Ditzingen, Gerlingen und Korntal-Münchingen – alle drei im Landkreis Ludwigsburg gelegen – als Mittelzentrum.

Die Stadt Stuttgart ist das Zentrum der künftigen Metropolregion Stuttgart, und eines der drei Oberzentren innerhalb dieser. Die Metropolregion Stuttgart beherbergt insgesamt 3,46 Mio. Einwohner.

Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, genannt:

Fellbach, Kernen im Remstal (alle Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Neuhausen auf den Fildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)

Stadtgliederung
→ "Hauptartikel: Liste der Stadtteile Stuttgarts"

Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in fünf „innere“ und 18 „äußere“ Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen Bezirksbeirat und einen Bezirksvorsteher, der in den inneren Stadtbezirken nur ehrenamtlich tätig ist.

Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 1. Juli 2007 und 1. Januar 2009 vergrößert. Seitdem besteht das Stadtgebiet von Stuttgart aus 23 Stadtbezirken und 152 Stadtteilen (Stadtbezirke auf der Stadtkarte sind anklickbar).

|

|}

Klima
Klimadiagramm von Stuttgart-Hohenheim 1961–1990

Durch die Lage im breiten Talkessel und die dichte Bebauung Stuttgarts gibt es ein sehr warmes und zuweilen schwüles Klima. Die Höhenzüge Schwarzwald, Schwäbische Alb, Schurwald sowie der Schwäbisch-Fränkische Wald schatten zusätzlich die gesamte Region von Winden ab. Aufgrund dessen ist an den Hängen Stuttgarts sogar Weinbau möglich – siehe den Artikel Weinbau in Stuttgart.

Im Sommer kommt es immer wieder zur sogenannten Inversionswetterlage. Dabei schiebt sich kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so manchmal tagelang einen Luftaustausch in der Talmulde. So ist es möglich, dass auch in „normalen“ Sommern die Temperatur auf der Königstraße und dem angrenzenden Schlossplatz – die im zentralsten Teil des Talkessels liegen – an manchen Tagen um die Mittagszeit bis zu 40 °C betragen kann. Auch nachts ist die Abkühlung nach sehr heißen Tagen wegen des fehlenden Luftaustauschs nur geringfügig und sorgt so kaum für ein „angenehmes“ Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt in Stuttgart 10,8 °C. Im Winter bleibt die im Talkessel liegende Innenstadt meist schnee- und eisfrei. Auch starke „gefühlte“ Winde sind in der Innenstadt wegen der dichten Bebauung eher selten. Um trotz der immer wieder auftretenden Inversionswetterlage dennoch genug Frischluft im Kessel zu haben, sind viele Stellen an den Hanglagen – vor allem in Stuttgart-West – unbebaut und dienen als Frischluftschneisen. Auch das im Westen auf der Höhe liegende Waldstück „Rot- und Schwarzwildpark“ dient der tiefer liegenden Innenstadt als Frischluftlieferant. Um die Luftreinhaltung zu optimieren und die Feinstaubwerte zu reduzieren, wurde 2005 ein Durchfahrtsverbot für LKW erlassen, das jedoch im Zusammenhang mit der Einführung der Feinstaub-Verordnung am 1. März 2008 wieder aufgehoben werden musste.

Die Leelage der Region Stuttgart ist Ursache dafür, dass sie zu den niederschlagsarmen Regionen in Deutschland zählt. Die Wolken regnen sich an der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald ab und es gelangt nur relativ trockene Luft nach Stuttgart. Steigende Bevölkerungszahlen führten schließlich zu Trinkwassermangel Anfang des 20. Jahrhunderts, worauf 1917 die erste Fernleitung aus dem Donauried über die Alb in Betrieb ging (Landeswasserversorgung). 1959 folgte die Bodensee-Wasserversorgung.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung
→ "Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Stuttgart"

Stuttgart überschritt 1875 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf 500.000. Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 640.560 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2008 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Stuttgart nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 600.068 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt in Deutschland an der sechsten Stelle.

Religionen
Zum katholischen Glauben bekennen sich 26 Prozent und zum protestantischen Glauben etwa 30 Prozent. Heute beträgt der Anteil der Muslime in Stuttgart 11,3 Prozent. Die verbleibenden 33 Prozent gehören anderen Religionen an oder sind konfessionslos. Die Verteilung auf die verschiedenen Altersstufen zeigt die folgende Tabelle.



Evangelische Kirchen
Stiftskirche Stuttgart
1534 wurde im Herzogtum Württemberg die Reformation eingeführt. Damit entstand die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die bis heute besteht und in Stuttgart ihren Sitz hat. Zu dieser Landeskirche gehören heute alle evangelischen Gemeindeglieder der Stadt, sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche oder der Evangelisch-reformierten Gemeinde Stuttgart sind. Letztgenannte gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche, die in Leer (Ostfriesland) ihren Sitz hat. Die (lutherischen) Kirchengemeinden der Stadt gehören heute zum Kirchenkreis Stuttgart, der am 1. Januar 2008 durch Vereinigung der Kirchenbezirke Stuttgart, Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen entstanden ist. Der Kirchenkreis Stuttgart ist Teil der Prälatur („Sprengel“) Stuttgart, die ebenfalls in Stuttgart ihren Sitz hat. In Stuttgart sind auch viele Freikirchen vertreten, von denen die Biblische Glaubens-Gemeinde die größte ist.

Römisch-katholische Kirche
Seit dem 18. Jahrhundert besiedelten auch wieder Katholiken die Stadt. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhielten diese wieder eine eigene Kirche: die heutige Domkirche St. Eberhard, die von 1808 bis 1811 erbaut wurde und heute Konkathedrale der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist. In den folgenden Jahrzehnten zogen weitere Katholiken in die Stadt. 2006 wurden die bis dahin existierenden vier Stuttgarter Dekanate zu einem zusammengefasst.

Anglikanische und Alt-Katholische Kirche
Am Katharinenplatz hat die alt-katholische Gemeinde ihre Pfarrkirche. In der neogotischen Katharinenkirche feiert auch die anglikanische Gemeinde ihre Gottesdienste. Zwischen beiden Kirchen besteht seit 1931 volle Kirchengemeinschaft.

Neuapostolische Kirche
Seit dem 19. Jahrhundert ist die Neuapostolische Kirche in Stuttgart vertreten. 1896/1897 entstand die erste Gemeinde, aus der bis heute 14 weitere Gemeinden entstanden sind. Die neuapostolischen Gemeinden in Stuttgart bilden mehrere Regionalbezirke innerhalb der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, deren Verwaltungssitz Stuttgart ist.

Freikirchen
In Stuttgart sind außer den bereits angeführten Konfessionen auch Gemeinden fast aller bekannten Freikirchen zu finden, so die Adventisten, die Apostolische Gemeinschaft, die Baptisten, die Heilsarmee und die Methodisten.

Interreligiöser Dialog

Dem jüdisch-christlichen Dialog widmet sich die "Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Stuttgart". Stuttgart war bis 2007 der Sitz des Dachverbandes christlich-islamischer Dialogorganisationen, des Koordinierungsrats des christlich-islamischen Dialogs (KCID). Auf örtlicher Ebene sind zwei seiner Mitgliedsorganisationen und tätig.

"Siehe auch:" Runder Tisch der Religionen in Stuttgart, Kirchen in Stuttgart

Geschichte

Erstes Stuttgarter Wappen (1286)
Merian (um 1650)
Historische Karte von Stuttgart, 1888
Historische Karte der Umgebung von Stuttgart, 1888
Blick von der Alexanderstraße über die Stuttgarter Innenstadt, um 1895. Gut zu erkennen sind Rotebühlkaserne, Stiftskirche und Altes Schloss.
Ehemaliges Stuttgarter Rathaus am Marktplatz, um 1907
Briefmarke der Deutschen Bundespost (1965)
Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist das seit 1905 zu Stuttgart gehörende Cannstatt. Mit dem Kastell Stuttgart-Bad Cannstatt ist er seit Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Mit dem Einfall der Alamannen um 260 n. Chr. endete die römische Präsenz. Es existieren keine Überlieferungen über Cannstatt aus der Völkerwanderungszeit, es erscheint aber plausibel, dass an dem günstig gelegenen Platz kontinuierlich eine städtische Siedlung bestand. Dafür spricht u. a. die sehr frühe urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen aus dem Jahre 700 n. Chr.

Stuttgart selbst wurde vermutlich während der Ungarneinfälle (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg) zwischen 926 und 948 im Nesenbachtal als Pferdegestüt (oder „Stuotengarten“, modern Stuttgart) gegründet. Gemeinhin wird die Gründung Herzog Liudolf von Schwaben zugeschrieben, was eher für einen Zeitraum nach 945 spricht. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal.

Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des Alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen.

Die Siedlung nahe dem Gestüt befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal.

Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort 1219 zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis zum 19. Jahrhundert gab es eine massive Stadtbefestigung mit mehreren Türmen. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg.

Ende Mai 1849 nach der Ablehnung der Reichsdeputation durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. übersiedelte die Frankfurter Nationalversammlung auf Einladung des württembergischen Justizministers Friedrich Römer nach Stuttgart. Das so genannte Rumpfparlament tagte allerdings nur bis zum 18. Juni, als es gewaltsam aufgelöst wurde.

Am 22. Oktober 1845 fuhr die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim, ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz).

Im Jahr der Reichsgründung, 1871, hatte die Stadt 91 000 Einwohner. 1874 wurde Stuttgart mit der Überschreitung der 100 000 Einwohner-Marke zur Großstadt. Diese Zahl verdoppelte sich, auch durch Eingemeindungen, bis kurz nach der Jahrhundertwende (1901: ca. 185 000, 1904: ca. 200 000).

In den 1880er und 1890er Jahren legte Gottlieb Daimler (1834–1900) in Stuttgart die Grundlagen für die ersten Automobile. 1887 gründete er in Bad Cannstatt die Daimler-Motoren-Gesellschaft, auf die die heutige Daimler AG zurückgeht. Diese wurde nach dem Tod Daimlers 1900 auf ein Gelände im Stadtteil Untertürkheim erweitert.

Während des Ersten Weltkriegs wurde am östlichen Ende der Innenstadt nach dem Entwurf des Architekten Paul Bonatz das heutige Bahnhofsgebäude errichtet.

Am 30. November 1918 wurde das Königreich Württemberg im Zuge der Ereignisse der Novemberrevolution in den deutschen Ländern, nach dem Verzicht König Wilhelms II. auf die Krone (Revolutionäre stürmten seine Residenz, den Wilhelmspalais), zum Freien Volkstaat Württemberg innerhalb der Weimarer Republik. Am 26. April 1919 gab sich das Land eine neue Verfassung.

1920 war die Stadt für wenige Tage Sitz der Reichsregierung (siehe Kapp-Putsch).

Durch die Gleichschaltung der württembergischen Verwaltung und die Zentralisierung Deutschlands zu Beginn der NS-Diktatur 1933 wurde Stuttgart in seiner Stellung als Landeshauptstadt de facto bedeutungslos. Württemberg wurde mit den Hohenzollernschen Landen zum "Gau der NSDAP Württemberg-Hohenzollern" zusammengefasst.

Während der Nazizeit führte die Stadt den Ehrentitel "„Stadt der Auslandsdeutschen“" (siehe Stadt-Ehrentitel der NS-Zeit).

Die Gestapo übernahm das Nobelhotel „Silber“ in der "Dorotheenstraße", in dem politische Gegner des Regimes inhaftiert und gefoltert wurden. „Das Silber“ wurde auch für zahlreiche Prominente Durchgangslager in KZ bzw. zur Ermordung, z. B. für Eugen Bolz, Kurt Schumacher oder Lilo Herrmann. Der letzteren errichtete 1988 eine Studenten- und Bürgergruppe zwischen den "Kollegiengebäuden" in der "Keplerstraße" einen Gedenkstein. Das NS-Gewaltregime benutzte weiterhin das Landgericht in der "Archivstraße 12A" als zentrale Hinrichtungsstätte im südwestdeutschen Raum, in dem mindestens 419 Menschen das Leben genommen wurde. Daran erinnert ein Mahnmal im Lichthof.Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 87ff.

Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Synagoge von SA-Männern niedergebrannt und die Friedhofskapelle der Jüdischen Gemeinde zerstört. Seit dem Jahre 1947 erinnert auf dem israelitischen Teil des "Pragfriedhofs" an der "Friedhofstraße 44" ein Mahnmal von dem Bildhauer K. Löffler an die 2.498 in der Shoa umgekommenen Juden Württembergs.Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 88.

An die Deportation der Stuttgarter Juden nach 1939 erinnert das Mahnmal am Nordbahnhof. Bis zum Verbot der (aufgenötigten) Auswanderung am 1. Oktober 1941 konnten nur rund 60 Prozent der deutschen Juden fliehen. Die dann noch in Württemberg lebenden Juden wurden während des Krieges gezwungen, in so genannte Judenwohnungen umzuziehen, dann wurden sie von den Nationalsozialisten auf dem Messegelände Killesberg „konzentriert“. Am 1. Dezember 1941 fuhr der erste Transportzug nach Riga, wo sie ermordet wurden. Bis in die letzten Kriegswochen folgten weitere Züge mit rund 2.500 Juden aus der Region. Lediglich einhundertachtzig dieser württembergischen KZ-Häftlinge überlebten.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Stuttgart bei anglo-amerikanischen Luftangriffen in weiten Teilen zerstört. Der schwerste Angriff erfolgte am 12. September 1944 durch die britische Royal Air Force auf die Stuttgarter Altstadt. Dabei wurden 75 schwere Luftminen, 4.300 Sprengbomben und 180.000 Brandbomben abgeworfen. Dem anschließend entstehenden Feuersturm fielen mehr als 1.000 Menschen zum Opfer.
Insgesamt wurde Stuttgart 53 Mal angegriffen. Dabei wurden 68 % aller Wohngebäude und 75 % der industriellen Anlagen zerstört. Insgesamt wurden in Stuttgart 4.477 Menschen getötet und 8.908 Menschen verletzt. Am 22. April 1945 wurde Stuttgart von französischen und amerikanischen Truppen besetzt.

Nach dem Krieg wurde insbesondere auf Betreiben des neuen Oberbürgermeisters Arnulf Klett beim Wiederaufbau auf historische Konstruktionen, vor allem am ehemals historischen Stuttgarter Marktplatz, weitgehend verzichtet. Große Teile der Ruinen der Stadt kamen daher auf den Trümmerberg Birkenkopf. Die Idee war, eine autogerechte Metropole für das 20. Jahrhundert zu schaffen. So wurden auch ganze Straßenzüge und Plätze, die überhaupt nicht oder sehr gering beschädigt waren, abgerissen. Im 150. Todesjahr von Friedrich Schiller wurden 1955 die letzten Reste seiner alma mater, der Hohen Karlsschule in der Nähe des Neuen Schlosses, abgetragen, um für die Verbreiterung der Bundesstraße Platz zu schaffen (Adenauerstraße).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gehörte Stuttgart zur amerikanischen Besatzungszone. Die Militärverwaltung richtete in Stuttgart DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Mittel- und Osteuropa in den Industriebetrieben der Region. Das DP-Lager "Stuttgart-West" beherbergte ausschließlich mehr als 1.400 jüdische Überlebende der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Das Lager wurde 1949 geschlossen, die verbliebenen DPs wurden in ein DP-Lager in Heidenheim an der Brenz verlegt.

1946 wurde Stuttgart zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden erklärt, das am 25. April 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Hauptstadt des Bundeslandes Baden-Württemberg. Die Bewerbung der Stadt im Jahre 1948 als neue Hauptstadt der noch zu gründenden Bundesrepublik scheiterte in erste Linie an den finanziellen hohen Belastungen (eine Million DM jährlich für Mieten). Neben Stuttgart hatten sich auch die Städte Frankfurt am Main, Kassel und Bonn beworben; eine Kommission des Parlamentarischen Rates hatte zuvor alle Städte auf ihre Eignung geprüft.Edith Ennen, Dietrich Höroldt: "Kleine Geschichte der Stadt Bonn", Stollfuss Verlag, Bonn 1967, S. 278–279.

Die Bevölkerung, die in den letzten Kriegsjahre v. a. durch Evakuierung, Flucht und Luftangriffe um fast die Hälfte zurück gegangen
war (April 1942: ca. 498 000, April 1945: ca. 266 000), wuchs durch den Zustrom Heimatvertriebener aus den ehemals deutschen Ostgebieten in den späten 1940er und den 1950er Jahren wieder massiv an. 1962 erreichte die Stadt mit ca. 640 000 ihren bisher höchsten Einwohnerstand. In den späten 1950er und frühen 1960er Jahren kamen als Folge des Arbeitskräftemangels und des Wirtschaftswunders im Nachkriegs-Westdeutschland auch die ersten Gastarbeiter in die Region Stuttgart.

Die zwischen 1959 und 1963 in Stammheim errichtete Justizvollzugsanstalt Stuttgart wurde 1975 im Zuge des am Oberlandesgericht Stuttgart abgehaltenen Stammheim-Prozesses gegen führende Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe (Roten Armee Fraktion) um einen Hochsicherheitstrakt erweitert. Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe waren von 1975 bis zum 9. Mai 1976 (Meinhof) bzw. 18. Oktober 1977 (Todesnacht von Stammheim) in diesem Teil des Gefängnisses von Stuttgart-Stammheim inhaftiert. (siehe auch Deutscher Herbst).

Am 1. Oktober 1978 begann die S-Bahn in Stuttgart auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch "Verkehr")

1993 war Stuttgart Gastgeber der Internationalen Gartenbauausstellung und der Leichtathletik-WM.

Eine Bewerbung der Stadt um die Olympischen Spiele 2012 scheiterte 2003 bereits in der nationalen Vorauswahl, als sich das NOK für Leipzig entschied.

2006 war Stuttgart einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft, u. a. fand hier das Spiel um Platz 3 statt.

2008 erhält die Stadt beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf eine Goldmedaille.

Heute ist Stuttgart mit knapp 600 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und die sechstgrößte Deutschlands.

Eingemeindungen
Ehemals selbstständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Stuttgart eingegliedert oder 1942 zwangseingemeindet wurden



Politik
In Zeiten der Grafschaft beziehungsweise des Herzogtums Württemberg wurde die Verwaltung der Stadt Stuttgart von einem "Vogt" geleitet. Dieser wurde vom Graf beziehungsweise Herzog in sein Amt eingesetzt und konnte von diesem auch nach Belieben entlassen werden. Nach Aufteilung der Verwaltung in ein Stadtoberamt und ein Amtsoberamt (für das Umland) wurden beide Behörden jeweils von einem "Stadtoberamtmann" beziehungsweise Amtsoberamtmann geleitet. Ab 1811 erhielt der leitende Verwaltungsbeamte der Stadt die Bezeichnung "Stadtdirektor".

Nach Einführung des Selbstverwaltungsrechts der Gemeinden in Württemberg im Jahre 1819 erhielten die Städte und Gemeinden ein gewisses Mitspracherecht bei der Bestellung des Ortsvorstehers, der künftig die Bezeichnung "Schultheiß", in Städten "Stadtschultheiß" trug. Oberbürgermeister war seinerzeit in Württemberg lediglich eine besondere Bezeichnung, die der König verleihen konnte. Sie wurde nicht allen Stadtschultheißen in Stuttgart verliehen. Erst mit Inkrafttreten der Württembergischen Gemeindeordnung von 1930 wurde der Titel Oberbürgermeister offiziell für alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern eingeführt.

Während des Kapp-Putsches im März 1920 war Stuttgart für einige Tage Sitz der Reichsregierung.

Gemeinderat
Stuttgarter Rathaus

→ "Hauptartikel: Wahlergebnisse in Stuttgart seit 1999"



SÖS und Die Linke bilden eine gemeinsame Fraktion.

Stadtoberhäupter seit 1800
(bis 1811: Stadtoberamtmann; 1811–1819: Stadtdirektor; ab 1820: Oberbürgermeister)
* 1799–1804: Christian Heinrich Günzler (* 1758; † 1842)
* 1805–1811: Gottfried Eberhard Hoffmann
* 1811–1813: Karl Eberhard von Wächter
* 1813–1819: Karl Friedrich von Dizinger
* 1820–1833: Willibald Feuerlein (* 1781; † 1850)
* 1833–1861: Georg Gottlob von Gutbrod (* 1791; † 1861)
* 1862–1872: Heinrich von Sick (* 1822; † 1881)
* 1872–1892: Gottlob Friedrich von Hack (* 1843; † 1911)
* 1893–1899: Emil von Rümelin (* 1846; † 1899), parteilos
* 1899–1911: Heinrich von Gauß (* 1858; † 1921)
* 1911–1933: Karl Lautenschlager (* 1868; † 1952)
* 1933–1945: Karl Strölin (* 1890; † 1963), NSDAP
* 1945–1974: Arnulf Klett (* 1905; † 1974), parteilos
* 1974–1996: Manfred Rommel (* 1928), CDU
* seit 1997: Wolfgang Schuster (* 1949), CDU

Jugendräte
In 20 der 23 Stadtbezirke gibt es – teilweise seit 1995 – Jugendräte. Aktuell sind diese in 16 Parlamenten konstituiert, die oberen Neckarvororte Hedelfingen, Obertürkheim, Untertürkheim und Wangen sowie die Bezirke Birkach und Plieningen haben gemeinsame Jugendräte. In den drei Bezirken (Feuerbach, Münster und Vaihingen), in denen sich nicht genügend Kandidaten fanden, haben sich sogenannte Projektgruppen gebildet. Wahlberechtigt und wählbar sind alle Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die seit mindestens drei Monaten im Stadtbezirk wohnen. Die Anzahl der Sitze richtet sich nach der Einwohnerzahl. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre, die letzten Wahlen fanden vom 14. Januar bis 1. Februar 2008 statt. Jedes der 16 Jugendratsgremien entsendet drei, jede der drei Projektgruppen einen Delegierten in den Stuttgarter Gesamtjugendrat.

Wappen
Blick vom Stuttgarter Fernsehturm Richtung Innenstadt
Wappen von Stuttgart
Das Wappen der Stadt Stuttgart zeigt ein steigendes, schwarzes Pferd in goldenem Feld. Das Wappen ist in seiner heutigen Form seit dem 11. April 1938 im amtlichen Gebrauch. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb. Die Stadtflagge wurde am 10. Juli 1950 vom württemberg-badischen Ministerrat verliehen.

Die erste noch erhaltene Abbildung des Stuttgarter Stadtwappens stammt aus dem Stadtsiegel des Jahres 1312. Sie zeigt zwei ungleich große (heraldisch) nach rechts schreitende Pferde im früh- und hochgotischen Dreieckschild. Im Stadtsiegel von 1433 wurde die Form des Stadtwappens geändert. Der Wappenschild zeigt ein (heraldisch) nach rechts galoppierendes Pferd im spätgotischen Rundschild. Diese Wappenform diente im Wesentlichen als amtliches Stuttgarter Stadtwappen bis ins 19. Jahrhundert. Dabei wurde die Darstellung des Pferdes im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Es wurde schreitend, laufend, galoppierend, springend, steigend und aufgerichtet dargestellt. 1938 setzte sich die heutige Form durch. Ursprünglich war seine Grundfarbe Silber, erstmals 1699 nach einem Wappenbuch golden. Diese Farbe setzte sich allmählich in Anlehnung an die württembergischen Hausfarben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch. Es handelt sich um ein „redendes“ Wappen, das heißt das ursprüngliche Gestüt, auf das die Stadt zurückgehen soll, wird hier versinnbildlicht.

Der Sportwagenhersteller Porsche – beheimatet in Stuttgart-Zuffenhausen – führt das Stadtwappen in leicht abgeänderter Form in seinem Firmenlogo. Die in der Landeshauptstadt gerne erzählte Geschichte, auch bei dem Ferrari-Logo handle es sich um ein abgewandeltes Stuttgarter Wappen, welches der Firmengründer Enzo Ferrari von einem Trümmerteil eines 1944 über Italien abgeschossenen deutschen Kampfflugzeuges kopiert habe, ist dagegen eindeutig unwahr, denn das "cavallino rampante" wurde bereits in den dreißiger Jahren von der Firma verwendet.

"Siehe auch:" Liste der Wappen der ehemaligen Städte und Gemeinden in Stuttgart

Städtepartnerschaften
Stuttgart unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:



Zusätzlich werden folgende Städtefreundschaften unterhalten:
* Flagge von Japan Ōgaki, Japan, seit 1988
* Flagge von China Nanjing, Volksrepublik China
* Flagge von Israel Shavei Zion, Israel

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Oper, Theater und Ballett
Opernhaus im Schlossgarten
Schauspielhaus im Schlossgarten
Friedrichsbau Theater
Wilhelma-Theater
Palldium-Theater im SI-Zentrum
„Komödie im Marquardt“: Marquardtbau Stuttgart
Das Staatstheater Stuttgart (vom Münchner Architekten Max Littmann in den Jahren 1909 bis 1912 als Königliches Hoftheater erbaut) ist das größte Drei-Sparten-Theater der Welt. Dazu gehört das Opernhaus (früher „Großes Haus“), welches in den Jahren 1994, 1998, 1999, 2000, 2002 und 2006 mit dem Titel Opernhaus des Jahres ausgezeichnet wurde. Das weltbekannte Stuttgarter Ballett hat hier ebenfalls seine Heimat. Neben dem Opernhaus gehören das Schauspielhaus (früher „Kleines Haus“) und das Kammertheater zum Staatstheater Stuttgart. Das Kleine Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. An derselben Stelle wurde zwischen 1959 und 1962 das heutige Schauspielhaus erbaut. Die Neue Staatsgalerie beherbergt seit 1983 das Kammertheater, in dem kleinere Opern- oder Schauspielaufführungen stattfinden.

Die Schauspielbühnen Stuttgart bestehen aus den Spielstätten "Das Alte Schauspielhaus" sowie der "Komödie im Marquardt". Das Alte Schauspielhaus wurde 1909 auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne errichtet und war bis zur Wiedereröffnung des Kleinen Hauses des Staatstheaters 1962 das renommierteste Theater der Stadt. Die Komödie im Marquardt wurde 1951 im ehemaligen Hotel Marquardt gegründet und dient in erster Linie der komödiantischen Unterhaltung. Die Schauspielbühnen in Stuttgart sind die Sprechtheater mit den höchsten Zuschauerzahlen in Baden-Württemberg und gehören damit zu den Top fünf der deutschen Sprechtheater.

Das mit 120 Sitzplätzen kleine Theater im Depot gehört ebenfalls zum Staatstheater und ist in einem ehemaligen Straßenbahndepot im Osten der Stadt untergebracht.

Seit über 20 Jahren besteht das „FITZ“ – Zentrum für Figurentheater im Kulturareal „Unterm Turm“, in dem sich auch seit 2003 das JES – Junges Ensemble Stuttgart – befindet. Weiterhin findet man hier die „tri-bühne“.

Im Jugend- und Kulturzentrum Forum 3 hat das freie „Forum Theater“ seinen Sitz. Dramatisch–theatralische Inhalte sind hier in erster Linie zu sehen.

Das Friedrichsbau Varieté wurde 1994 auf historischem Grund wieder ins Leben gerufen, nachdem der prunkvolle Jugendstilbau im Zweiten Weltkrieg vollständig ausgebrannt war.

Einen bundesweit einzigartigen und besonderen Stellenwert hat in Stuttgart die Kunst der Pantomime. Dieses begründet sich durch das Pantomimetheater Makal City Theater GmbH, welches als Gastspiel- und Tourneetheater zu sehen ist, sowie das Internationale Pantomimetheater, welches mit ganzjährigen Pantomime-Veranstaltungen und Aufführungen mit Schwarzem Theater seine Heimat im Stuttgarter Osten hat. Darüber hinaus bietet sich dort die Möglichkeit, die Kunst des Pantomimespiels auf professionellem Niveau zu erlernen.

Das für Stuttgart bekannte literarische Kabarett ist das Renitenz-Theater. Es wurde 1961 gegründet und ist damit die älteste Kabarettbühne der Stadt.

Im „Theater am Faden“ werden seit 1972 die Puppen und Marionetten tanzen gelassen, wovon viele Exemplare von den Puppenspielern selbst hergestellt wurden. Weitere Figurentheater sind das „Theater in der Badewanne“ im Höhenpark Killesberg sowie das „Theater Tredeschin“ in der Haußmannstraße. Als Stabpuppentheater bezeichnet sich das „Theater La-Plapper-Papp“ seit 1960.

Das „Theater der Altstadt im Westen e. V.“ ist mittlerweile in der Rotebühlstraße zu finden, nachdem der erste Holzbau bereits 1969 und somit elf Jahre nach Bau ausgebrannt war.

Nellys Puppen Theater spielt mit Puppen und Marionetten für Kinder ab 3 Jahre. Im selben Haus spielt das Theater am Olgaeck, welches einen Schwerpunkt auf den kulturellen Austausch mit Osteuropa setzt.

Das Theaterhaus führte ab 1984 im Stadtteil Wangen sein Dasein – seit 2000 am Pragsattel, hier wird auch jährlich der Stuttgarter Theaterpreis vergeben.

Der „TREFFPUNKT Rotebühlplatz“ ist vorwiegend für Tanz, Theater, das internationale Solo-Tanz-Theater-Festival und Neue Musik bekannt.

Die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart unterhält in Bad Cannstatt das Wilhelma-Theater.

In der Werastraße findet man das „Wortkino“.

Gleich mehrere Bezeichnungen trägt das „Volkstheater“, oder Boulevaerle, Stuttgarter Volkstheater im Rebstöckle, Stuttgarter Theäterle und noch einige andere.

Im SI-Centrum sind zwei Musical-Theater untergebracht – das „Palladium Theater“ und das „Apollo Theater“.

Museen
Eingang der Neuen Staatsgalerie
Kunstmuseum am Schlossplatz
Mercedes-Benz Museum
Neues Porsche Museum
Staatliches Museum für Naturkunde im Schloss Rosenstein
→ "Hauptartikel: Museen in Stuttgart"

In Stuttgart befinden sich fünf der elf staatlichen Museen Baden-Württembergs. So die Alte und Neue Staatsgalerie. Eröffnet um 1843 und 1984 um den Neubau erweitert, genießt die Staatsgalerie europäische Aufmerksamkeit. Kunst vom 14. Jahrhundert bis in die Moderne sind in den architektonisch interessanten Räumlichkeiten zu betrachten, darunter Werke von Cranach dem Älteren, Rubens, Rembrandt, Monet, Renoir, Cézanne, Picasso und Beuys.

Im Alten Schloss ist das Landesmuseum Württemberg beherbergt. 1862 von Wilhelm I., König von Württemberg gegründet, reichen seine Wurzeln jedoch bis ins 16. Jahrhundert zurück, in dem die damaligen Herzöge alles was selten, kostbar und ungewöhnlich war, sammelten. Es wird die Landesgeschichte von der Steinzeit bis in die Neuzeit dargestellt. Neben der Zentrale gibt es zwei weitere Zweigstellen in Stuttgart sowie acht Zweigstellen in Baden-Württemberg.

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg wurde 1987 gegründet. Es erhielt im Jahr 2002 auf der Stuttgarter Kulturmeile einen eigenen Museumsbau. Landesgeschichte, landestypische Gegenstände und ein Themenpark, der Probleme der Gegenwart in einen historischen Kontext stellt, sind die drei wichtigsten Themenbereiche. Das Haus der Geschichte unterhält fünf Zweigstellen im Land.

Natur- und Fossilkunde sind die Eckpfeiler des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart, welches im Rosensteinpark zwei Zweigstellen unterhält: Das Museum am Löwentor und das Museum Schloss Rosenstein. Ersteres widmet sich den zahlreichen Fossilfunden Baden-Württembergs. Ein großer Teil der Ausstellung beinhaltet alles rund um Dinosaurier. Das seit 1954 im Schloss Rosenstein untergebrachte Naturkundemuseum wurde 1791 als „Naturaliensammlung“ gegründet. Die biologische Schausammlung ist ein Publikumsmagnet und die naturwissenschaftliche Sammlung eine der bedeutendsten Europas.

Museum für Völkerkunde ist das Linden-Museum. Seine Ursprünge sind im Jahr 1882 zu suchen, seit 1911 besteht es in einem eigenen Bau. Das Linden-Museum ist eines der größten Völkerkundemuseen Europas und informiert über Afrika, Orient, Südasien, Ostasien, Südsee, Nordamerika und Südamerika. Besondere Beachtung verdient die Dauerausstellungen zu den außereuropäischen Ethnien.

Neben diesen staatlichen gibt es viele weitere Museen in der Landeshauptstadt. Besonders erwähnenswert ist davon das Mercedes-Benz Museum. Mit knapp 440.000 BesuchernStatistik von Besucherzahlen von Museen oder museumsähnlicher Einrichtungen in Stuttgart ist es mit großem Abstand das meistbesuchte Museum der Stadt. Seit 1923 besteht die Fahrzeugsammlung des Unternehmens. Im Jahr 2006 wurde die Mercedes-Benz-Welt eröffnet. Auf ihrem Weg durch das von hg merz entworfene Museum erleben die Besucher eine Zeitreise durch die 120-jährige Automobilgeschichte. Historische Fahrzeuge vom ersten Auto der Welt über die legendären Silberpfeile bis zur Gegenwart der Marke Mercedes-Benz sind zu betrachten.

Ebenfalls neuen Ursprungs ist das städtische Kunstmuseum Stuttgart. Im März 2005 als „Nachfolgemuseum“ der Galerie der Stadt Stuttgart eröffnet. Bereits im ersten Jahr nach der Eröffnung des Hauses wurde es mit 330.000 Besuchern zum zweitgrößten Anziehungspunkt für Besucher. Seine exponierte Lage in der Fußgängerzone Königsstraße trägt ebenso dazu bei wie die außergewöhnliche Architektur eines die Ausstellungsräume umhüllenden strengen Glaskubus. Moderne Kunst zählt im Wesentlichen zur Sammlung. Es beherbergt die bedeutendste Sammlung von Werken Otto Dix.

Museen privater Vereine oder Firmen sind in einer Vielzahl zu finden, so zum Beispiel das im Jahr 1976 eröffnete Porsche-Museum in Zuffenhausen welches bis zur Fertigstellung des neuen Museums am 31. Januar 2009 etwa 20 ständig wechselnde Exponate ausstellte. Mittlerweile können in dem architektonisch äußerst interessantem Neubau ca. 80 Fahrzeuge besichtigt werden, wobei auch hier wechselweise die Modelle gezeigt werden. Im Hegelhaus (Geburtshaus von Georg Wilhelm Friedrich Hegel) ist das Leben des in Stuttgart geborenen Philosophen dargestellt. Mehrere Lapidarien sind in und um Stuttgart zu besuchen. Das Straßenbahnmuseum dokumentiert mit historischen Fahrzeugen von 1868 bis 1986 sowie Gegenständen aus Betrieb und Technik die Geschichte der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Im Feuerwehrmuseum Stuttgart (Münster) wird die Entwicklung der Brandbekämpfung in Stuttgart geschildert. 2002 wurde das Theodor-Heuss-Haus auf dem Killesberg eröffnet und zeigt seitdem das Leben des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am Nordbahnhof erinnert daran, dass von diesem Ort während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1941 und 1945 mehr als 2000 Juden aus Stuttgart und Württemberg deportiert wurden.

Bibliotheken und Archive
Württembergische Landesbibliothek
Stadtbücherei Stuttgart im Wilhelmspalais
Hauptstaatsarchiv Stuttgart
→ "Hauptartikel: Bibliotheken in Stuttgart"

Die Württembergische Landesbibliothek ist mit der Badischen Landesbibliothek (BLB) in Karlsruhe die Regionalbibliothek für Baden-Württemberg. Die WLB ist speziell für die Regierungsbezirke Stuttgart und Tübingen zuständig. Besonders widmet sich die Landesbibliothek der Beschaffung, Erschließung, Archivierung und Bereitstellung des Schrifttums über Württemberg, den so genannten Württembergica. Zusammen mit der BLB hat sie auch das Pflichtexemplarrecht für Baden-Württemberg (seit 1964, vorher nur für Württemberg) und ist damit Archivbibliothek.

Die Universitätsbibliothek Stuttgart (UBS) ist eine zentrale Einrichtung der Universität Stuttgart. Sie bildet den Mittelpunkt des Bibliothekssystems der Universität und gewährleistet die Versorgung von Forschung, Lehre und Studium mit Literatur und anderen Informationsmitteln. Sie steht neben den Angehörigen der Universität auch Bürgern der Stadt zu Verfügung. Zusammen mit anderen wissenschaftlichen Bibliotheken und Dokumentationsstellen im Raum Stuttgart – wie der Universitätsbibliothek Hohenheim – bildet die UBS das Bibliotheksinformationssystem der Region Stuttgart (BISS).

Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart ist das für die Ministerien des Landes Baden-Württemberg zuständige Archiv. Seit 1965 befindet es sich direkt neben der WLB und gehört seit 2005 als Abteilung dem Landesarchiv Baden-Württemberg an. Es enthält die Bestände der Grafschaft bzw. des Herzogtums Württemberg bis 1806, der württembergischen Zentralbehörden des 19. und 20. Jahrhunderts sowie der Anfang des 19. Jahrhunderts als Folge der Mediatisierung an Württemberg gefallenen Herrschaften und Reichsstädte in Südwürttemberg.

Das Stadtarchiv Stuttgart ist das für die Landeshauptstadt Stuttgart zuständige Archiv. Es bewahrt das historisch wertvolle Schrift- und Bildgut der städtischen Behörden auf und sammelt die Nachlässe stadtgeschichtlich bedeutender Personen und Institutionen sowie Einzeldokumente und Bilder zur Stuttgarter Geschichte. Das im Archiv verwahrte Material ist grundsätzlich öffentlich zugänglich und kann im Lesesaal in der Silberburgstraße 191 eingesehen werden.

Das „Archiv der AnStifter“ widmet sich den Toten der Stadt. Seit 2005 arbeiten die AnStifter an einem Erinnerungsbuch über „Die Toten der Stadt“. Bisher wurden etwa 5.000 Namen von Opfern des Regimes des Nationalsozialismus erfasst.

Musik
Fruchtkasten mit Musikinstrumentensammlung
"Orchester"
* Staatsorchester Stuttgart (Orchester des Württembergischen Staatstheaters) mit über 400-jähriger Geschichte; der Vorläufer wurde 1589 als Württembergische Hofkapelle zum ersten Mal urkundlich erwähnt; Generalmusikdirektoren waren unter anderem Max von Schillings und Vaclav Neumann
* Stuttgarter Philharmoniker; gegründet 1924
* Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR; gegründet 1946, Chefdirigent Sir Roger Norrington
* Stuttgarter Kammerorchester e. V.; gegründet 1947 von Karl Münchinger
* SWR Big Band Stuttgart; gegründet 1951 als „Südfunk-Tanzorchester“
* Junges Kammerorchester Stuttgart; Leitung: Alexander Scherf, gegründet 1960 als „Jugendkammerorchester Stuttgart“
* Daimler Orchester; gegründet 1979
* Christophorus-Symphonie-Orchester Stuttgart; gegründet 1969

"Chöre"
* Stuttgarter Hymnus-Chorknaben
* Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart
*Mädchenkantorei Stuttgart, gegründet 1994 von Martin Dücker
* Kolping-Chor Stuttgart; gegründet 1872 als „Gesangsabteilung des Kath. Gesellenverein Stuttgart“, heute der zweitgrößte Männerchor in Stuttgart
* SWR Vokalensemble Stuttgart; gegründet 1946 als „Südfunk-Chor Stuttgart“
* Bachchor Stuttgart; gegründet 1949
* „Gächinger Kantorei“; gegründet 1954 von Helmuth Rilling, benannt nach dem Gründungsort Gächingen auf der Schwäbischen Alb
* Kammerchor Stuttgart; gegründet 1968
* Württembergischer Kammerchor; gegründet 1970 von Dieter Kurz
* Stuttgarter Kantorei; gegründet 1994 gegründet von Kay Johannsen
* Untertürkheimer Kantorei; gegründet 1892 als „Evangelischer Kirchenchor Untertürkheim“
* Kammerchor „Cantus Stuttgart“; gegründet 1989 als „Cantus Cannstatt“
* Neuer Chor Stuttgart; gegründet 1985
* Singakademie Stuttgart; gegründet 2002 als Ensemble ad libitum Stuttgart
* Akademischer Chor der Universität Stuttgart
* Philharmonia-Chor Stuttgart; entstand 1986 aus dem "Philharmonia Vocalensemble" und dem "Philharmonischem Chor"

"Sonstige"
* Internationale Bachakademie Stuttgart

Bauwerke
Brücken
Eisenbahnviadukt Stuttgart-Münster
Der Neckartalviadukt Untertürkheim ist eine 1400 Meter lange Kombination aus mehreren Brücken im Zuge der Bundesstraße 14 im Neckartal bei Stuttgart-Untertürkheim. Die Planungen für eine Verbindungsstraße vom Remstal ins Neckartal gehen bis ins Jahre 1932 zurück, jedoch wurde erst im Jahr 1986 mit dem Bau begonnen.

Das Nesenbachtal bei Stuttgart-Vaihingen wird durch den Nesenbachviadukt überbrückt. Der ursprüngliche Bau wurde 1945 zerstört und erst 1946 wieder aufgebaut. Im Rahmen des Ausbaus der S-Bahn-Strecke nach Vaihingen wurde das Viadukt 1982/1983 durch eine neue, viergleisige Brücke ersetzt, die dem ehemaligen Viadukt optisch entspricht.

Über das Neckartal führt der Eisenbahnviadukt Stuttgart-Münster und verbindet Untertürkheim mit Kornwestheim. Die Umgehungsbahnstrecke wurde 1896 in Betrieb genommen, die 855 Meter lange Brücke wurde 1985 durch eine Beton-Stahl-Konstruktion ersetzt.

Industriebauwerke
Gaskessel Stuttgart-Ost
Vorwiegend als Müllverbrennungsanlage dient das Kraftwerk Stuttgart-Münster. Das seit 1908 bestehende, direkt am Neckar gelegene Kraftwerk kann auch als Heiz- und Kohlekraftwerk sowie mit Gasturbinen betrieben werden. 1964 wurde der 182 Meter hohe Schornstein hinzugefügt.

Das Heizkraftwerk Stuttgart-Gaisburg ist ein steinkohlebefeuertes Kraftwerk am Neckarufer in Stuttgart-Gaisburg. Es dient ausschließlich der Fernwärmebereitstellung. Ebenfalls in Gaisburg findet sich das 1874/75 erbaute Gaswerk Stuttgart-Gaisburg, welches bis 1972 zur Gaserzeugung durch Kohlevergasung und seitdem zur Gasspeicherung dient. 1928–1929 wurde der 100 Meter hohe Gaskessel gebaut, der als Wahrzeichen des Stadtteils gilt.

Im Züblin-Haus in Stuttgart-Möhringen ist der Firmensitz der Ed. Züblin AG. Der markante Bürobau in Stahlbeton-Fertigteilbauweise wurde 1983–1984 erbaut. Der glasüberdachte Innenhof dient mehrmals jährlich als Ort für Musikveranstaltungen und Schauspielaufführungen.

Kirchen
Grabkapelle auf dem Württemberg bei Stuttgart
Leonhardskirche Stuttgart
→ "Hauptartikel: Kirchen in Stuttgart"

Im Zentrum von Stuttgart liegt die Stiftskirche, Hauptkirche der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Erstmals datiert 1170 wurde sie danach mehrfach erweitert, zerstört und wiederaufgebaut. Sie gilt als Wahrzeichen der Innenstadt.

Die evangelische Leonhardskirche ist die zweitälteste Kirchengründung in der Altstadt Stuttgarts. Ihren Ursprung fand die heutige Kirche in einer dem heiligen Leonhard geweihten Kapelle um 1337, die zunächst wahrscheinlich als Station für Pilger des Jakobswegs diente.

Bei der evangelischen Hospitalkirche handelte es sich um eine spätgotische Hallenkirche, die zwischen 1471 und 1493 für den Dominikanerorden errichtet wurde.

1478 wurde die evangelische Stadtkirche St. Germanus in Untertürkheim gebaut, urkundlich aber bereits 1289 erwähnt. Einem Chronisten nach wurde die Kirche möglicherweise als Dank für einige sehr fruchtbare Jahre erbaut und führte dazu, dass Untertürkheim ein selbständiger Pfarrort wurde.

Die Domkirche St. Eberhard (früher: Stadtpfarrkirche St. Eberhard) ist seit 1978 die zweite Kathedralkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 1808 wurde der Grundstein zu diesem ersten katholischen Kirchenneubau in Stuttgart seit der Reformation gelegt. Die Kirche erhielt ihre Weihe am 1. Oktober 1811.

St. Barbara wurde 1783/1784 als katholische Kirche in Hofen erbaut. Seit 1954 werden Wallfahrten zur Stuttgarter Madonna veranstaltet, welche vom letzten katholischen Pfarrer der Stuttgarter Stiftskirche 1535 nach Hofen gebracht wurde.

In Mühlhausen steht die 1380 erbaute evangelische Veitskapelle. Kunsthistorisch bedeutend sind Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert mit Szenen aus der Bibel und der Veits-Legende.

Als älteste Kirche Stuttgarts gilt die Martinskirche in Plieningen. Die aus Holz bestehende Urkirche wurde um 600 nach Christus erbaut. Der Ursprung des romanischen Steinbaus liegt in der St. Martinuskirche, welche im 12. Jahrhundert im Mönchhof erbaut wurde.

Die größte Kirche Stuttgarts ist das Gospelforum der Biblischen Glaubens-Gemeinde; 2200 Besucher haben hier Platz.

Schlösser
Das Neue Schloss mit Schlossplatz und Musikpavillon
Blick vom Kleinen Schlossplatz zum Neuen Schloss
Schloss Solitude
Schloss Hohenheim

Das Alte Schloss liegt im Zentrum Stuttgarts am Schlossplatz und geht auf eine Wasserburg aus dem 10. Jahrhundert zurück. Die erste Burganlage gab es bereits um 950 zum Schutz des Stutengartens. In direkter Nachbarschaft befindet sich das Neue Schloss. Die Grundsteinlegung für die barocke Residenz von Herzog Karl Eugen erfolgte am 3. September 1746, fertiggestellt wurde es erst 1807. Nach dem Ende der Monarchie ging das Neue Schloss 1918 in den Besitz des Landes Württemberg über.

Im Stadtteil Hohenheim liegt das gleichnamige Schloss Hohenheim. Es wurde zwischen 1772 und 1793 von Herzog Karl Eugen für seine spätere Frau Franziska von Leutrum gebaut. Heute wird das Schloss hauptsächlich von der Universität Hohenheim genutzt und ist von den Hohenheimer Gärten umgeben.

Das Naturkundemuseum ist im Schloss Rosenstein untergebracht. Es wurde 1822 bis 1830 unter König Wilhelm I. in klassizistischem Stil erbaut. Es liegt am Rande des Neckartals inmitten des zeitgleich angelegten Rosensteinparks. Vom Schloss hat man einen freien Blick auf das Mausoleum, der Grabkapelle auf dem Württemberg, für König Wilhelms zweite Frau Katharina Pawlowna.

Ebenfalls unter Herzog Karl Eugen wurde von 1764 bis 1769 das Schloss Solitude (französisch: "Einsamkeit") als Jagd- und Repräsentationsschloss erbaut. Auf einem langgezogenen Höhenrücken zwischen den Städten Leonberg, Gerlingen und den Stuttgarter Stadtbezirken Weilimdorf und Botnang gelegen, bietet es einen freien Blick nach Norden ins württembergische Unterland Richtung Ludwigsburg. Die Akademie Schloss Solitude ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, die Aufenthaltsstipendien für sechs oder zwölf Monate an Künstler vergibt. Die Künstler wohnen und arbeiten während der Stipendiumszeit in 45 möblierten Studios, die sich in den beiden ehemaligen Officen- und Kavaliersbauten des Schlosses befinden.

Im Stuttgarter Osten entstand im Auftrag des württembergischen Kronprinzen Karl von 1845 bis 1893 die Villa Berg und die darum liegende Parkanlage. Die im Stil der italienischen Neorenaissance erbaute Villa wirkte als Initialbau der südwestdeutschen Villenarchitektur des 19. Jahrhunderts.

Ursprünglich als „Badhaus“ gedacht, wurde 1842 mit dem Bau des ersten Gebäudes begonnen, das auf Anweisung des Königs, Wilhelma genannt wurde. Dem Architekt Zanth gelang es, das, was man unter maurischem Stil verstand, mit den Fähigkeiten deutscher Handwerker, den Wohnbedürfnissen eines schwäbischen Monarchen und dem mitteleuropäischen Klima zu verbinden. Als die Wilhelma 1846 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Karl mit der Zarentochter Olga Nikolajewna eingeweiht wurde, gab es einen Festsaal, zwei Hauptgebäude mit mehreren höfischen Räumen, verschiedene Pavillons, Gewächshäuser und großzügige Parkanlagen.

Wilhelmspalais wird ein am Charlottenplatz stehendes Palais genannt. Es war Wohnsitz des letzten württembergischen Königs Wilhelm II. Heute beherbergt es die Stuttgarter Zentralbücherei. Erbaut wurde er zwischen 1834 und 1840 in erster Linie als Wohnsitz seiner beiden ältesten Töchter, Marie und Sophie.

Stäffele
Die Stuttgarter Stäffele sind die bekannten Treppenanlagen der Stadt: Es gibt mehr als 400 mit einer Gesamtlänge von über 20 Kilometer. Die meisten stammen noch aus der Zeit des Weinbaus in der Stadt bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Um die steilen Terrassen überhaupt kultivieren zu können, mussten Treppen und Wege angelegt werden. Später, als die Stadt immer weiter die Hänge hinauf wuchs und die Weinberge teilweise durch Häuser und Straßen verdrängt wurden, nutzte man die Staffeln als Fußwege zu den neu gebauten Wohngebieten. Einige wurden kunstvoll ausgebaut und mit Bepflanzungen und Brunnen ergänzt.

Bekannte Stäffele sind Eugenstaffel, Sängerstaffel, Hasenberg-Staffel und Sünderstaffel.

Tunnel
Wegen der hügeligen Topografie ist Stuttgart auch eine Stadt der Tunnel. Darunter befinden sich Straßentunnel, Eisenbahntunnel, S-Bahntunnel und Stadtbahntunnel.

Straßentunnel
Der Wagenburgtunnel von 1941 diente ursprünglich als Luftschutzkeller. Die 824 Meter lange Südröhre wurde bis 1958 ausgebaut und war bei ihrer Eröffnung der längste Straßentunnel Deutschlands. Der Heslacher Tunnel mit 2300 Meter Länge wurde von 1980 bis 1991 gebaut. Es folgen auf der B 14 der Viereichenhautunnel (290 Meter) und der Gäubahntunnel (450 Meter) bis zum Schattenring. Lange war der 10,5 Meter breite Schwabtunnel der breiteste Tunnel Europas. Gebaut wurde er von 1894 bis 1896 und ist damit mit seiner Länge von 124 Meter der erste innerstädtische Tunnel Europas. Bis 1972 fuhr auch die Straßenbahnlinie 8 durch diesen Tunnel.

Weitere Tunnel sind:

* der Johannesgrabentunnel (260 Meter) an der Bundesautobahn 831 in Stuttgart-Vaihingen,
* Hengstäcker- (780 Meter) und Österfeldtunnel (370 Meter) auf der Nord-Süd-Straße,
* Berger-, Leuze- und Schwanenplatz-Tunnel (500 Meter) bei den Mineralbädern in Stuttgart-Berg,
* Pragsatteltunnel (720 Meter) und
* Feuerbacher Tunnel (ca. 1.200 Meter), welcher das Feuerbacher Wohngebiet von der B 295 entlastet.

Eisenbahntunnel
Der älteste Eisenbahntunnel Stuttgarts ist der viergleisige Pragtunnel nach Feuerbach. Die erste der beiden Röhren wurde 1846 fertiggestellt. Der Kriegsbergtunnel (579 Meter, zweigleisig) liegt auf der Strecke nach Böblingen und ist Teil der Gäubahn, wie auch der folgende Hasenbergtunnel (258 Meter, zweigleisig) zwischen Stuttgart-West und Vaihingen. Der Rosensteintunnel (362 Meter, viergleisig) an der Strecke nach Bad Cannstatt war bereits 1844 begonnen und 1846 fertiggestellt worden. Die Innenstadt wird durch den 8788 Meter langen S-Bahn-Tunnel der Verbindungsbahn zwischen den Stationen Hauptbahnhof und Österfeld durchquert. Ein Teil dieses Tunnels heißt ebenfalls Hasenbergtunnel.

Im Rahmen des Ausbaus von Stuttgart 21 soll der Fildertunnel mit einer Länge von 9468 Metern Hauptbahnhof und Flughafen verbinden.

Stadtbahntunnel
Beginnend Mitte der 1960er Jahre wurde die Stuttgarter Straßenbahn zur Stadtbahn ausgebaut, wobei zahlreiche innerstädtische Strecken in den Untergrund verlegt wurden. Die Tunnel wurden dabei gleich mit einem für die Stadtbahnfahrzeuge erforderlichen erweiterten Lichtraumprofil ausgestattet, so dass die Umspurung von Meter- auf Normalspur möglich war. Bis 1983 war der komplette Innenstadt-Bereich untertunnelt, es folgten der Weinsteigtunnel (1987), Degerloch (1990), Feuerbach Siemensstraße (1984), Feuerbach Wiener Straße (1990), Weilimdorf (1992), Killesberg (1993), Botnanger Sattel (1994), Gerlingen (1997), Waldau (1998) sowie Sillenbuch (1999), Ruit (2000) und Steinhaldenfeld (1090 m; 2005). Aktuell entstehen im Stadtteil Zuffenhausen die Untertunnelung der Unterländer Straße (Fertigstellung geplant Ende 2010) sowie im Stadtteil Fasanenhof ein Tunnel unter der B27 (Inbetriebnahme vsl. ebenfalls 2010) hindurch.

Türme
Stuttgarter Fernsehturm
Stuttgarter Fernmeldeturm
Killesbergturm

Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Stuttgarter Fernsehturm. Er wurde von 1954 bis 1955 als erster Fernsehturm seiner Art erbaut. Aus Stahlbeton gefertigt, beträgt seine Höhe 216,61 Meter. Auf dem "Hohen Bopser" () im Stadtbezirk Degerloch liegt er am Südrand des Stuttgarter Talkessels. Ursprünglich war als Träger für Radio- und Fernsehantennen ein damals üblicher, etwa 200 Meter hoher Stahlgittermast vorgesehen. Die Idee, den Turmkorb auch touristisch nutzbar zu machen, zahlte sich bereits fünf Jahre nach Bau aus: Die Baukosten von 4,2 Millionen Euro waren durch die Eintrittspreise amortisiert. Damit wurde der Fernsehturm in Stuttgart das Vorbild für diverse Konstruktionen weltweit.

Auf dem "Frauenkopf" steht () der Stuttgarter Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG. Ebenfalls aus Stahlbeton erbaut, ist er 192 Meter hoch. Erbaut zwischen 1970 und 1972 kostete er rund 9,5 Mio. DM. Neben diesen beiden gehören der 1966 auf dem "Raichberg" erbaute Stuttgarter Funkturm, sowie der Funkturm Stuttgart-Burgholzhof (1989) beim Pragsattel zu den bekannteren Funktürmen der Stadt.

Der 61 Meter hohe Tagblatt-Turm in Stuttgart-Mitte wurde in den Jahren 1924–1928 gebaut und war somit das erste Sichtbeton­hochhaus Deutschlands. Auch er gilt als Wahrzeichen des Stadtbilds. Der Name rührt von der ursprünglichen Nutzung durch die Tageszeitung "Stuttgarter Neues Tagblatt" her.

Der 42 Meter hohe Killesbergturm, als Aussichtsturm errichtet, liegt im Höhenpark Killesberg. 1993 wurde im Park die Internationale Gartenbauausstellung ausgestellt. Um einen weiten Überblick über das Gelände zu ermöglichen, bedurfte es einer künstlichen Erhöhung. Die Form kam dadurch zustande, dass die Erbauer einerseits die Vorgabe hatten, einen filigranen, sich in die Landschaft einpassenden Turm zu schaffen, und andererseits der eigentlichen Aufgabe, Übersicht zu gewähren, gerecht werden mussten. Heraus kam die Seilnetzkonstruktion.

Weitere Aussichtstürme sind der Bismarckturm in Stuttgart-Nord und der Aussichtsturm Burgholzhof in Bad Cannstatt. Ersterer steht auf dem "Gähkopf" () und bietet eine gute Aussicht auf das Stuttgarter Stadtgebiet sowie Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Erbaut wurde er zwischen 1902 und 1904. Der 1891 erbaute Aussichtsturm Burgholzhof ermöglicht eine gute Sicht auf Stuttgart-Ost, Bad Cannstatt und ins Neckartal bis Esslingen am Neckar.

Der Kriegsbergturm im Stuttgarter Stadtteil Relenberg ist ein 1895 erbauter Aussichtsturm auf dem 353 Meter ü. NN hohen "Kriegsberg". Dieser ist nur für besondere Anlässe der Öffentlichkeit zugängig.

In Stuttgart-Degerloch steht ein 400 Kubikmeter fassender Wasserturm, der 1911–1912 erbaut wurde.

Der Turm des Hauptbahnhofs ragt im Zentrum der Stadt 56 Meter in die Höhe. Der Bau des Bahnhofs dauert von der Grundsteinlegung 1914 bis zur Eröffnung 1922, durch den Ersten Weltkrieg verzögert, fast acht Jahre. Auf der Aussichtsterrasse rotiert ein Mercedes-Stern mit fünf Metern Durchmesser.

"Siehe auch:" Liste der höchsten Bauwerke in Stuttgart | Liste der Hochhäuser in Stuttgart | Sendetürme in Stuttgart | Liste der Türme der Stadtbefestigung von Stuttgart

Weißenhofsiedlung und Kochenhofsiedlung
Die Weißenhofsiedlung wurde 1927 als Teil einer Ausstellung vom deutschen Werkbund initiiert und unter der Leitung von Mies van der Rohe am Stuttgarter Killesberg errichtet. Die Siedlung gilt als eine der bedeutendsten Architektursiedlungen der Neuzeit.

In Holzbauweise und als bewusst traditionalistisches Gegenmodell zur nahe gelegenen Weißenhofsiedlung wurde 1933 auf dem Killesberg – vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Machtübernahme – eine weitere Siedlung, die Kochenhofsiedlung als Modellsiedlung unter der Leitung des Architekten Paul Schmitthenner und von Vertretern der Stuttgarter Schule gebaut.

Weitere Bauwerke
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist der größte Fernbahnhof in Stuttgart und Zentrum des Stuttgarter S-Bahn-Verkehrs sowie zusammen mit der Haltestelle Charlottenplatz wichtigster Knotenpunkt der Stuttgarter Stadtbahn. Die Architekten Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer begannen 1914 mit den Erdarbeiten. Die Fertigstellung wurde durch den Ersten Weltkrieg verzögert. Im Jahr 1922 wurde er offiziell eröffnet, jedoch erst 1927 endgültig fertiggestellt. 1987 wurde der Stuttgarter Hauptbahnhof als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung ins Denkmalbuch eingetragen.

Ehemals als „Neckarstadion“ bekannt ist die Mercedes-Benz Arena. Das Stadion wurde 1929 bis 1933 ebenfalls von Paul Bonatz erbaut und 1933 unter dem Namen „Adolf-Hitler-Kampfbahn“ in Betrieb genommen. 1935 wurde es von 35.000 auf 70.000 Plätze erweitert. Nach dem Krieg wurde das Stadion von der US-Besatzung zunächst in „Century Stadium“ und später in „Kampfbahn“ umbenannt und für Baseballspiele genutzt. 1949 erhielt es den Namen „Neckarstadion“. Zwischen 1949 und 1951 wurde das Stadion nochmals auf 97.500 Plätze erweitert. Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurden die Tribünen neu gebaut. Das Stadion fasste nunmehr 72.000 Zuschauer. 1986 erhielt die Arena als erstes deutsches Stadion eine Farbanzeigetafel. Im Rahmen des Umbaus zur Leichtathletik-WM 1993 erhielt das Stadion den Namen „Gottlieb-Daimler-Stadion“, seit 2008 heißt es „Mercedes-Benz Arena“. Zwischen 1999 und 2005 gab es weitere Umbaumaßnahmen.

Direkt neben dem Daimlerstadion steht die größte Mehrzweckhalle Stuttgarts, die Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Sie wurde 1983 erbaut und nach dem ermordeten Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer benannt. Nach der Modernisierung 2005–2006 fasst die Halle 15.500 Sitz- und Stehplätze. Durch ein gemeinsames Forum ist die Schleyer-Halle mit der 2006 eröffneten Porsche-Arena verbunden. Diese wird hauptsächlich für Sportveranstaltungen genutzt. In direkter Nachbarschaft liegt das Carl-Benz-Center. Das 2006 eröffnete Veranstaltungszentrum bietet rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche.

Jugendstil-Krematorium im Stuttgarter Pragfriedhof
Im Pragfriedhof wurde von 1905 bis 1907 die im Jugendstil erbaute Feierhalle und das einzige Krematorium Stuttgarts errichtet.

Die Markthalle ist ein Jugendstilgebäude im Stadtzentrum. Sie wurde 1911 bis 1914 an der Stelle errichtet, an der sich seit 1864 ein Gemüsemarkt befunden hatte. Zunächst diente sie als Nahrungsmittelbörse mit über 400 Verkaufsständen. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Markthalle wieder aufgebaut und steht seit 1974 unter Denkmalschutz. Heute ist sie ein Verbrauchermarkt. Ganz in seiner Nähe das ehemalige Hotel Silber am Karlsplatz war einst auch Sitz der Gestapozentrale.

Ebenfalls im Stadtzentrum liegt das Stuttgarter Rathaus, der Sitz der Stuttgarter Stadtverwaltung. Der 1901–1905 im Stil der flämischen Spätgotik erbaute prachtvolle Vorgängerbau brannte nach Bombenangriffen 1944 vollständig aus. Trotz der Zerstörung konnten Teile der beiden Seitenflügel beim Wiederaufbau erhalten werden. Im seiner heutigen Form existiert das Rathaus seit 1956. Der 60,5 Meter hohe Uhrenturm überragt den Stuttgarter Marktplatz. Im Jahre 2004 wurde das Rathaus unter der Leitung von Professor Walter Belz für 26 Millionen Euro saniert und auf dem neuesten technischen Stand gebracht.

Carl-Zeiss-Planetarium
Das Carl-Zeiss-Planetarium befindet sich im Mittleren Schlossgarten. Den Grundstein legte der 1969 von der Carl-Zeiss-Stiftung an die Stadt Stuttgart gestiftete Projektor Zeiss VI A. Der Bau des Planetariums konnte jedoch erst 1975 durch die Unterstützung zahlreicher Spenden beginnen und 1977 abgeschlossen werden.

Das Stuttgarter Funkhaus wurde von 1972 bis 1976 vom Architekten Rolf Gutbrod erbaut und galt bei Inbetriebnahme als das modernste Funkhaus Europas. Es steht auf dem Gebiet der ehemaligen Stuttgarter Stadthalle im Stadtteil Berg. Es ist seit 1998 Sitz des Intendanten des Südwestrundfunks und damit Hauptsitz der Zweiländeranstalt sowie Landesfunkhaus für Baden-Württemberg. Im Jahr 2000 wurde das Stuttgarter Funkhaus vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen. Der dreigliedrige Gebäudekomplex in blau-silberner Fassadenverkleidung gilt noch immer als ein einzigartiges Bauwerk in der Rundfunklandschaft. Die bereits genannte Villa Berg in unmittelbarer Nähe diente von 1950 bis 2004 als Sendestudio des Südwestrundfunks.

Als Amtssitz des Staatsministeriums und des jeweiligen Ministerpräsidenten dient die zwischen 1910 und 1913 erbaute Villa Reitzenstein im Stadtbezirk Stuttgart-Ost.

Im Weißenburgpark stehen das Teehaus und der Marmorsaal. Beim 1913 fertiggestellten Teehaus der früheren Villa handelt es sich um einen Jugendstil-Pavillon. Hervorhebenswert ist das farbenprächtige Deckengemälde mit Musikantenszenen. Heute ist das Teehaus mit einer angrenzenden großen Gartenterrasse im Sommer ein beliebtes Ausflugslokal. Der ebenfalls 1913 von Heinrich Henes fertiggestellte Marmorsaal liegt am Hang unterhalb des Teehauses. Der Marmorsaal wurde ursprünglich schon als festlicher Gartensaal genutzt und steht nach einer Renovierung Anfang der 1990er Jahre seit 1994 wieder für Veranstaltungen zur Verfügung.

Das Alte Steinhaus an der Grabenstraße 11 in Stuttgart war ein wehrhafter Wohnbau und neben dem Stuthaus einer der ältesten Profanbauten der Stadt. Es stammt wohl aus der Zeit der Belagerung Stuttgarts durch Rudolf von Habsburg im Jahr 1286, erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1393.

Im Möhringen stehen zwei markante Wohnhochhäuser. Das Fasan 2 zeichnet sich dadurch aus, dass zwei Gebäudekomplexe in mehreren Ebenen durch begehbare Brücken miteinander verbunden sind. Fasan 2 wurde zwischen 1964 und 1965 errichtet und ist 64 Meter hoch. In direkter Nachbarschaft steht das zwischen 1961 und 1962 mit 70 Metern und 20 Stockwerken Höhe errichtete Salute Hochhaus, das 1967 den "Paul-Bonatz-Preis" erhielt. Die Wohnsiedlung Hannibal in Asemwald wurde 1968 bis 1972 erbaut und besteht aus drei Wohnblocks mit bis zu 70 Meter Höhe und 22 Stockwerken. Ursprünglich war nach Corbusiers Vorbild der „Wohnmaschine“ ein einziger Komplex geplant, der jedoch aufgrund seiner gigantischen Dimension nicht genehmigt wurde.

Ein weiteres nennenswertes Kulturdenkmal ist das Wohnhaus Arminstraße 4. Es wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum "Denkmal des Monats Februar 2005" ernannt.

In Stuttgart-Möhringen befindet sich das SI-Centrum. Bestehend aus zwei Musicaltheatern, der Spielbank Stuttgart, 19 Restaurants und Bars, einem Filmpalast mit sechs Kinosälen, 17 Konferenzräumen für bis zu 1.000 Personen, dem Millennium Hotel, den SI Suites und den VitaParc SchwabenQuellen (Wellness), ist das Erlebniscenter eine der größten Stuttgarter Freizeiteinrichtungen. Seit 1960 steht dort das Hotel Stuttgart International, in dessen Umgebung über die Jahre ständig neue Gebäude hinzukamen.

Weitere nennenswerte Gebäude sind das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle sowie die Villa Gemmingen-Hornberg.

Skulpturen
Von Max Bill und Heinz Mack im Jahr 1989 erschaffen, ist die bildsäulen-dreiergruppe eine 32 Meter hohe, dreiteilige Skulptur aus Email auf Stahl. Bis Ende April 2006 stand sie vor der ehemaligen DaimlerChrysler-Konzernzentrale in Möhringen, seitdem vor dem Mercedes-Benz Museum im NeckarPark.

Die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am Stuttgarter Nordbahnhof erinnert daran, dass von diesem Ort während der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1941 und 1945 mehr als 2.000 Juden aus Stuttgart und Württemberg deportiert und ermordet wurden. Mit Hilfe des Vereins „Zeichen der Erinnerung e. V.“ wurde die Gedenkstätte gebaut und am 14. Juni 2006 offiziell eingeweiht. Auf der 70 Meter langen Mauer entlang den Gleisen sind die Namen der deportierten Juden zu lesen.

Parkanlagen und Gewässer
Parkanlagen
Stiftskirche (Stuttgart)
Der Landtag, ein Entwurf des Architekten Horst Linde
Wilhelma um 1900
Direkt im Zentrum beginnt am Alten Schloss der 600 Jahre alte Schlossgarten. 1350 wird ein gräflicher Garten nahe dem Alten Schloss erstmals erwähnt. Der etwa 61 Hektar große Schlossgarten folgt dem Lauf des kanalisierten Nesenbachs bis zum Neckar. Er wird in drei große Bereiche aufgeteilt, dem „Oberen Schlossgarten“ (etwa 14 Hektar), „Mittleren Schlossgarten“ (etwa 19 Hektar) und „Unteren Schlossgarten“ (etwa 28 Hektar). Der Obere Schlossgarten erstreckt sich vom Alten Schloss bis zur Höhe des Hauptbahnhofs und beinhaltet unter anderem das Staatstheater und das Landtagsgebäude. Über den Ferdinand-Leitner-Steg geht er in den Mittleren Schlossgarten über, welcher im nördlichen Bereich von der Straße „Am Schloßgarten“ begrenzt wird. Hier befinden sich zum Beispiel das Planetarium und der Landespavillon. Über die „Grüne Brücke“ gelangt man in den Unteren Schlossgarten der sich bis zu den Mineralbädern in Stuttgart-Berg nahe dem Cannstatter Neckarufer zieht. Hier geht der Schlossgarten nahtlos in den etwa 65 Hektar umfassenden Rosensteinpark über, welcher im Südwesten durch Gleise, nördlich durch den zoologisch-botanischen Garten Wilhelma und die „Pragstraße“ und im Nordwesten durch das Löwentor begrenzt wird. Durch den alten Baumbestand und die großflächigen Wiesen gilt der Rosensteinpark als größter englischer Landschaftspark im Südwesten Deutschlands. König Wilhelm I. ließ den Garten zwischen 1824 und 1840 anlegen, was den Bau des klassizistischen Schlosses – dem heutigen Rosensteinmuseum – beinhaltete. Über den „Lodzer Steg“, den „Brümmer Steg“ und den „Bombaystegen“ gelangt man in den sich anschließenden, etwa 50 Hektar umfassenden Höhenpark Killesberg im Stadtbezirk Stuttgart-Nord. Die Anlage geht auf die Reichsgartenschau 1939 zurück, für welche das vorher als Steinbruch genutzte Gelände zum Park und Ausstellungsgelände umgestaltet worden. 1939 bis 1945 war das Gelände Sammlungsort der württembergischen Juden für die Transporte in die Konzentrationslager. Seit den 1950er Jahren war der Höhenpark mehrfach Schauplatz von Gartenbauausstellungen wie der Bundesgartenschau und der Internationalen Gartenbauausstellung 1993.

Alle drei Anlagen – der Schlossgarten, der Rosensteinpark und der Killesbergpark – bilden gemeinsam das berühmte Stuttgarter „Grüne U“.

Nördlich des Rosensteinparks liegt der zoologisch-botanische Garten der Stadt Stuttgart, die Wilhelma. Sie existiert in heutiger Form seit dem Jahr 1953. In der historischen Schlossanlage von 1846 werden auf etwa 28 Hektar rund 8000 Tiere in 1050 Arten und etwa 5000 Pflanzenarten gezeigt. Damit ist die Wilhelma nach dem Berliner Zoo der zweitartenreichste Zoo Deutschlands. Wegen der im Jahr 1829 gefundenen Mineralquellen wollte der damalige König Wilhelm I. ein „Badhaus“ im Schlosspark als ein Nebengebäude errichten lassen. Im Jahr 1837 wurde mit der Planung der Anlage, 1842 mit dem Bau des ersten Gebäudes begonnen. Im Verlauf der Planungen war aus dem Badhaus ein komfortables Wohngebäude mit mehreren Räumen geworden, darunter ein Kuppelsaal mit zwei angrenzenden Gewächshäusern mit je einem Eckpavillon. Als die Wilhelma 1846 eingeweiht wurde, gab es einen Festsaal, zwei Hauptgebäude mit mehreren höfischen Räumen, verschiedene Pavillons, Gewächshäuser und großzügige Parkanlagen.

Zum Schloss Hohenheim gehören die Hohenheimer Gärten. 1776 ließ der Württembergische Herzog Karl Eugen eine Englische Anlage errichten, um die bis ins 20. Jahrhundert mehr als 35 Hektar Parkfläche entstanden. Weite Teile des Ensembles werden heute von der Universität Hohenheim zu Forschungszwecken genutzt. Bedeutendste Teile sind das Landesarboretum mit dem „Exotischen Garten“ sowie der „Botanische Garten“. Die Gärten werden ergänzt durch einen Weinberg und eine Schafweide, die weitere 2,2 Hektar umfassen.

Die Uhlandshöhe ist eine Erhebung am östlichen Rand des Stadtzentrums. Sie liegt etwa im Dreieck zwischen der Stadtmitte, Bad Cannstatt und dem Frauenkopf. Bis ins späte Mittelalter diente sie als Steinbruch. Der Verschönerungsverein Stuttgart kaufte zwischen den Jahren 1861 und 1896 Teile des Geländes und gestaltete eine weitläufige Parkanlage mit Aussichtsterrassen sowie ein Denkmal des Dichters Ludwig Uhland. Hier befindet sich auch die „Sternwarte Uhlandshöhe“, 1919 vom Verein „Schwäbische Sternwarte e. V.“ gegründet.

Der Weißenburgpark ist eine etwa fünf Hektar große Grünanlage in Stuttgart-Süd im Stadtteil Bopser. Auf einer Anhöhe im Park befinden sich das so genannte Teehaus und der Marmorsaal, die heute als Ausflugslokal beziehungsweise als Veranstaltungsort genutzt werden. Angelegt wurden Gebäude und Park in den Jahren 1843/44.

Der Birkenkopf ist ein 511 Meter hoher Berg und damit der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet. Er ist zum Teil ein Trümmerberg aus Ruinen des Zweiten Weltkriegs.

Im Stadtteil Sillenbuch liegt der Stuttgarter Eichenhain, seit 1958 Naturschutzgebiet. Etwa 200 Eichen stehen dort in einer parkähnlichen Landschaft. Die ältesten unter ihnen sind 300 bis 400 Jahre alt und haben Stämme mit vier bis sechs Meter Umfang.

Der chinesische Garten liegt an der „Birkenwaldstraße“ und bietet einen Blick über den Stadtkern Richtung Süden. Er wurde 1993 für eine Gartenausstellung angelegt.

Friedhöfe
Als ältester noch erhaltener Friedhof Stuttgarts gilt der Hoppenlaufriedhof in Stuttgart-Mitte. Gegründet wurde er im Jahre 1626 als "Spitalfriedhof" nach einer Grundstücksschenkung durch Johann Kercher, welcher als erster dort beerdigt wurde. Die letzte Erdbestattung fand 1880, die letzte Urnenbestattung 1951 statt.

Im Stadtbezirk Degerloch liegt der größte Friedhof der Stadt mit ca. 31 ha: Der Waldfriedhof Stuttgart wurde 1913 angelegt. Durch eine Standseilbahn wird der 100 Meter höher gelegene Friedhof mit dem Südheimer Platz verbunden. Hier sind viele Prominente beigesetzt.

Im Bad Cannstatter Stadtteil Muckensturm liegt der 1918 eröffnete Hauptfriedhof. Er ist mit 29,6 Hektar der zweitgrößte Stuttgarter Friedhof. Seit 1944 hat er ein armenisches und seit 1985 ein muslimisches Gräberfeld. Ein großes jüdisches Gräberfeld wurde 1937/38 angelegt, da im Pragfriedhof die Plätze knapp wurden.

Der drittgrößte Friedhof ist der Pragfriedhof von 1873 mit einem Jugendstil-Krematorium. Die inzwischen etwa 20 Hektar große Anlage beherbergt das einzige Krematorium Stuttgarts, welches zwischen 1905 und 1907 gebaut wurde. Der Friedhof gilt als Sachgesamtheit als Kulturdenkmal. 1874 wurde der Friedhof um einen Teil für Angehörige des israelitischen Glaubens erweitert. Auf dem Gelände des Pragfriedhofs befindet sich auch die russisch-orthodoxe Heilige-Alexander-Nevskij-Kirche.

Der Uff-Kirchhof in Bad Cannstatt gehört zu den ältesten Friedhöfen in Stuttgart. Er ist im achten oder neunten Jahrhundert an der Kreuzung einer römischen Straße entstanden und diente seit dem Mittelalter als Friedhof für die Gemeinde der Uffkirche. Die spätgotische Uffkirche steht heute unter Denkmalschutz und wird als Friedhofskapelle genutzt.

Gewässer
Seen
Der Max-Eyth-See ist ein künstlich angelegter See direkt am Neckar, am Fuße von Weinbergen zwischen Stuttgart-Mühlhausen und Stuttgart-Hofen gelegen. 1920 entstand durch intensiven Kiesabbau eine Grube, welche 1935 im Zuge der Kanalisierung des Neckars zum größten See Stuttgarts wurde. 1961 wurden das Gelände und der See unter Landschaftsschutz gestellt. Der Max-Eyth-See gilt als Naherholungsgebiet sowie als Naturraum.

Die Parkseen im Rot- und Schwarzwildpark in Stuttgart-West sind hauptsächlich im Sommer ein stark frequentiertes Ausflugsziel von Spaziergängern und Sportlern. Bärensee, Neuer See und Pfaffensee bilden das etwas über drei Kilometer lange Stauseen-Trio. Künstlich aufgestaut entstanden die Seen zwischen 1566 und 1826 zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung Stuttgarts.

Am Wartberg im Stuttgarter Norden liegt der Egelsee. Dieser wurde für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 1993 künstlich erschaffen.

Zwei Feuerseen befinden sich einmal zentral im gleichnamigen Stadtteil in Stuttgart-West sowie in Vaihingen. An ersterem liegt die Johanneskirche sowie die S-Bahn Haltestelle „Feuersee“.

Weitere Seen im Stadtgebiet sind der „Rohrer See“ in Rohr, der „Probstsee“ in Möhringen sowie der „Riedsee“ zwischen Möhringen und Sonnenberg. An den Seen lassen sich seltene Wasservögel beobachten.

Fließgewässer
Teilweise durch Stuttgarter Stadtgebiet fließen der Neckar, die Körsch, der Feuerbach und der Nesenbach zwischen Vaihingen und Stuttgart-Ost

Mineralbäder (städtisch)
Mineral-Thermalbad Cannstatt
Mineralbad Leuze
* Mineralbad/Thermalsolebad Bad Cannstatt
* Mineralbad Leuze (Stuttgart-Ost)
* Mineralbad Berg (Stuttgart-Ost)

Diverses
* Königstraße (Hauptachse der Fußgängerzone)
* Calwer Straße (überdachte Fußgängerzone in Stuttgart-Mitte)
* Hauptstätter Straße
* Breuninger am Marktplatz (Deutschlands viertgrößtes Kaufhaus)
* Zahnradbahn Stuttgart
* Standseilbahn Stuttgart
* Historische Straßenbahnlinien 19 und 23
* Killesbergbahn Stuttgart
* Sternwarte Stuttgart auf der Uhlandshöhe
* Aussichtsrestaurant im Hochhaus Hannibal
* Schlossplatz
* Stuttgardia
* Gaisburger Marsch, ein Eintopf, der in Stuttgarts Stadtteil Gaisburg erfunden wurde

Sport
Christoph von Württemberg
Friedrich Schiller
Schillerdenkmal

Sportstätten
Stuttgart verfügt über mehrere Stadien und Arenen für Spitzensport-Veranstaltungen. Das bedeutendste Sportzentrum der Stadt liegt am Cannstatter Wasen im NeckarPark. Dort finden sich unter anderem das Mehrzweckstadion Mercedes-Benz Arena und die drei Multifunktionshallen Hanns-Martin-Schleyer-Halle und Porsche-Arena sowie die Carl Benz Arena. Ein weiteres großes Sportgebiet liegt auf der Waldau in Degerloch. Dort befinden sich neben einer Vielzahl von Breitensportanlagen das Gazi-Stadion auf der Waldau und das Eissportzentrum Waldau.

Sportereignisse
Stuttgart war jeweils einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und 2006, sowie der Leichtathletik-Europameisterschaften 1986 und -Weltmeisterschaften 1993. 2007 fanden die Turn-Weltmeisterschaften, die Straßenrad-Weltmeisterschaft, und einige Spiele der Handball-Weltmeisterschaft in Stuttgart statt. Seit 1985 findet jährlich im November das Reittunier "German Masters" in Stuttgart statt.

Sportvereine
Stuttgart ist die Heimat zweier bekannter Fußballvereine: Einmal der VfB Stuttgart, der bisher fünfmal Meister wurde, davon dreimal in der Bundesliga. Der Verein trägt seine Heimspiele in der Mercedes-Benz Arena aus. Zum Anderen die Stuttgarter Kickers, die ab 2009/10 in der 4. Liga spielen. Sie gehörten in den 1980ern und 1990ern in zwei Spielzeiten der Fußball-Bundesliga an. Ihre Heimspiele finden im Gazi-Stadion auf der Waldau in Degerloch statt. Weitere früher überregional bekannte Fußball-Vereine sind die Sportfreunde Stuttgart und der FV Zuffenhausen. Der "TSC Stuttgart" wurde 2001 gegründet und wurde 2008 deutscher Vizemeister im Futsal.

Der VfL Pfullingen/Stuttgart spielte von 2001 bis 2006 in der Handball-Bundesliga. Er trug seine Heimspiele in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle aus. Früher spielte die SG Stuttgart-Scharnhausen in der Handball-Bundesliga.

Dreifacher Deutscher Meister im Frauen-Volleyball wurde die CJD Feuerbach. Der Verein hat seine erste Mannschaft inzwischen jedoch aus finanziellen Gründen aus der Volleyball-Bundesliga zurückgezogen.
Seit April 2007 gibt es den Volleyball Club Stuttgart, dessen erste Damenmannschaft in der 2. Bundesliga Süd spielt und der den Aufstieg in die erste Bundesliga zum erklärten Ziel hat.

Im Eishockey wird Stuttgart vom Stuttgarter EC in der Baden-Württemberg-Liga und im Nachwuchsbereich vertreten. Die Heimspiele werden im Eissportzentrum Waldau in Degerloch ausgetragen.

Im Football sind die Stuttgart Scorpions aktiv. Sie tragen ihre Spiele im Gazi-Stadion auf der Waldau aus.

Im Herren-Wasserball wurde der SV Cannstatt 2006 Deutscher Meister.

Im Damen-Tennis ist der TC Weissenhof vierfacher Deutscher Meister und der TEC Waldau Deutscher Meister 2006.

Der Hockeyklub HTC Stuttgarter Kickers gewann unter anderem 2005 die Deutsche Meisterschaft und 2006 den Europapokal der Landesmeister.

Der zweitgrößte Sportverein ist der MTV Stuttgart.

Die letzte professionelle Stuttgarter Basketball Mannschaft wurde durch den MTV Stuttgart vertreten, der sich 2006 aus der zweiten Basketball Bundesliga zurückzog. Der letzte große Erfolg einer Basketball Mannschaft in Stuttgart war die Deutsche Meisterschaft 1950 durch den BC Stuttgart-Degerloch.

Regelmäßige Veranstaltungen
Fußgängerzone
* CMT – Messe für Caravan, Motor und Touristik (Januar)
* Stuttgarter Filmwinter (Januar), von Wand 5 organisiert
* Sechs-Tage-Rennen in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Januar/Februar)
* Lange Nacht der Museen (März)
* Retro Classics Messe für Oldtimer (März)
* Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen (April/Mai)
* Internationales Trickfilmfestival (April/Mai)
* Stuttgart-Lauf (Stuttgarter Zeitung-Lauf) Halbmarathon und mehrere andere Läufe (Juni)
* Hamburger Fischmarkt auf dem Karlsplatz (Juli)
* Stuttgarter Lichterfest auf dem Killesberg (Juli)
* Mercedes Cup (früher Internationales Weißenhofturnier) (Juli)
* Allmand Open Air größtes Freiluft-Studentenfest Stuttgarts im Wohnheimgelände der Universität Stuttgart Vaihingen (Juni)
* Christopher Street Day (Juli)
* Umsonst und draußen 3-Tages-Musik-Polit-Kulturspektakel (Anfang August)
* Stuttgarter Sommerfest im Schlossgarten und auf dem Schlossplatz (August)
* Stuttgarter Weindorf in der Innenstadt (August/September)
* Europäisches Musikfest Stuttgart der Internationalen Bachakademie Stuttgart in der Liederhalle (September)
* Cannstatter Volksfest auf dem Cannstatter Wasen – im dreijährigen Rhythmus verbunden mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest (Ende September/Oktober)
* Porsche Tennis Grand Prix in der Porsche-Arena (September/Oktober)
* Stuttgarter-Kulturnacht (Oktober)
* Stuttgart German Masters Großes Hallen-Reitturnier in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle (Oktober/November)
* Hobby-Elektronik, Messehallen (November)
* Flohmarkt Frühjahr- und Herbstflohmarkt in der ganzen Innenstadt
* Stuttgarter Weihnachtsmarkt (früher „Weihnachtsmesse“ genannt) in der Innenstadt (Adventszeit)

Wirtschaft und Infrastruktur
Gebäude der Stuttgarter Börse
Konzernsitz der Daimler AG in Untertürkheim
Porsche 917 Coupé im Porsche-Museum
Der Neckarpark aus der Luft gesehen

Stuttgart zählt zu den einkommensstärksten und wirtschaftlich bedeutendsten Städten Deutschlands und Europas. Die Region Stuttgart ist eine der Zentren des deutschen Mittelstandes, d. h. von vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen geprägt. Diese dienen v. a. als Zulieferer für die großen, global agierenden Automobil- und Maschinenbau-Firmen. So haben sich in der Stadt und ihrer Umgebung viele Hightech-Unternehmen angesiedelt, darunter Daimler, Porsche, Bosch, die hier ihr weltweites Hauptquartier haben, aber auch Siemens, Kodak oder Lenovo, neben diesen globalen Konzernen weist die Stuttgarter Wirtschaft aber auch um die 1500 mittelständischen Unternehmen auf. Aufgrund dieser wirtschaftlichen Situation nicht nur der Stadt, sondern der gesamten Region werden die Stadt und die umliegenden Landkreise umgangssprachlich oder scherzhaft oft als "„Stuttgarter Speckgürtel“" bezeichnet.

Persönlichkeiten wie Frei Otto oder Jörg Schlaich gelten als Beispiele bedeutender Ingenieure. Büros wie SBP, Leonhardt Andrä und Partner, sowie Knippers Helbig errichteten Bauwerke wie die Expo Achse in Shanghai sowie die Flughäfen in Shenzhen und Dubai.

Stuttgart ist mit der Börse Stuttgart nach Frankfurt zweitwichtigster Börsenplatz in Deutschland. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zählt zu den größten deutschen Kreditinstituten. Ihre Tochter BW-Bank ist zugleich Sparkasse der Stadt Stuttgart. Privatwirtschaftlich organisiert sind die Südwestbank AG und das Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Mit der Württembergischen Versicherung, Württembergischen Lebensversicherung (beide Töchter der Wüstenrot & Württembergische), SV SparkassenVersicherung, WGV und Allianz Lebensversicherung haben mehrere Versicherungsunternehmen ihren Sitz in Stuttgart.

Mit Wolff & Müller, Züblin und Rommel sind in Stuttgart auch drei große nationale Bauunternehmen angesiedelt.

Die Stadt Stuttgart ist ferner seit 1996 Sitz einer Spielbank. Sie ist die dritte Spielbank des Landes Baden-Württemberg nach Baden-Baden und Konstanz, alle drei werden seit 2003 unter der Regie der "Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH & Co. KG" mit Sitz in Baden-Baden betrieben.

Im Stadtgebiet befinden sich in Münster und Gaisburg größere Kraftwerke.

Mit rund 400 Hektar Rebfläche zählt Stuttgart zu den größten Weinbaugemeinden Deutschlands. Bekannt sind die in der Innenstadt gelegene "Stuttgarter Mönchhalde", das "Cannstatter Zuckerle" sowie die Lagen von Untertürkheim, Rotenberg und Uhlbach (siehe hierzu den Hauptartikel Weinbau in Stuttgart).

Stromversorgung
Neben eigener Erzeugung in den Kraftwerken Münster, Gaisburg und Laufwasserkraftwerken am Neckar wird Stuttgart hauptsächlich über drei 220 kV-Freileitungen, welche in den Umspannwerken Möhringen, Seewiesen und Weilimdorf enden, versorgt. Das Umspannwerk Möhringen verfügt zusätzlich noch über eine 110 kV-Freileitungsverbindung zum Umspannwerk Sindelfingen.
Eine vierte externe Speisung ist im 110 kV-Umspannwerk Obertürkheim realisiert, welches über einen kurzen Freileitungsabzweig von der 110 kV-Freileitung Hoheneck-Fellbach-Altdorf gespeist wird.
Mit Ausnahme der Leitung Hoheneck-Fellbach-Altdorf und der Leitung von Möhringen nach Sindelfingen sind alle 110-kV-Leitungen des öffentlichen Stromnetzes in Stuttgart als Erdkabel ausgeführt.

Die Versorgung der elektrischen Bahnstrecken der Deutschen Bahn im Stadtgebiet erfolgt über die Zentraleinspeisstelle Zazenhausen im Norden der Stadt. Für die S-Bahnen nach Bernhausen und Herrenberg existiert in Rohr ein Unterwerk, welches über eine von der Bahnstromleitung Zazenhausen-Eutingen bei Ehningen abzweigende Bahnstromleitung versorgt wird und zum größten Teil parallel zur Bahnlinie Herrenberg-Stuttgart verläuft.

Wasserversorgung
Der Bärensee, der Neue See und der Pfaffensee im Westen der Stadt dienten früher der Trinkwasserversorgung Stuttgarts. Seit 1917 wird Stuttgart unter anderem von der Landeswasserversorgung mit Trinkwasser aus dem Donautal bei Langenau versorgt. Die Leitung erreicht über Göppingen in Rotenberg das östliche Stadtgebiet. Seit 1958 kommt zusätzlich über die Bodensee-Wasserversorgung Trinkwasser aus dem Bodensee. Die Einspeisstelle liegt in Rohr im Südwesten der Stadt. Wassertürme stehen in Degerloch und auf dem Gähkopf (Bismarckturm).

Verkehr

Flugverkehr
Flughafen Stuttgart
Südlich der Stadt, auf Gemarkung der Stadt Leinfelden-Echterdingen sowie der Stadt Stuttgart selbst, befindet sich der Flughafen Stuttgart, der größte Flughafen des Landes Baden-Württemberg. Seit der Eröffnung des neuen Terminals 3 im März 2004 hat der Stuttgarter Flughafen eine Kapazität von 12 Millionen Passagieren. 2003 flogen etwa 7,6 Millionen Gäste, 2004 bereits 8,8 Millionen und im Jahr 2005 flogen 9,5 Millionen Passagiere von und nach Stuttgart. Bis Ende 2006 waren es über 10 Millionen Passagiere.

An der nördlichen Gemarkungsgrenze liegt der Sonderlandeplatz Flugplatz Pattonville der ausschließlich von Sport- und Segelfliegern genutzt wird.

Stuttgarter Hauptbahnhof
S-Bahn-Haltestelle Österfeld in Stuttgart
Eisenbahn
Die Stadt ist auch ein wichtiger Eisenbahnknoten. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof führen Verbindungen nach Karlsruhe–Straßburg–Paris (seit Sommer 2007 mit TGV-Verbindungen, siehe LGV Est européenne), nach Mannheim–Frankfurt am Main–Köln/Hamburg/Berlin, nach Ulm–München–Wien, nach Freudenstadt/Rottweil (Zugteilung in Eutingen im Gäu), nach Singen am Hohentwiel(–Zürich), nach Nürnberg, nach Tübingen und nach Heilbronn–Würzburg/Mosbach und Aalen.

Zum Eisenbahnknoten Stuttgart gehören auch das Containerterminal in Obertürkheim und der Rangierbahnhof Kornwestheim, der über eines der modernsten Container-Terminals im Bereich der DB verfügt. Beide Terminals sind der DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße) zugehörig.

Im Jahr 1991 begann der ICE-Schnellverkehr auf der Linie Hamburg–Frankfurt/Main–Stuttgart–München. Im Zuge dessen wurde die neue Schnellfahrstrecke von Stuttgart nach Mannheim eingeweiht, auf der planmäßig mit 250 km/h gefahren wird.

1997 hat der Stuttgarter Gemeinderat den Rahmenplan für das Projekt Stuttgart 21 verabschiedet. Der Bebauungsplan A1 nördlich der Osloer Str. ist am 2. Oktober 2003 in Kraft getreten. Das Kernstück des Projekts ist der Bahnhof 21, welcher komplett unterirdisch gebaut werden soll. Zum Projekt gehören zudem eine Anbindung an den Stuttgarter Flughafen und an die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm (eine Hochgeschwindigkeitsstrecke als Teil der Magistrale für Europa).

Des Weiteren ist die Stadt Stuttgart Namenspatin eines ICE.

Öffentlicher Nahverkehr
Stadtbahnlinie U1 am Stöckach
Pragsattel
Trolleybus in der Göppinger Straße
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen sechs S-Bahn-Linien der DB Regio (siehe: S-Bahn Stuttgart) sowie 14 Stadtbahn-Linien (darunter zwei Bedarfslinien), eine Zahnradbahnlinie, eine Standseilbahnlinie und 56 Buslinien der "Stuttgarter Straßenbahnen AG" (SSB), eine Oberleitungsbus-Linie des SVE und mehrere Buslinien privater Verkehrsunternehmen. Weiterhin übernehmen einige Regionalbahnlinien Nahverkehrsaufgaben innerhalb der Stadt (z. B. die Schusterbahn). Zusätzlich hat Stuttgart mit „Stadtmobil“ ein flächendeckendes Carsharing-Angebot, das im Verbund mit DB-Carsharing auch von außerhalb genutzt werden kann, sowie seit Anfang Juli 2007 auch öffentliche Fahrradmietstationen von Call a Bike fix.

Alle Nahverkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) nutzbar.

Straßenverkehr
Autobahnen
Die Autobahn A 8 (Karlsruhe–München) bildet die südliche Stadtgrenze und die A 81 (Singen (Hohentwiel)–Heilbronn–Würzburg) führt westlich der Stadt vorbei. Sie mündet von Süden kommend im Stadtbezirk Vaihingen am Autobahnkreuz Stuttgart in die A 8. Geradeaus geht es über die Stadtautobahn A 831 in Richtung Innenstadt und Stuttgart-West. Beide Autobahnen laufen dann gemeinsam mit drei bis fünf Fahrspuren pro Richtung bis zum einige Kilometer westlich liegenden Leonberger Dreieck, an dem die A 81 dann wieder in nördlicher Richtung abzweigt.

Bundesstraßen
Quer durch Stuttgart verlaufen die B 10 (Pforzheim–Stuttgart–Ulm), B 14 (Schwäbisch Hall–Stuttgart–Herrenberg), B 27 (Heilbronn–Stuttgart–Tübingen) und die B 295 (Calw–Leonberg–Stuttgart). Bis auf die B 14 führen alle auf dem Pragsattel zusammen, dem größten Verkehrsknoten der Stuttgarter Innenstadt.

Umweltzone mit Feinstaubplakettenpflicht
Die Umweltzone, in der das Fahrverbot gelten soll, ist in Stuttgart auf das gesamte Stadtgebiet inklusive aller 23 Stadtbezirke (Gemarkung Stuttgart) beschränkt. Nur die Autobahnen sind davon ausgenommen. Seit dem 1. März 2008 gilt die Feinstaub­plaketten­pflicht. Alle Fahrzeuge, die seit diesem Zeitpunkt innerhalb dieser Umweltzone bewegt werden, müssen mindestens der Schadstoff­gruppe 2 angehören (auch auf allen Bundes­straßen durch Stuttgart). Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 (ohne Plakette) unterliegen einem Fahrverbot. Zum 1. Januar 2012 wird das Fahrverbot nach der Kennzeichnungsverordnung auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette) ausgeweitet.

Schiffsverkehr
Am 31. März 1958 wurde der Stuttgarter Hafen durch Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet. Die vier Neckarvororte Wangen, Hedelfingen, Obertürkheim und Untertürkheim liegen am zweitgrößten Binnenhafen des Neckars. Nach der Erweiterung 1968 wurde er zum wichtigsten trimodalen Verkehrsknotenpunkt (Wasser, Schiene, Straße) in der Region Stuttgart.

Medien
Funkhaus Stuttgart
→ "Hauptartikel: Medien in Stuttgart"

Stuttgart gilt als bedeutende Medienstadt. Im Stuttgarter Funkhaus hat der Intendant des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks seinen Sitz. Weitere audiovisuelle Medien (zum Beispiel Hit-Radio Antenne 1, bigFM, Die Neue 107.7, Freies Radio für Stuttgart) sind ebenfalls in Stuttgart beheimatet. Stuttgart ist neben Karlsruhe einer der beiden Standorte des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, das dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg untersteht.

Darüber hinaus gilt die Stadt als einer der bundesweit führenden Standorte für Fachverlage. Überregional bekannt sind u. a. Deutscher Sparkassenverlag, Ernst Klett Verlag, Kohlhammer Verlag, Metzler Verlag und Motor Presse Stuttgart.

Schließlich erscheinen hier die „Stuttgarter Zeitung“, die als eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands gilt, und die „Stuttgarter Nachrichten“ sowie kleinere Lokalausgaben anderer Tageszeitungen wie zum Beispiel „Cannstatter Zeitung“. Als Stadtmagazine werden „Lift“ und „Prinz Stuttgart“ einmal im Monat herausgegeben. Die „Elternzeitung Luftballon“ ist die größte regionale Elternzeitung in Baden-Württemberg.

Aus dem Römerkastell in Stuttgart - Bad Cannstatt sendet der Radiosender Energy Stuttgart der zur Nrj Group gehört

Bildung und Forschung
Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (Postmodernes Gebäude nach dem Entwurf von James Stirling)
Hochschule für Technik Stuttgart
Hochschule der Medien Stuttgart
→ "Hauptartikel: Bildungseinrichtungen in Stuttgart"

Nach Dresden hat Stuttgart die zweitmeisten Einrichtungen der angewandten Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft. Rund 11 % aller Gelder für Forschung und Entwicklung in Deutschland werden hier ausgegeben. Neben den beiden Universitäten (Stuttgart und Hohenheim) bestehen in Stuttgart sechs Institute der Fraunhofer-Gesellschaft sowie andere Einrichtungen.

Hochschulen
* Die Hohe Karlsschule wurde 1770 von Herzog Karl Eugen gegründet und befand sich anfangs im herzoglichen Schloss Solitude. Sie diente als Militärakademie, Kunstakademie und später als Allgemeine Hochschule und wurde 1794 aufgelöst.
* Universität Stuttgart – gegründet 1821, 1876 Polytechnikum; 1890 Technische Hochschule; seit 1976 Universität
* Universität Hohenheim – gegründet 1818 als Lehranstalt für Land- und Forstwirtschaft; 1847 Akademie; 1904 Landwirtschaftliche Hochschule; seit 1967 Universität
* Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart; gegründet 1857
* Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart; die Einrichtung geht zurück auf die 1761 von Herzog Karl Eugen von Württemberg gegründete „Académie des arts“, aus der später die Königliche Akademie der Bildenden Künste und schließlich die heutige Einrichtung wird.
* Hochschule der Medien Stuttgart; die Fachhochschule entstand am 1. September 2001 durch Vereinigung der „Fachhochschule Stuttgart – Hochschule für Druck und Medien – HDM“ mit der „Fachhochschule Stuttgart – Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen – HBI“ (gegründet 1942), seit 2005 Hochschule der Medien Stuttgart.
* Hochschule für Technik Stuttgart; gegründet 1832 als „Württembergische Winterbauschule“, später „Königliche Baugewerkeschule“, dann „Staatsbauschule Stuttgart“, ab 1995 Fachhochschule Stuttgart – Hochschule für Technik und seit 2005 Hochschule für Technik Stuttgart.
* Merz Akademie GmbH – Private Fachhochschule für Gestaltung Stuttgart; gegründet 1918
* ABW (Akademie für Betriebswirtschaft und Welthandelssprachen); gegründet 1981
* Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT); mit englischsprachigem Studienangeboten
* Freie Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik; Staatlich anerkannte Hochschule in freier Trägerschaft
* Macromedia Fachhochschule und Berufskolleg – Private Fachhochschule der Medien und Berufskolleg für Medien und Kommunikation
* Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (mit Außenstelle Horb am Neckar); gegründet 1974 als Berufsakademie
* AKAD Hochschule Stuttgart (Zentrale der „AKAD-Privathochschulen“)

Institute
Max-Planck-Institut für Festkörperforschung Stuttgart
* Max-Planck-Institut für Festkörperforschung (MPI-FKF)
* Max-Planck-Institut für Metallforschung (MPI-MF)
* Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)
* Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP)
* Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB)
* Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA)
* Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe (TEG)
* Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS)

Weitere Schulen
* Technische Oberschule Stuttgart
* Volkshochschule Stuttgart – Vielfältiges Kursangebot in den Bereichen Politik/Gesellschaft, Kultur/Kreativität, Gesundheit/Umwelt, Sprachen, Berufliche Qualifizierung, Informations- und Kommunikationstechnik
* Wirtschaftsoberschule Stuttgart

Öffentliche Einrichtungen
Militärische Einrichtungen
United States Africa Command in den Kelley Barracks
In Stuttgart befinden sich seit dem Zweiten Weltkrieg mehrere US-amerikanische Kasernen:
* in Vaihingen die Patch Barracks mit dem United States European Command (EUCOM)
* in Möhringen die Kelley Barracks mit dem geplanten United States Africa Command (AFRICOM)
* in Burgholzhof die Robinson Barracks und ehemalige Grenadierkaserne
* die Reiterkaserne in Cannstatt wurde als Dragonerkaserne Anfang des 20. Jahrhunderts über den Resten eines römischen Kastells erbaut und zuletzt von den US-Streitkräften als Wallace and McGee Barracks genutzt. Nach der Freigabe der amerikanischen Militärareale endete die militärische Nutzung.
(Siehe auch: ausländische Militärbasen in Deutschland).

Die Bundeswehr unterhält im Stadtbezirk Bad Cannstatt die Theodor-Heuss-Kaserne (vormals Funkerkaserne), in Stuttgart-Nord sind außerdem das Kreiswehrersatzamt Stuttgart und die Wehrbereichsverwaltung Süd angesiedelt.

Sonstige Einrichtungen

Stuttgart ist Sitz des THW Landesverbandes Baden-Württemberg der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.

Soziale Einrichtungen

Der Körperbehinderten-Verein Stuttgart e. V. kümmert sich mit Veranstaltungen, Tagesstätten sowie einem Fahrdienst für Behinderte um die Eingliederung von körperlich behinderten Menschen in den Alltag.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
→ "Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Stuttgart"

Söhne und Töchter der Stadt
→ "Hauptartikel: Liste der Söhne und Töchter der Stadt Stuttgart"

Prominente Bewohner
→ "Hauptartikel: Prominente Bewohner der Stadt Stuttgart"

Literatur
* Susanne Dietrich, Julia Schulze Wessel: "Zwischen Selbstorganisation und Stigmatisierung. Die Lebenswirklichkeit jüdischer Displaced Persons und die neue Gestalt des Antisemitismus in der deutschen Nachkriegsgesellschaft." Stuttgart: Klett-Cotta Verlag, 1998, 232 S., .
* Jürgen Dispan, Bettina Seibold (2003): Perspektiven der Wirtschaft in Stuttgart. Industrie und unternehmensorientierte Dienstleistungen in der Stadt. Stuttgart (= Arbeitspapiere zur Stadtentwicklungsplanung, Landeshauptstadt Stuttgart).
* Jürgen Hagel: "Das Paradies des Neckars Bad Cannstatt"; in: "Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg", hg. v. W. Niess, S. Lorenz, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-16-5.
* Erich Keyser (Hrsg.): "Württembergisches Städtebuch"; Band IV Teilband Baden-Württemberg, Band 2, aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages“, Stuttgart 1961.
* Daniel Kirn: "Stuttgart. Eine kleine Stadtgeschichte". Sutton 2007, ISBN 978-3-86680-137-0.
* Hermann Lenz:" Stuttgart. Portrait einer Stadt". Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig, 2003, ISBN 3-458-17158-4.
* Roland Müller: "Stuttgart zur Zeit des Nationalsozialismus". Konrad Theis Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-8062-0541-8.
* Roland Ostertag (Hrsg.): "Das Bosch-Areal", Reihe: Stuttgarter Beiträge, Verlag Karl Krämer, Stuttgart 2003, ISBN 3-7828-1613-7.
* Roland Ostertag, Christoph Böhmer (Hrsg.): "Stuttgart… wohin?" Band 1; mit Beiträgen von Jürgen Baumüller, Helmut Böhme, Otto Borst, Daniel Cohn-Bendit, Hermann Glaser, Hans Luz, Roland Ostertag, Paul Sauer, Thomas Sieverts, Roland Wick, Bernhard Winkler und Thomas Valena, Karl Krämer, Stuttgart 1996, ISBN 3-7828-4027-5.
* Roland Ostertag (Hrsg.): "Stuttgart… wohin?" Band 2, mit Beiträgen von Max Bächer, Helmut Böhme, Otto Borst, Hermann Hesse, Timo John, Wolfgang Kil, Arno Lederer, Roland Ostertag, Frei Otto, Hannelore Schlaffer, Walter Siebel, Klaus Töpfer, Karl Krämer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-7828-4042-9.
* Paul Sauer: "Erinnerungen an Stuttgart", Flechsig, Würzburg 1999, ISBN 3-88189-245-1.
* A. T. Schaefer: "Stuttgart Panorama." Mit Texten von Manfred Rommel. 128 Seiten, 220 mm × 425 mm, 70 Bilder, edition braus, ISBN 3-89904-224-7 (Fotoband).
* Hartmut Schäfer: "Befunde aus der „Archäologischen Wüste“: Die Stiftskirche und das Alte Schloss in Stuttgart." Denkmalpflege in Baden-Württemberg 31, 2002, 249–258.
* J. Wahl: "Die Gebeine von Johannes Brenz et al. aus der Stiftskirche in Stuttgart. Osteologisch-forensische Untersuchungen an historisch bedeutsamen Skelettresten." Denkmalpfl. Bad.-Württ. 30, 2001, 202–210.
* Maria Zelzer (Hrsg.): "Stuttgart unterm Hakenkreuz. Chronik 1933–1945". Cordeliers, Stuttgart 1983.
* Ulrike Kreh: "Naturdenkmale Stuttgart. Naturschätze vor der Haustüre". Hrsg. v. Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart. verlag regionalkultur Ubstadt-Weiher, 2005, ISBN 3-89735-405-5.
* Jürgen Hagel: "Mensch und Natur im Stuttgarter Raum". Silberburg-Verlag, Tübingen 2001, ISBN 978-3-87407-385-1.



Siehe auch

* Liste aller Artikel zu Stuttgart
* Liste aller Artikel zu Personen aus Stuttgart


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 05.08.2020 09:27 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Alle fürchteten Berlin: Die Hauptstadt Preußens, die waffenstarrende, eisern klirrende Brutstätte der deutschen Sekundärtugenden. Das Berlin des kriegstreibenden Kaisers Wilhelm II. und der Regierungssitz des Weltbrandstifters Hitler, dieses
"Berlin" ist Bundeshauptstadt und Regierungssitz Deutschlands. Als Stadtstaat ist Berlin ein eigenständiges Land und bildet das Zentrum der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Berlin ist mit 3,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und
«Das ist jetzt alles sehr akut und wird zügig bearbeitet», sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) im RBB-Inforadio mit Blick auf die Tests in Schönefeld. Sie erwarte, dass wenige Menschen
Corona-Special: Informieren Sie sich vor Antritt Ihrer Reise über die aktuelle Situation und Corona-Bestimmungenin Ihrem Reiseland. Dies gilt sowohl für Reisen innerhalb Deutschlands, als auch für Reiseziele imAusland. Aktuelle
mydealz () wurde im Jahr 2007 von Fabian Spielberger als Blog gegründet und ist heute mit 50,9 Millionen Kontakten pro Monat die größte Social-Shopping-Plattform. 6,7 Millionen Konsumenten (Unique User) nutzen mydealz jeden Monat, um
Die Kampagne Chefsache Business Travel wird von den Travel Management Companies American Express GBT, BCD Travel, DERPART Travel Service, Egencia, FIRST Business Travel und dem DRV getragen.
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Ist denn schon wieder Winter-Märchen? Nach dem WM-Triumph der reifen Herren um Handball-Walrossbart Heiner Brand 2007 schafft Deutschland mit seinen "Bad Boys" 2016 das Wunder von Krakau. In Berlin gab's die passende Sause für die Europameister.
Mühlhausen ist die Kreisstadt des Unstrut-Hainich-Kreises und zehntgrößte Stadt in Thüringen. 55 Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Erfurt gelegen, wohnen hier rund 36.000 Personen. Prägend sind die teils begehbare
Noch immer lässt die Bundesregierung ein schlüssiges Finanzierungskonzept vermissen. Das voraussichtlich etwa 80 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket darf nicht über Steuererhöhungen finanziert werden. Im Gegenteil wären
Er kritisierte zudem mangelnde Absprache. Friedrichshain-Kreuzberg hätte mit seinen Nachbarbezirken über die Pläne sprechen müssen, denn die Frankfurter Allee ende schließlich nicht in Friedrichshain-Kreuzberg. Er habe den
Es ist absehbar, dass der ‘Immunitätsausweis‘, einmal eingeführt, auch der willkürlichen Diskriminierung in vielen anderen Bereichen den Weg bereitet. Dieser Sündenfall muss verhindert werden: Die Corona-Krise darf
Dr. Carsten Linnemann: "Die Beteiligung des Staates an Unternehmen kommt nur ausnahmsweise in Betracht, wenn es sich um ein systemrelevantes Unternehmen handelt und alle anderen Hilfsinstrumente nicht greifen. Umso wichtiger ist es, jede
Wetter

Berlin


(05.08.2020 09:27)

-5 / -2 °C


06.08.2020
-5 / 0 °C
07.08.2020
-6 / -2 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Bestätigung: Deutsche ...
EDEKA-Verbund setzt ei ...

Kretschmann: Urlaub im ...
Kaffeehauskette San Fr ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum