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Sarkozy läutet heiße Wahlkampfphase ein
Frankreich
16.02.2012
Monatelang ließ sich Frankreichs Präsident im Wahlkampf die besseren
Umfragewerte seines sozialistischen Herausforderers François Hollande
gefallen. Nun legt auch Nicolas Sarkozy los.
Paris (dpa) - Zwei Monate vor der Präsidentenwahl in Frankreich hat mit der offiziellen Kandidatur-Erklärung von Präsident Nicolas Sarkozy die heiße Wahlkampfphase begonnen. Sarkozys Herausforderer starteten direkt nach dessen TV-Auftritt am Mittwochabend scharfe Angriffe und kritisierten die Bilanz der ersten Amtszeit Sarkozys als desaströs. Auch in der konservativen Regierungspartei UMP steigt die Kampfstimmung vor dem Wahltag am 22. April. Nur mit Sarkozy als Präsident könne Frankreich die Krise überwinden.
In Umfragen liegt Sarkozy seit Monaten klar hinter dem sozialistischen Kandidaten, François Hollande. Dieser ist allerdings bereits seit Wochen offiziell im Wahlkampf. Er zähle die Tage bis zur Entscheidung, sagte Hollande zu Sarkozys Kandidatur-Erklärung. Dieser habe nach knapp fünf Jahren an der Macht keinerlei Ergebnisse vorzuweisen. «Das ist keine Bilanz. Das ist ein Fiasko», kritisierte der 57-Jährige.
Die in Umfragen drittplatzierte Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National nannte den Präsidenten einen Magier, dessen Tricks bekannt seien. «Die Franzosen müssen Nicolas Sarkozy nun geben, was er verdient hat: eine Rote Karte», sagte die Kandidatin.
In der Regierungspartei UMP wurde die Kandidatur-Erklärung Sarkozys hingegen als Ende der Hochphase für die Herausforderer gefeiert. «Nicolas Sarkozy verkörpert diese reformerische Energie, die die Republik stets von Neuem erfindet», kommentierte Premierminister François Fillon. Die Kandidatur Sarkozys sei im nationalen Interesse und notwendig, um die Krise zu überwinden. «Das ist ein mutiger Präsident, der es versteht, manchmal auch unpopuläre Entscheidungen zu fällen», sagte Außenminister Alain Juppé.
UMP-Chef Jean-François Copé sagte, Sarkozy habe bei de TV-Interview einmal mehr seine «Liebe zu Frankreich» und seine «Leidenschaft, Franzose zu sein» zum Ausdruck gebracht. 10,7 Millionen Menschen verfolgten nach Senderangaben vom Donnerstag die Erklärung des Präsidenten. Die Einschaltquote habe bei 36,5 Prozent gelegen.
Unterstützung kam auch von Sarkozys früherem Verteidigungsminister Hervé Morin. Er zog wie erwartet seine im November angekündigte Kandidatur zurück. Vor dem Hintergrund der Krise hätten die Franzosen offensichtlich kein Verlangen nach einem neuen Gesicht aus einer jungen Partei, sagte der Zentrumspolitiker in einem vorab veröffentlichten Interview des «Figaro Magazine».
Sarkozy hatte am Mittwochabend in einem TV-Interview offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit erklärt. Der 57-jährige Konservative bestätigte damit erstmals öffentlich, dass er bei den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr antreten wird. Die Entscheidung sei nicht automatisch gefallen. «Ich wollte wissen, ob ich die Energie und die Stärke habe», erklärte Sarkozy.
Paris (dpa) - Zwei Monate vor der Präsidentenwahl in Frankreich hat mit der offiziellen Kandidatur-Erklärung von Präsident Nicolas Sarkozy die heiße Wahlkampfphase begonnen. Sarkozys Herausforderer starteten direkt nach dessen TV-Auftritt am Mittwochabend scharfe Angriffe und kritisierten die Bilanz der ersten Amtszeit Sarkozys als desaströs. Auch in der konservativen Regierungspartei UMP steigt die Kampfstimmung vor dem Wahltag am 22. April. Nur mit Sarkozy als Präsident könne Frankreich die Krise überwinden.
In Umfragen liegt Sarkozy seit Monaten klar hinter dem sozialistischen Kandidaten, François Hollande. Dieser ist allerdings bereits seit Wochen offiziell im Wahlkampf. Er zähle die Tage bis zur Entscheidung, sagte Hollande zu Sarkozys Kandidatur-Erklärung. Dieser habe nach knapp fünf Jahren an der Macht keinerlei Ergebnisse vorzuweisen. «Das ist keine Bilanz. Das ist ein Fiasko», kritisierte der 57-Jährige.
Die in Umfragen drittplatzierte Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National nannte den Präsidenten einen Magier, dessen Tricks bekannt seien. «Die Franzosen müssen Nicolas Sarkozy nun geben, was er verdient hat: eine Rote Karte», sagte die Kandidatin.
In der Regierungspartei UMP wurde die Kandidatur-Erklärung Sarkozys hingegen als Ende der Hochphase für die Herausforderer gefeiert. «Nicolas Sarkozy verkörpert diese reformerische Energie, die die Republik stets von Neuem erfindet», kommentierte Premierminister François Fillon. Die Kandidatur Sarkozys sei im nationalen Interesse und notwendig, um die Krise zu überwinden. «Das ist ein mutiger Präsident, der es versteht, manchmal auch unpopuläre Entscheidungen zu fällen», sagte Außenminister Alain Juppé.
UMP-Chef Jean-François Copé sagte, Sarkozy habe bei de TV-Interview einmal mehr seine «Liebe zu Frankreich» und seine «Leidenschaft, Franzose zu sein» zum Ausdruck gebracht. 10,7 Millionen Menschen verfolgten nach Senderangaben vom Donnerstag die Erklärung des Präsidenten. Die Einschaltquote habe bei 36,5 Prozent gelegen.
Unterstützung kam auch von Sarkozys früherem Verteidigungsminister Hervé Morin. Er zog wie erwartet seine im November angekündigte Kandidatur zurück. Vor dem Hintergrund der Krise hätten die Franzosen offensichtlich kein Verlangen nach einem neuen Gesicht aus einer jungen Partei, sagte der Zentrumspolitiker in einem vorab veröffentlichten Interview des «Figaro Magazine».
Sarkozy hatte am Mittwochabend in einem TV-Interview offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit erklärt. Der 57-jährige Konservative bestätigte damit erstmals öffentlich, dass er bei den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr antreten wird. Die Entscheidung sei nicht automatisch gefallen. «Ich wollte wissen, ob ich die Energie und die Stärke habe», erklärte Sarkozy.
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