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Portugal verweigert Auslieferung von US-Verbrecher
Portugal
17.11.2011
Lissabon (dpa) - Der nach 41-jähriger Flucht vor gut eineinhalb
Monaten in Portugal gefasste US-Verbrecher George Wright wird nicht
an die USA ausgeliefert. Das Oberlandesgericht in Lissabon wies am
Donnerstag den Antrag der USA ab. Der 68 Jahre alte Wright sei seit
Jahren portugiesische Staatsbürger, so dass selbst die
Staatsanwaltschaft gegen die Auslieferung plädiert habe, sagte ein
Gerichtssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur Lusa. Gegen das
Urteil könne noch beim Obersten Gericht Berufung eingelegt werden.
Der verurteilte Mörder und Flugzeugentführer Wright war einer der meistgesuchten Kriminellen der USA. Er war seit dem 19. August 1970 auf der Flucht gewesen. An dem Tag war der Mann mit drei Mithäftlingen aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat New Jersey ausgebrochen. Sieben Jahre zuvor war Wright wegen Mordes verurteilt worden, weil er an einem Überfall auf eine Tankstelle teilgenommen hatte, bei dem ein Mann getötet worden war. Am 26. September wurde er in seinem Haus in Colares gefasst. Die US-Behörden wollen, dass er den Rest seiner Haftstrafe von 15 bis 30 Jahren in den USA absitzt.
Das Leben George Wrights ist filmreif: Zwei Jahre nach seinem Ausbruch nahm er nach Angaben der US-Behörden an der Entführung eines Flugzeugs von Detroit nach Miami teil. Er und seine Komplizen verlangten für die Freilassung der Passagiere ein Lösegeld von einer Million Dollar. Nachdem die Passagiere von Bord gegangen waren, erzwangen die Entführer den Weiterflug nach Boston und Algerien, wo sie auf freien Fuß gesetzt wurden. Im Mai 1976 wurden die Komplizen Wrights in Paris festgenommen und später verurteilt.
Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre lebte Wright zunächst in Guinea-Bissau. In der ehemaligen portugiesischen Kolonie arbeitete er als Basketball-Coach. Ende der 1980er Jahre siedelte er nach Portugal über. In Colares, 30 Kilometer nordwestlich von Lissabon, lebte er unauffällig unter dem Namen José Luis Jorge Dos Santos, arbeitete als Maler und Restaurantbetreiber und war bei Nachbarn sehr beliebt. In Portugal, wo er vorerst weiter unter Hausarrest sitzt, hat Wright eine Frau und zwei Söhne im Teenageralter.
Der verurteilte Mörder und Flugzeugentführer Wright war einer der meistgesuchten Kriminellen der USA. Er war seit dem 19. August 1970 auf der Flucht gewesen. An dem Tag war der Mann mit drei Mithäftlingen aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat New Jersey ausgebrochen. Sieben Jahre zuvor war Wright wegen Mordes verurteilt worden, weil er an einem Überfall auf eine Tankstelle teilgenommen hatte, bei dem ein Mann getötet worden war. Am 26. September wurde er in seinem Haus in Colares gefasst. Die US-Behörden wollen, dass er den Rest seiner Haftstrafe von 15 bis 30 Jahren in den USA absitzt.
Das Leben George Wrights ist filmreif: Zwei Jahre nach seinem Ausbruch nahm er nach Angaben der US-Behörden an der Entführung eines Flugzeugs von Detroit nach Miami teil. Er und seine Komplizen verlangten für die Freilassung der Passagiere ein Lösegeld von einer Million Dollar. Nachdem die Passagiere von Bord gegangen waren, erzwangen die Entführer den Weiterflug nach Boston und Algerien, wo sie auf freien Fuß gesetzt wurden. Im Mai 1976 wurden die Komplizen Wrights in Paris festgenommen und später verurteilt.
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