Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
ITS | Jahn | Tjaereborg


Bundesliga-Tickets mit Garantie!


     
Hotelsuche in 
 

Rahatschou

Weißrussland, Rahatschou
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Rahatschou (weißrussisch; russisch "Rogatschow") ist eine Stadt im Verwaltungsbezirk Homel in Weißrussland. Es ist die Hauptstadt des Kreises Rahatschou. Die Stadt liegt zwischen den Flüssen Drut und Dnepr. Die Einwohnerzahl beträgt 34.700 (Schätzung Stand 2004).

Geschichte

Vor 1142

Archäologische Funde aus der Gegend belegen, dass bereits vor etwa 14.000 Jahre hier Menschen lebten. Es wurden zahlreiche Werkzeuge und Waffenteile aus Feuerstein sowie Knochenreste von Mammuten gefunden. Erste Siedlungen sind für die Mittlere Steinzeit nachweisbar. Während der Bronzezeit war dieses Gebiet schon relativ dicht besiedelt. Besonders aus dieser Zeit finden sich hier viele Grabstätten.

Etwa zu Beginn der Zeitrechnung, vor ungefähr 2.000 Jahren existierte im Gebiet von Rahatschau bereits eine Burganlage. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1142 und bezieht sich auf Fürst Igor.

Die Herkunft des Namens der Stadt ist nicht geklärt.

1142–1772

Im 13. Jahrhundert gehörte Rahatschou zum Großfürstentum Litauen. Zu dieser Zeit kam es zu Kriegen zwischen dem litauischen und dem expandierenden Großfürstentum Moskau, in dem es auch um das Gebiet um Rahatschau ging. Gleichzeitig drängten aber auch Krimtataren und Kasachen in diese Region.

Im 15. Jahrhundert kam es zu einer recht dynamischen Entwicklung des Gebietes, diese Zeit wird als das Goldene Jahrhundert für Rahatschou bezeichnet. Die zu dieser Zeit regierenden Pinsker Fürsten gaben das Gebiet an Sigismund I. (der Ältere) (1467–1548) ab, der die Stadt seiner Frau Bona Sforza zur Hochzeit schenkte. Sie war eine Fürstin von Milano, unter anderem bekannt durch ein Gemälde von Lucas Cranach. Bona ließ sich in Rahatschau auf dem Schlossberg im Zentrum des alten Stadtkerns ein Schloss erbauen.

1562 wird die Stadt von Krimtartaren geplündert und niedergebrannt, 1654 halten sich in diesem Gebiet die Truppen des Hetman Solotorjenko auf.

1569–1772 ist Rahatschau unter Herrschaft der polnischen Rzeczpospolita, wichtige Daten sind hier die Lubliner Union 1569 und die Kirchenunion von Brest von 1596.

Im 17. und 18. Jahrhundert verlor Rahatschou durch die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den sich noch immer bekämpfenden Litauern und Moskauern an Bedeutung, die Entwicklung stagnierte.

Im Jahr 1772, nach der ersten Polnischen Teilung, lag Rahatschou im Herrschaftsbereich des aus litauischen und polnischen erstandenen neuen Fürstentums. Die Stadt wurde zum Verwaltungszentrum eines Kreises, der etwa die fünffache Größe des heutigen Landkreises besaß.

1772–1940
Am 22. März 1777 wird Rahatschau durch Erlass der Zarin Katharina II. Zentrum des Mogilewsker Landkreises.

1781 erhielt die Stadt ihr Wappen, ein schwarzes Horn auf einem goldenen Schild, die goldene Farbe steht für den in diesem Gebiet in großen Mengen produzierten Honig. Zu dieser Zeit wurde beschlossen, auf dem Schlossberg an Stelle des Schlosses der Fürstin Bona eine neue Burg zu errichten. Die Pläne waren bereits fertigt und die im Wege stehenden Gebäude waren schon abgerissen worden, als die Pläne zum Neubau hier am Ort wieder aufgegeben und die Anlage in Bobruisk errichtet wurde.

Die günstige geographische Lage der Stadt war ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung und den Aufschwung besonders der Forstwirtschaft und des Handwerks. Rahatschau war ein wichtiger Punkt auf dem Handelsweg entlang des Dnepr zwischen Mogilev und Kiev.

Der wirtschaftliche Aufschwung und die kulturelle Entwicklung der Stadt wurde durch den Vaterländischen Krieg gegen die Truppen von Napoleon Bonaparte unterbrochen.

Die Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahre 1861 durch Zar Alexander II. beschleunigte das wirtschaftliche Wachstum im ganzen Russischen Reich sowie auch in Rahatschou.

Im 19. Jahrhundert war die Ansiedlung von Juden in Russland hauptsächlich auf den Ansiedlungsrayon beschränkt. Rahatschou gehörte zu diesem Gebiet, und hier waren Ende des 19. Jahrhunderts etwa 60 % der Einwohner jüdischen Glaubens. Einige von ihnen brachten es zu großem Wohlstand. Wassili Jolschin, ein adliger Jude mit recht großem Reichtum, ließ 1905–1909 in der Stadt einige große Gebäude errichten, die er dann der Stadt übereignete. Zwei von diesen Gebäuden gibt es noch heute, die Schule Nr. 2 und der Palast der Pioniere. Das ebenfalls von ihm finanzierte und gebaute Kinotheater für 600 Plätze, für damalige Verhältnisse sehr groß, steht heute nicht mehr. Dieses Gebäude war ein kulturelles Zentrum, unter anderem trat auch Schaljapin hier auf.

Der Bau der Eisenbahnlinie Mahiljou–Shlobin zu Beginn des 20. Jahrhunderts förderte erneut das regionale Wachstum. Neue Bauten entstanden, so das erste Theater "Modern", eine gebührenpflichtige Realschule und ein Lehrerseminar. 1913 gab es in Rahatschau mehr als 50 Betriebe mit 185 Arbeitern.

Während des Bürgerkrieges nach der Oktoberrevolution kam es in Rogachev zu Kämpfen, die Stadt war zeitweise durch die polnische Armee besetzt. In dieser Zeit druckte Rogachev eigene Briefmarken und eigenes Geld.

Im ersten Fünfjahresplan der Sowjetunion entstand in der Stadt eine Milchkonservenkombinat, eine Brotfabrik sowie ein Traktorenmaschinenwerk. Das bereits bestehende Sägewerk und die Kartonfabrik wurden rekonstruiert.

Mit dem Industriewachstum wuchs auch die Zahl der Bevölkerung.
Rahatschau wurde zum Industriezentrum:

* 7 Kombinate,
* 1 Fabrik,
* 13 Produktionswerkstätten,
* 4 Mittelschulen,
* eine Grundschule und eine Hauptschule,
* 8 Klubs,
* 2 Bibliotheken und
* ein Filmtheater.

Im Rahmen des Ausbaus der Stadt wurden im Zentrum zahlreiche teilweise noch heute bestehende Grünanlagen angelegt.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.11.2017 06:13 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
"Masyr" (weißrussisch , russisch bzw. "Mosyr", polnisch "Mozyrz") ist eine Stadt mit 111.600 Einwohnern (2006) im Homeler Bezirk ("Voblasz") im Südosten Weißrusslands, 133 nordwestlich von Homel und 320 km südlich von Minsk. Masyr liegt am
"Nawapolazk" (weißrussisch , russisch /"Nowopolozk") ist eine administrativ unabhängige Trabantenstadt in direkter Nachbarschaft der kleineren nordweißrussischen Stadt Polazk (weißrussisch "Полацк"). Nawapolazk liegt in der Woblast Wizebsk
"Pinsk" (weißrussisch , russisch , polnisch "Pińsk") ist eine Stadt im Südwesten der Republik Weißrussland mit 131.000 Einwohnern, inmitten der Palessjesümpfe, nahe der Grenze zur Ukraine. Die Stadt besitzt eine sehenswerte barocke Altstadt.Nahe
"Smarhon" (weißruss. ; russ. /"Smorgon"; jidd. ) ist eine Stadt in der Republik Weißrussland im Woblast Hrodna mit rund 37.000 Einwohnern. Der Ort war vom 17. Jahrhundert bis zur Shoa ein wichtiges jüdisches Zentrum.GeografieDie Stadt liegt im
"Slonim" (weißruss.: , russ.: ) ist eine Stadt in der weißrussischen Woblast Hrodna. Die Stadt Slonim ist das administrative Zentrum des Rajons Slonim und hat 51.435 EInwohner (2005). Geographie Slonim liegt am Zusammenfluss
Marjina Horka ist eine Stadt in der Republik Weißrussland im Woblast Minsk mit rund 23.000 Einwohnern. Geografie Die Stadt liegt im Zentrum des Landes unweit der Hauptstadt Minsk in Nachbarschaft des Flusses Swislatsch. Verkehr
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Washington (dpa) - Die US-Regierung hat in ihrem Feldzug gegen angeblich unfaire Handelspraktiken im Ausland Strafzölle gegen Olivenimporte aus Spanien verhängt. Schwarze Oliven aus Spanien würden im Herkunftsland mit bis zu 7,24 Prozent
Brüssel (dpa) - Jupp Heynckes wird beim FC Bayern München kein übereiltes Comeback von Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer anstreben. «Er bekommt von mir keinen Druck», sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters vor dem
Berlin (dpa) - Die EU-Kommission macht Ernst mit neuen Vorgaben für die Herstellung von Pommes frites, Chips, Keksen und ähnlichen Nahrungsmitteln. Eine Kommissionssprecherin bestätigte einen Bericht der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Demnach
Löbau (dpa) - Für das neue TV-Talkformat «Privatkonzerte» laden Wigald Boning und Kim Fisher nationale und internationale Gäste ins sächsische Löbau ein. «Die beiden Moderatoren schaffen für ihre Gäste eine Atmosphäre, als wären sie zu
München (dpa) - Siemens-Chef Joe Kaeser und der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, haben einheitliche Standards für Internet-Sicherheit gefordert. Kaeser sagte auf einer Veranstaltung der
Dortmund (dpa) - Borussia Dortmund hat seine Krise in der Champions League verschärft. Der Fußball-Bundesligist verlor am Dienstag trotz einer 1:0-Führung mit 1:2 (1:0) gegen Tottenham Hotspur und verabschiedet sich damit früh aus der
Wetter

Minsk


(22.11.2017 06:13)

-1 / 1 °C


23.11.2017
-3 / 1 °C
24.11.2017
-3 / 0 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN
banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum