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Schweizer Nobelpreisträger war einst Schulversager

Schweiz
04.10.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Lausanne (dpa) - Ganz locker und doch sichtlich erregt ist der Schweizer Nobelpreisträger Jacques Dubochet am Mittwoch vor die Medien getreten. In kariertem Hemd und Sandalen sprach er an der Universität von Lausanne von seiner großen Dankbarkeit für die Auszeichnung.

Forschung sei aber immer eine Gemeinschaftsleistung, hob Dubochet hervor. «Die sind ja sympathisch in Stockholm», sagte Dubochet. «Aber die rücken Personen in den Mittelpunkt, stattdessen müsste man die kollektive Anstrengung würdigen.» Er hasse Konkurrenzdenken.

Einem Lehrer dankte er besonders. «Ich war schlecht, ich schaffte es kaum auf diese Schule», sagte Dubochet, der im Kanton Waadt in der Nähe des Genfer Sees aufwuchs. Er habe nur deshalb bleiben können, weil der Lehrer bei ihm Dyslexie - eine Leseschwäche - diagnostiziert habe. Als der Lehrer pensioniert wurde, habe er die Schule verlassen müssen. Seine Eltern hätten ihn ans andere Ende der Schweiz, nach Appenzell, geschickt, wo er schließlich den Schulabschluss schaffte.

 

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