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Schellenberg

Liechtenstein, Schellenberg
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"Schellenberg" ist die flächenmässig kleinste Gemeinde in Liechtenstein. Sie liegt im Norden des Landes auf verkehrsarmer Höhenlage des gleichnamigen Berges Schellenberg. Von Schellenberg hat man einen guten Blick ins obere Rheintal.

Geschichte
Schellenberg, rechts im Bild das "Biedermannhaus"
Besiedelt ist der Berg Schellenberg (auch Eschnerberg genannt) seit etwa 3000 v. Chr.. Fundstücke von der Grabungsstätte "Borscht" am höchstgelegenen Punkt, dem "Gantenstein", belegen dies.

Die Herren von Schellenberg hatten ihren Stammsitz im oberen Isartal und ließen sich auf dem Eschnerberg nieder, der heute nach ihrem Familiennamen genannt wird. Sie erbauten dort in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg Alt-Schellenberg.

Die Stammburg der Freiherren von Brandis liegt im Berner Oberland, bei Lützelflüh im Emmental.
Wolfhart I. von Brandis heiratete Agnes von Montfort-Feldkirch, die Witwe des Grafen Hartmann III. von Sargans-Vaduz.

Der letzte seiner drei kinderlosen Söhne, Bischof von Chur, verpfändete die Grafschaft Vaduz und die Besitzungen auf dem Schellenberg an seine Halbbrüder Ulrich Thüring und Wolfhart II. von Brandis.

Er löste das Pfand nicht mehr ein, und nach seinem Tode waren die Brandiser in vollem Besitz des Landes.

1434 wurde der letzte Teil des Gebietes auf dem Schellenberg erworben, und seither sind in der Vereinigung der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg die Landesgrenzen unverändert.

Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein (* 1657; † 1712) erwarb 1699 die reichsfreie Herrschaft Schellenberg.

Wappen

Das Wappen von Schellenberg ist von Schwarz und Gold dreimal geteilt, zuunterst mit Zinnenschnitt.

Es basiert auf dem Wappen der Herren von Schellenberg – von Schwarz und Gold dreimal geteilt und wurde 1340 eingetragen in der Zürcher Wappenrolle.

Sehenswürdigkeiten
; Pfarrkirche
: Die Pfarrkirche im Ortsteil Mittelschellenberg entstand in den Jahren 1960–1963 und steht heute aufgrund ihrer architektonischen Bedeutung unter Denkmalschutz. Die Glocken des Kirchenturmes wurden von der Familie Elkuch gespendet.
; St.-Georgs-Kapelle
: Diese Kapelle im Ortsteil Hinterschellenberg stammt ursprünglich aus der Zeit um 1700 und wurde in den Jahren 1980–1981 renoviert.
; Nonnenkloster
: Das Frauenkloster der Kongregation der Schwestern der ewigen Anbetung des Kostbaren Blutes Christi wurde um 1860–1973 erbaut und prägt den Ortsteil Mittelschellenberg.
; Alt- und Neu-Schellenberg (Burgruinen)
:Die aus Bayern stammenden Herren von Schellenberg erbauten auf dem Eschnerberg in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg Alt-Schellenberg.
:Aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert die Burg Neu-Schellenberg. Beide Burgen wurden während der Appenzellerkriege zerstört und brannten ab. Neu-Schellenberg wurde wieder aufgebaut, zerfiel aber erneut und diente zeitweise als Steinbruch.
:In den Jahren 1960/61 wurden die Reste der Burg ausgegraben und die Mauern konserviert.
; Biedermannhaus
:Das Biedermannhaus ist ein Bauernhaus in Holzbauweise aus dem 16. Jahrhundert und vermittelt einen Eindruck der bäuerlichen Wohnkultur um 1900. Es ist gleichzeitig eine Aussenstelle des Landesmuseums in Vaduz.
; Russen-Denkmal
:Ein 1980 in Hinter-Schellenberg errichteter Gedenkstein mit Tafel erinnert an die Flucht der 1. Russischen Nationalarmee der Deutschen Wehrmacht via Fresch über die Grossdeutsche Reichsgrenze nach Schellenberg und die Gewährung von Asyl in Liechtenstein
; Historischer Höhenweg Eschnerberg
:Der Wanderweg bietet dem historisch Interessierten nebst schönen Aussichten auf die Talschaften interessante Informationen und gleichzeitig das Bild einer wechselvollen Geschichte der Menschen, die hier im Laufe der letzten 5000 Jahre gelebt haben.

Politik
Gemeindevorsteher ist Norman Wohlwend (FBP). Der Gemeinderat zählt acht Sitze; 5 FBP , 3 VU.

inzelnachweis



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.10.2017 13:48 von den Wikipedia-Autoren.
Fakten
 

 

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