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Schweiz übersteht Pogbas Solos

Albanien
19.06.2016
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Schweiz trotzt Frankreich 0:0 ab: Erstmals in EM-K.o.-Runde
Gastgeber Frankreich die perfekte Bilanz zerstört und selbst Historisches geschafft: Die Schweiz steht mit ihren Bundesliga-Legionären zum ersten Mal in der K.o.-Runde der Fußball-EM und könnte dort Gegner der deutschen Nationalmannschaft sein.
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Chancen über Chancen in der französischen Druckphase zu Beginn: Kingsley Coman (links) und Paul Pogba können es káum fassen.
Laufduell zwischen Moussa Sissoko (rechts) und dem Schwitzer Ricardo Rodriguez in Lille.

Lille (dpa) - Die Eidgenossen rangen Frankreich am Sonntag in Lille zum Abschluss der Gruppephase ein 0:0 ab, das der Équipe Tricolore dennoch zum Spitzenplatz in der Gruppe A reichte.

Die Schweizer um den Noch-Gladbacher Granit Xhaka zogen als Zweiter der Gruppe A in die nächste Runde ein, in der in St. Etienne die DFB-Auswahl der Gegner wäre, wenn der Weltmeister nach dem Spiel am Dienstag gegen Nordirland nur auf Platz zwei seiner Gruppe steht. Frankreich spielt am Sonntag in Lyon gegen einen Gruppendritten um den Einzug ins Viertelfinale.

Packende Nullnummer
Trotz der Nullnummer boten beide Mannschaften vor 45 616 Zuschauern im Stade Pierre-Mauroy ein packendes Spiel. Vor allem die in den ersten beiden Partien noch spielerisch enttäuschenden Franzosen konnten angeführt von Paul Pogba einige Male ihr Offensiv-Können zeigen. Ein Treffer gelang den Last-Minute-Spezialisten aber nicht.

Trainer Didier Deschamps blieb unbeeindruckt von allen Debatten um seine Startformation. Auf fünf Positionen änderte er diesmal sein Team: Wieder zurück in die Anfangsformation waren die gegen Albanien unter viel Getöse erstmal aussortierten Pogba und Antoine Griezmann.

Pause für Payet
Doppeltorschütze Dimitri Payet bekam bis zur 63. Minute eine Pause. Bei seiner Einwechslung für Bayern Münchens Kingsley Coman wurde er gefeiert. Torwart Hugo Lloris wurde nicht rausrotiert. Er stellte den Kapitänsrekord von Deschamps mit seinem 54. Spiel als Anführer der Équipe Tricolore ein.
Moussa Sissoko (rechts) geht durch Granit Xhaka (links) und Valon Behrami (Mitte) wie Butter.

Bei der Schweiz gab Breel Embolo sein EM-Startelfdebüt. Er spielte erstmal anstelle von Eintracht Frankfurts Haris Seferović, der erst in der 74. Minute eingewechselt wurde, als die Schweizer Offensivbemühungen nur noch sehr verhalten ausfielen.ie Schweiz war aber erstmal der Gegner, den Frankreich wollte. Die Eidgenossen spielten nämlich durchaus mit. So boten sich Räume, die vor allem der energische Pogba immer wieder nutzte. Der zum Turnierstart gescholtene Turiner machte Gladbachs Yann Sommer im Schweizer Tor mit einem satten Schuss Probleme (12.). Fünf Minuten später krachte ein Pogba-Hammer aus vollem Lauf an die Latte.

Schweizer Djourou verhindert eigene Führung

Die Schweiz wirkte beeindruckt. Dabei hatten sie die erste Chance gehabt. Nach einem Kopfball vom Hoffenheimer Fabian Schär auf den langen Pfosten blockte Johan Djourou (8.) im Zweikampf mit Pogba unfreiwillig selbst den Ball vor der Linie ab. An Einsatz mangelte es beiden Teams nicht. Offensichtlicher wie kurioser Beweis: Die Trikots der Schweizer Admir Mehmedi, Granit Xhaka insgesamt gleich zweimal und Embolo hielten einem Reißtest nicht Stand.

Und es ging auch nach der Pause kurios weiter. Bei einem Zweikampf von Griezmann mit Valon Behrami ging der Ball kaputt. Mit dem neuen Spielgerät zeigte wieder Pogba seine Klasse, setzte sich energisch durch und bereitete eine gute Chance für Griezman vor, die Sommer parierte (57.). Nach verhaltenem Beginn war Frankreich wieder im Spiel. Der eingewechselte Payet (75.) sorgte mit einem Volleykracher unter die Querlatte noch einmal für ein Highlight.

Albanien darf als Gruppendritter auf das Achtelfinale hoffen. Beim 1:0 (1:0) gegen Rumänien erzielte in Lyon Mittelstürmer Armando Sadiku in der 43. Minute das erste Tor für den EM-Debütanten. Albanien mit dem Kölner Bundesligaprofi Mergim Mavraj kann mit drei Punkten als einer der vier besten Gruppendritten in die nächste Runde einziehen.

 

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