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Strumica

Makedonien, Strumica
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"Strumica" (kyrill. Струмица, griech. Στρούμιτσα oder Στρώμνιτσα, türk. "Ustrumca") ist eine Stadt im Südosten Mazedoniens nahe der Grenze zu Bulgarien und Griechenland. Strumica ist auch der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Bevölkerung
Nach der Volkszählung von 2002 beträgt die Einwohnerzahl der Stadt 35.311 Einwohner. Von denen sind 32.075 Mazedonier, 2.642 Türken, sowie weitere. In der gleichnamigen Gemeinde leben 54.676 Menschen.

Geschichte
Strassenszene Ende 19. Jahrhundert
Erste Ansiedlungen in der Gegend von Strumica sind auf 7.000 v. Chr. datiert.



In der Antike hieß die Stadt Astraion. Zwischen I. und II. Jahrhundert wurde sie in das römische Reich eingegliedert. Zu dieser Zeit trug die den Namen Tiveriopol. Aus dem Jahr 362 während der Herrschaft des römischen Kaisers Julian Apostata und die von ihn eingeleitete Verfolgung der Christen, sind die „Heilige fünfzehn Tiverioler Märtyrer“ ("Св. 15 Тивериополски свештеномаченици") bekannt. In der folgenden Zeit war die Region von Plünderungszügen der Goten heimgesucht worden.

Ab dem 5. Jahrhundert wurde die Region von Slawischen und Awarischen Plünderungszügen heimgesucht, wobei sich die ersten auch im Makedonien niederließen.

Im 8. Jahrhundert wurde Stumica Teil des Ersten Bulgarischen Reichs. Nach der Einführung der slawischen Sprache durch Kyrill und Method und dessen Schüler in Bulgarien bekam die Stadt ihren slawischen Namen Strumica, nach dem gleichnamigen Fluss. Nach dem Ende des Ersten Bulgarischen Reiches 1018 wurde Strumica Bischofssitz des neu geschaffenen Erzbistums von Ohrid.
Stempel der Strumica Eparchie
Unter den Türken hieß die Stadt Ustrumdscha (Ostromdscha) und lag im Wilajet und Sandschak Kjustendil und war Zentrum einer Kaza. 1870 wurde die erste neubulgarische Schule in der Stadt eröffnet. Erster Lehrer wurde Agapij Wojnow. 1897 wurde die Stadt Sitz einer Eparchie und eines Metropoliten des Bulgarischen Exarchats. 1900 zählte die Stadt 10.160 Einwohner.

Nach sechshundertjähriger Zugehörigkeit zum osmanischen Reich wurde Strumica am 21. Oktober 1912 von der Rila Division der bulgarischen Armee im Züge des Balkanbundes 1912/13 eingenommen. Infolge des Friedensvertrages von Bukarest fiel es 1913 an Bulgarien und wurde im selben Jahr Zentrum eines administrativen Bezirks ("Струмишки административен окръг").

Nach dem Ersten Weltkrieg musste Bulgarien laut des Vertrages von Neuilly-sur-Seine Strumica mit weiteren Gebieten (s. Ehemalige Bulgarische Westgebiete) an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen abtreten. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Strumica zwischen 1941 - 1944 erneut Teil Bulgariens.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Strumica Teil Jugoslawiens und zunächst in der Banovina Vardar angegliedert und später in der jugoslawischen sozialistischen Teilrepublik Mazedonien.

Während des Kosovo-Konflikts 1999 wurde die Stadt vom I. und II. deutschen KFOR - Kontingent als Stützpunkt genutzt. Speziell die Kaserne der Mazedonischen Armee und das Kasernengelände wurden genutzt. Durch die Nähe zur griechischen Grenze bot sich Strumica an, da das stationierte Nachschubbataillon häufig ankommende Güter/Ausrüstung vom Hafen in Thessaloniki transportierte.

Sport
In der Stadt sind zwei Fußballmannschaften beheimatet, der 1922 gegründete FK Belasica und der 1923 gegründete FK Tiverija.

Söhne und Töchter der Stadt
* Ksente Bogoev (1919–2008), Ökonom und Politiker
* Dušan Džamonja (1928–2009), jugoslawischer Bildhauer
* Goran Pandev (* 1983), mazedonischer Fußballspieler
* Dimitris Semsis (ca. 1881–1950), griechischer Musiker
* Baba Wanga (1911–1996), bulgarische Prophetin
* Boris Trajkovski (1956–2004), ehemaliger mazedonische Präsident
* Zoran Baldovaliev (* 1983), bulgarischer Fußballspieler
* Dimitris Semsis (1883–1950), griechischer Musiker
* Miletij von Sofia (1832-1891), bulgarischer Geistlicher

Sonstiges
Als Ostromdscha ist die Stadt mit ihrer Umgegend Schauplatz der Romane "In den Schluchten des Balkan" und "Durch das Land der Skipetaren" von Karl May.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 25.05.2013 22:24 von den Wikipedia-Autoren.
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