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Vitré: Steinerne Faust im bretonischen Himmel

Frankreich, Vitré
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Vitré: Bretonische Trutzburg mit malerischen Fachwerkgassen
Aus der Ferne blickt man auf eine steinerne Faust, die die bretonische Trutzburg auf einem Felsplateau zu bilden scheint. Das Château de Vitré, das heute ein Museum und das Rathaus beherbergt, ist eine der großen Verteidigungsanlagen an der Ostgrenze der Bretagne. Seine Geschichte prägten die Schlüsselfiguren des bretonischen Adels, wie die Familie Laval. Guy XVI. gründete als eine Art Abgesang auf die Unabhängigkeit hier im 16. Jahrhundert seinen Hof.
Galerie
Die Kirche Notre-Dame in Vitré.

Exportmeister des Mittelalters
Bedeutung erlangte Vitré durch seinen Festungscharakter, Wohlstand aber durch den Handel mit Leinen, den die Bruderschaft der „Verkündigung“ bis ins späte 15. Jahrhundert global organisierte. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts exportierte der Ort den Stoff bis nach Südamerika. Die malerischen Fachwerkhäuser in der Rue Baudelaire, der Rue de Paris, der Rue d’Embas oder der Rue St-Louis sind Zeitzeugen dieser prosperierenden Epoche.

Gleichermaßen üppig ausgestattet zeigt sich die spätgotische Kirche Notre-Dame und das Benediktiner Stift in der Rue Montafilant. Der Eingang an der Westfassade mit dem dorisch gestalteten Renaissance-Portikus (1578) und einer früher mehrfarbigen Holztür mit Reliefs von der Kreuzigung und einigen Aposteln ist dabei weniger aufwändig gestaltet als die hochgotische Südfassade (1480-1540) mit den multiplen, geschwungenen Kreuzblumen-geschmückten Giebeln über der Tür und dem hochaufragenden Bleiglas-Fenster. An den Herrscher von Vitré und später wegen Kindermordes hingerichteten Kampfgefährten von Jeanne d’Arc, Gilles de Rais, erinnert eine Tafel.

Schloss mit Rathaus
Burg Vitré im Abendlicht.
Das Schloss (vor dem sich zum Zeitpunkt der Recherchen 2010 eine Baustelle befand) betritt man durch das typische Eingangsportal à la Bretagne mit seinen zwei eng zusammengerückten bulligen Türmen. Das befestigte Schlosstor, beherbergt seit dem 13. Jahrhundert ein so genanntes Châtelet mit vier Etagen, das Ende des 14. Jahrhundert erweitert wurde. Das auffälligste Gebäude in der Mitte des Schlosshofes beherbergt heute das Rathaus. Zwischen 1910 und 1913 hat hier Architekt Paul Gout an Stelle eines Gefängnisses Teile des alten Palas im neogothischen Stil rekonstruiert.

Die Tour Saint-Laurent wurde hier anstelle eines Turms aus dem 13. Jahrhundert im 15. Jahrhundert erbaut und beherbergte ursprünglich die Wohnung des Gouverneurs. Die Tour de l`Argenterie ist ein rechteckiger Turm aus dem 13. Jahrhundert, der seinen Namen einem Monsieur l`Argentier des 17. Jahrhunderts verdankt. Schließlich schließt die Tour de l`Oratoire mit reich ornamentierter Renaissance-Abside das Ensemble ab. Dieser Turm aus Tuffstein, der auch Turm der Kapelle genannt wird, wurde als eines der ersten Renaissance-Bauwerke der Bretagne von Guy XVI. (1476-1531) in Auftrag gegeben.


Dieser Artikel ist Teil der Tour "Tour de Bretagne"
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