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Poprad

Slowakei, Poprad
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"Poprad" (; deutsch "Deutschendorf", ungarisch "Poprád)" ist eine Stadt, die am Fuße der Hohen Tatra gelegen ist. Die Einwohnerzahl beträgt zirka 55.000 (2007), womit Poprad als die zehngrößte Stadt der Slowakei gilt.
Blick ins Stadtzentrum

Die Stadt zählte mehrmals zu den Bewerbern für die Veranstaltung der Olympischen Winterspiele.

Geographie
Poprad liegt in der Podtatranská kotlina (Unter-Tatra-Kessel) am südöstlichen Fuße der Hohen Tatra am vom Westen nach Nordosten fließenden Fluss Poprad "(Popper)" in der historischen Landschaft Zips (heute administrativ im Prešovský kraj). Neben der Hohen Tatra befinden sich in unmittelbarer Nähe auch die Leutschauer Berge im Osten, Kozie chrbty im Süden und die Niedere Tatra im Südwesten. Die Hauptwasserscheide zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee befindet sich etwa 15 km nach Westen im Ortschaft Štrba. Die Stadt Košice ist per Straße 110 km entfernt, während die Hauptstadt Bratislava befindet sich 330 km nach Südwesten. Die Stadt bedeckt eine Fläche von 63,039 km² und das Stadtzentrum liegt auf ca.



Industrie
In Poprad und seiner Umgebung sind eine chemische Fabrik, eine bekannte Waggon-Fabrik sowie ein internationaler Haushaltgeräte-Hersteller (vor allem Waschmaschinen) angesiedelt. Weiterhin gibt es eine Brauerei "(Tatran)" sowie einen Betrieb, der den Großteil der slowakischen Teeproduktion deckt.

Sehenswürdigkeiten
Blick auf die Hohe Tatra von Poprad aus
Sehenswert sind eine restaurierte Fußgängerzone mit einer evangelischen Kirche, die Altstädte der früher separaten Gemeinden Veľká und Spišská Sobota und vor allem das Panorama, das die Hohe Tatra gleich hinter der Stadt bietet.

Geschichte
Das heutige Poprad ist im 20. Jahrhundert durch Zusammenschluss von mehreren Gemeinden entstanden. Es sind dies Poprad ("Deutschendorf"), Spišská Sobota ("Georgenberg", eingemeindet 1945), Veľká ("Felka", eingemeindet 1945), Stráže pod Tatrami ("Michelsdorf", eingemeindet 1960) und Matejovce ("Matzdorf", eingemeindet 1974). Die Stadt erfuhr seit dem Zweiten Weltkrieg eine außerordentliche Bevölkerungszunahme (auch nach Berücksichtigung der angeschlossenen Gemeinden): 1940 gab es rund 11378 Einwohner, 1980 rund 38000 und 2003 etwa 55000.

Die Siedlungen des heutigen Poprad wurden zum ersten Mal im Jahre 1256 schriftlich erwähnt, als sie noch ihre slawischen Namen trugen, nämlich "Poprad" (für Poprad), "Forum Sabbathe" (für Spišská Sobota) und "Vylka" (für Veľká). Die folgenden schriftlichen Quellen bezeichnen sie jedoch bereits mit ihren deutschen Namen, zum Beispiel 1268 "Villa Theutonicalis" (für Poprad) und "Sanctus Georgius" (für Spišská Sobota). Nach dem Mongoleneinfall von 1242 wurde Spišská Sobota, ebenso wie Poprad und Veľká, durch deutsche Siedler nachbesiedelt, wodurch sie zu weitgehend deutschen Siedlungen wurden. Stráže war ursprünglich eine Grenzschutzsiedlung und wurde wohl bereits Anfang des 13. Jahrhunderts von deutschen Siedlern wieder begründet. Alle fünf Siedlungen gehörten zu den 13 an Polen verpfändeten Städten, zu der Bruderschaft der 24 königlichen Pfarrer, zum Bund der 24 Zipser Städte sowie zur sog. Provinz der 16 Zipser Städte (siehe unter Zips). Während Poprad, Veľká und Stráže im Mittelalter eher landwirtschaftlich-handwerkliche Städte waren, war Spišská Sobota eindeutig eine Marktsiedlung mit zahlreichen Handwerkern.

Die älteste der zusammengeschlossenen Siedlungen ist Spišská Sobota, die schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts, damals noch als slowakische Siedlung, ein Marktzentrum der Umgebung war. Sie war auch die erste der Siedlungen, die Stadtrechte erhielt (Poprad, Veľká und Stráže wurden erst Anfang des 15. Jahrhunderts als Städte erwähnt). Diese zu den kunsthistorisch bedeutendsten Plätzen der Zips zählende Ortschaft hat ihre Vormachtstellung gegenüber ihrer bis dahin unbedeutenden Schwester Poprad in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingebüßt, als die Kaschau-Oderberger Bahn 1871 fertiggestellt wurde. Die interessante Innenstadt ist heute Denkmalzone.

Poprad war bis in das 18. Jahrhundert ein eher unbedeutender Ort; erst im Zuge touristischer Erschließung und beginnender Industrialisierung änderte sich dies. Den Tourismus verdankte der Ort allein schon seiner Lage am Fuße der Hohen Tatra. Hinzu kam seit dem 18. Jahrhundert -von Bad Schmecks- heute Smokovec -ausgehend, das auch Goethe besuchte – die zunehmende balneologische Erschließung. der Region. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert war Poprad sogar ein Bergbauort; es wurde Kupfer gefördert. Die Vorkommen waren aber wenig ertragreich und führten zu keinen nachhaltigen Fortschritten.

Der Bau der Kaschau-Oderberger Bahn dagegen brachte Poprad merkbare Vorteile. Als nun verkehrstechnisch wichtiger Platz im damaligen Oberungarn kam zu der deutschstämmigen Bevölkerung. die zum Teil schon unter König Sigismund im 13. Jahrhundert ins Land gerufen worden war, auch die ungarische, was den Handel und das Gewerbe weiter wachsen ließ. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Eisenbahnwerkstätten, 1908 nahm die Elektrische Tatrabahn ihren Betrieb auf. Sie wurde als Ersatz für die nur von 1904 bis 1906 betriebene Gleislose Bahn Poprád–Ótátrafüred errichtet und erschloss die Tatra weiter für Bergfreunde, wie Kurbedürftige.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Stadt Garnison der tschechoslowakischen und späteren slowakischen Streitkräfte, für die zwei Kasernenkomplexe im Nordosten und Südwesten der Stadt errichtet wurden. Eine Kunstseidenindustrie siedelte sich im benachbarten Svit an. Die Eisenbahnwerkstätten wurden in eine Waggon-Fabrik umgewandelt.

Nach 1941 gab es auch ein kleines Konzentrationslager für die jüdische Bevölkerung. Von hier aus erfolgten auch erste Deportationen in das benachbarte Ungarn.

In den letzten Augusttagen des Jahres 1944 wurde Poprad, wie große Teile der Zips von Streitkräften besetzt, die sich der Slowakischer Nationalaufstand genannten Erhebung angeschlossen hatten. Anfang September mussten sich diese Einheiten aber wieder zurückziehen. Anfang Februar 1945 wurde Poprad von sowjetischen Truppen besetzt.

Das Ende des zweiten Weltkriegs, ging mit der weitgehenden Vertreibung des deutschen und ungarischen Bevölkerungsteils einher. Im Frühjahr 1946 wurde dafür in Poprad ein „Aussiedlerlager“ eingerichtet. Bis zum Herbst 1946 verschickte man von dort aus die noch verbliebenen, oder zurückgekehrten deutschen und ungarischen Einwohner nach Ungarn, Österreich und Deutschland. Der damit verbundene Verlust vornehmlich in Handel, Gewerbe und Tourismus tätiger Einwohner brachte nur einen zeitweiligen Einschnitt. Eine kräftige Industrialisierung und ein langsam wieder auflebender Tourismus verhalfen dazu, ihn auszugleichen.

Neu errichtete griechisch-katholische Kirche im Süden Poprads

Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus folgenden 6 Stadtteilen:
* Staré Mesto ("Altstadt")
* Veľká (1945 eingemeindet; deutsch "Felka, Fölk, Völk")
* Spišská Sobota (1945 eingemeindet; deutsch "Georgenberg")
* Matejovce (1974 eingemeindet; deutsch "Matzdorf")
* Stráže pod Tatrami (1960 eingemeindet; deutsch "Michelsdorf")
* Kvetnica (deutsch "Blumental")

Sport
Der HK Aquacity ŠKP Poprad wurde 1929 gegründet und spielt seit 1993 in der höchsten Eishockey-Spielklasse der Slowakei, der Extraliga.

Verkehr
Bahnhof Poprad-Tatry
Poprad ist ein Verkehrsknotenpunkt von wichtigen Straßen und Eisenbahnlinien. Durch die Stadt verlauft die zweigleisige Hauptbahn von Žilina nach Košice und die Nebenbahn nach Plaveč hat seinen Anfang hier. Im Straßenverkehr kreuzen sich in der Stadt zwei Staatsstraßen: die I/18 (E 50) verbindet die Stadt mit Prešov im Osten und Žilina im Westen und weiter nach Bratislava. Die I/67 läuft von ungarischen Grenze bei Tornaľa zur polnischen Grenze bei Ždiar. Neuerdings ist auch ein Teil der Autobahn D1, die hier als Ortsumgehung gilt, erstellt worden. Der internationale Flughafen Poprad-Tatry (IATA-Code: TAT) ist mit 718 m Seehöhe der höchstgelegene internationale Flughafen Europas.

Poprad ist Startpunkt der bekannten straßenbahnähnlichen Elektrischen Tatrabahn nach Starý Smokovec ("Altschmecks") und Štrbské Pleso ("Tschirmer See") sowie nach Tatranská Lomnica ("Tatralomnitz"). Auch aufgrund seiner Busverbindungen ist Poprad der zentrale Ausgangsort für Fahrten in die Hohe Tatra sowie in das Slowakische Paradies "(Slovenský raj)". Auch die Niedere Tatra und die Spišská Magura sind gut erreichbar.
Söhne und Töchter der Stadt
* Daniela Hantuchová (*1983), Tennisspielerin
* Matej Jurčo (*1984), Radrennfahrer
* Peter Bondra (*1967), Eishockeyspieler
* Radoslav Suchý (*1978), Eishockeyspieler
* Peter Svätojánsky (* 1977), Skibergsteiger

Siehe auch
* Liste der Städte in der Slowakei


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 21.11.2017 14:39 von den Wikipedia-Autoren.
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