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Sopron

Ungarn, Sopron
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Hauptplatz von Sopron mit der Dreifaltigkeitssäule im Vordergrund, dahinter der Feuerturm
Wie man auf diesen Schildern sehen kann, ist Sopron offiziell eine zweisprachige Stadt.

"Sopron" (deutsch "Ödenburg", kroatisch "Šopron", serbisch "Šopron/Šapron", lateinisch "Scarabantia") ist eine Stadt im Westen von Ungarn, südwestlich des Neusiedler Sees. Das Stadtgebiet ragt wie ein Sporn in österreichisches Staatsgebiet und ist auch Korridorstrecke für das österreichische Eisenbahnnetz (Burgenlandbahn). Die Stadt hat etwa 55.000 Einwohner und liegt im Komitat Győr-Moson-Sopron.

Sopron hat eine beträchtliche deutschsprachige Minderheit und ist offiziell zweisprachig. Die Stadt ist etwa 60 km von Wien und 220 km von Budapest entfernt. Sie ist eine der ältesten Städte des Landes und bildet eine Brücke zwischen Ungarn und seinen westlichen Nachbarn. Sopron ist mit der 1735 gegründeten Westungarischen Universität eine Universitätsstadt.

Etymologie
Eine der frühesten Erwähnungen der Siedlung stammt aus den Aufzeichnungen Geographia des Ptolemaios (* um 100 bis † um 175 n. Chr.) unter dem Namen Σχαρβαντἰα (transkr. Scharbantia) bzw. Σκαρβαντἰα (transkr. Skarbantia)"Claudii Ptolemei Geographia I–III", Reprographischer Nachdruck C.F.A. Nobbe Leipzig 1843–45, Georg Olms Verlag Hildesheim, 1966, S. 129 nach Quelle auch Σακαρβαντἰα (transkr. Sakarbantia)Alfred Stückelberger, Gerd Graßhoff (Hrsg.): "Ptolemaios, Handbuch der Geographie", Schwabe Verlag, Basel 2006, S. 244f, aus lateinischen Quellen Scarbantia, auch Scarabantia. Die Gegend um Sopron war wesentlich später zumindest bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weithin serbischlateinische bzw. römisch-katholische Serben besiedelt.; Slawen; Serben und Kroaten um den Neusiedler See, nördlich am See überwiegend nur Serben; in Südosteuropa 1869 nach Petermann

Geschichte
Das Gebiet um Sopron wurde bereits in der frühen Eisenzeit besiedelt. Ein Friedhof mit bedeutenden bildlichen Darstellungen auf hallstattzeitlichen Kalenderbergurnen machte den Ort in der archäologischen Welt bekannt. Die Römer gründeten an der Stelle des heutigen Sopron die Siedlung Scarabantia, einen Handelsplatz an der Bernsteinstraße. Die Erdwälle der römischen Siedlung bildeten in späterer Zeit die Grundlage für die mittelalterlichen Stadtmauern, an der Stelle des römischen Forums liegt heute der Hauptplatz der Stadt.

In der Zeit der Völkerwanderung verwaiste die Stadt, bis sie im 10. Jahrhundert von eingewanderten magyarischen Stämmen neu besiedelt wurde.

1277 erhielt Sopron den Titel einer Königlichen Freistadt, als es sich der Belagerung durch König Ottokar von Böhmen widersetzte.

1459–1462 war die Stadt vorübergehend von Habsburg besetzt, wurde aber mit dem Frieden von Ödenburg wieder Ungarn zugesprochen.

1526 fiel mit Ungarn auch Ödenburg per Erbgang an Habsburg. Ödenburg verblieb aber im ungarischen Reichsteil der Habsburger Monarchie.

1529, während der ersten Wiener Türkenbelagerung, konnte sich die Stadt erfolgreich gegen eine Besetzung durch die osmanischen Truppen wehren, während das Umland von den belagernden Truppen geplündert wurde.

Ein Feuer zerstörte im Jahr 1676 weite Teile der Stadt. Der Neuaufbau vieler Gebäude erfolgte in den folgenden Jahren im Stile des Barock, wodurch die Altstadt ihre heutige Gestalt erhielt.

Im Jahr 1683, unmittelbar vor, aber auch während der zweiten Wiener Türkenbelagerung hatte sich die Stadt Ödenburg der osmanischen Streitmacht unter Kara Mustafa ergeben und hatte für die Verschonung beträchtliche Tributleistungen zu erbringen. Diese betrafen in hohem Maß Versorgungsgüter und kamen in erster Linie den Belagerern Wiens zugute. Nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen (HRR) über die osmanische Streitmacht huldigten die Ödenburger Stadtväter dem römisch-deutschen Kaiser in Wien und erhielten seine Gnade. Ödenburg wurde nicht wegen Kollaboration bestraft.

Viele Straßenschilder sind zweisprachig, wie das der Grabenrunde.
Nach dem Ersten Weltkrieg war die Stadt als Hauptstadt des Burgenlandes vorgesehen und wäre bei weitem seine größte Stadt geworden. Nachdem die österreichische Regierung im Sommer 1920 erfolglos eine Abstimmung gefordert hatte und ungarische Freischärler sich gegen die Landnahme der österreichischen Regierung zur Wehr gesetzt hatten, vereinbarten Österreich und Ungarn im Protokoll von Venedig vom 13. Oktober 1921 eine bindende Volksabstimmung anzusetzen, die im Dezember 1921 mit 65,2 % für Ungarn ausging. Dabei spielte sowohl die massive Manipulation zugunsten Ungarns als auch die Etablierung des Horthy-Regimes eine Rolle, die dem Bürgertum die Angst vor den „Roten“ (Kommunisten) nahm, während sozialdemokratische Wähler eher für Österreich stimmten. Wegen des Ergebnisses der Volksabstimmung wurde der Stadt vom ungarischen Staat der Titel "Civitas Fidelissima" („die treueste Stadt“) verliehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden deutschsprachige Ödenburger schriftlich aufgefordert, vom (sprachlichen) „Vaterland“ ins „Mutterland“ zu ziehen.

Bei Sopron fand am 19. August 1989 das "Paneuropäische Picknick" statt, bei dem 661 DDR-Bürger über die Grenze nach Österreich flohen. Am Ort dieses Ereignisses werden jährlich Gedenkfeiern veranstaltet.

Heutzutage ist Sopron ein aufstrebender Wirtschaftsstandort in Westungarn, der wirtschaftlich mit dem Nachbarland Österreich verbunden ist. In den 1990er Jahren war die Stadt ein attraktives Einkaufsziel für die Bewohner des Ballungsraumes Wien. Dies brachte der Stadt auch den Kosenamen "Shop-ron" ein, der der ungarischen Aussprache entspricht.

War die exponierte Lage der Stadt zur Zeit des Eisernen Vorhanges ein massiver Nachteil, hat sich dies völlig geändert. Aufgrund ihrer nunmehr günstigen Verkehrslage ist sie allmählich auf dem Weg, sich zu einem wirtschaftlichen Zentrum direkt hinter der Ostgrenze Österreichs zu entwickeln.

Sehenswürdigkeiten
Am Fuße des Feuerturms
Luftaufnahme von Sopron
Blick vom Feuerturm
Franz Liszt gab im Oktober 1820 in Sopron sein erstes Konzert. Das Konferenz- und Kulturzentrum der Stadt trägt seinen Namen.

Wahrzeichen der Stadt ist der Feuerturm. An dessen Südseite wurde zum Gedenken an die Volksabstimmung von 1921 das „Treuetor“ errichtet. Das Rathaus wurde, wie der Heldenplatz in Budapest, 1896 anlässlich des „ungarischen Millenniums“ erbaut, das gegenüber stehende Stornó-Haus beherbergt eine bedeutende Sammlung. In der Geißkirche fanden im 17. Jahrhundert Krönungen und Landtage statt. Die Dreifaltigkeitssäule wurde im barocken Stil errichtet, die Ursulinenkirche in neugotischem Stil. Ein Rundgraben, genannt „Grabenrunde“ (ungarisch "Várkerület"), wurde entlang des ehemaligen Burggrabens angelegt, die innere Häuserreihe folgt der Linie der Burgmauer.

Im Stadtteil Balf gibt es schwefelwasserstoffhaltige Heilquellen, die schon den Römern ein Begriff waren. Deshalb entstand hier ein Heilbad, welches Bewegungs-, Wannen-, Kohlensäure- und Unterwassertraktionsbäder sowie Unterwasserstrahlmassage, Heilgymnastik, Elektrotherapie und Kneipp-Behandlungen anbietet. Behandelt werden können hier orthopädische und neurologische Krankheitserscheinungen.

In Sopron befindet sich ein in den Geowissenschaften bekanntes Forschungsinstitut der ungarischen Wissenschaftsakademie, das GGRI "(Geodetic and Geophysical Research Institute)". Unter den Soproner Museen ist die Sammlung des Aquarellisten József Soproni Horváth (1891–1961) zu nennen. In der Balfi u. 11 befindet sich die Privatsammlung Zettl-Langer, die die künstlerische und Sammeltätigkeit des Likörfabrikanten Gustav Zettl (1852–1917) dokumentiert. Sie ist seit 1955 öffentlich zugänglich und bietet ein nahezu unversehrtes Beispiel des Lebensstils des Soproner Bürgertums um 1890.

Partnerstädte
Kirche von Sopron

* Bad Wimpfen, Deutschland (1990)
* Bozen, Südtirol (12. Juli 1990)
* Elat, Israel
* Eisenstadt, Österreich (2002)
* Kazuno, Japan (2002)
* Kempten im Allgäu, Deutschland (1987)
* Mediaş, Rumänien (1994)
* Rorschach, Schweiz (1991)
* Seinäjoki, Finnland (1986)
* Banská Štiavnica, Slowakei (2008)
* Sparta, Griechenland (2008)

Söhne und Töchter der Stadt
* John Alton, geboren als Johann Altmann (1901–1996), US-amerikanischer Kameramann, Oscar-Preisträger
* Johann Baptist Röschel (1652–1712), Physiker und lutherischer Theologe
* Otto Ferdinand von Abensperg und Traun (1677–1748), österreichischer Feldmarschall
* Maciej Kamieński (1734–1823), polnischer Komponist
* Heinrich von Angeli (1840–1925), österreichischer Maler
* Alfred Pallavicini (1848–1886), österreichischer Bergsteiger
* Károly Pap (1897–1945), ungarischer Schriftsteller
* Illona Wieselmann (1911–1963), dänische Schauspielerin
* István Hiller (* 1964), ungarischer Kultusminister
* Terézia Mora (* 1971), ungarische Schriftstellerin und Übersetzerin
* Ludwig August Ritter von Benedek (1804–1881), österreichischer General
* Karl Schügerl (* 1927), emeritierter Professor der Technischen Chemie, Universität Hannover
* Mihály Kubinszky (* 1927), emeritierter Professor der Universität Sopron, Architekt und Autor
* Géza Ankerl (1933), Professor am MIT (Massachusetts Institute of Technology), Cambridge
* Péter Horváth (* 1937), Gründer der Managementberatungsgesellschaft Horváth & Partners


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 11.12.2017 01:31 von den Wikipedia-Autoren.
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