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Schmalzler atmen auf
Deutschland, Landshut
Kein Krebs durch Schnupftabak
Landshut (obx). Der Kampf der ostbayerischen Schnupftabakhersteller mit den Behörden dauerte Jahre. Mittlerweile haben sie es schwarz auf weiß und auch eine Studie der Arbeitsgruppe „Krebsforschung" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es kürzlich bestätigt: Es gibt keinen Beweis, dass Schnupftabak Krebs auslösen kann. Für die ostbayerischen Schnupftabak-Hersteller sind diese Forschungsergebnisse besonders wichtig: Niederbayern ist das Zentrum der weltweiten Schnupftabak-Industrie. Alleine 50 Prozent des rund um den Globus produzierten Schnupftabaks wird von einem einzigen Landshuter Hersteller produziert. Und auch die älteste deutsche Schnupftabakfabrik ist in Ostbayern zu finden.Die EU-Kommission hatte die Schnupftabak-Hersteller Mitte der 90er Jahre gezwungen, ihre Produkte mit dem Hinweis „Verursacht Krebs“ zu versehen. Mit aller Macht wehrten sich die Hersteller damals und zunächst vergeblich gegen die Verfügung, die schließlich kippte. Die Gesundheitswächter in Brüssel konnten das Krebsrisiko nicht beweisen.
Marktführer Pöschl in Landshut aber wollte Sicherheit: Empfohlen vom Deutschen sowie dem Europäischen Krebsforschungszentrum und dem Bundesgesundheitsministerium gab das Unternehmen beim Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin eine Forschungsarbeit in Auftrag, die von einem unabhängigen Team hochrangiger Wissenschaftler begleitet wurde. In mehrjähriger Arbeit entstand eine der größten Studien zur Ursachenerforschung für Nasenkrebs. Ergebnis: Schnupfer haben kein erhöhtes Nasenkrebsrisiko, sehr wohl aber Angehörige bestimmter Berufsgruppen, wie zum Beispiel Schweißer. Aber auch das Einatmen des Rauchs vom Holzkohlengrill erhöht das Risiko, zeigte die Untersuchung. Eine aktuelle Veröffentlichung der Arbeitsgruppe Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte die deutsche Studie.
Niederbayerns Schnupftabakproduzenten hätten sich keine bessere Werbung für ihre „umweltfreundliche Genussalternativen zu Rauchtabaken“ wünschen können. Nachdem Schnupftabak viele Jahre aus der Mode war, steigt die Nachfrage nach dem rauchfreien Tabakgenuss derzeit wieder kontinuierlich an. Marktforscher schätzen die Zahl der Schnupfer in Deutschland mittlerweile bereits wieder auf über eine Million. 220 Tonnen Schnupftabak verlassen jährlich die Produktionshallen beim Weltmarktführer Pöschl, der insgesamt rund 700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Schnupftabaksorte Gletscherprise aus Landshut ist die meistverkaufte Schnupftabakmarke der Welt.
Abgesehen von einer Vielzahl verschiedener Sorten mit unterschiedlichsten Aromen unterscheidet man zwei grundsätzliche Gattungen von Schnupftabak. Der klassische bayerische „Schmalzler" und der heute wesentlich bedeutendere „Snuff". Der Snuff ist feiner gemahlen und wird meist mit Pfefferminz-, Eukalyptusöl und Menthol angereichert. Schmalzler ist dagegen dunkelfarbig, mittelfein im Korn und durch den Zusatz feiner Öle relativ feucht. Der Name „Schmalzler“ stammt aus der früheren Verfeinerung des Schnupftabaks mit Butterschmalz, das inzwischen jedoch durch die Verwendung geruchsneutraler Öle ersetzt wurde.
Marktführer Pöschl in Landshut aber wollte Sicherheit: Empfohlen vom Deutschen sowie dem Europäischen Krebsforschungszentrum und dem Bundesgesundheitsministerium gab das Unternehmen beim Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin eine Forschungsarbeit in Auftrag, die von einem unabhängigen Team hochrangiger Wissenschaftler begleitet wurde. In mehrjähriger Arbeit entstand eine der größten Studien zur Ursachenerforschung für Nasenkrebs. Ergebnis: Schnupfer haben kein erhöhtes Nasenkrebsrisiko, sehr wohl aber Angehörige bestimmter Berufsgruppen, wie zum Beispiel Schweißer. Aber auch das Einatmen des Rauchs vom Holzkohlengrill erhöht das Risiko, zeigte die Untersuchung. Eine aktuelle Veröffentlichung der Arbeitsgruppe Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte die deutsche Studie.
Niederbayerns Schnupftabakproduzenten hätten sich keine bessere Werbung für ihre „umweltfreundliche Genussalternativen zu Rauchtabaken“ wünschen können. Nachdem Schnupftabak viele Jahre aus der Mode war, steigt die Nachfrage nach dem rauchfreien Tabakgenuss derzeit wieder kontinuierlich an. Marktforscher schätzen die Zahl der Schnupfer in Deutschland mittlerweile bereits wieder auf über eine Million. 220 Tonnen Schnupftabak verlassen jährlich die Produktionshallen beim Weltmarktführer Pöschl, der insgesamt rund 700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Schnupftabaksorte Gletscherprise aus Landshut ist die meistverkaufte Schnupftabakmarke der Welt.
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