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Serbien klingt wie Balkanbeats

Serbien
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Emir Kusturica, ein Synonym für das typisch Untypische des Landes
Das Nationalgericht Pljeskavica, in vielen Imbissstuben als eine Art Burger über Holzfeuer gegrillt, der mit Frischkäse in einem Fladenbrot serviert wird, gehört zu einer unverfänglichen Kategorie von Antworten auf die Frage, was in aller Welt typisch serbisch sei. Nicht sehr überzeugend auch die schwache Erinnerung an die Serbische Bohnensuppe, die wir zu Tramper-Zeiten aus Dosen gelöffelt haben, und die uns merkwürdigerweise immer etwas enttäuscht hatte: Wir hatten sie uns irgendwie schärfer vorgestellt – was mehr über unsere Klischees, als über serbischen Realitäten aussagt.
Galerie
Serbische Küche: Pljeskavica, ein mit Käse gefülltes Hacksteak.

Die schöne Aleksandra

Aber wir hatten auch Glück: Wer über Jahre mit einem hübschen serbischen Mädchen in die Schule marschiert, deren Vater noch dazu Trainer des eigenen Lieblingsvereins ist, der sieht die ganze jugoslawische Sauce etwas differenzierter. Um es vorwegzunehmen: Dass Aleksandra Serbin war - und zum Glück auch noch ist – erfuhren wir und genau genommen auch sie erst in den Zeiten des kalten Jugoslawienkriegs in Deutschland. Vorher waren halt alle Jugos, man verstand sich, man quälte sich im Fußballtraining, man goss sich zusammen Sliwowitz hinter die Binde und kam aus Belgrad, Zagreb oder Sarajewo. Davon wollten die Kroaten und die Bosnier unter dem Eindruck des fürchterlichen Krieges nichts mehr wissen, und plötzlich wurden auch die hiesigen Serben zu Staatsfeinden, die man nicht mehr grüßte. Aleksandra litt darunter. Sie litt so stark, dass sich ihr Kopf verwirrte und sie plötzlich den Milošević ganz toll fand. Meine Güte, ein junges Mädchen tappt in eine nationalistische Falle. In die Enge getrieben von anderen Fallenläufern.

Was die Diskussion so schwierig macht: Serbien ist ja nicht nur das Land des Kriegstreibers aus Požarevac. Es ist genauso das Land der überzeugten Internationalisten, der Jugos halt. Und auch das sollte man heute berücksichtigen, wenn man an Serbien denkt: Es gibt keine homogenen Völker, sondern wie überall Menschen verschiedener Auffassungen, Prägungen, Vorgeschichten. Manche taumelten wie Aleksandra in einen trotzigen Nationalismus, den sie glücklicherweise inzwischen wieder überwunden haben. Andere waren vorher schon Arschlöcher und sind es geblieben. Wie überall sonst auf der Welt.
Der serbische Regisseur Emir Kusturica.

Urkomische Zigeunerschnurre

Das ist keine Relativierung persönlicher Schuld. Es ist ein Plädoyer, das Typische im Untypischen zu suchen. Etwa beim bosnisch-serbischen Filmregisseur Emir Kusturica. Der Mann ist kein Heiliger. Auch er ließ sich von Milošević verwirren. Aber er fand zurück in die Spur. Vielleicht hat er es damit sogar etwas übertrieben, als er demonstrativ zum Christentum übertrat und damit Morddrohungen aus der rechten Ecke provozierte. Aber das wichtigste an Kusturica ist nicht seine politisch korrigierte Meinung, das wichtigste sind seine herrlichen, tragikomischen Geschichten. Seine Zigeunersatire „Schwarze Katze, weißer Kater“ ist eine einfühlsam und urkomisch erzählte Liebesgeschichte im Herzen des Balkans – so klingt für mich Serbien, nach anarchistischen Balkanbeats.

Typisch
 

 

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