Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Rheine

Deutschland, Rheine
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Rheine" an der Ems ("Rene" oder ""Reni" an"e iems") ist eine Stadt in Westfalen im Kreis Steinfurt und mit mehr als 75.000 Bewohnern die zweitgrößte Stadt im Münsterland. Die einheimischen Bürger nennen sich "Rheinenser", das Attribut hingegen lautet "Rheiner".

Geographie
Lage
Rheine, die größte Stadt des Kreises Steinfurt, liegt im Münsterland an der nördlichen Grenze der Westfälischen Tieflandbucht etwa 40 Kilometer nördlich von Münster (Westfalen), 45 Kilometer westlich von Osnabrück und 45 Kilometer östlich von Enschede. Unmittelbar an das Stadtgebiet im Norden grenzt das Bundesland Niedersachsen.

Nachbargemeinden
Im Norden der Stadt liegen die niedersächsischen Gemeinden Salzbergen und Spelle. Im Osten liegt die Stadt Hörstel, im Süden die Stadt Emsdetten und im Westen die Gemeinde Neuenkirchen.

Naturgeographie im Raum der Stadt Rheine
Emswehr und die Innenstadt. Das Gebäude rechts oben ist die Stadtkirche, St. Dionysius.

Die Stadt wird durch den Fluss Ems geteilt, in den im Raum Rheine (von Süd nach Nord) der Elter Mühlenbach, der Frischhofsbach, der Frische- oder Wambach, der Hemelter Bach, Krafelds Bächsken und der Randelbach münden.

Quer zu der nordnordwestlichen Fließrichtung der Ems verläuft der Stadtberg, der sich westlich (links) der Ems als Thieberg fortsetzt. Beide Höhenzüge bestehen aus Muschelkalkgestein, das sich in der Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren abgelagert hat. Die Ems durchbricht diese Randhöhen an einer tektonischen Schwachstelle, an der sich der Fluss bis heute nicht tief eingegraben hat. So weist die Ems an dieser Stelle eine Untiefe mit festem Felsgrund auf, die wohl von jeher als Furt genutzt wurde. Nur wenige hundert Meter nördlich und südlich der Furt nahm der Überflutungsbereich der Ems vor ihrer Verbauung eine Breite von 500 Metern ein. An der Furt verengt sich die Flussaue auf nur 50 Meter. Beiderseits der Furt ragen mehr als fünf Meter hohe, steile Uferwälle auf.

Im Süden der Stadt liegt mit 90 m über N.N. die höchste Erhebung im Stadtgebiet, der Waldhügel. In den Niederungen zwischen Stadtberg, Thieberg und Waldhügel und in der Flussaue entstanden durch hohe Grundwasserstände die sogenannten Gleyböden, für die ein ursprünglicher Bewuchs mit Weiden und Erlen typisch ist. Auf dem Stadtberg, Thieberg und Waldhügel dominierten Kalkbraunerden, auf denen Buchenwälder gediehen. Der übrige Raum wird im wesentlichen bestimmt von graubraunem und schwarzgrauem Plaggenesch über Böden aus Flugsand und sandigen Flussablagerungen; hier ist ein Eichen-Buchen-Mischwald für die ursprüngliche Vegetation typisch.
Als Besonderheit finden sich östlich der Ems ausgedehnte, heute überwachsene Dünenfelder, die der damals wie heute vorherrschende Westwind aus Sandablagerungen der Saaleeiszeit aufgetürmt hat.

Gliederung nach Stadtteilen


Geschichte
Vorgeschichte des Siedlungsraumes Rheine
Archäologische Funde zeugen davon, dass der Raum um Rheine bereits ab der mittleren Bronzezeit, etwa um 2100 v. Chr., besiedelt war. Weitere Besiedlungen (600 bis 500 v. Chr.) sind belegt durch Ausgrabungen im Stadtteil Altenrheine, der auf dem heutigen Stadtberg, rechts der Ems, gelegen ist. In Altenrheine wurde bei Ausgrabungen ein Hünengrab aus Findlingsblöcken entdeckt, ferner der etwa 3500 Jahre alte Abdruck eines Leichnams.
Für die Gründung der Stadt spielt die Frühgeschichte jedoch keine Rolle. Zwar wurden außer in Altenrheine auch in den Stadtteilen Mesum, Elte und Hauenhorst vorgeschichtliche Funde geborgen. Links der Ems, im Bereich des heutigen Stadtzentrums, finden sich dagegen keine derartigen Spuren von Besiedlung.

Frühgeschichte
Gedenktafel an der ehemaligen Emsfurt

Das linke Emsufer, in unmittelbarer Umgebung der heutigen Kernstadt, blieb vielmehr bis in das 8. Jahrhundert unbesiedelt. Es war vornehmlich von sumpfigem Gelände und schweren, zum Teil auch steinigen Böden geprägt und mit den damaligen Techniken des Ackerbaus nicht erfolgreich zu bewirtschaften. Der bis weit in das 8. Jahrhundert gebräuchliche Hakenpflug war für diese Art von Böden ungeeignet. Erst mit der Einführung des moderneren Beetpfluges unter den Franken im 9. Jahrhundert konnte auch das linke Emsufer allmählich urbar gemacht werden. Von hier ging dann auch die eigentliche Stadtgründung aus. Die auf der rechten Seite der Ems gelegenen bronze- und eisenzeitlichen Siedlungen beziehungsweise Hofgemeinschaften werden deshalb nach heutigem Verständnis nicht als Vorläufersiedlungen der Stadt angesehen.

In Rheine kreuzten sich zwei frühgeschichtliche Fernwege. Es waren dies der Hellweg vor dem Sandforde und die Friesische Straße. Der Hellweg führte von den Ijsselstädten in den heutige Niederlanden über Rheine nach Bremen und in die ostwestfälische Region um Minden sowie nach Paderborn. Die durch Rheine führende Friesische Straße ist einer der sieben, von Karl dem Großen urkundlich bestätigten Fernhandelswege für den Handel der Friesen mit dem Binnenland. Sie führte von Emden nach Münster und von dort aus weiter nach Süden.
Der Historiker "Joseph Prinz" nennt insbesondere die Friesische Straße als maßgeblichen Grund für das Entstehen der Städte Münster und Rheine.

Dass beide oder einer dieser Wege bereits zur Zeit Christi Geburt bestanden und als noch ältere germanische Fernhandelswege fungierten, ist nicht belegt.

Mittelalter
Villa Reni: Die Keimzelle der Stadt Rheine
Der Falkenhof, die Keimzelle der Stadt Rheine, wurde erstmals im Jahr 838 in einer Schenkungsurkunde s des Frommen erwähnt. Äußerlich wirkt der Falkenhof heute wie eine barocke Anlage; tatsächlich wuchs der Falkenhof aber in Jahrhunderten zu seiner heutigen Form zusammen. Erhalten geblieben ist der gesamten Hofanlage die für fränkische Königsgüter typische Form.

Im Zuge der Sachsenkriege des fränkischen Königs Karl des Großen wurde zur Sicherung der Emsfurt gegen die Sachsen ein befestigtes Königsgut links der Ems auf einer Anhöhe oberhalb der Furt errichtet, die Villa Reni. Sie diente zugleich wohl auch als Versorgungsstützpunkt für durchziehende fränkische Krieger.

Nahe diesem Hof wurde zeitgleich eine Kirche erbaut, die dem Heiligen Dionysius geweiht wurde. Bei dieser Kirchengründung ist klar der fränkische Einfluss erkennbar. So wirkte St. Dionysius im 3. Jahrhundert als Missionar in Gallien, dem Kerngebiet des Merowingischen und später Karolingischen Reiches.
Das genaue Gründungsjahr der Villa Reni ist unbekannt. Alle Erkenntnisse über die Geschichte des Gutshofes bis zu seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 838 stützen sich mangels anderer Belege auf archäologische Grabungen und auf die daraus gezogenen Schlussfolgerungen. Historiker vermuten aber, dass eine große zeitliche Nähe zur Klostergründung Mimigernaford (Münster) gegen Ende des 8. und Anfang des 9. Jahrhunderts besteht, da die Missionierung der Sachsen durch Bischof Liudger und die Sachsenkriege Karl des Großen in einem engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen. In seiner Wirtschaftsstruktur ist eine "Villa", so die damalige Bezeichnung für einen mittelalterlichen Gutshof, annähernd mit der eines kleinen Dorfes vergleichbar.

Von den ersten Gebäuden der "Villa Reni" ist nichts erhalten geblieben. Der Gutshof als solcher besteht an derselben Stelle allerdings bis heute fort. Im Laufe seiner Geschichte wechselte das Gut mehrfach seine Eigentümer und erhielt im Jahr 1437 nach dem damaligen Eigentümer von Valke den noch heute bestehenden Namen "Falkenhof".

Der frühmittelalterliche Gutshof "Villa Reni" wird heute als Keimzelle der Stadt Rheine angesehen, deren Name direkt auf den Gutshof "Reni" (später auch "Rene") zurückzuführen ist. Die Ems durchfließt unterhalb des Falkenhofes mit schneller Strömung eine nur etwa 50 Meter breite Engstelle, die eine tektonischen Schwachstelle von Thieberg und Stadtberg markiert. Das Wasser ist an dieser Stelle seicht und die Sohle des Flusses wird von festem Felsgrund gebildet. Die Furt eignete sich daher auch für die Durchquerung mit schweren Wagen. Es wird angenommen, dass schon sehr früh eine Fähre den Übergang auch bei hohen Wasserständen ermöglichte. Belege dafür fehlen allerdings.

Eine sächsische oder noch ältere Vorgängersiedlung an der Stelle der Villa Reni ist archäologisch nicht belegt.

Erste urkundliche Erwähnung
der Fromme: In seiner Schenkungsurkunde aus dem Jahr 838 findet sich die älteste urkundliche Erwähnung der Villa Reni, der Keimzelle der späteren Stadt Rheine.

Die erste urkundliche Erwähnung des fränkischen Gutshofes Villa Reni findet sich in der auf den 7. Juni 838 datierten Schenkungsurkunde Kaiser des Frommen, in der er neben anderen königlichen Gütern auch das Gut Reni samt zugehöriger Kirche, allen Hörigen und Zinspflichtigen dem Benediktinerinnenstift Herford überschrieb.
Der entsprechende Passus der auf Latein abgefassten Urkunde lautet in der Übersetzung (Auszug):

"”Deshalb wollen wir , dass allen Gläubigen der heilgen Kirche Gottes und unseren Leuten, und zwar den jetzt und künftig lebenden, bekannt sei, dass es uns gefallen hat, auf ein Kloster mit Namen Herifurth, das bekanntlich im Herzogtum Sachsen in Verehrung der heiligen Gottesgebärerin Maria, der immerwährenden Jungfrau, gestiftet wurde und das zur Zeit, wie wir wissen, die ehrwürdige Äbtissin Tetta leitet, bestimmte Güter, die Bestandteil unseres Besitzes sind, und Eigenhörige im erwähnten Herzogtum Sachsen zur Vermehrung unseres Verdienstes zu übertragen, damit hieraus in reicherem Maße den Mägden Christi, die eben dort im Laufe der Zeiten ihr Leben verbringen, der notwendige Unterhalt gewährt und für die Bedürfnisse des Klosters gesorgt werde. Dies ist im Gau, der "Bursibant" heißt, auf dem Gut mit Namen Reni die eben dort erbaute Kirche mit ihrem Zehnten und allen Besitzungen und Eigenhörigen, die recht- und gesetzmäßig zu ihr gehören, ()
"Gegeben am 7. Juni in dem durch Christi Gnade 25. Jahre der Herrschaft des erhabenen Herrn s des Frommen, im ersten Jahr der Indiktion. Verhandelt zu Nimjegen in der Königlichen Pfalz. In Gottes Namen Glück und Heil! Amen.”"

9. Jahrhundert bis zur Stadtwerdung im Jahr 1327
In der Schenkungsurkunde des Frommen von 838 werden neben der Villa Reni auch die Schenkungen von Wettringen und Schöppingen erwähnt. Die Villa Reni erfährt in der Urkunde eine bevorzugte Erwähnung, woraus eine herausragende Bedeutung des Ortes für die weitere Umgebung geschlossen werden kann.
Der besondere Hinweis in der Schenkung "„mit ihrem Zehnten und allen Besitzungen und Eigenhörigen“" (siehe oben), lässt laut dem Historiker "Karl Bosl" bereits auf eine Bevölkerung schließen, die sich auch aus unfreien Handwerkern und Transportleuten zusammensetzte und die nicht mehr an die Scholle gebunden war. Es bestand also bereits eine kleine Siedlung.
Nennungen des Ortes Rheine in Urkunden aus den Jahren 853, 995 und 1002 bestätigen inhaltlich im Wesentlichen den Status des Ortes und der Besitzungen des Klosters Herford.
Eine auf die Jahre 1022 bis 1032 datierte Urkunde lässt auf eine starke Bevölkerungszunahme im 11. Jahrhundert schließen, in der Landbesitz für die Errichtung einer weiteren Kirche im Norden des Ortes verschenkt wird.
In Urkunden von 1126 und 1156 wird Rheine erstmals als "pagus" bezeichnet. Der Begriff bezeichnet einen zusammengehörigen Bezirk mit festen dörflichen Strukturen. Damit darf die Entwicklung Rheines vom Gutshof ("villa") zum Dorf ("pagus") als abgeschlossen gelten.

Im 13. und 14. Jahrhundert gerät Rheine immer stärker in den Fokus bischöflich-münsterscher Territorialpolitik. Bereits seit Liudger war für die Bischöfe von Münster die über Rheine führende Friesische Straße nach Emden von vorrangigem Interesse, die nicht nur wichtiger Handelsweg war, sondern auch das Ober- und Niederstift des Bistums miteinander verband. Rheine befand sich dabei einerseits im Besitz des Klosters Herford, andererseits überschnitten sich nördlich des Raumes Rheine und in der Siedlung selber die Interessen der Grafen von Bentheim, Lingen, Steinfurt und Tecklenburg. Dies machte es aus machtpolitischen Gründen für die Bischöfe von Münster unabdingbar, den Ort in Besitz zu nehmen und zu befestigen. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützen die Bischöfe zunächst den Ausbau Rheines zu einem städtischen Zentrum, womit sie ihre Macht und ihren Einfluss sicherten.

Der letzte Rest der Stadtmauer von Rheine findet sich vor dem Westportal der Stadtkirche St. Dionysius. Spätestens im Jahr seiner Stadtwerdung, 1327, war der Ort befestigt.

Diese Politik spitzt sich unter Bischof II. von Hessen (im Amt von 1310 bis 1357) zu. Im Jahr 1314 bezeichnet Bischof II. den Ort Rheine in einer Urkunde bereits als "„oppidum Rene“", also als „Stadt“ Rheine. Wenn der Begriff "„oppidum“" in dieser Zeit immer für einen befestigten Ort gebraucht wurde, gab es möglicherweise bereits um 1314 erste Stadtbefestigungen. Als gesichert gelten diese für das Jahr 1327.
Spätestens im Jahr 1323 hatte Bischof erstmals den Versuch gewagt, Rheine zu befestigen und endgültig seiner Gewalt zu unterstellen. Sein Vorhaben scheitert, als er in einer Fehde mit Graf Engelbert von der Mark unterliegt und in Gefangenschaft gerät. Der mit Graf Engelbert geschlossene Friedensvertrag diktiert, die begonnene Befestigung Rheines wieder aufzuheben. Graf Engelbert folgte mit dieser Forderung vermutlich seinem Verwandten und Verbündeten, dem Grafen Otto von Tecklenburg. Gegen dessen Grafschaft richtete sich der Plan Bischof s, den Ort Rheine als befestigten Stützpunkt anzulegen.

Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1327
Einen neuerlicher Versuch, Rheine seinem Machtbereich einzuverleiben, unternimmt Bischof vier Jahre später. Am 15. August 1327 verleiht er Rheine das Stadtrecht und verzichtet in der Urkunde zugleich auf die Hälfte der Einnahmen des Gerichtes, damit die Stadt mit diesen Mitteln weiter befestigt werden kann.

Der Inhalt der auf Latein abgefassten Urkunde lautet in der gekürzten Übersetzung:

“"Wir , durch Gottes Gnade Bischof der Kirche zu Münster, geben allen bekannt: Nach vorausgegangener Beratung und getragen von dem Wunsch, dass zum Nutzen der Kirche und Unseres Landes der befestigte Ort in Rene, der durch Uns neu angelegt und begründet wurde, eine erfolgreiche Fortentwicklung nehmen möge, geben und übertragen Wir diesem Ort und Unseren Bürgern dort zur Stärkung dieses Ortes durch dieses Dokument aus freiem und eigenen Willen die Hälfte Unseres weltlichen Gerichts ebendort und des Erlöses aus dem Vergehen derer, die vor Gericht Straftäter sind, ferner alle Freiheit, Gunst und Gerechtigkeit, die Unsere Einwohner von Münster in ihrer Stadt Münster bisher schon in Anspruch genommen und schätzen gelernt haben. Gegeben und verhandelt im Jahr des Herrn 1327 am Tag der Himmelfahrt der seligen Jungfrau Maria"

Diese Urkunde verstieß eindeutig gegen geltendes Recht, da Bischof II. über etwas verfügte, was ihm gar nicht gehörte. Er ignorierte die seit 838 immer wieder bestätigten Besitzansprüche der Abtei Herford an Rheine und verleibt den Ort dem Bistum Münster ein. Er beurkundet seinen Rechtsbruch sogar dergestalt, dass er gegen besseres Wissen angibt, der Ort Rene sei von ihm angelegt und neu begründet worden.

Der Zeitpunkt für diesen rechtswidrigen Akt war klug gewählt, denn Widerstand hatte Bischof dieses Mal nicht zu fürchten. Graf Engelbert von der Mark hatte sich erst kurz zuvor von einer Exkommunikation lösen können, die ihm der Papst wegen der Gefangennahme s auferlegt hatte. Er wird daher einen erneuten Streit mit dem Bischof gescheut haben. Graf Otto von Tecklenburg stand am Ende seines Lebens und war bereits mit der Ordnung seines Nachlasses beschäftigt und hatte kein Interesse mehr an einem Konflikt mit dem Bischof; zumal Graf Otto keine direkten Erben hinterließ. Nur die Äbtissin Liudgardis der Abtei von Herford beklagt sich und nennt das Vorgehen des Bischofs als eindeutige Rechtsverletzung. Von ihr aber hatte nichts zu befürchten. Sein Plan, sich Rheine Untertan zu machen, gelingt.

Von der Stadtwerdung bis zur Neuzeit
Von 1424 bis 1484 wurde die katholische Pfarrkirche St. Dionysius errichtet, die damit an gleicher Stelle ihren Vorgängerbau ersetzte, der bis zu dieser Zeit nach hergebrachter Lehrmeinung aus Holz bestand. Lokale Historiker postulieren neuerdings auch schon vor 1424 einen Vorgängerbau aus Stein, was historisch allerdings unbelegt ist, da sich die Baugeschichte der Kirche vor 1424 mangels schriftlicher Quellen und Aufzeichnungen nicht rekonstruieren lässt. Auf Grund einiger Besonderheiten des architektonischen Erscheinungsbildes der Kirche, insbesondere an ihren Grundmauern und ihrem Innengrundriss, erscheint ein kleinerer Vorgängerbau aus Stein aber wahrscheinlich. Ein weiteres Argument, dass sogar schon vor dem Jahr 838 eine aus Stein gebaute Kirche bestand, findet der lokale Historiker "Professor Dr. Heinrich Krefeld" in der Schenkungsurkunde s des Frommen, in der die Kirche dem Kloster Herford überschrieben wird. Über die Kirche heißt es im lateinischen Originaltext "„ecclesiam inibi constructam“", die "„ebendort erbaute Kirche“". Unter "constructam" verstand man zur Zeit s des Frommen aber immer eine aus Stein errichtete Kirche. Beschrieb man ein Holzbauwerk, verwendete man statt "constructam" stets das Wort "fabricatam", wie aus anderen Urkunden des 9. Jahrhunderts gesichert abzuleiten ist. Die Sandsteine für den Bau der Kirche stammen vom Huckesberge bei Gravenhorst. Der Ort an dem sie gebrochen wurden heißt Kirchengrube.

1437 gründeten Kreuzherren nördlich der Stadt, im Bentlager Wald, das Kloster Bentlage (siehe unten).

Eine Markenrolle von 1469 belegt, dass es in dem Gebiet nördlich und östlich des Stadtberges, im heutigen Stadtteil Altenrheine, zehn Bauernhöfe gab, die alle noch heute existieren.

Neuzeit
Rheine lag seit dem 15. Jahrhundert im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation im Herrschaftsgebiet des selbständigen Fürstbistums Münster

Standbild des Boten Veit mit seinem Hund. Werk des Bildhauers Joseph Krautwald von 1983.
1623, im Dreißigjährigen Krieges, quartierte der Feldherr Graf von Tilly sein Heer in Rheine ein. Anfang des Jahres 1635 war die Stadt von den Hessen besetzt. Der Bote Veit, der mit seinem Hund in friedlichen Zeiten wöchentliche Botengänge nach Münster machte, schicke nach einer Sage, seinen Hund mit einer Botschaft nach Münster. Am 25. Januar 1635 konnten Truppen des Bischofs von Münster die Hessen überraschen und die Stadt befreien. Gegen Ende des Krieges, am 20./21. September sowie am 19. Oktober 1647, kam es zur "Schlacht bei Rheine". Schwedischen und hessischen Söldnern standen kaiserliche Truppen (HRRDN) gegenüber, die die Stadt besetzt hielten. Die schwedisch-hessische Armee beschoss Rheine mit glühenden Kugeln. Ein verheerender Stadtbrand zerstörte daraufhin die Nikolaikirche sowie 365 Häuser. Heute erinnern Tafeln am Beckerschen und Beilmannschen Haus in der Innenstadt an diese Feuersbrunst.

1659 gründeten Franziskanermönche, seit 1635 in der Stadt ansässig, das Gymnasium Dionysianum im damaligen Kloster, dem heutigen Alten Rathaus.

1759 vernichtete ein Brand den Falkenhof und 70 weitere Gebäude.

1803 wurde Rheine Haupt- und Residenzstadt des im Zuge der Säkularisation gegründeten Fürstentums Rheina–Wolbeck. Das Fürstentum bestand aus der Stadt Rheine und den Orten Mesum, Emsdetten, Nordwalde, Altenberge, Neuenkirchen, Salzbergen, Schepsdorf und Emsbüren. Es wurde jedoch bereits 1806, mit der Besetzung durch Frankreich, wieder aufgelöst.

1815 kam Rheine zur neugegründeten preußischen Provinz Westfalen und wurde im Jahr darauf dem Kreis Steinfurt zugeordnet.

1844, mit dem Bau der ersten mechanisch betriebenen Textilfabrik im Münsterland, begann in Rheine die Industrialisierung. Die Textilindustrie wird in der Folge zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor, Rheine ein bedeutendes Zentrum der Textilbranche.

1850 werden die Dörfer Altenrheine, Elte, Mesum und Rheine links der Ems in das Amt Rheine eingegliedert.

1855 verbindet die Eisenbahn erstmals Rheine und Osnabrück (Hannoversche Westbahn) miteinander; 1856 wird die Strecke nach Emden (Emslandstrecke) eröffnet.

1871 gehört auch Rheine zum neu gegründeten Deutschen Kaiserreich.

Am 11. August 1899 wird der Dortmund-Ems-Kanal nach siebenjähriger Bauzeit fertiggestellt.

20. Jahrhundert bis Gegenwart

1919 wird in Rheine der einzige Rangierbahnhof des Münsterlandes eröffnet. Er wurde 1993 stillgelegt und später abgebrochen.

Am 1. April 1927 werden ca. 10.000 Einwohner des Amtes Rheine in die Stadt eingemeindet, die Einwohnerzahl erhöht sich auf 29.598, die Stadtfläche wird damit verdreifacht.

In der Zeit der Hitler-Diktatur im Deutschen Reich werden auch aus Rheine jüdische Bürger deportiert. Die Stadt wird mehrfach durch die alliierten Kriegsgegner bombardiert, die Eisenbahnstrecke und der Dortmund-Ems-Kanal stellen strategische Ziele dar. Rheine liegt nach Kriegsende 1945 in der britischen Besatzungszone, wird politisch dem neuen Land Nordrhein-Westfalen zugeordnet und ist danach (1949) eine Stadt in der neuen Bundesrepublik Deutschland.

Hochwassermarken an der Emsmühle
Am 10. Februar 1946 wird Rheine vom bisher höchsten Emshochwasser betroffen. Große Teile der Stadt wurden überschwemmt.

1975 werden im Zuge der Gemeindegebietsreform die Amtsgemeinden Rheine links und rechts der Ems, Elte und Mesum mit der Stadt Rheine zusammengefasst. Die Einwohnerzahl stieg dadurch auf 71.539.

Am 15. August 2002 feierte die Stadt das 675-jährige Jubiläum der Verleihung des Stadtrechts.

Einwohnerentwicklung
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit hatte Rheine nur einige hundert Einwohner. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in der Stadt eine stärkeres Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1840 erst 2.380 Menschen in dem Ort, waren es 1925 bereits 18.000. Die Eingemeindung von 1927 brachte einen (statistischen) Bevölkerungszuwachs von ca. 10.000 Einwohnern.

Nach dem zweiten Weltkrieg erreichten auch Rheine die großen Flüchtlingswellen aus den deutschen Ostgebieten. Durch die Gemeindegebietsreform wuchs die Bevölkerungszahl von 50.558 im Jahre 1974 auf 71.900 zum 1. Januar 1975. Durch Zuwanderungen aus aller Welt, aus der früheren DDR und aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion erhöhten sich die Einwohnerzahlen insbesondere nach 1990. Am 30. Juni 2005 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Rheine bereits 76.374 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit hat Rheine einen vorläufigen Höhepunkt in der Bevölkerungszunahme erreicht. Ein Zuwanderungsrückgang ist bisher noch nicht festzustellen.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

| valign="top" |

| valign="top" |

|}
¹ Volkszählungsergebnis

Politik
Stadtrat
Die Sitzverteilung im Rathaus nach der Kommunalwahl vom 30. August 2009:
*CDU 20 Sitze (Mehrheitsfraktion)
*SPD 15 Sitze
*FDP 4 Sitze
*Bündnis 90/Die Grünen 5 Sitze

Bürgermeister

*1873–1905: Rudolph Sprickmann Kerkerinck
*1905-1939: Hubert Schüttemeyer (Zentrum, ab 1933 NSDAP)
*1946–1948: Georg Pelster (CDU)
*1948–1954: Dr. Albert Biermann (CDU)
*1961–1975: Dr. Albert Biermann (CDU)
*1975–1994: Ludger Meier (CDU)
*1994–1999: Günter Thum (SPD)
*1999–2004: Wilhelm Niemann (CDU)
*2004–heute: Dr. Angelika Kordfelder (SPD)

Bürgermeisterin der Stadt Rheine ist seit 2004 die aus Essen stammende SPD-Politikerin Dr. Angelika Kordfelder. Sie gewann in einer Stichwahl gegen ihren Bürgermeistervorgänger.

Wappen
Blasonierung: „In Gold ein roter Balken, belegt mit drei sechsstrahligen auf eine Spitze gestellten goldenen Sternen.“

Städtepartnerschaften
* Borne (Niederlande) seit 1983
* Bernburg (Saale) (Sachsen-Anhalt) seit 1990
* Leiria (Portugal) seit 1996
* Trakai (Litauen) seit 1996
Die Städtepartnerschaften werden im Auftrag der Stadt Rheine vom „Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften der Stadt Rheine e.V.“ betreut.

Kultur und Tourismus
Sprache und Dialekt
Rheine liegt im niederdeutschen Kulturraum. Die historische Sprache seiner Bewohner ist das Münsterländer Platt ("mönsterlänner platt"), ein westfälischer Dialekt des Niedersächsischen, im allgemeinen Sprachgebrauch platt oder plattdeutsch "(plattdüütsch)" genannt. Bis zum zweiten Weltkrieg war dies die Sprache, die die meisten Kinder zu Hause zuerst erlernten und danach erst allmählich die hochdeutsche Amtssprache. Das „Hochdeutsche” war für die Bewohner der damals stark landwirtschaftlich geprägten Region fast wie eine Fremdsprache, die sie nur schwer aussprechen konnten und in der Schule mühsam erlernen mussten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Zuzug vieler Flüchtlinge aus dem Osten sowie nur hochdeutsch kommunizierender Menschen wurde die Sprache der Einheimischen noch stärker bedrängt. Mittlerweile ist Hochdeutsch die mehrheitlich gesprochene Umgangssprache in der Stadt und ihrer Umgebung; Der örtliche Dialekt wird zwar noch von der einheimischen älteren Generation gesprochen ("se küert up platt"), aber kaum noch an die nachfolgenden Generationen als Muttersprache weitergegeben und daher stark vom Aussterben bedroht.

"„"Up plattdüütsch"”": "Dat mönsterlänsk Platt is een westfäölskt Dialekt van nedderdüütsch un neddersässisch, we int Mönsterland küert wärt. Et giw twee Formen, dat mönsterlänskt sölw un dat westmönsterläsk Platt. Sunnerheten sind Diphthongen äs t.B. uo,üö,uë un ao. Dat ao is aower egentliks een sölwstaoende Buukstaow, we tüschen dat aa un dat oo lig, also dat is, wat int Austfreeske wul åå is. Bes ton tweden Wiäldkrieg was dat mönsterläsk Platt de Spraok, we de meesten Kinner to Huus toeerst lernt häbt, men danao wuord dat all meer dat Haugdüütsk." -
"In Rheni doa wet aals tosammen küert un see säch to de uutwärtigen lüe: „Kiek bie us äs wier drin, wie häbt wat to iätten en to drinken en wie küent chuet fiern und häbt doabie spoaß un use wichter un jungs, jauh, de küernt noch up platt küern."

Bauwerke und Museen
Mehrere historisch bedeutende Bauwerke bereichern das Stadtbild Rheines. Manche der Gebäude werden heute als Museen genutzt.

Im Norden der Stadt liegt das Naherholungsgebiet "Bentlager Wald", das mit dem Kloster Bentlage, der Saline Gottesgabe, einer Tanzlinde und dem NaturZoo Rheine mehrere Sehenswürdigkeiten in eine Kulturlandschaft einbettet. Im Vorfeld der Regionale 2004 wurde für das Erholungsgebiet ein Programm unter dem Namen "Bentlager Dreiklang" entwickelt, um Besuchern die Sehenswürdigkeiten zugänglich zu machen. Es werden drei Rundgänge angeboten, die "Kulturroute", die "Salzroute" und die "Naturroute", welche unter fachlicher Führung stattfinden.

Kloster/Schloss Bentlage
Kloster/Schloss Bentlage

Das Kloster Bentlage wurde 1437 von Brüdern des Kreuzherrenordens gegründet und 1645 vollendet. Wegen seiner im Lauf der Jahrhunderte wechselnden Nutzung wird das Anwesen heute Kloster/Schloss Bentlage genannt. Das Kloster kann auf der "Kulturroute" des "Bentlager Dreiklangs" unter Führung besichtigt werden.

1803 gelangte das Kloster im Zuge der Säkularisation in das Eigentum des neu gegründeten Fürstentums Rheina-Wolbeck. Dieses existierte jedoch nur drei Jahre lang, so dass das Kloster bereits 1806 auf die Adelsfamilie Looz-Coswarem überging. Diese baute das Kloster zu ihrer Schlossresidenz aus, was sich heute in dem Doppelnamen niederschlägt.

Die Stadt Rheine erwarb das im Bentlager Wald gelegene Gut im Jahr 1978. 1990 begannen die Wiederaufbauarbeiten, welche im Jahr 2000 abgeschlossen werden konnten.

Heute dient das Kloster unter anderem als Museum. Im Ostflügel sind Gebrauchs- und Luxusgegenstände der ehemaligen Bewohner des Klosters ausgestellt. Prunkstück der Ausstellung sind zwei spätmittelalterliche Reliquienschreine, die in ihrem Erhaltungszustand einmalig im deutschsprachigen Raum sind.

In der „Westfälischen Galerie“ im Dachgeschoss des Ostflügels kann die Entwicklung der Moderne in Westfalen seit 1900 nachvollzogen werden. Arbeiten von Expressionisten wie Wilhelm Morgner, Peter August Böckstiegel oder Carlo Mense laden neben Vertretern des Bauhaus den Betrachter zum Verweilen ein. Wechselnde Exponate aus der Zeit nach 1945 stellen einen Bezug zur Gegenwart her.

Das Kloster beherbergt darüber hinaus die Geschäftsstelle der 1956 ebenda gegründeten Europäischen Märchengesellschaft. Diese stellt sich nach § 1 ihrer Satzung die Aufgabe, "„die Märchenforschung zu unterstützen sowie das Märchengut aller Völker zu pflegen und zu verbreiten, um damit zur Begegnung und zur Verständigung der Menschen untereinander beizutragen.“"  Die Gesellschaft unterhält im Nordflügel des Klosters eine Spezialbibliothek zum Thema Märchen.

Das Kloster Bentlage wird durch eine gemeinnützige städtische Tochtergesellschaft, der Kloster Bentlage gGmbH, betrieben.
Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer bildender Kunst.
Jährlich präsentieren in ca. 12 Ausstellung renommierte internationale Künstler ihr Schaffen.
Ein umfangreiches Kulturprogramm aus den Sparten klassischer Musik, Literatur, und Wissenschaft runden das Programm ab. Jährlich nutzen ca 50.000 Besucher die zahlreichen kulturellen Angebote.

Saline Gottesgabe
Saline Gottesgabe

In Bentlage wurde bereits seit 1022 Salzgewinnung bertieben, die erste urkundliche Erwähnung der Saline Gottesgabe stammt aber erst aus dem Jahr 1439. Die Saline ist technisches Denkmal und befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Kloster Bentlage. Sie kann auf der "Salzroute" des "Bentlager Dreiklangs" unter Führung besichtigt werden.

Zwischen 1437 und 1577 wurde die Saline von den Kreuzherren betrieben. Durch Vertrag vom 5. August 1577 wurde die Salzgewinnungsanlage auf die Familie von Velen lehensweise übertragen. Dieser gelang es aber zunächst nicht, mit der Saline Gewinne zu erwirtschaften. Im Jahr 1590 wurde die Saline durch königlich-spanische Truppen erstmals zerstört, die aus den Niederlanden kommend nach Westfalen vorrückten.

Zwischen 1603 und 1614 erlebte die Saline unter der Führung Alexander von Velens dann eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs, finanziert durch fünf wohlhabende Rheiner Bürger. Alexander von Velen war es auch, der der Saline den Namen "Gottesgabe" verlieh, nachdem er auf neue Salzquellen hoher Lötigkeit gestoßen war. Nach 1614 folgte jedoch ein erneuter wirtschaftlicher Niedergang, der durch einen Mangel an Feuerungsmitteln und anderen Rohstoffen ausgelöst wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Saline erneut schwer beschädigt. Schwedische Truppen unter dem Befehl von General von Königsmarck brannten 1647 das Kloster nieder und überfielen auch die Saline. In der Folgezeit wurde diese zwar durch die Familie von Velen fortgeführt, wegen der Schäden und aus Geldmangel konnten aber keine Gewinne lukriert werden. Dies führte im Jahr 1735 zum Entzug des Lehens durch den damaligen Fürstbischof von Münster, Clemens August.

Der Fürstbischof betrieb stattdessen selbst die Reetablierung der Salzgewinnung, was am 23. Dezember 1743 zur Gründung der "Münsterschen Salinen-Societät" führte. Diese besaß unter anderem die Verfügungsrechte über sämtliche Solequellen in Bentlage. Unter der Anleitung des fürstbischöflichen Baumeisters "Johann Conrad Schlaun" und des Salzfachmannes und Freiherrn "Joachim Friedrich von Beust" wurde die Saline in den Folgejahren grundlegend modernisiert. Dabei wurde auch das Gradierwerk auf eine Gesamtlänge von fast 300 Metern ausgebaut, womit die Saline Gottesgabe das älteste Bauwerk dieser Art in Westfalen darstellt.

Die Salzgewinnung entwickelte sich das gesamte 18. Jahrhundert hindurch profitabel. 1753 schüttete die "Societät" erstmals eine Dividende in Höhe von 50 Reichstalern per Anteilsschein aus. 1890 wurde zusätzlich zur Salzgewinnung der Bade- und Kurbetrieb aufgenommen. Der Badebetrieb wurde bis 1975 aufrechterhalten. Die Salzgewinnung wurde bereits 1952 eingestellt.

Im Zuge der Regionale 2004 wurde der Salinenpark neu gestaltet, er ist Teil des European Garden Heritage Network. In der Nähe der Saline befindet sich das im Jahr 2005 als "Josef Winckler Museum" neu eröffnete Geburtshaus Josef Wincklers. Die Ausstellung zeigt Gegenstände aus dem Leben des Schriftstellers und informiert über sein Wirken.

Falkenhof (Stadtmuseum)
Falkenhof

Das für Rheine vielleicht bedeutendste Bauwerk ist der Falkenhof, die sogenannte Keimzelle der Stadt. Das Bau- und Bodendenkmal aus dem 9. Jahrhundert beherbergt heute das Stadtmuseum. Die Ausstellung ist in die drei Bereiche Stadtgeschichte, Grafikkabinett und Kasimir-Hagen-Sammlung unterteilt.

Der Bereich Stadtgeschichte zeigt neben Funden aus der Vor- und Frühgeschichte vor allem Exponate aus der oftmals kriegerischen Vergangenheit der Stadt. Rüstungen und Waffen, etwa aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, dokumentieren die Wehrgeschichte Rheines. Darüber hinaus ist dieser Teil der Präsentation lokalen Künstlern gewidmet, zu denen auch überregional bekannte Namen wie Carlo Mense und Joseph Krautwald zählen.

Die Kasimir-Hagen-Sammlung, benannt nach dem Kölner Kunstsammler Kasimir Hagen, beinhaltet Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Skulpturen des 15. bis 19. Jahrhunderts. 1964 wurden der Stadt die ersten Stücke dieser Sammlung überlassen, ehe im Jahr 1987 weitere Exponate aus Bonn hierher überführt wurden.

Das Grafikkabinett geht ebenfalls auf die Stiftungstätigkeit Kasimir Hagens zurück. Die mehr als tausend Objekte umfassende Sammlung beinhaltet unter anderem Arbeiten von so bekannten Künstlern wie Albrecht Dürer, Francisco de Goya, Pablo Picasso und Max Liebermann.

Kirchen
Links St. Dionysius, rechts St. Antonius.
Zahlreiche Kirchen prägen das Gesicht der Stadt. Die älteste von ihnen ist die katholische Kirche St. Dionysius, welche im historischen Stadtkern gelegen und im Gleichlauf mit dem Falkenhof entstanden ist. Die katholische Kirche St. Antonius (rechts der Ems), im neoromanischen Stil erbaut von 1899 - 1905, überragt mit dem höchsten Kirchturm Westfalens (102,5 m) alle anderen Gebäude der Stadt und ist weithin sichtbar.

Sonstige
Gefallenendenkmal Hünenborg, Rheine
Im gesamten Stadtgebiet finden sich weitere Sehenswürdigkeiten. Zu nennen sind etwa der Alte Friedhof, angelegt zwischen 1806 und 1835, ferner das Gymnasium Dionysianum, welches eine Komposition von klassischer und moderner Architektur verkörpert sowie zahlreiche Gebäude von August Reinking, die vornehmlich im Innenstadtbereich erbaut wurden. Auf dem Thieberg wurde in den 1920er Jahren die Hünenborg errichtet, ein monumentales Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Ein Getreidespeicher von 1936, direkt an der Ems gelegen, zeigt eine großflächige Darstellung eines Sähmannes bei der Arbeit.

Sport und Freizeit

NaturZoo Rheine
NaturZoo Rheine, Eingangsbereich
Beliebtes Freizeitziel ist der NaturZoo Rheine, in unmittelbarer Nähe zur Saline Gottesgabe und dem Kloster Bentlage gelegen. Er wurde 1936 unter dem Namen "Heimattiergarten Bentlage" gegründet und 1937 eröffnet. Der NaturZoo kann auf der "Naturroute" des "Bentlager Dreiklangs" unter Führung besichtigt werden.

Der Tierpark beheimatete im Jahr 2006 ca. 1000 Tiere einhundert verschiedener Arten. Darunter finden sich neben einheimischen, freifliegenden Weißstörchen vor allem verschiedene Affenarten.

1974 wurde in Rheine der erste begehbare Affenwald Deutschlands eröffnet. Heute umfasst die im Wald lebende Kolonie von Berberaffen 20 bis 30 Tiere. Der NaturZoo unterhält auch das weltweit größte Zuchtprogramm für Blutbrustpaviane, eine vom Aussterben bedrohten Art.

Der Name "NaturZoo" soll darauf hinweisen, dass der Zoo kein “herkömmlicher” Tierpark ist. Der Zoo ist darum bemüht, durch Naturlehrpfade und Schulungen das Verständnis der Besucher für die Natur und ihre Zusammenhänge zu schärfen. Weiter ist man bemüht, die Anlagen ökologisch verträglich zu betreiben. So werden die Abwässer teilweise pflanzlich gefiltert und dadurch gereinigt.

Des Weiteren versucht der Zoo, den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurden im Vorfeld der Regionale 2004 mehrere Gehege erneuert und erweitert. Der NaturZoo Rheine sieht sich dennoch ähnlicher Kritik ausgesetzt wie andere Tierparks auch.

Radfahren und Wandern
Für Radfreunde stellt der Emsauenweg ein lohnendes Ziel dar. Der 115 km lange Radwanderweg verläuft seit 2004 von Warendorf durch das Münsterland nach Rheine. 2005 wurde der Weg zur Radroute des Jahres in Nordrhein-Westfalen gewählt.

Der Emsauenweg ist Teil des Emsradweges, welcher von Paderborn nach Emden führt. Seit 2007 lässt sich der Emsauenweg mit dem Werseradweg zu einem Rundkurs verbinden. Der Radwanderweg berührt die Bahnhöfe Warendorf, Telgte, Greven, Emsdetten und Rheine und ermöglicht es so, die Wegstrecke der eigenen Leistungsfähigkeit anzupassen.

Entlang der Route werden Informationen über die vier Themenbereiche Landschaftsgeschichte, Kulturgeschichte, Naturlandschaft und Projekte der Regionale 2004 vermittelt.

Weitere Rad- und Wanderwege sind die 100-Schlösser-Route, ein insgesamt über 2000 km langer Radwanderweg durch das Münsterland, der am Kloster Bentlage und dem Falkenhof vorbeiführt; die Dortmund-Ems-Kanal-Route von 350 km Länge; die Aa-Vechte-Tour, ein Radwanderweg zwischen Aa und Vechte; die Ems-Heide-Weide-Tour sowie der Hermannsweg, ein 156 km langer Wanderweg, der in Rheine beginnt und über den Kamm des Teutoburger Waldes am Hermannsdenkmal entlangführt.

Sport
Viele Sportvereine haben ihren Sitz in Rheine. Im Fußball zählt bei den Damen der FFC Heike Rheine, der in der Saison 2008/09 in der Regionalliga West spielt, und bei den Herren der Westfalenligist FC Eintracht Rheine zu den erfolgreichsten Vereinen. Die Mitglieder des TV Jahn Rheine 1885 e.V. ertüchtigen sich auf dem, mit 6.000 m² größten Sportpark des Münsterlandes in vielen unterschiedlichen Sportarten. Die Ems nutzen drei Kanuvereine (KC Rheine, PCE Rheine und der WSV Rheine) und ein Ruderverein (RHTC Rheine) zum Training und zum Wettkampf.

Die Stadt unterhält unter anderem das Mehrzweckstadion Jahnstadion, Spielstätte des FFC Heike Rheine sowie des Footballvereins Rheine Raptors und das Fußballstadion Delsen, Spielstätte des FCE. Ferner gibt es zwei Hallenbäder, ein Freibad sowie eine Eissporthalle, letztere befindet sich in privater Trägerschaft.
Seit dem Sommer 2008 verfügt die Hockeyabteilung des RHTC Rheine über einen Kunstrasenplatz direkt an der Ems.
Hinzu kommen zahlreiche kleinere Anlagen.

Regelmäßige Veranstaltungen
* Ausstellung der Krippe in der St. Antonius - Basilika
* Emsfestival
* Kinderflohmarkt, größter Kinderflohmarkt Deutschlands
* Rheiner Herbstkirmes (3. Wochenende im Oktober)
* Rheiner Honky Tonk (Kneipenfestival)
* Rheiner Orgelsommer (Konzertreihe)
* Rosenmontagsumzug
* Straßenparty im September
* Weihnachtsmarkt
* Elefantenrennen im September (Kanadierrennen für Amateure)
* Wein & Braufest
* Rheiner Channel Triathlon

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
2005 waren in Rheine 22.768 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer registriert. Davon entfielen auf das verarbeitende Gewerbe 35,3%; auf Dienstleistungen 24,6%; auf Handel, Banken, Verkehr und Nachrichten 22,3%; auf die Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen 11,2%; auf das Baugewerbe (incl. Bauhilfsgewerbe) 5.6% und auf die Land- und Forstwirtschaft ≤ 1 %. Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2006 bei 6,9 Prozent.

Die größten staatlichen Arbeitgeber sind neben der Stadt die Bundeswehr (ca. 1600 Bedienstete, hauptsächlich Heeresflieger) und das Mathias-Spital. An bekannten privaten Unternehmen sind in Rheine angesiedelt die apetito AG, ein Hersteller von Tiefkühlprodukten sowie die KTR Kupplungstechnik GmbH. Des Weiteren hat die Zentrale der Volksbank Nordmünsterland eG ihren Sitz in Rheine. Ferner besteht in Rheine ein Werk der Karmann GmbH, Hersteller von Sonderfahrzeugen, insbesondere Cabrios (das Audi A 4 Cabriolet wurde in Rheine gefertigt). 2009 wurden aber ca. 900 der zuvor ca. 1000 Beschäftigten entlassen. Am 21. August 2009 gab Karmann bekannt, den Standort Rheine zum Ende des Jahres endgültig zu schließen.

Ortsansässige Tageszeitungen sind die Münsterländische Volkszeitung und die Münstersche Zeitung. Als Wochenzeitungen erscheinen der „Rheiner Anzeiger“ und die „Wir in Rheine“. Monatlich erscheinende Publikationen sind die Zeitschriften „mittendrin“ sowie „plan-b“. Der WDR unterhält ein Korrespondentenbüro, das überörtliche Radio RST hat in Rheine seine Redaktion und Sendezentrale.

Die Stadt fördert die Entwicklung neuer und nachhaltiger Technologien, insbesondere durch KMU. 1992 wurde das Transferzentrum für angepasste Technologien (TaT) eröffnet. Dieses dient der Entwicklung und praktischen Umsetzung angepasster Technologien, im Jahr 2006 waren auf dem Gelände 27 Unternehmen ansässig. Das TaT ist zugleich Ausstellungsfläche - zahlreiche Gebäude wurden unter Verwendung innovativer Techniken errichtet. So finden sich vor Ort eine Windenergieanlage, Niedrigenergiehäuser, ein Drehsolarhaus und weitere Anwendungsbeispiele. Das TaT versorgt sich zum Teil selber mit Energie. Zur Fortbildung unterhält es ein Seminarzentrum.

Rheine liegt im Förderbereich der EUREGIO, die grenzüberschreitende Projekte im deutsch-niederländischen Grenzgebiet fördert.

Justiz
In Rheine haben ein Amtsgericht (LG-Bezirk Münster, OLG-Bezirk Hamm) und ein Arbeitsgericht ihren Sitz.

Verkehr
Die Stadt ist an eine Vielzahl regionaler und überregionaler Verkehrsnetze angebunden.

Straßenverkehr
Mehrere Anschlüsse an die A 30 gewährleisten die Anbindung Rheines an das Fernstraßennetz. Die Autobahn stellt eine schnelle Verbindung zur A 31 und zur A 1 her, Osnabrück und die Niederlande sind jeweils nur eine halbe Autostunde entfernt. Die Auf/Abfahrten führen zum Teil direkt in die Gewerbegebiete der Stadt.

Die nähere Umgebung wird durch die Bundesstraßen 65 (Niederlande - Rheine), 70 (Wesel - Rheine - Emden), 475 (Rheine - Warendorf - Soest) und 481 (Rheine - Münster) erschlossen.

Schienenverkehr
Bahnhof Rheine

Der Bahnhof Rheine wurde errichtet im Rahmen des Baus der Hannoverschen Westbahn. Er liegt des Weiteren an der Bahnstrecke Münster–Rheine, sowie an den teilweise bis vollständig stillgelegten Strecken Rheine–Ochtrup und Duisburg–Quakenbrück.

Er wird im Schienenpersonenfernverkehr
* von der IC-Linie 30 Norddeich Mole–Münster (Westf)–Köln–Koblenz–Luxembourg und
* von der IC-Linie 31 Amsterdam–Osnabrück–Hannover–Berlin Hbf (–Angermünde–Stettin) sowie
im Schienenpersonennahverkehr
* vom RE 7 "Rhein-Münsterland-Express": Rheine–Münster (Westf)–Hamm (Westf)–Hagen–Wuppertal–Köln–Neuss–Krefeld
* vom RE 15 "Emsland-Express": Münster (Westf)–Rheine–Lingen–Leer–Emden
* vom RE 60 "Ems-Leine-Express": Rheine–Osnabrück–Hannover–Braunschweig
* von der RB 65 "Ems-Bahn": Rheine–Münster (Westf)–Hamm (Westf) und
* von der RB 61 "Wiehengebirgs-Bahn": Bad Bentheim–Rheine–Osnabrück–Herford–Bielefeld
bedient.

Darüber hinaus gibt es den Bahnhof Rheine-Mesum an der Strecke nach Münster, der überwiegend von der "RB 65" bedient wird.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Münsterland und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. In den Regionalzügen nach Niedersachsen gilt auch das Niedersachsen-Ticket.

Speziell für den Güterverkehr ist das Güterverkehrszentrum Rheine mit einer Umschlaganlage für den kombinierten Ladungsverkehr errichtet worden. Dieses verfügt über einen Portalkran mit einer Tragfähigkeit von 37,5 t, eine Fahr- und Ladespur von je 300 m Länge, Abstellflächen mit Energieversorgung und Sonderabstellflächen für Gefahrguttransporte und Spezialtransporte. Die Verladezeit pro Einheit beträgt 5 bis 10 Minuten. Die Anlage ist von einem 75 ha großen Gewerbegebiet umgeben und liegt direkt an der A 30.
* Rheine ist an die Güterzugstrecke der Tecklenburger Nordbahn angeschlossen.
* Bahnstrecke Rheine–Ochtrup, ehemalige Eisenbahnstrecke, heute Radweg
* Bahnstrecke Duisburg–Quakenbrück, Güterzugbetrieb bis nach Spelle, Rest der Strecke stillgelegt

Rheine hatte in seiner Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt ein eigenes Bahnbetriebswerk. Es gelangte in den 1970er Jahren zu Berühmtheit, da dort bis zum Dampflokabschied 1977 die letzten Dampflokomotiven Westdeutschlands beheimatet waren.

Busverkehr
Im Straßenpersonennahverkehr wird die Stadt über ein Stadtbussystem mit 12 Linien (C1 – C12, sternförmig im Uhrzeigersinn) erschlossen. Alle Linien beginnen am Bustreff in Bahnhofsnähe. Es bestehen durchgehende Verbindungen in alle Stadtteile durch die Verknüpfung von jeweils zwei Linienästen. Mehrere Regionalbuslinien in die angrenzenden Städte und Gemeinden verkehren in Rheine.

Luftverkehr
Rheine liegt ca. 25 km vom internationalen Flughafen Münster/Osnabrück (EDDG) entfernt, der über die B 481 zu erreichen ist. In Rheine-Eschendorf befindet sich ferner auch ein Verkehrslandeplatz mit einer 800 m langen Startbahn und Landebahn (EDXE). Darüber hinaus ist der Heeresflugplatz (ETHE) im nordwestlichen Rheine-Bentlage Heimat des Transporthubschrauberregiment 15.

Schiffsverkehr
Auf dem Wasserweg ist die Stadt für Transportschiffe über den Dortmund-Ems-Kanal zu erreichen, eine Abzweigung zum Mittellandkanal liegt ca. 10 km stadtauswärts. Die Ems ist in Rheine nur für leichte Personenschifffahrt geeignet.

Bildung
* Grundschulen: Annetteschule, Bodelschwingschule, Canisius-Grundschule, Diesterwegschule, Edith-Stein-Grundschule, Johannesschule (Mesum), Franziskusschule (Mesum), Gertrudenschule, Johannesschule, Kardinal von Galen Grundschule, Konradschule, Ludgerusschule, Marienschule (Hauenhorst), Michaelschule Rheine und Südesch-Grundschule,Paul-Gerhardt Grundschule
* Hauptschulen: Don-Bosco Hauptschule, Elisabethschule und Overbergschule
* Realschulen: Elsa-Brändström-Realschule, Fürstenbergrealschule, Abendrealschule Rheine
* Gesamtschulen: Euregio Gesamtschule Rheine
* Gymnasien: Gymnasium Dionysianum, Emsland-Gymnasium und Kopernikus-Gymnasium, Abendgymnasium Münster, Studienort Rheine
* Förderschulen: Christophorusschule, Grüterschule und Peter-Pan-Schule ehm. Wilhelm-Busch-Schule
* Berufskollegs: Alte Michaelsschule Rheine, Städtische Kaufmännische Schulen Rheine mit gymnasialer Oberstufe, Josef-Pieper-Schule/Bischöfliches Berufskolleg, Städt. Kaufmännische Schulen/Berufskolleg und Private Handelsschule Middendorf
* Studienzentrum der Fernuniversität Hagen im Gebäude der Städt. Kaufmännischen Schulen/Berufskolleg
* Volkshochschule
* Studienseminar: Sekundarstufe II-Grund/Hauptschule

Persönlichkeiten
* Franz Anton Egells (1788–1854), Bedeutender Industrieller in Berlin
* Rudolph Sprickmann Kerkerinck (1848–1905), Bürgermeister von Rheine in der Gründerzeit
* Wilhelm Frerker (1859–1945), Bäckermeister und Politiker
* Josef Winckler (1881–1966), Schriftsteller
* Carlo Mense (1886–1965), expressionistischer Maler
* Johan Wichers (1887–1956), niederländischer Komponist (”Marschkönig”)
* Georg Pelster (1897–1963), Politiker
* Josef Pieper (1904–1997), Philosoph
* Joseph Krautwald (1914–2003), Bildhauer
* Rembert van Delden (1917–1999), Politiker (CDU), Mitglied des Bundestags
* Josef Rudnick (1917–2009), Unternehmer und Politiker (CDU)
* Gottfried Köster (1928–2007), Pädagoge und Politiker
* Josef Paul Kleihues (1933–2004), Architekt
* Friedo Ricken (* 1934), Jesuit und Philosoph
* Manfred Werp (* 1935), Richter am Bundesgerichtshof
* Frank Ripploh (1949–2002), Schauspieler, Autor und Regisseur
* Peter Funke (* 1950), Althistoriker
* Michael Bay (* 1950), Psychotherapeut und Autor
* Engelbert Hüging (* 1957), dt. Meister im Tischtennis
* Ralf Peter (* 1961), DFB-Jugendtrainer
* Bernhard Peters (* 1960), ehem. Trainer der Hockeynationalmannschaft der Herren/Funktionär bei der TSG 1899 Hoffenheim
* Bettina Hoy (* 1962), Vielseitigkeitsreiterin
* Ralf Heskamp (* 1965), Fußballspieler
* Matthias Weischer (* 1973), Maler
* Thorsten Nagelschmidt (* 1976), Buchautor und Musiker
* Kerstin Stegemann (* 1977), Fußballweltmeisterin 2003 und 2007 und Europameisterin
* Jonas Reckermann (* 1979), Beachvolleyballspieler, Welt- und Europameister
* Moritz von Dobschütz (1831-1913), wohlhabender Unternehmer in Belleville (Illinois, USA)

Politiker und Abgeordnete
* Josef Wilp (* 1938), Politiker (CDU), Mitglied des Landtages NRW
* Elisabeth Veldhues (* 1949), Politikerin (SPD), Mitglied des Landtages NRW
* Hildegard Müller (* 1967), Politikerin (CDU), ehemalige Staatsministerin im Bundeskanzleramt


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 09.12.2018 22:15 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Berlin (dpa) - Drei Mal blieb Steffen Henssler ungeschlagen, daher geht es jetzt um eine Million Euro: An diesem Samstag (20.15 Uhr) empfängt der 45-Jährige Showmaster zum vierten Mal einen Kandidaten zu seiner ProSieben-Show «Schlag den
Pyeongchang (dpa) - Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek hat beim ersten Sprungtraining der Nordischen Kombinierer von der Großschanze in Pyeongchang überzeugt. Der Oberstdorfer sprang am Samstag auf die Tagesbestweite von 137,5 Meter und gewann
Berlin (dpa) - Wer andere beim Kennenlernen nachahmt, macht sich beliebt - zumindest innerhalb des eigenen Geschlechts. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Freien Universität Berlin und der Uni Leipzig. Demnach gibt
Göteborg (dpa) - Ein Mann ist in der Domkirche im schwedischen Göteborg in Brand geraten. Er sei dabei schwer verletzt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Ob er sich absichtlich anzündete oder es sich um einen Unfall handelte, war
Birmingham (dpa) - Ein 46-Jähriger hat am Sonntag auf einen Mann in einer britischen Kirche eingestochen und ist festgenommen worden. Täter und Opfer kennen sich, wie die Polizei in Birmingham mitteilte. Es habe sich um eine gezielte Tat
Repression, Exil oder eine Festnahme schüchtern die russische Aktivistin Ljudmila Alexejewa nicht ein. Als Grande Dame der Menschenrechte scheut sie auch nicht die Kritik an der Staatsführung. Und sie ist sicher: Die Jugend-Proteste werden ihre
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Volkswagen kam in den letzten Jahren vor allem durch die manipulierten Dieselmotoren in die Schlagzeilen. Jetzt versucht das Unternehmen aber, die negative Verbrauchermeinungen mit drastischen Ansagen zu ändern. Auf dem Autogipfel 2018
In einigen Ländern Europas umfasst die Kultur nicht nur traditionelle Aspekte. Als ungewöhnlicher Bestandteil der Landestradition hat dort auch das Glücksspiel seinen Platz. Doch welche Länder sind dem Spiel besonders zugeneigt und wie konnte es
Berlin (dpa) - Fußball-Weltmeister Per Mertesacker wird künftig dem von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff gegründeten Experten-Beirat angehören. Das bestätigte Bierhoff der «Sport Bild». Der 34 Jahre alte Mertesacker bestritt 104
Rüsselsheim (dpa) - Der Autobauer Opel kann die Betrugsermittlungen im Diesel-Skandal möglicherweise gelassen abwarten. Das im August 2017 vom französischen PSA-Konzern übernommene Unternehmen sieht den Alteigentümer General Motors in der
Wiesbaden (dpa) - Immer mehr Kleinkinder besuchen eine Kita, der Zuwachs ist allerdings geringer als im Vorjahr. Zum Stichtag am 1. März 2018 besuchten in Deutschland insgesamt 789 600 Kinder unter drei Jahre eine Tageseinrichtung, wie das
Berlin (dpa) - Die irische Fluggesellschaft Ryanair errichtet im April am Berliner Flughafen Tegel ihre zehnte Basis in Deutschland. Dazu übernehme der Billigflieger vier dort stationierte Maschinen seiner Partner-Airline Laudamotion, kündigte
Wetter

Berlin


(09.12.2018 22:15)

5 / 8 °C


10.12.2018
3 / 6 °C
11.12.2018
2 / 4 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Verbrennungsmotor made ...
...

Auferstanden aus Rouen ...
Unsere kleine Tour de ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum