Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!




     
Hotelsuche in 
 

Pskow

Russland, Pskow
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Pskow" (, deutsch "Pleskau") ist eine Großstadt im Nordwesten Russlands mit knapp 195.000 Einwohnern (Stand: 2007), etwa 290 km südwestlich von Sankt Petersburg und nahe der Grenze zu Estland. Die Stadt ist Hauptstadt der Oblast Pskow und ist eine der ältesten Städte Russlands. Früher war sie eine mächtige Grenzfestung, heute ist sie eine bedeutende Industriestadt.

Geographie und Klima
Pskow liegt an der Mündung des Flüsschens Pskowa in die Welikaja in der Nähe des Pskower Sees, einem Nebengewässer des Peipussees. Die Welikaja ist zugleich der Hauptfluss der Oblast Pskow (etwa 55.300 km²). Bei Pskow befindet sich der westlichste Punkt des als "russisches Kernland" betrachteten Gebietes (also ohne die Oblast Kaliningrad).

Die Durchschnittstemperatur beträgt im Winter (Januar) –8 bis –10 Â°C, im Sommer (Juli) 17 bis 18 Â°C.

Verkehr
Pskow liegt an der Hauptverkehrsverbindung von Sankt Petersburg nach Lettland und in die Oblast Kaliningrad. In Pskow befindet sich die größte Station der Eisenbahnlinie Sankt Petersburg – Riga, die hier die Eisenbahnlinie Dno – Petschory – Valga/Tartu kreuzt, die für den internationalen Güterverkehr zu den estnischen und lettischen Ostseehäfen eine große Bedeutung hat. Es gibt regelmäßige Zugverbindungen nach Moskau, Sankt Petersburg, Riga und Vilnius. Vom kleinen Flughafen im Süden der Stadt gibt es eine regelmäßige Verbindung zum Flughafen Moskau-Wnukowo.

Geschichte
Pskow wurde vom altrussischen Stamm der Kriwitschen gegründet. Die Anfänge der Stadt liegen im Dunkeln, Funde aus den Langen Kuranen und dem östlichen Baltikum belegen jedoch, dass die Siedlungsanfänge bis ins dritte Viertel des ersten Jahrhunderts reichen, eine kontinuierliche Entwicklung kann jedoch nicht nachgewiesen werden. Als die Stadt 903 erstmals erwähnt wurde, bezeichnete man sie als "lange existierend". Der Sage nach gehörte sie seit 864 zum Großfürstentum Nowgorod. Zu den Bewohnern der Stadt zählten Slaven, Skandinavier und finno-ugrische Bevölkerung.

Bereits 955 begann unter Fürstin Olga, der Witwe des Fürsten Igor von Kiew, die Christianisierung der Region; an die Stelle heidnischer Sitten trat die altrussische Kultur. Im 15. Jahrhundert gewann die Stadt hohe Bedeutung auf dem Gebiet der Ikonenmalerei, im 16. Jahrhundert wurde sie Bischofssitz und blieb bis ins 19. Jahrhundert religiöses Zentrum für die Region.

Kirche Johannes der Täufer (12. Jh.) in Pskow
Im 12. Jahrhundert wurde Pskow ein selbstständiges Fürstentum unter Wsewolod Mstislawitsch. Obwohl er schon ein Jahr später starb, wurde er in der Stadt zur Symbolfigur der Unabhängigkeit.

Als Russland im 13. Jahrhundert von den Einfällen der Mongolen heimgesucht wurde, blieb Pskow verschont, musste sich aber etwa zur selben Zeit gegen den Deutschen Orden zur Wehr setzen. 1240 besetzte dieser die Stadt, doch am 5. April 1242 wurde er von Alexander Newski in der Schlacht auf dem Peipussee vernichtend geschlagen. Als Zentrum einer selbständigen Republik war Pskow auch im Folgenden immer wieder Angriffen aus dem Westen ausgesetzt. Allein im 15. Jahrhundert wehrte es 26 Belagerungen von Litauern, Polen sowie dem Deutschen Orden ab.

Zur Zeit der Hanse war Pskow Standort einer Faktorei und ein wichtiger Stützpunkt für die Reisenden, die den Weg von Riga oder Reval nach Nowgorod zum dortigen Hansekontor Peterhof mit dem Schlitten nahmen. Der Ablauf des Handels zwischen deutschen und russischen Kaufleuten ergibt sich aus dem 1607 in Pskow geschriebenen Gesprächsbuch des Lübecker Kaufmannsgehilfen Tönnies Fonne.

1510 wurde Pskow ein Teil des Großfürstentums Moskau. 1582 wurde es gegen das 50.000 Mann starke Heer des polnischen Königs Stephan Báthory verteidigt (siehe Belagerung von Pskow), ebenso 1615 bei der Belagerung durch den schwedischen König Gustav Adolf.

Alexander Iwanowitsch Morosow: Kirchenausgang in Pskow, 1864
Ab 1701 wurde die Stadt von Peter I. zur Festungsstadt ausgebaut, zur gleichen Zeit ging jedoch ihre Bedeutung auf Grund der Verlegung der Grenze nach Westen und der Gründung Sankt Petersburgs zurück. 1777 entstand das Gouvernement Pskow.

1900 hielt sich Lenin einige Monate in Pskow auf. Im Februar 1917 unterzeichnete Nikolaus II. in Pskow seine Abdankungsurkunde. Von Februar bis November 1918 war Pskow im Ersten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt, im September 1919 konnte die Rote Armee die Stadt einnehmen.

Vom 9. Juli 1941 bis zum 23. Juli 1944 war die Stadt während des Angriffs auf die Sowjetunion erneut von Deutschen besetzt. Aufgrund des Chaos nach dem deutschen Einmarsch in das Land vergaß man es, die Bewohner der Stadt rechtzeitig zu evakuieren. Nur einige wenige örtliche Parteifunktionäre und Wissenschaftler wurden in der kurzen Zeit aus der Stadt gebracht. Weitere 10.000 Bewohner, die fliehen wollten, wurden von den Deutschen eingeholt und mussten wieder zurückkehren.

Etwa 300.000 Menschen kamen während der Besatzungszeit nach sowjetischen Schätzungen in und um Pskow ums Leben, wobei ca. 60 % davon russische Bewohner der Stadt und der um Pskow gelegenen Dörfer waren und daneben eine große Zahl sowjetischer Kriegsgefangener. Pskow selbst verlor rund 40 % seiner Bewohner, 26 Dörfer wurden ausgelöscht, die meisten davon in den Jahren 1943 und 1944. Ab September 1941 mussten die Pskower aufgrund eines Befehls der neuen lokalen Kommandantur ihre Stadt wieder aufbauen. Als die Partisanenbewegung in der Gegend ab Sommer 1942 immer stärker wurde, wurden von den Deutschen aus Rache zahlreiche Häuser niedergebrannt und den Bewohnern so ihre Lebensgrundlage genommen. Nicht selten wurden die Bewohner vertrieben. Die deutschen Besatzer plünderten Pskow gemäß ihrer im Generalplan Ost dokumentierten Ideologie und Zielsetzung aus: Nach neuen Verordnungen erhielten die Bewohner der Stadt seit November 1941 nur noch 33 % der Nahrung. Die Bauern im Umland mussten regelmäßig zwei Drittel ihrer Ernte abliefern. Zwischen März 1942 und Juli 1944 wurden rund 11.000 Menschen aus Pskow als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt. Am 23. Juli 1944 wurde Pskow im Zuge der Pskow-Ostrower Operation befreit. In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager "343" für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): "Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges." Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.


Während der Sowjetherrschaft wurden die meisten Klöster und Kirchen geschlossen oder zerstört. In der Perestroikazeit ist das geistige Leben wiedererwacht. Viele Klöster wurden wieder eröffnet oder ausgebaut, zunächst mit bescheidenen Mitteln. Heute gewinnt Pskow wieder an Bedeutung als religiöses Zentrum. Zahlreiche Gläubige aus ganz Russland pilgern zu den Kirchen und Klöstern. Seit 1990 verbindet die Stadt Neuss eine intensive Städtepartnerschaft mit der russischen Metropole. Die Freundschaft wurde im Laufe der Jahre auf viele Bereiche ausgedehnt. So wird der Austausch von künstlerisch begabten Jugendlichen regelmäßig gepflegt.

Heute ist Pskow auch Zentrum einer landwirtschaftlich und handwerklich-technisch geprägten Region und Standort mehrerer pädagogischer Hochschulen und Ausbildungsstätten.

Söhne und Töchter der Stadt
* Sergei Fjodorow, professioneller Eishockeyspieler
* Weniamin Kawerin, Schriftsteller
* Olga, genannt "die Heilige" (881 in Pskow; † 11. Juli 969 in Kiew)
* Nikolai Schanin, Mathematiker
* Grigori Teplow, Komponist
* Maxim Worobjow, Landschaftsmaler

Sehenswürdigkeiten der Stadt
Dreifaltigkeitskathedrale mit Kreml in Pskow
Kreml in Pskow
* Kreml (mit Dreifaltigkeitskathedrale)
* Dowmontow-Stadt (Daumantas-Stadt)
* Basiliuskirche (15. Jahrhundert)
* Cosmas-und-Damian-Kirche (15. Jahrhundert)
* Kirche zu Christi Erscheinung (15. Jahrhundert)
* Mirož-Kloster (mit Mirož-Kathedrale, 12. Jahrhundert)
* Pogankinpalast (Museum für Geschichte und Kunsthandwerk)
* Gemäldegalerie

Sehenswürdigkeiten der Umgebung
* Festung Isborsk
* Kloster Petschory
* Michailowskoje (Puschkin-Gedenkstätten)
* Kloster Swjatogorje (mit Puschkins Grab)

Bildung
Weiterführende Bildungseinrichtungen
* Freie Universität Pskow
* Staatliche Pskower Pädagogische S.-M.-Kirow-Universität
* Filiale der Ingenieurökonomischen Akademie Sankt Petersburg
* Filiale der Staatlichen Universität für Wirtschaft und Finanzen Sankt Petersburg
* Filiale des Neuen Juristischen Instituts Moskau
* Abteilung Pskow der Nordwestlichen Akademie für Staatsdienst
* Abteilung Pskow für Fernausbildung der Petersburger Akademie des Innenministeriums Russlands
* Polytechnisches Institut Pskow der Staatlichen Polytechnischen Universität Sankt Petersburg

Bildungseinrichtungen für behinderte Menschen
* Heilpädagogisches Zentrum, getragen von der Initiative Pskow

Partnerstädte
* : Arles
* : Białystok
* : Boston
* : Daugavpils
* : Gera
* : Kuopio
* : Mianyang
* : Neuss
* : Nijmegen
* : Norrtälje
* : Perth
* : Roanoke
* : Valmiera
* : Tartu
* : Tschernihiw
* : Wizebsk

Die Stadt ist außerdem Mitglied des Städtebundes der Neuen Hanse und unterhält eine städtepartnerschaftsähnliche Kooperation mit dem deutschen Verein "Initiative Pskow in der EKiR".http://gorodpskov.ru/index/action/ShowDep/id/20

Siehe auch

* Nestorchronik
* Kiewer Rus


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 20.05.2013 14:30 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email *
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Kaufmann Pawel Tretjakow (1832–1898) begann 1856, die Werke zeitgenössischer russischer Maler zu erwerben. 1892 hatte der besessene Sammler an die 2000 Werke, die er der Stadt Moskau vermachte. Die „Tretjakow-Galerie“ (1902) im historischen
Gut 900 Schauspieler, Tänzer, Sänger und Musiker beschäftigt der Dramaturgie-Konzern „Bolschoi-Theater“. Das „Große Theater“ wird aber immer seltener den Moskowitern geboten, da die Stars, wie die Ballerinen des weltberühmten
Die Hauptstadt der Russischen Föderation ist streng genommen die größte Stadt Europas – wenn man den asiatischen Teil Istanbul nicht mitrechnet. Das UNESCO-Weltkulturerbe-Ensemble um den Roten Platz mit dem zentralen Kreml wird auf
Kunstmäzen Igor Markin, 41, ist so etwas wie das Lieblingsfeindbild des Erzabtes Tichon. Dem ehemaligen Bauunternehmer und Multimillionär ist nichts von dem heilig, was die Konservativen gerne als unantastbar betrachten. Antichristliche
Schriftsteller Wiktor Jerofejew bezeichnet Moskau als die Welthauptstadt der Sünde, in die er vernarrt sei, wegen der „ungeheueren Energie dieser Metropole, die zerstörerisch sein kann und aufbauend zugleich". Der Baumeister des neuen
In Moskau rollt der Rubel wieder. Die Zehn-Millionen-Metropole ist eine Global City, in der mehr Dollarmilliardäre als in New York leben. Mitten in der Stadt an der Moskwa wächst bis 2010 „Moskwa City“ in die Höhe, ein Trabant für 1,5
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Autowäsche im Bikini, Stripshow gegen Bier - mit nackten Tatsachen werben schöne Russinnen in Moskau für Präsident Medwedew und Regierungschef Putin. Beobachter glauben, dass «Medwedew-Girls» und «Putin-Armee» Unterstützung von ganz oben haben.
Jetzt ist er auch offiziell wieder der starke Mann in Russland: Wladimir Putin zieht erneut als Präsident in den Kreml ein. Am Abend feiert der Regierungschef mit 100 000 Anhängern. Doch selbst Friedensnobelpreisträger Gorbatschow sieht den Wähler hintergangen. Moskau
Die Frauen der Moskauer Skandal-Band Pussy Riot protestieren vermummt gegen Kremlchef Putin - ausgerechnet in der Erlöserkathedrale der russisch-orthodoxen Christen. Für das schrille Punk-Gebet drohen den politischen Gefangenen nun mehrere Jahre im Straflager. Moskau
Mit einer großen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau feiert Russland heute (Mittwoch) den 67. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland. Moskau (dpa) - Präsident Wladimir Putin nimmt zwei Tage nach der Amtseinführung erstmals
Im Fall der inhaftierten Musikerinnen der Punkband Pussy Riot meldet sich auch Russlands bekanntester Häftling Chodorkowski zu Wort. Er kritisiert, dass die Justiz brutal gegen die Frauen vorgehe. Im Prozess selbst gibt es neue Vorwürfe von Justizwillkür. Moskau
Bizarrer Streit um einen ermordeten Mafiaboss: Ein Charterflugzeug mit dem Sarg von Aslan Ussojan hat nach Russland zurückkehren müssen, nachdem es nicht in Georgien landen durfte. Der «König der russischen Mafia» sollte nach dem Willen der
Wetter

Moskau


(20.05.2013 14:30)

15 / 26 °C


21.05.2013
11 / 21 °C
22.05.2013
11 / 17 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Press release - Intern ...

Imran Khan´s Party Win ...
Georgia Considers Taki ...

Wieder Kreuzbandriss: ...
Palmenverdächtig: Das ...

2700 Biere im «Deliriu ...
Edles Bäder- Vergnügen ...

"Lange Nacht der Kirch ...
U-Bahn in Prag plant F ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum