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Stettin

Polen, Szczecin
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"Stettin", polnisch "Szczecin", (, ), ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Westpommern und liegt rund 120 km nordöstlich von Berlin an der Odermündung zum Stettiner Haff. Stettin ist einer der größten Seehäfen des Ostseeraums und siebtgrößte Stadt Polens. Die Stadt beherbergt mehrere Hochschulen, eine Universität und ist zusammen mit Kamień Pomorski Sitz des katholischen Erzbistums Stettin-Cammin.

Geographie
Odermündung
Der größte Teil der Stadt liegt am linken Westoderufer, das vor allem im Norden der Stadt von bewaldeten Hügeln geprägt ist (bis 130 m ü. NN). Auch die Stadtteile Dąbie ("Altdamm"), Podejuch (Podjuchy) und Colbatz (Kołbacz) östlich der Oder sind von Waldgebieten umgeben, der Buchheide (Puszcza Bukowa, bis 149 m ü. NN) und der Gollnower Heide (Puszcza Goleniowska).

Zwischen diesen beiden Stauchmoränen verläuft das bis fünf Kilometer breite Flusstal – begrenzt von den Hauptarmen Westoder und Ostoder (Odra Zachodnia und Odra Wschodnia). Die in zahlreiche Flussarme geteilte Oder mit zahlreichen Flussinseln reicht bis in das Stadtgebiet. Unmittelbar südlich der Stadt beginnt der deutsch-polnische Internationale Park Unteres Odertal, der aus dem polnischen Landschaftsschutzpark Unteres Odertal und dem deutschen Nationalpark Unteres Odertal besteht und sich über Schwedt/Oder bis nahe Hohensaaten erstreckt.

Nördlich der Kernstadt weitet sich die Oder zu einem großen Binnensee, dem Dammschen See ("Jezioro Dąbie"), auf. In der Höhe von Police ("Pölitz)" findet der Fluss wieder in ein (sehr breites) Bett zurück, bevor er sich wieder aufweitet ("Roztoka Odrzańska"), die bei Trzebież ("Ziegenort") ins Stettiner Haff mündet. Über den Kanał Piastowski ("Kaiserfahrt") und die Swine ("Świna") wird bei Świnoujście (Swinemünde) die offene Ostsee erreicht.

Stettiner Flussinseln
Blick über Westoder und Dunzig, links die Schlächterwiese, rechts die Hafenanlagen auf Lastadie und dem Grabower Werder.
Im engeren Stadtgebiet liegen zwischen den beiden Hauptarmen des Flusses, der Westoder "(Odra Zachodnia)" und der Ostoder "(Odra Wschodnia)", sowie den alten Querverbindungen "Parnitz" und "Dunzig", zahlreiche Flussinseln:
* Der Altstadt direkt gegenüber liegt die Insel Lastadie "(Łasztownia)", die über die "Hansabrücke" erreicht wird. Der Stadtteil Lastadie grenzt unmittelbar an das Gebiet des Seehafens.
* Nördlich davon liegt, zwischen Westoder, Duńczyca und Oder-Dunzig-Kanal (Kanał Grodzki), die kleine, unbebaute Insel Schlächterwiese "(Wyspa Grodzka)".
* Südlich von Lastadie liegt die Insel "Silberwiese" "(Kępa Parnicka)", umgeben von Westoder, Grünem Graben "(Kanał Zielony)" und Parnitz "(Parnica)". Die Silberwiese ist vollständig bebaut. Die Insel war früher durch die "Bahnhofsbrücke" mit dem direkt gegenüber liegenden Hauptbahnhof verbunden, die Brücke reicht heute nur noch bis zur kleinen "Ahrensinsel" in der Westoder. Durch weitere Brücken ist die Silberwiese mit Lastadie und mit der Neuen Silberwiese verbunden.
* Die südlich angrenzende "Neue Silberwiese" "(Wyspa Zielona)" ist nur zu einem geringen Teil bebaut, die Insel entstand durch den Bau des Parnitz-Durchstichs.
* Östlich des Parnitz-Durchstichs liegt die Insel "Vorbruch", die nur im Norden bebaut ist (Siedlung Vorbruch) und ansonsten weitgehend aus Kleingärten besteht. Östlich davon liegt der Hafensee "(Jezioro Portowe)", der über den Vorflutkanal "(Kanał Rybny)" mit der Parnitz verbunden ist.
* Nördlich von Lastadie liegt der "Grabower Werder" "(Wyspa Ostrów)", der ursprünglich eine ungefähr dreieickige Form besaß und von Westoder, Dunzig und Möllnfahrt begrenzt wurde. Da die Insel mitten im Gebiet des Seehafens liegt, wurden die Flussarme beim Bau der Hafenbecken stark verändert. So wurde ein Teil der Dunzig zugeschüttet, wodurch eine direkte Landverbindung mit Lastadie entstand. Die nach Norden offene Breslauer Fahrt "(Kanał Dębicki)" wurde damit zu einer Sackgasse. Durch den Oder-Dunzig-Kanal im Westen der Insel wurde die schon genannte Schlächterwiese abgetrennt. Der Dunzig-Parnitz-Kanal schuf eine Verbindung zwischen den beiden Flussarmen. Im Westen des Grabower Werders bedecken Kleingärten und Wald.
* Nördlich davon liegt der "Bredower Werder" "(Wyspa Gryfia)", der ganz vom Hafen eingenommen wird. Ihn umgibt im Westen die Westoder, im Osten die Grabower Fahrt "(Kanał Grabowski)" und die Oderfahrt "(Przekop Mieleński)".
* Die nördlich anschließenden Inseln "Schwarzer Ort" "(Czarnołęka)" und "Großer Oderbruch" "(Wyspa Dębina)" liegen bereits im Dammschen See.
* Im Mündungsbereich der Ostoder in den Dammschen See liegen zwei weitere Inseln. Die nördliche Insel "Mönne" war bis 1945 Naturschutzgebiet. Im süd-westlichen Eck der Mönne befand sich eine der ältesten Vogel- und Naturschutzstationen Deutschlands, die Naturwarte Mönne. Auf dem Fundament des 1945 zerstörten Stationsgebäudes steht heute eine Gedenktafel, die auf polnisch und deutsch an den Gründer der Naturwarte, Paul Robien, erinnert.

Politik und Gesellschaft
Hoheitszeichen
Stadtflagge Stettins
Das Wappen der Stadt Stettin zeigt den Kopf des roten Greifen, des Wappentiers im Wappen Pommerns, mit der goldenen Krone. Das Wappen hat sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg inhaltlich nicht geändert. In dieser offiziellen Form findet sich das Wappen auch auf der Stadtflagge Stettins wieder.

Stadtgliederung
Der historische Stadtkern, die Altstadt, liegt am westlichen Ufer der Westoder. Um sie herum legt sich die gründerzeitliche Neustadt. Das von diesen beiden eingenommene dicht bebaute Innenstadtgebiet hat einen Durchmesser von etwa drei Kilometern.

Die angrenzenden Stadtteile sind lockerer bebaut. Jenseits der Westoder liegen die Stadtteile "Lastadie" und "Silberwiese" auf den gleichnamigen Flussinseln. Auf dem linken Flussufer grenzt südlich an die Innenstadt "Pommerensdorf" "(Pomorzany)", westlich die Stadtteile "Schwarzow" "(Świerczewo)", "Torney" "(Turzyn)", "Braunsfelde" "(Pogodno)", und nördlich "Grünhof" "(Bolinko)" und "Grabow" "(Grabowo)"Gustav Kratz: "Die Städte der Provinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden". Sändig Reprint Verlag", Vaduz 1996 (unveränderter Neudruck der Ausgabe von 1865), ISBN 3-253-02734-1, S. .. Die meisten dieser zentrumsnahen Stadtteile sind ehemalige Dörfer, außerdem gibt es Villenkolonien der Vorkriegszeit und Plattenbausiedlungen der 60er bis 80er Jahre.

Auch in den Außenbezirken liegen zahlreiche gewachsene, eingemeindete Dörfer. Vor 1945 war Stettin mit 460 km² Fläche die flächenmäßig drittgrößte Stadt des Deutschen Reiches, das Stadtgebiet umfasste zahlreiche noch recht ländlich geprägte Ortschaften. Eine Sonderrolle innerhalb der Außenbezirke nimmt die ehemalige Stadt Altdamm "(Dąbie)" auf dem östlichen Oderufer ein. Sie besitzt einen eigenen mittelalterlichen Stadtkern und ist bis heute das Zentrum des Stettiner Stadtgebiets rechts der Oder.

Stadtbild


Altstadt
Zamek Książąt Pomorskich ("Schloss der Herzöge von Pommern")
Der Bereich der Altstadt wurde nach schweren Kriegszerstörungen nur teilweise wiederaufgebaut. Bis heute prägen zahlreiche Brachen das Stadtbild im ältesten Teil Stettins. Zwischen erhaltenen oder nach alten Unterlagen rekonstruierten alten Bauwerken stehen zahlreiche sehr einfache Wohnhäuser der 50er Jahre.

Den höchsten Punkt der Altstadt nimmt das "Schloss der Herzöge von Pommern" ein. Zu seinen Füßen, südlich angrenzend, entstand die bürgerliche Stadt rund um das heutige, gotische "Alte Rathaus" am Heumarkt. Das mehrfach erweiterte Gebiet der mittelalterlichen Stadt lag ungefähr zwischen dem Oderufer und den heutigen Straßen "Dworcowa (Grüne Schanze), al. Niepodleglości (Paradeplatz), pl. Zołnierza Polskiego (Königsplatz)" und der neuen Schnellstraße "Trasa Zamkowa (Schloßtrasse)". Ziemlich genau in der Mitte dieses alten Stadtgebiets steht die größte Kirche der Stadt, die gotische Jakobikirche.

An die mittelalterliche Stadtmauer erinnert heute nur noch der Siebenmäntelturm an der nordöstlichen Ecke des damaligen Stadtgebiets. Die beiden erhaltenen barocken Festungstore, das "Berliner Tor" im Westen und das Königstor im Norden, entstanden erst im Zuge des Festungsausbaus nach dem Übergang an Preußen unter König Friedrich Wilhelm I. zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Sie wurden vom preußischen Festungsbaumeister Gerhard Cornelius von Wallrave entworfen und dienten neben militärischen auch repräsentativen Zwecken, u. a. dokumentieren die Inschriften am Königstor die Insbesitznahme der Stadt durch Preußen.

Zwei weitere gotische Kirchen sind erhalten geblieben, die "Johanneskirche", ursprünglich die Kirche des Franziskanerklosters, am südlichen Rand der Altstadt und die Kirche "St. Peter und Paul" im Norden. Dagegen sind die Marienkirche zwischen Kleiner und Großer Domstraße und die "Nikolaikirche" neben dem Alten Rathaus am Heumarkt bereits am Ende des 18. bzw. zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus dem Stadtbild verschwunden.
Zwischen Jakobikirche und Königstor liegen mehrere barocke Stadtpaläste, etwa der ehemalige "pommersche Landtag" in der "Luisenstraße (Staromłyńska)" das "Wolkenhauerhaus" am "Roßmarkt", heute Musikhochschule, oder das ehemalige "Generalkommando", heute Nationalmuseum, am "Königsplatz (pl. Żołnierza Polskiego)".

Neustadt
Chrobrego ("Hakenterrasse")
Grunwaldzki-Platz ("Kaiser Wilhelm Platz")
Jasne Blonia-Platz ("Quistorpaue")
Nach 1945 übernahm die gründerzeitliche Neustadt anstelle der fast völlig zerstörten Altstadt die meisten Zentrumsfunktionen. Die Anlage der Neustadt ging auf die Initiative des langjährigen Oberbürgermeisters Hermann Haken zurück.

Ein echter Stadtmittelpunkt ist heute nicht erkennbar, jedoch kann man den Bereich um den "Paradeplatz (al. Niepodległości/pl. Wyzwolenia)" zwischen "Brama Portowa" "(Berliner Tor)" und dem Hotelhochhaus Radisson SAS als wichtigsten Straßenzug der heutigen Innenstadt ansehen. Direkt neben dem Hotelgebäude befindet sich die Shopping-Mall "Galaxy", das größte Einkaufszentrum der Stadt.

Am Paradeplatz stehen einige Prachtbauten der Gründerzeit, etwa das neobarocke Gebäude der ehemaligen "Generallandschaft", heute die Niederlassung einer Bank, die neugotische "Oberpostdirektion" und mehrere Kaufhäuser.

Am Berliner Tor stößt rechtwinklig der "Hohenzollernplatz (pl. Zwycięstwa)" auf den genannten Straßenzug. Den Platz schmücken repräsentative Grünanlagen, in denen sich, am westlichen Ende die im Jugendstil errichtete "Bugenhagenkirche" "(św. Wojciecha)" erhebt. Aus der gleichen Zeit stammt die benachbarte "Garnisonkirche", heute "Herz-Jesu (N. Serca Pana Jezusa)".

In der südlichen Neustadt, zwischen Altstadt und Hauptbahnhof, entstanden vor dem Ersten Weltkrieg weitere repräsentative Großbauten, die heute, nach der Zerstörung ihrer städtebaulichen Umgebung, als Solitäre in einer Abfolge großer Grünanlagen stehen.

Nördlich des Bahnhofs, unmittelbar am Oderufer "(Bollwerk/Bulwar Piastowski)" steht die Hauptpost, ein mächtiger Bau der Neurenaissance. Das mächtige "Neue Rathaus" am "Rathausplatz (pl. Ratuszowy)" wurde nach Berliner Vorbild Rotes Rathaus genannt, es beherbergt heute Einrichtungen der Hafenverwaltung. Das nahe "Stadthaus" mit seinem hohen Jugendstilturm ist heute Sitz der pommerschen Medizinhochschule.

Die äußere Neustadt erinnert in ihrem städtebaulichen Grundriss an Pariser Vorbilder, in der Architektur der Einzelgebäude dagegen an Berlin. Große, gerade Straßenachsen schneiden sich an repräsentativen Sternplätzen, deren bekanntester der "pl. Grunwaldzki (ehem. Kaiser-Wilhelm-Platz)" im Norden der Neustadt ist. Die Bebauung der einzelnen Parzellen erfolgte wie in Berlin mit Vorderhäusern, Seitenflügeln und Quergebäuden, wodurch zahlreiche enge Hinterhöfe entstanden. Die Bebauung der Neustadt ist überwiegend viergeschossig. Eine der größten Straßenachsen ist die "al. Jedności Narodowej" (ehem. Kaiser-Wilhelm-Straße), an deren Endpunkt das ehemalige Landeshaus steht, das heutige Rathaus der Stadt. Hinter dem Rathaus liegt die "Quinstorp-Aue", in der bereits zu dessen Lebzeiten ein Denkmal Papst Johannes Paul II. errichtet wurde.

Nördlich der Altstadt, zwischen Oderufer und Grabower Anlagen, entstand von 1902 bis 1921 das bekannteste Bauensemble Stettins, die Hakenterasse. Drei monumentale Großbauten stehen an dieser Uferstraße: die Seefahrthochschule, das Stadtmuseum (heute Theater und Meeresmuseum) sowie das Gebäude der Regierung von Pommern, das heute als Sitz der Wojewodschaft Westpommern weiterhin seiner ursprünglichen Funktion dient. Die flussseitige Straßenseite schmücken zwei Jugendstilpavillons und eine große Freitreppe zum tiefer liegenden Fluss.

Äußere Stadtteile
Die äußeren Stadtteile Stettins sind von großen Grünanlagen durchzogen. Zu diesen gehört der Hauptfriedhof, im Stadtteil Scheune "(Gumieńce)" an der Pasewalker Chaussee "(Ku Słońcu)", mit 1,7 km² Fläche einer der größten Friedhöfe Europas. Er wurde auf Initiative des schon erwähnten Oberbürgermeisters Haken angelegt, der hier auch begraben liegt.

Der nördlich angrenzende Stadtteil "Pogodno", die frühere "Villenkolonie Braunsfelde", ist Heimat des Fußballvereins Pogoń Szczecin, der die Stadt in der obersten polnischen Fußballliga ("Ekstraklasa") vertritt. Nördlich dieses Stadtteils liegt der "Eckerberger Wald" "(Park Leśny Arkónski)", ein wichtiges Ausflugsziel. Der schöne Glambecksee "(Głębokie = tiefer See)" ist auch dort (Park Leśny Głębokie).

Größere Plattenbausiedlungen liegen am westlichen Rand von Pogodno "(Zawadzkiego, Somosierry)", im Süden von Pogodno "(Kaliny, Przyjaźni)", in Niebuszewo (Zabelsdorf, "Książąt Pomorskich") sowie im südlichen Stadtteil Pomorzany "(Wzgórze Hetmańskie)".

Geschichte
Stettin um 1640 (Merian)
Stettin um 1888.
Stettiner Innenstadt um 1910.
"Hauptartikel: Geschichte der Stadt Stettin"

Stettin entwickelte sich Ende des 12. Jahrhunderts aus einer wendischen und zwei benachbarten deutschen Siedlungen, denen der pommersche Herzog Barnim I. 1243 das Stadtrecht verlieh. Danach wuchsen die Stadtteile schnell zusammen und Stettin wurde zu einem bedeutenden Handelsplatz. 1278 erfolgte die Aufnahme in den Hansebund. Herzog Otto I. machte Stettin 1309 zur Residenzstadt Pommerns.

1451 und 1464 wütete die Pest in der Stadt. Nach Einführung der Reformation wurde in Stettin die erste weltliche Hochschule Pommerns, das Pädagogium, gegründet. 1570 fand hier der so genannte Stettiner Friedenskongress statt, der den Nordischen Siebenjährigen Krieg beendete. Herzog Johann Friedrich (reg. 1569–1600) baute das Schloss zu einer Residenz im Renaissancestil aus und verlieh ihm im Wesentlichen das heutige Erscheinungsbild. 1637 starb hier Herzog Bogislaw XIV. als letzter Greifenherzog. Von 1630/37 bis 1713/20 war Stettin in schwedischer Hand. Als Sitz der schwedischen Provinzialverwaltung und wichtige Festung, die den nördlichsten Oderübergang sicherte, wurde sie in den Kriegen der schwedischen Großmachtzeit mehrmals belagert. 1659 widerstand sie den Belagerern, aber 1677 während des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges eroberte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die Stadt, musste sie aber wieder abgeben. 1713 besetzte der preußische König Friedrich Wilhelm I. die Stadt und erwarb sie endgültig durch den Stockholmer Frieden von 1720. Die Preußen siedelten wichtige Verwaltungseinrichtungen an und bauten Stettin weiter zu einer Festungsstadt aus. Das Altpreußische Infanterieregiment No. 7 wurde nach Stettin verlegt und Stettin wurde so zur preußischen Garnisonsstadt. Während der napoleonischen Kriege wurde die Festung 1806 von den Franzosen kampflos eingenommen, die die Stadt bis 1813 besetzt hielten.

1815 wurde Stettin Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Stettin–Berlin und der Erweiterung des Hafens entwickelte sich die Stadt auch zu einem wichtigen Industriestandort. Nach der Entfestung ab 1870 vergrößerte sich die Stadt durch neue Wohngebiete und Eingemeindungen. 1879 wurde auf einer Anhöhe vor der Stadt ein großartiges Krankenhaus mit 300 Betten eröffnet. Stettin beherbergte verschiedene Verwaltungsbehörden, die zum Teil auch als Schulen dienten.

An Bildungs- und Lehranstalten verfügte Stettin im Jahre 1909 über"Meyers Konversationslexikon", 6. Auflage, Leipzig und Berlin 1909, 19. Band, S. 10. drei Gymnasien, zwei Realgymnasien, zwei Lehrerinnenseminare, eine Maschinenbauschule, eine Baugewerkschule, eine Seemannsschule, eine Navigationsschule, eine Landwirtschaftsschule, eine Handelsschule, eine Hebammenlehranstalt mit angeschlossener Frauenklinik, eine Taubstummenanstalt und eine Blindenanstalt. Auf Beschluss des pommerschen Provinziallandtags von 1929 wurde die überalterte und nicht mehr ausbaufähige Provinzial-Hebammen-Lehranstalt und Frauenklinik in der Innenstadt (Karkutschstraße) in die Landesfrauenklinik der Provinz Pommern (LFK) umgewandelt. Unter Leitung des Gynäkologen und Institutsdirektors Siegfried Stephan wurde für die LFK zwischen 1929 und 1931 in einem ruhigen Außenbezirk (Roonstraße 7, südöstliche Ecke des Quistorparks und des Westendsees) ein großzügiger Neubau errichtetGünter Köhler: "Die Geschichte der Landesfrauenklinik Stettin", Stettiner Bürgerbrief Nr. 24 (1998), 40–52.. Die Synagoge zu Stettin wurde 1938 bei den Novemberprogromen zerstört.

1939 wurde durch die Eingemeindung der Städte Altdamm und Pölitz sowie weiterer 36 Gemeinden Groß Stettin geschaffen. Die rund tausend Stettiner Juden waren die ersten auf deutschem Gebiet, die von den Nationalsozialisten ins nun besetzte Polen deportiert wurden: am 12. Februar 1940 erfolgte ihre Verhaftung im ganzen pommerschen Regierungsbezirk Stettin. 1944 richteten Bombenangriffe des "Bomber Command" der Royal Airforce große Schäden an, und am 26. April 1945 wurde Stettin von der Roten Armee erobert.

Nach Kriegsende war der genaue Verlauf der Demarkationslinie zwischen der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und den unter polnische Verwaltung gestellten deutschen Gebieten im Stettiner Raum noch unklar, so dass die Sowjetunion zunächst davon absah, das westlich der Oder gelegene Stettin den polnischen Behörden zu übergeben, und in der Stadt eine neugebildete deutsche Verwaltung einsetzte. Am 5. Juli 1945 wurde Stettin jedoch – unter Bruch bestehender alliierter Vereinbarungen, die einen Grenzverlauf „unmittelbar westlich von Swinemünde und von dort die Oder entlang bis zur Einmündung der westlichen Neiße“ vorsahen, die Oder-Neiße-Linie – von der sowjetischen Besatzungsmacht an Polen übergeben und von diesem in "Szczecin" umbenannt. Anschließend erfolgte die Ablösung der deutschen Stadtverwaltung, und es begann die Ansiedlung von Polen, die mit der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung einherging. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und unter Reaktivierung von Industrie, Bildungseinrichtungen etc. wiederaufgebaut. Die neuen Einwohner Stettins stammten dabei größtenteils aus den Gebieten östlich der Curzon-Linie, die nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion fielen (heute zu Litauen, Weißrussland und der Ukraine gehörig). Der Hafen wurde erst 1955 von der Sowjetunion in polnische Verwaltung übergeben.

1970 wie 1980 kam es zu Arbeiterunruhen, und neben Danzig wurde Stettin zur Keimzelle der Gewerkschaftsbewegung Solidarność. 1972 machte die katholische Kirche Stettin zum Bistumssitz. Am 27. Mai 1990 wurde die erste demokratische Kommunalwahl durchgeführt. 1999 wurde Stettin im Zuge einer Verwaltungsreform Hauptstadt der neuen Woiwodschaft Westpommern.

Ortsname
Der Ortsname ist slawischer Herkunft. Ursprünglich lautete er "Stetin", so in Urkunden aus den Jahren 1140"Pommersches Urkundenbuch." 1. Band. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln und Wien 1970, Nr. 30 und 1123."Pommersches Urkundenbuch." 1. Band. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln und Wien 1970, Nr. 213 Ab dem 15. Jahrhundert kam es zur Verdoppelung des zweiten „t“, die bald allgemein üblich wurde und zum Ortsnamen "Stettin" führte.Martin Wehrmann: "Geschichte der Stadt Stettin." S. 5 Ungefähr gleichzeitig wurde die Stadt zur Unterscheidung von dem 1310 gegründeten Neustettin immer allgemeiner auch "Alten-Stettin" genannt.Fr. Thiede: "Chronik der Stadt Stettin." Bis Anfang des 19. Jahrhunderts traten die Schreibweisen "Alt-Stettin", "Altstettin" und "Stettin" nebeneinander auf,Gustav Kratz: "Die Städte der Provinz Pommern." bis man schließlich zu dem einfacheren "Stettin" zurückkehrte, was seitdem der Ortsname in deutscher Sprache ist. Der nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführte polnische Ortsname "Szczecin" ist seit dem 19. Mai 1946 offiziell gültig.

Religion
Jakobikirche, Westfassade
Die Einwohner Stettins, so wie ganz Pommerns, wurden mit der Reformation fast ausschließlich evangelisch. 1905 waren 93,3 % der Stettiner evangelisch und 3,9 % katholisch. Die Eintragungen über Taufen, Eheschließungen und Todesfälle der evangelischen Kirchenmitglieder in Stettin sind seit 1603 vorhanden und wurden nach 1920 von der HLT-Kirche („Mormonen“) aufgezeichnet. Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 bis 1948 endete auch die evangelische Zeit in Stettin: von ehemals 15 Stadtgemeinden besteht noch eine, deren Zentrum die ehemalige Gertrudenkirche (heute: Św. Trójce/Trinitatis) an der Großen Lastadie (heute: ul. Energetyków) ist. Sie gehört zur Diözese Breslau der Evangelischen Kirche Augsburger (lutherischer) Konfession in Polen, die etwa 0,3 % der Gesamtbevölkerung umfasst.

Da die heutigen polnischen Bewohner mehrheitlich dem katholischen Glauben angehören, wurde 1972 ein katholisches Bistum mit Sitz in Stettin eingerichtet, das 1992 zum Erzbistum Stettin-Cammin erhoben wurde. Die Jakobikirche im Zentrum der Stadt wurde zur katholischen Kathedrale.
Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in der ul. Mickiewicza

Die in großer Zahl in Stettin lebenden Ukrainer gehören überwiegend der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche aber auch der Polnisch-Orthodoxen Kirche an. Kirchen dieser beiden christlichen Religionsgemeinschaften byzantinischen Ritus befinden sich auf dem früheren Gelände des Bethanienstifts an der ul. Mickiewicza.

Stettin gilt auch als eines der Zentren des Buddhismus in polnischen Buddhismus. Unter anderem befindet sich hier der Sitz der "Misja Buddyjska" (Buddhistischen Mission), einer Dachorganisation buddhistischer Gruppen in Polen. Mit der Eröffnung einer "Buddhistischen Bibliothek" im Rahmen der Pommerschen Bibliothek durch den Dalai Lama im Mai 2000 wurde die Bedeutung Stettins gewürdigt. 2005 fanden auf Einladung der polnischen Buddhisten der Jahreskongress der Europäischen Buddhistischen Union und das Treffen der "Buddhist Teachers in Europe" in Stettin statt.

Wichtige Bauwerke, Straßen und Plätze
Das Loitzhaus
Die Jacobikirche in Stettin, jetzt mit neuer Spitze
In der Altstadt:
* Das "Schloss der Herzöge von Pommern" ("Zamek Książąt Pomorskich") wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Erst in den 80er Jahren wurde es im Stil der Renaissance rekonstruiert, als Orientierung dienten unter anderem Stiche aus dem 17. Jahrhundert. Das Schloss liegt an der nordöstlichen Ecke der Altstadt, besitzt einen großen, quadratischen und einen kleineren, länglichen Hof sowie zwei Türme. Zum Schloss gehört das Gebäude der "Schlosskirche zu Stettin". Im großen Schlosshof finden im Sommer Freiluftkonzerte statt. Ein Flügel des Schlosses dient als Stettiner Opernhaus.
* Der benachbarte Siebenmäntelturm ("Baszta Siedmiu Płaszczy") verdankt seinen Namen der Legende nach einem Schneider, der dem Herzog von Pommern sieben Mäntel nähen sollte, aber mit dem wertvollen Stoff zu fliehen versuchte und nach seiner Festnahme in diesem Stadtmauerturm seine Strafe absitzen musste.
* Der gotische "Loitzenhof" ("Dom Loitzów", 16. Jahrhundert) unterhalb des Schlosses war der Sitz der bedeutenden Kaufmannsfamilie Loitz, die durch den Salzhandel zu großem Reichtum kam und als Bankiers in vielen Städten Nordeuropas vertreten waren. Das Handelsimperium, dessen wichtigste Zentren außer Stettin auch Danzig und Lüneburg waren, brach 1572 zusammen, als große Kredite an den König Sigismund II. von Polen und Kurfürst Joachim II. von Brandenburg nach deren Tod nicht zurückgezahlt wurden. Die Familie Loitz konnte dadurch ihre eigenen Gläubiger nicht mehr bezahlen und musste aus Stettin fliehen.
* Die spätgotische "Peter-und-Paul-Kirche" ("Kościół Piotra i Pawła") steht an der Stelle des ersten christlichen Gotteshauses der Stadt, in dem bereits der Missionsbischof Otto von Bamberg 1124 die Messe feierte.
* Die "Jakobikirche" ("Katedra pw. Św. Jakuba") wurde von den Bürgern der stolzen Hansestadt nach dem Vorbild der (allerdings unerreichten) Lübecker Marienkirche errichtet. Die dreischiffige Hallenkirche war sehr reich ausgestattet, sie wurde jedoch 1677 durch Kriegsereignisse zerstört. 1894 stürzte der zuvor aufgestockte Westturm ein, wurde jedoch wiederaufgebaut. Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs hatten einen erneuten Einsturz des damals 119 Meter hohen Turms und große Schäden am Kirchenschiff zur Folge. Die Kirche wurde erneut wiederaufgebaut, die Nordwand erhielt dabei eine moderne Fassade im Stil der 1950er Jahre. Sie ist heute die Kathedrale des katholischen Erzbistums Stettin-Cammin.
Heumarkt und Altes Rathaus
* Das Alte Rathaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ab 1677 im barocken Stil wieder aufgebaut. Nach der Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Rekonstruktion der ursprünglichen gotischen Gestaltung. Die Nordfassade zum Neuen Markt "(Rynek Nowy)" erhielt einen vereinfacht rekonstruierten, durchbrochenen gotischen Ziergiebel, die Südfassade zum Heumarkt zeigt Formen der Renaissance. Im Alten Rathaus befindet sich heute das Museum für Stadtgeschichte. Im Ratskeller befindet sich ein Restaurant.
* Der Heumarkt ("Rynek Sienny") erhält zur Zeit seine historische Gestalt wieder. An seiner Ostseite entstehen Neubauten, deren Platzfassade am historischen Vorbild orientiert ist. Die westliche Platzseite ist noch nicht geschlossen.
* Den Roßmarkt ("Plac Orła Białego") nördlich der Jacobikirche ziert eine Grünanlage mit einer Statue der Göttin Flora (18. Jh.) und dem barocken Roßmarktbrunnen. Das große Gründerzeitbauwerk auf der Westseite des Platzes war die Preußische Nationalversicherung. Im Vorgängerbau (1723–26) wurde 1759 Maria Feodowora geboren. Im benachbarten, barocken Wolkenhauerhaus, erbaut vom niederländischen Kaufmann Georg Christian Velthusen, produzierte die Firma C. Wolkenhauer Klaviere. Heute beherbergt es eine Musikhochschule.
* Im ehemaligen Pommerschen Landtag in der Luisenstraße ("ul. Staromłyńska"), einem barocken Palast des Architekten G. C. Wallrave, befindet sich heute ein Museum zur Geschichte Pommerns. Das preußische Generalkommando direkt gegenüber ist Museum für polnische Kunst des frühen 20. Jahrhunderts.
* Das barocke Königstor ("Brama Królewska", 1725–27) an der nördlichen Begrenzung der Altstadt und das Berliner Tor ("Brama Portowa", 1725–29) am Hohenzollernplatz sind prächtige Schmuckbauten. Die Wandreliefs erinnern an den Kauf Pommerns durch Preußen.
Hochhauskomplex PAZIM
Lotników-Platz ("Augusta Platz")

In der Neustadt:
* Die Hakenterrasse ("Wały Chrobrego") ist das bekannteste Bauensemble der Stadt. Die baumbestandene, hoch über der Oder gelegene Uferstraße entstand zwischen 1900 und 1914 auf dem Gelände des aufgegebenen Forts Leopold nördlich der Altstadt. Drei monumentale öffentliche Gebäude stehen hier. Die Seefahrthochschule, das südliche Bauwerk, ist ein Bau der deutschen Neurenaissance. Ihr folgt das ehemalige Museum der Stadt Stettin, ein heller Jugendstilbau mit einem stadtbildprägenden, kupfergedeckten Mittelturm. Es ist heute Sitz des Meeresmuseums, einer Abteilung des polnischen Nationalmuseums. Im Gebäude befindet sich außerdem ein Theater. Das dritte Großbauwerk, die in nordischer Renaissance errichtete Regierung von Pommern ist heute der Sitz der Wojewodschaft Westpommern. Vor dem mittleren Bau öffnet sich die Allee zwischen zwei Jugenstilpavillons zur Oder, eine breite Freitreppe führt hinunter zum Fluss.
* Der Hochhauskomplex "PAZIM" wurde 1992 fertiggestellt, er beherbergt ein Hotel der Radisson-Kette sowie Büronutzungen. Das Hochhaus hat 22 Etagen und ist 92 m hoch. Es ist damit aber nur das zweithöchste Bauwerk der Stettiner Stadtgeschichte: der im Zweiten Weltkrieg eingestürzte Westturm der Jacobikirche war 119 m hoch. Neben dem PAZIM befindet sich das 2003 eröffnete Einkaufszentrum "Galaxy Center" "(al. Wyzwolenia)".
* Die Kaiser-Wilhelm-Straße ("al. Jedności Narodowej") ist die größte der Straßenachsen der Neustadt. Auf ihr liegen zwei große Plätze, der Kaiser-Wilhelm-Platz ("pl. Grunwaldzki") und der Augustaplatz ("pl. Lotników"). Auf letzterem steht ein Reiterstandbild (1913) von Bartolomeo Colleoni. Die Quistorpaue ("Park Kasprowicza") am nördlichen Ende der Straße wurde der Stadt von einem Bürger namens Quistorp unter der Bedingung geschenkt, dass sie für immer von Bebauung freizuhalten sei. Hier feierte Papst Johannes Paul II. 1987 mit rund einer Million Gläubigen die heilige Messe.
Die Generallandschaft am Paradeplatz
Postamt
* Der Paradeplatz ("al. Niepodległości") ist heute der wichtigste Straßenzug der Innenstadt. Auf der östlichen Straßenseite gibt es Geschäfte und Restaurants, auf der westlichen Seite repräsentative Großbauten, darunter die neobarocke Generallandschaft (Emil Drews, 1891–1895), heute Sitz eines Kreditinstituts (Bank Pekao SA) und die benachbarte neugotische Oberpostdirektion (1903–1905).
* Am südlich angrenzenden Hohenzollernplatz ("pl. Zwycięstwa") stehen außer dem Berliner Tor zwei große Kirchen, die Bugenhagenkirche (neugotische und Jugenstilformen, 1906–1908) und die ehemalige Garnisonkirche (1913–1915, Jugendstil).
* Neues Rathaus (1879 vollendet), neugotisch.
* Auf dem Rathausplatz der "Manzelbrunnen" (1898). An der Stelle der früheren Brunnenfigur "Sedina", einer allegorischen die Stadt Stettin verkörpernden Frauenfigur, steht derzeit ein Anker; es gibt aber konkrete Bestrebungen zur Wiedererrichtung der Sedina."Die Pommersche Zeitung." Nr. 29/2008, S. 4. In der Nähe steht das ehemalige Stadthaus, heute medizinische Akademie, ein monumentaler Jugendstilbau mit hohem Turm.
* Der unten beschriebene Hauptbahnhof macht einen wenig ansehnlichen Eindruck, das Empfangsgebäude stammt aus den 50er Jahren und zeigt im Innern eine große Landkarte Pommerns.

In den äußeren Stadtteilen:
* Dammscher See ("Jezioro Dąbie")
* Hauptfriedhof
* Herta-See ("Jezioro Szmaragdowe")
* Kartäuserkloster Grabow

Partnerstädte
* Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin (Deutschland)
* Bremen (Deutschland)
* Bremerhaven (Deutschland)
* Dalian (Volksrepublik China)
* Esbjerg (Dänemark)
* Kingston upon Hull (Großbritannien)
* Klaipėda (Litauen)
* Lübeck (Deutschland)
* Malmö (Schweden)
* Murmansk (Russland)
* Rostock (Deutschland)
* St. Louis (Vereinigte Staaten)

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
* Hermann Haken (Politiker), (1828–1916), Oberbürgermeister von Stettin zwischen 1878 und 1907
* Lech Wałęsa (* 1943), Staatspräsident Polens (20. April 2009)

Söhne und Töchter der Stadt
"→ Liste der Söhne und Töchter von Stettin"

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben
* Otto Jageteufel († 1412), Bürgermeister, begründete die Jageteufelsche Stiftung
* Peter Artopoeus (1491–1563), eigentlich "Peter Becker", Pastor Primarius an der Marienkirche, Reformator
* Daniel Cramer (1568–1637), lutherischer Theologe, Chronist und Autor
* Georg Wehling (1644–1719), deutscher Schullehrer und Schriftsteller, Leiter der Ratsschule in Stettin von 1682 bis 1719
* Christian Zickermann (1672–1726), Pfarrer an der Stettiner Peter-Paulskirche und Geschichtsforscher
* Jacob Schimmelmann (1712–1778), deutscher lutherischer Geistlicher, lebte seit 1765 in Stettin und übersetzte hier die altisländische Edda ins Hochdeutsche
* Joachim Bernhard Steinbrück (1725–1789), Pfarrer an der Stettiner Peter-Paulskirche und Geschichtsforscher
* Karl Friedrich Wilhelm Hasselbach (1781–1864), deutscher Historiker und Gymnasiallehrer, Leiter des Marienstiftsgymnasiums von 1828 bis 1854
* Carl Loewe (1796–1869), deutscher Komponist, Gymnasiallehrer und städtischer Musikdirektor in Stettin
* Johannes Quistorp (1822–1899), deutscher Industrieller, Wohltäter der Stadt
* Hugo Lemcke (1835–1925), deutscher Historiker, Direktor des Stadtgymnasiums von 1881 bis 1906
* Hugo Rühl (1843–1922), Turnlehrer, Stadtschulrat und Sportfunktionär
* Fritz Godow (1851–1932), plattdeutscher Schriftsteller, Mittelschullehrer in Stettin
* Hildegard Voigt (1856–1936), deutsche Schriftstellerin, lebte seit früher Jugend in Stettin
* Fritz Herbert (1860–1925), Gründer der Zeitung "Volksbote", Reichstagsabgeordneter, Konsumgenossenschafter, Aufsichtsrat der GEG
* Alfred Haas (1860–1950), deutscher Historiker, Volkskundler und Gymnasiallehrer; Sammler pommerscher Sagen
* Otto Bollnow (1877–1959), deutscher Schullehrer und Heimatforscher, arbeitete von 1902 bis 1914 in Stettin, zuletzt an der 2. Mädchenmittelschule
* Erwin Ackerknecht (1880–1960), Leiter der Stadtbücherei Stettin von 1907 bis 1945
* Paul Robien (1882–1945), Vordenker der Umweltbewegung, lebte in der Naturwarte Mönne an der Ostodermündung in den Dammschen See
* Otto Kunkel (1895–1984), deutscher Prähistoriker, bis 1945 Direktor des Pommerschen Landesmuseums in Stettin
* Piotr Zaremba (1910–1993), polnischer Stadtplaner und Architekt, erster Stadtpräsident von Stettin

Öffentliche Einrichtungen
Garnison
* Seit dem 18. September 1999 liegt der Stab des Multinationalen Korps Nord-Ost in den „Baltischen Kasernen“ in Stettin.

Hochschulen
* Akademia Rolnicza Szczecin
* Politechnika Szczecińska
* Pomorska Akademia Medyczna Szczecin
* Uniwersytet Szczeciński
* Wyższa Szkoła Morska Szczecin

Wirtschaft und Verkehr
Seehafen Stettin-Swinemünde
Seehafen Stettin
Der Seehafen an der Odermündung in das Stettiner Haff ist für die gesamte polnische Wirtschaft wichtig – der Hafen Stettin-Świnoujście ist nach Danzig der zweitgrößte Seehafen des Landes. Die Lage an der Odermündung macht Stettin zum natürlichen Seehafen für das gesamte Einzugsgebiet dieses Stroms. Dies betrifft seit 1945 zuallererst die Produktion des Oberschlesischen Industriegebiets um Kattowitz, des größten Ballungsraums des Landes. Ähnlich wie im Ruhrgebiet bildet der örtliche Steinkohlebergbau die wirtschaftliche Grundlage dieser Region, die dortige Stahlindustrie benötigt außerdem Eisenerz. Das für Oberschlesien bestimmte Eisenerz wird deshalb über Stettin-Swinemünde importiert und dort auf Binnenschiffe verladen, die zu exportierenden fertigen Stahlprodukte nehmen den umgekehrten Weg, ebenfalls über Stettin.

Bis 1945 war Stettin außerdem der Ein- und Ausfuhrhafen für Berlin, die zeitweise größte Industriestadt Europas war über den bereits 1605 (und nach Zerstörung 1743 wieder) eröffneten Finowkanal sowie ab 1917 über den moderneren Oder-Havel-Kanal mit der Oder verbunden. Die enge wirtschaftliche Symbiose zwischen beiden Städten riss nach Krieg, Vertreibung und Grenzziehung weitgehend ab. Durch den europäischen Einigungsprozess kann für die Schiffsverbindung zwischen Berlin und Stettin jedoch perspektivisch wieder eine größere Bedeutung angenommen werden.

Der Seehafen Stettin-Swinemünde hatte 2004 einen Gesamtumschlag von 15,5 Millionen Tonnen und 27.700 Containern. Der Fährhafen (die meisten Verbindungen beginnen in Swinemünde) zählte 740.000 Passagiere, die die Verbindungen nach Skandinavien benutzten.

Stettin ist außerdem ein bedeutender Schiffbaustandort, die Werft ist mit rund 10.000 Beschäftigten die größte in Europa.

Eisenbahnverkehr
Hauptbahnhof
Der Hauptbahnhof nach der Renovierung
Blick vom Gleisfeld des Hauptbahnhofes zur Altstadt
Stettin ist bereits seit 1843 an das Eisenbahnnetz angebunden. In diesem Jahr erreichte die am 1. August 1842 zwischen Berlin und Eberswalde eröffnete Stettiner Bahn ihren Endpunkt in der pommerschen Hauptstadt. Die Strecke begann im Stettiner Bahnhof an der Berliner Invalidenstraße und führt über Bernau, Eberswalde und Angermünde nach Stettin. Der Endbahnhof hieß demnach zunächst "Berliner Bahnhof"; aus ihm entwickelte sich der heutige "Hauptbahnhof" "(Szczecin Główny)" am linken Oderufer südlich des alten Stadtkerns. Stettin war Sitz einer Eisenbahndirektion, der späteren Reichsbahndirektion.
Neben der Strecke nach Berlin gibt es heute die Eisenbahnstrecke von Stettin über Pasewalk, Neubrandenburg und Güstrow nach Lübeck, entlang der Oder nach Süden (Gryfino, Küstrin, Zielona Góra, Breslau), nach Osten (Stargard Szczeciński–Posen–Warschau und Stargard–Koszalin) sowie entlang der Ostseeküste über Kołobrzeg und Koszalin nach Danzig. Regionalzüge verkehren über Goleniów nach Kamień Pomorski sowie zur Insel Wollin bis nach Świnoujście. Auf dem linken Oderufer verkehren Vorortzüge quer durch das Stettiner Stadtgebiet nach Police und Trzebiez.

Die Strecken nach Angermünde und Lübeck Hbf werden von Zügen der Deutschen Bahn bedient. Ab Berlin-Hauptbahnhof ist Stettin ca. alle zwei Stunden erreichbar. Meistens besteht eine Anschlussverbindung über Angermünde, es gibt wenige durchgehende Züge. Ein Mal täglich verkehrt ein EuroCity über Berlin hinaus nach Hannover, Osnabrück und Amsterdam. Die Regionalexpresszüge über Pasewalk stellen eine durchgehende Verbindung – ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt – über Bad Kleinen nach Lübeck dar. Das Wochenendticket und Ländertickets gelten bis Stettin.

Die Bahnstrecke führt unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofs in einem weiten Bogen über die Oder, die Insel "Silberwiese (Kępa Parnicka)" und die Parnitz. Jenseits dieses Oderarms erreicht die Bahn das Hafengebiet, ein großer Güterbahnhof "(Port Centralny)" schließt sich dort an.

Flughafen Stettin-Gollnow
Der Flughafen in Goleniów (35 km nordöstlich) hatte 2003 rund 90.000 Passagiere und etwa 7.500 Flugbewegungen, bei stark steigender Tendenz. Die meisten Linienflüge gehen mit LOT nach Warschau, die irische Billiglinie Ryanair fliegt außerdem einmal täglich nach London.

Oderbrücken
Hansabrücke, um 1900
In Stettin befinden sich die letzten festen Querungen der Oder vor ihrer Mündung. Im Stadtgebiet und der näheren Umgebung kreuzen vier Straßen und zwei Eisenbahnstrecken den in viele Flussarme geteilten Strom:
* Südlich der Stadt, bereits im Bereich des Landschaftsschutzparks Unteres Odertal gelegen, verläuft die Autobahn A6 (Europastraße 28), die von Berlin nach Danzig führt.
* Am südlichen Stadtrand verläuft die Schnellstraße nach Posen "(Autostrada Poznańska)", die auch vom Stadtbus benutzt wird. Direkt parallel zur Straße verläuft eine Eisenbahnstrecke, die von Güterzügen zur Umfahrung des Hauptbahnhofs genutzt wird. Straße und Eisenbahn kreuzen West- und Ostoder jeweils auf gemeinsamen Brücken.
* Die im Krieg zerstörte Bahnhofbrücke wurde nicht wiederaufgebaut, ihre Reste verbinden heute nur noch die Ahrensinsel mit der Silberwiese.
* Die Eisenbahn quert unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofs die Westoder, die anschließende Insel Silberwiese und die Parnitz.
* Die traditionelle Stadtbrücke in der Altstadt war die Hansabrücke, an ihrer Stelle steht heute die "Lange Brücke" "(Most Dlugi)".
* Zwischen Schloss und Hakenterrasse kreuzt die am Königstor beginnende, autobahnähnliche Schlossstraße "(Trasa Zamkowa)" die Oder. Sie ist die letzte Oderbrücke vor der Mündung.

Stadtverkehr
Modernisiert Konstal 105Na

Die von der Stettiner Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft 1879 als Pferdebahn eröffneten und ab 1897 elektrifizierten Straßenbahnlinien fuhren im Stadtgebiet und in einige nördliche Nachbarorte.

Der städtische Verkehrsbetrieb "MZK" betreibt heute den öffentlichen Verkehr innerhalb des Stadtgebiets in Form eines umfangreichen Straßenbahnnetzes und ergänzender Buslinien. In der Stadt verkehren elf Straßenbahnlinien. Die wichtigsten Umstiegsknoten sind am Berliner Tor sowie am Radisson-Hotel "(pl. Rodła)". Zwei Linien fahren über die Lange Brücke auf das östliche Ufer der Westoder, enden dort jedoch nach einigen Kilometern im Hafengebiet. Der Bezirk Altdamm rechts der Ostoder wird nicht von der Straßenbahn erreicht.

Verweise
Literatur
Quellen
* Fr. Thiede: "Chronik der Stadt Stettin – Bearbeitet nach Urkunden und den bewährtesten historischen Nachrichten". Müller, Stettin 1849, 936 Seiten, . (Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts reichende detaillierte Stadtchronik.)
* Gustav Kratz: "Die Städte der Provinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden"; Sändig Reprint Verlag (unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1865), Vaduz 1996, ISBN 3-253-02734-1, S. 376–412 . (Bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts reichende Stadtchronik mit zahlreichen Quellenangaben.)
* Martin Wehrmann: "Geschichte der Stadt Stettin". Weltbild Verlag, Augsburg 1993 (unveränderter Nachdruck der Ausgabe von Stettin 1911), ISBN 3-89350-119-3. (Letzte größere Stadtchronik in deutscher Sprache.)
* Ernst Völker: " Stettin - Daten und Bilder zur Stadtgeschichte", Verlag G. Rautenberg, Leer 1986, ISBN 3-7921-0317-6.
* "Stettin - Ein Führer durch die Hafen- und Industriestadt im Grünen", Hrsg. Stettiner Verkehrsverein GmbH (1929), Stettin, Berliner Tor Nr. 5, Reprint dieser Ausgabe durch den Verlag G. Rautenberg, Leer 1989, ISBN 3-7921-0387-7.

Allgemeine Darstellungen
* Grażyna Kling, Wolfgang Kling: "Polen: Ostsee & Masuren". Peter Meyer Verlag, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-89859-139-3. (Darin 48 Seiten zu Stettin und der Insel Wollin)
* Herman Schulze: "Der Stettiner Hafen". Sonderabdruck aus dem Jahrbuch 1922/23 der Hafenbautechnischen Gesellschaft. Hamburg 1926. ( benötigt DjVu-Betrachter)
* Eckhardt Wendt (Hrsg.): "Stettiner Lebensbilder". Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, Reihe 5, Bd. 40. Böhlau, Köln u. a. 2004, ISBN 3-412-09404-8.
* Ernst Zahnow: "Wanderziele in und um Stettin. Ein Ratgeber für Schulen, Jugendverbände und Heimatfreunde." Leon Saunier, Stettin 1933.

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