Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
ITS | Jahn | Tjaereborg


Bundesliga-Tickets mit Garantie!


     
Hotelsuche in 
 

Stavanger

Norwegen, Stavanger
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Stavanger" () ist mit 121.610 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2009) die viertgrößte Stadt Norwegens. Sie liegt am Nord-Jæren in der Fylke (Provinz) Rogaland. Die Stadt ist gleichzeitig eine eigenständige Kommune.

Geografie
Stavanger liegt auf dem Festland und den bebauten Inseln "Hundvåg", "Buøy"," Austre Åmøy", "Langøy", "Bjørnøy", "Roaldsøy", "Ormøy", "Steinsøy", "Engøy", "Sølyst", "Grasholmen", "Vassøy", "Lindøy", "Hellesøy", "Tunsøy" und "Kalvøy".

Die Gesamtfläche beträgt 67,67 km² (davon 54,19 km² auf dem Festland und 13,48 km² verteilt auf Inseln). Binnengewässer machen zusammen 3,5 km² aus. Die größten sind "Store Stokkavatn" (2,19 km²), "Hålandsvatnet" (0,63 km², Stavangers Teil) und "Mosvatnet" (0,46 km²). Mitten im Zentrum neben dem Dom liegt das "Breiavatnet".

Das Gelände ist flach. 49 Prozent liegen unter 20 Meter, und nur 7 Prozent über üM. Der höchste Punkt Stavangers ist der "Ullandhaug" (139 müM.), gefolgt vom "Jåttånuten" (138).

Keine norwegische Kommune hat solch einen hohen Anteil an bebautem Stadtareal wie Stavanger. 43,23 km² (60,55 Prozent) sind bebaute Fläche. Der Rest verteilt sich auf landwirtschaftliche Fläche und Grünflächen.

Umgebung
Nahe der Stadt befinden sich viele Skigebiete, außerdem der Lysefjord mit dem Preikestolen, einem großen überhängenden Felsen.

Stadtgliederung
Die Bezirke heißen wie folgt:



Geschichte
Stavanger erhielt das Stadtrecht im Zusammenhang mit der Etablierung des Bischofssitzes. Das Bistum Stavanger wurde zwischen 1122 und 1125 geschaffen. In der Amtszeit des ersten Bischofs, Reinald fra Winchester, begann der Bau des Domes. 1125 ist seither die gebräuchliche Jahresangabe für die Stadtgründung. Zu dieser Zeit gab es zwei Straßen auf der Ostseite des Vågen. Kongsgården (der Königshof), der als Wohnstatt des Bischofs diente und das Olavskloster, mit der dazugehörenden St. Olavskirche waren die wichtigsten Gebäude neben dem Dom. Das Bistum Stavanger umfasste Gebiete die früher zum Bistum Bjørgvin gehört hatten und erstreckte sich von Haugesund im Westen bis "Gjernestangen" zwischen Risør und Kragerø, später bis Eidanger. Am 16. August 1425 erhielt Stavanger vollständiges Marktrecht, jedoch blieb die Einwohnerzahl weiterhin niedrig. Erst im 16. Jahrhundert begann die Stadt zu wachsen und die Anzahl der Bewohner stieg von 800 um 1600 auf mehr als 1.460 vor dem großen Brand im Jahre 1684. Eine 1700/1701 durchgeführte Volkszählung ergab, dass 1.385 Menschen in der Stadt lebten, davon 524 Kinder, 356 erwachsene Männer, 307 verheiratete Frauen, 102 unverheiratete Frauen, 77 weibliche und 19 männliche junge Bedienstete. 126 der erwachsenen Männer hatten nach Angaben der Zählung Bürgerstatus.

Wie viele andere europäische und nicht weniger norwegische Städte in dieser Zeit erlebte auch Stavanger schwere Krisen verursacht durch Seuchen, Brände und wirtschaftliche Schwankungen. 1618 und 1629 wütete die Pest in der Stadt. 1633 brannten zwei Drittel Stavangers nieder, einschließlich der alten mittelalterlichen Stadt. 1684 brach ein großes Feuer aus, das so verheerende Zerstörungen anrichtete, dass beschlossen wurde, die Stadt komplett niederzulegen. Darauf hin verlegten 1671 wichtige Staatsrepräsentanten („stiftsamtsmannen” und „lagdomstolen”) ihren Sitz nach Kristiansand. 1682 wurde auch der Bischofssitz nach Kristiansand verlegt. Im Jahre 1686 wurde der Stadt auch das Marktrecht aberkannt jedoch 1690 wieder zurückgegeben nachdem die Bevölkerung die Stadt nach dem großen Brand wieder aufgebaut hatte.
1695 starben rund 15 Prozent der Bevölkerung an Flecktyphus. Eine Reihe von Bränden suchten die Stadt heim, die schlimmsten davon 1716, 1766, 1768, 1833 und 1860. Das ist auch der Grund dafür, dass das älteste Haus der Stadt aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Erst vom 18. Jahrhundert an gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung, der für ein beständiges Wachstum der Stadt sorgte. Stavanger blühte auf, erst durch Fischfang (Hering), später die Schifffahrt und schließlich durch die Konservenindustrie.

Die Einwohnerzahl stieg im 19. Jahrhundert um das Neunfache an: von 2.406 (3.916 innerhalb der heutigen Stadtgrenzen) im Jahre 1801 auf 36.202 im Jahre 1900. Mit wachsender Einwohnerzahl begannen sich auch zahlreiche religiöse Gemeinschaften zu etablieren. 1818 bildete sich die Quäkergemeinde. 1842 wurde die norwegische Missionsgesellschaft gestiftet und 1844 die norwegische Israelsmission.

1825 fuhr das Schiff „Restauration“ mit Emigranten aus Stavanger nach New York. Das war der Auftakt für eine große Auswanderungswelle von Norwegern in die USA.

Stavanger war Hurtigrutenhafen von 1896 bis 1919.

Stavanger blieb bis zum Anfang der 50er Jahre eine Industriestadt und wandelte sich dann nach und nach in ein Verwaltungszentrum.

Nach den Ölfunden in den 60er Jahren veränderte sich Stavanger zu einer modernen Großstadt. Heute leben im Großraum Stavanger ca. 200.000 Menschen.

Politik
Bürgermeister Stavangers ist seit 1995 Leif Johan Sevland von der Rechtspartei Høyre. Im Jahr 2007 wurde er zuletzt in diesem Amt bestätigt. Der Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen:

Høyre (23 Sitze), Arbeiderpartiet (15 Sitze), Fremskrittspartiet (11 Sitze), Venstre (6 Sitze), Kristelig Folkeparti (5 Sitze), Sosialistisk Venstreparti (4 Sitze), Senterpartiet, Pensjonistpartiet, Rødt (je 1 Sitz)

Stavanger ist Sitz des Oberkommandos der Norwegischen Streitkräfte.

Städtepartnerschaften


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Jedes Jahr im Mai findet das MaiJazz-Festival http://www.maijazz.no/ statt, eine große internationale Veranstaltung für Jazzmusik, außerdem Anfang August das Internationale Kammermusik-Festivalhttp://www.icmf.no.

Stavanger trug im Jahr 2008 zusammen mit Liverpool den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“.

Das alte Stadtzentrum östlich des alten Hafens und das Viertel Gamle Stavanger (altes Stavanger) bilden das historische Zentrum. "Gamle Stavanger" rund um Øvre und Nedre Strandgate wird von weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestimmt, die sorgfältig unterhalten werden. In Gamle Stavanger steht das Konservenmuseum.

Mittelpunkt der Stadt ist der Dom ("Stavanger domkirke"), der um 1125 errichtet wurde. Im Norwegischen Ölmuseum ist die Geschichte der Ölförderung in Norwegen und teilweise auch in anderen Ländern mit vielen Details abgebildet. Es gibt viele Modelle und Originalgerätschaften. Das Leben auf einer Bohrinsel wird in einer begehbaren Mini-Bohrinsel dargestellt.

Stavanger Stadtplan


Datei:Stavanger Domkirke.jpg|Dom von Stavanger
Datei:Oljemuseum 1.jpg|Norwegisches Ölmuseum
Datei:NorwegianOilMuseum0001.JPG|Im Norwegischen Ölmuseum, 2006
Datei:Vågen båtar.jpg|Hafen von Stavanger, 2004
Datei:Stavanger_harbour.jpg|Hafen von Stavanger in Richtung Fischmarkt, 2006
Datei:Street_in_old_town_Stavanger.jpg |Straße in "Gamle Stavanger", 17.Jahrhundert, August 2006


Sport
* Viking Fotballklubb, Fußballklub

Wirtschaft und Infrastruktur

Viele internationale Ölfirmen haben ihren Sitz in Stavanger, darunter auch das größte norwegische Unternehmen StatoilHydro, da die meisten Ölvorkommen Norwegens etwa 300 km westlich von Stavanger in der Nordsee liegen. 1999 wurde das Norwegische Ölmuseum eingeweiht. Die Stadt ist weiter bekannt für die Produktion von Konserven. In den 50er Jahren gab es über 50 Konservenfabriken in der Stadt, die letzte wurde jedoch 2002 geschlossen. In der größten Holzhaussiedlung in Altstavanger existiert in einer alten Konservenfabrik noch ein Konservenmuseum ("Norsk Hermetikkmuseum").

Verkehr
Der Vågen (alter Hafen, am unteren linken Bildrand die Altstadt)

Obwohl Stavanger nur nach Süden eine Landverbindung hat, ist es verkehrlich sehr gut in alle Himmelsrichtungen angebunden.

Vom Schiffsterminal an der Altstadt gibt es zahlreiche Fähr- und Autofährverbindungen hauptsächlich zu Zielen in der nordöstlich angrenzenden Fjordlandschaft Ryfylkes.

Im "Vågen", dem alten Hafen, legen große Kreuzfahrtschiffe und regelmäßig verkehrende Liniendampfer, von Dänemark und Großbritannien kommend, an. Da das Hafenbecken sehr tief ist, können die großen Schiffe praktisch bis zum Markt fahren und dort vor Anker gehen. Von hier aus verkehren auch Touristenboote zum Lysefjord und Prekestolen. Für den privaten Bootverkehr gibt es Norwegens größten Boot- und Jachthafen in Stavanger-Paradis.

Die Eisenbahnlinie, die von Oslo kommend, über Kristiansand die gesamte Küste Südnorwegens entlang führt endet in Stavanger "Jernbanestasjon".

Neben dem Bahnhof gibt es einen Busterminal, von wo aus zahlreiche Überlandlinien Stavanger mit der Umgebung verbinden.

Die Europastraße 39 führt von Süden kommend durch Stavanger und bietet über drei Unterseetunnel und zwei Fährlinien eine direkte Verbindung nach Bergen. Neben der E 39 sind auch einige andere Straßen in der Region um Stavanger mautpflichtig.

Einige Kilometer außerhalb befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Sola der drittgrößte Flughafen Norwegens (Flughafen Stavanger, IATA-Code: SVG), der hauptsächlich als Drehscheibe zwischen den vor der Küste liegenden Bohrplattformen und dem internationalen Linienflugnetz dient. Nach und nach gibt es immer mehr Direktflugverbindungen zu europäischen Zielen.

Bildung
Die Universität Stavanger wurde am 17. Januar 2005 eröffnet.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt

* Henrich Steffens (1773–1845), norwegischer Philosoph, Naturforscher und Dichter
* Carl Abraham Pihl (1825–1897), Eisenbahningenieur in Norwegen
* Alexander Lange Kielland (1849–1906), norwegischer Autor
* Christian Lous Lange (1869–1938), norwegischer Politiker, Friedensnobelpreisträger
* Fartein Valen (1887–1952), norwegischer Komponist
* Annik Saxegaard (1905–1990), norwegische Schriftstellerin
* Reidar Kvammen (1914–1998), norwegischer Fußballnationalspieler
* Egil A. Wyller (* 1925), norwegischer Philosoph
* Sigvart Dagsland (* 1963), Pop-Rocksänger, -pianist und -komponist
* Petter Hegre (* 1969), norwegischer Fotograf
* Kristoffer Joner (* 1972), norwegischer Schauspieler
* Annette Sikveland (* 1972), norwegische Biathletin
* Tore Renberg (* 1972), norwegischer Schriftsteller und Musiker.
* Gunn-Rita Dahle (* 1973), norwegische Mountainbikerin
* Tor Arne Hetland (* 1974), norwegischer Skilangläufer
* Rune Skjærvold (* 1974), norwegischer Handballspieler
* Liv Kristine (* 1976), norwegische Sängerin ("Leaves" Eyes")
* Johan Harstad (* 1979), norwegischer Schriftsteller
* Linda Grubben, geb. Tjørhom (* 1979), norwegische Biathletin
* Lene Byberg (* 1982), norwegische Mountainbikerin

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

* Lars Hertervig (1830–1902), norwegischer Maler, geboren auf Borgøy, lebte bis zu seinem Tod in Stavanger


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 25.11.2017 01:19 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Eine außergewöhnliche Kombination von Abenteuerreise mit den Grundzügen der Meditation, des Yoga, des Survival sowie der intuitiven und besinnlichen Natur-Betrachtung. Heilpraktische Maßnahmen und Wellness-Angebote inklusive! Hans Peter Neuber,
Unendliche Weite, tiefe Eindrücke einer gigantischen Landschaft, die sich magisch in die Seele einbrennen. Unbeschreibliche Farbenpracht, Blumen in allen Variationen, die auf grünem Moos plötzlich inmitten dem Steingeröll und dem kargen
Unendliche Weite, tiefe Eindrücke einer gigantischen Landschaft, die sich magisch in die Seele einbrennen. Das ist die Arktis. Der Reisende findet hier bei weitem nicht nur trostlose vom Blizzard durchtoste Schneeflächen, sondern - zumindest im
Wer in den Spitzbergen-Reiseführern über Pyramiden liest, findet meist den Hinweis, dass Pyramiden eine seit 1998 verlassene russische "Geisterstadt" sei, die mehr und mehr verfällt. Diese Information ist überholt Seit 2006
Gletscher und Pyramiden - der Ort an dem diese zusammen finden, muss schon etwas Besonderes sein. Wer im Trotter 127 den Bericht über das dzg-Treffen 2007 auf Spitzbergen gelesen hat, der las darin von Wildnis und Gletscher, von mystischen
Die majestätische Begeisterung rund um Königshäuser auf der ganzen Welt ist ungebrochen. Und so zieht auch die norwegische Monarchie neugierige Blicke auf sich. Seit 1991 sitzt König Harald V. auf dem norwegischen Thron. Die Wurzeln der
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Oslo (dpa) - Die norwegisch Kronprinzessin Mette-Marit (44) leidet an einer Schwindelerkrankung. Wie das Königshaus am Donnerstag mitteilte, handele es sich um gutartigen Lagerungsschwindel. Die Frau von Kronprinz Haakon müsse deshalb bis Sonntag
Oslo (dpa) - Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt ist Norwegens König Harald V. wieder zu Hause. Wie das Königshaus in Oslo mitteilte, wurde der 80-Jährige am Montag aus dem Osloer Reichshospital entlassen. Der König war am Freitag mit einer
Claudia Pechstein hat drei Monate vor den Olympischen Spielen eine Sternstunde erlebt. In Stavanger avancierte die 45-Jährige zur ältesten Weltcupsiegerin der Eisschnelllauf-Geschichte. Auch die Geschwister Dufter und Patrick Beckert hatten Grund
Claudia Pechstein hat drei Monate vor den Olympischen Spielen eine Sternstunde erlebt. In Stavanger avancierte die 45-Jährige zur ältesten Weltcupsiegerin der Eisschnelllauf-Geschichte. Auch die Geschwister Dufter und Patrick Beckert hatten Grund
Stavanger (dpa) - Patrick Beckert hat sich am Sonntag als sechster deutscher Eisschnellläufer das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gesichert. Der WM-Dritte aus Erfurt lief beim Weltcup in Stavanger über 10 000 Meter in
Stavanger (dpa) - Patrick Beckert hat sich am Sonntag als sechster deutscher Eisschnellläufer das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gesichert. Der WM-Dritte aus Erfurt lief beim Weltcup in Stavanger über 10 000 Meter in
Wetter

Oslo


(25.11.2017 01:19)

0 / 2 °C


26.11.2017
0 / 1 °C
27.11.2017
-1 / 1 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN
banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum