Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse


Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!


Hotelsuche in 
 

Russland erwartet Massenproteste gegen Putin - Droht eine Eskalation?

Russland
06.10.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
In Russland wird in wenigen Monaten die Staatsspitze gewählt. Der Oppositionelle Alexej Nawalny will am Wochenende mit weiteren Protesten den Kreml schwächen - obwohl er selbst hinter Gittern sitzt. Diesmal wagt sich sein Team an ein riskantes Ziel heran.

St. Petersburg (dpa) - Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr hat Kremlkritiker Alexej Nawalny zu landesweiten Demonstrationen gegen Russlands Machtapparat aufgerufen. Im Vergleich zu den Protesten im Frühjahr mit Hunderten Festnahmen könnte sich die Lage weiter zuspitzen. Was hat sich verändert?

DER ANLASS: Bislang richtete Nawalny die Aufmerksamkeit auf die angeblich korrupten Machenschaften von Regierungschef Dmitri Medwedew. Nun geht der Blogger, der 2018 bei der Präsidentenwahl kandidieren möchte, noch einen Schritt weiter: Am Samstag, dem 65. Geburtstag von Staatschef Wladimir Putin, sollen Tausende Menschen landesweit gegen den Machtapparat demonstrieren. Den Angriff auf Medwedew konnte der Kreml noch hinnehmen, sagte die Moskauer Politologin Jekaterina Schulmann der Deutschen Presse-Agentur. Nun komme es aber zur direkten Konfrontation zwischen Nawalny und Putin. Die Wahlkommission gab Nawalny bislang kein grünes Licht für die Kandidatur. Die bisherigen Demos seien erfolgreiche Testläufe gewesen, die Nawalnys Ehrgeiz geweckt hätten, sagte Schulmann.

DER TREFFPUNKT: Nicht die Kremlnähe, sondern ausgerechnet Putins Heimatstadt St. Petersburg hat sich Nawalnys Team als Hotspot für eine Massendemonstration ausgesucht. «Hier gibt es ein ganz anderes politisches Klima als in Moskau», sagte die Politologin. Die Ostsee-Metropole habe seit jeher eine liberal geprägte Bevölkerung. «Zusätzlich ist die Stimmung in der Stadt zur Zeit sehr angespannt.» Seit Monaten gibt es heftige Proteste im Umgang mit der Isaakskathedrale, die an die orthodoxe Kirche übergehen soll; zudem regen sich die Gemüter gegen den konservativen St. Petersburger Gouverneur. Das könnte weitere Menschen auf die Straße treiben, selbst wenn sie die Agenda Nawalnys bislang nicht unterstützten.

DIE DEMONSTRANTEN: Nawalny wurde schon Tage vor der Protestaktion weggesperrt, in St. Petersburg werden jedoch Vertreter seines Teams anwesend sein. «Nawalny hat inzwischen eine Art Popstar-Status unter seinen Anhängern erreicht», sagte Schulmann. Dass sie ihn bei der Anti-Putin-Demo nicht sehen werden, könnte die Bewegung möglicherweise schwächen. Wenn wenige kommen, könnten diese schnell festgenommen werden. Sollten mehr Menschen als erwartet Nawalnys Aufruf folgen, ist unklar, wie die Behörden reagieren werden.

DIE EMOTIONEN: In der Vergangenheit waren die St. Petersburger Einsatzkräfte nach den Worten der Politikwissenschaftlerin gewaltbereiter als ihre Moskauer Kollegen. «Wenn sich die Behörden unsicher sind, tendieren sie zu einer Überreaktion.» Im Frühjahr wurden landesweit bis zu 2000 Menschen festgenommen, einige von ihnen zu Lagerhaft verurteilt. «Je näher die Präsidentenwahl rückt, desto nervöser sind die Behörden.»

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
St. Petersburg (dpa) - Der umstrittene russische Historienfilm «Matilda» mit dem deutschen Schauspieler Lars Eidinger in der Hauptrolle ist am Montag in St. Petersburg offiziell uraufgeführt worden. Obwohl Monarchisten und orthodoxe
Moskau (dpa) - Die ehemalige russische Basketball-Verbandspräsidentin Julia Anikejewa ist wegen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie habe in ihrer Amtszeit mit Hilfe von Mitarbeitern 44 Millionen Rubel (rund 650 000 Euro)
In den USA haben sich Regierung und Geheimdienste auf den russischen Antiviren-Spezialist Kaspersky eingeschossen und verbannen die Software aus Russland systematisch von den Behördenrechnern. Mit dem Rücken an der Wand öffnet Kaspersky nun seinen
In den USA haben sich Regierung und Geheimdienste auf den russischen Antiviren-Spezialist Kaspersky eingeschossen und verbannen die Software aus Russland systematisch von den Behördenrechnern. Mit dem Rücken an der Wand öffnet Kaspersky nun seinen
Moskau (dpa) - Ein Unbekannter hat die Redaktion des kremlkritischen Radiosenders Echo Moskwy überfallen und die stellvertretende Chefredakteurin Tatjana Felgengauer niedergestochen. Der Mann habe die Moderatorin mit einem Messer am Hals verletzt,
Moskau (dpa) - Ein Unbekannter hat die Redaktion des kremlkritischen Radiosenders Echo Moskwy überfallen und die stellvertretende Chefredakteurin Tatjana Felgengauer niedergestochen. Der Mann habe die Moderatorin mit einem Messer am Hals verletzt,
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Russland hat 14 Nachbarstaaten – gemeinsam mit China ist das Rekord. Die Länge der Landesgrenzen beträgt über 20.000 Kilometer, hinzukommen über 37.000 Kilometer Küstenlinie. Kein Wunder, dass das Land bei dieser Ausdehung eine äußerst
Russland ist der flächenmäßig größte Staat der Welt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass kaum ein anderes Land so viele Möglichkeiten bietet, auf Abenteuerreise zu gehen. Wie bei einer der typischen Matrjoschka-Puppen gibt es unter der
Sicher, wir sind nicht nach Sankt Petersburg gekommen, um Berlin zu sehen. Dennoch ist folgende groteske Fußnote der Geschichte ein weiterer, wenn auch etwas skurriler Grund an die Newa zu reisen: Ausgerechnet „Der Untergang“, der Film über das
„Es wehte ihn daraus immer eine rätselhafte Kälte an, dieses prächtige Panorama war für ihn mit einem stummen, dumpfen Geist erfüllt“, lässt der vom Zaren verfolgte Fjodor Dostojewski Raskolnikow in „Schuld und Sühne“ über die
Kaufmann Pawel Tretjakow (1832–1898) begann 1856, die Werke zeitgenössischer russischer Maler zu erwerben. 1892 hatte der besessene Sammler an die 2000 Werke, die er der Stadt Moskau vermachte. Die „Tretjakow-Galerie“ (1902) im historischen
Gut 900 Schauspieler, Tänzer, Sänger und Musiker beschäftigt der Dramaturgie-Konzern „Bolschoi-Theater“. Das „Große Theater“ wird aber immer seltener den Moskowitern geboten, da die Stars, wie die Ballerinen des weltberühmten
Wetter

Moskau


(23.10.2017 22:36)

-3 / 2 °C


24.10.2017
-3 / 1 °C
25.10.2017
-2 / 1 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum